EMF-Meter Tensmars TM-195 spinnt

OP #5005653
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es geht um ein 3-Achsen EMF-Messgerät. Die Werte des E-Felds werden über 
3 kleine Dipolantennen XYZ erfasst und über je ein chip aufbereitet. 
Über 3 Kabel gelangen die XYZ-Signale zu einer Platine mit LM324. 
Darunter sitzt ein uC von Mikrochip der auch die Tasten auswertet und 
das LCD ansteuert.

Das Problem ist daß immer wieder unsinnige Anzeigen erfolgen. Manchmal 
scheint das Gerät korrekt zu arbeiten. Die Messwerte springen zwar recht 
stark aber das Display zeigt klar an. Wenn man den Raum wechselt gibt es 
Stellen wo die Anzeige plötzlich zu spinnen anfängt. Der Kontrast wird 
schlechter, viele unerwünschte Segmente tauchen auf, alle Dezimalpunkte, 
Batterietest und andere Symbole. Es wird schlicht Unfug angezeigt.

An der Batterie scheint es nicht zu liegen. Ein Wechsel bringt keine 
Besserung. Wenn man das Gerät mit Alufolie schirmt tritt das Problem 
noch immer auf - aber an einer anderen Stelle.

Es scheint wenig Effekt zu bringen die Displaykontaktierung mit mehr 
Druck zu versehen. Druck auf das Display selbst lässt die Probleme nicht 
verschwinden.

Werte lassen sich abspeichern und wieder abrufen. Auch fehlerhafte 
Anzeigen sind abspeicherbar und werden beim Abrufen fehlerhaft 
angezeigt.

Ich kann mir keinen rechten Reim auf dieses seltsame Verhalten machen. 
Das Gerät kam neu aus China.

Hat jemand eine Idee woran das liegen kann?
Vielleicht lässt sich das Problem ja lösen?
Gast #5006690
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Matthias W. schrieb:
> Wenn man den Raum wechselt gibt es
> Stellen wo die Anzeige plötzlich zu spinnen anfängt

Was ändert sich dabei in der Umgebung?
Dem Anschein nach schmiert der µC ab, aber bei einem Batterie 
betriebenen Gerät braucht es dazu schon einiges an Störpegel.

Oder lädst du dich beim Herumlaufen besonders stark elektrostatisch auf?
Das könnte Sprühentladungen oder sogar Funkenbildung an den 
Dipolantennen ergeben, evtl. auch Überschläge von der Hand in die 
Elektronik.
OP #5006729
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nachtmix schrieb:
> Was ändert sich dabei in der Umgebung?

eigentlich nichts. Es gibt Stellen wo das Problem häufiger auftritt. Ich 
kann dann warten und Fotos machen wo es mal ok ist und dann eben wieder 
nicht.

Der Kontrast scheint manchmal schlechter. Dabei kenne ich keinen 
Kontrastregler. Keine Ahnung warum die Zeichen die eigentlich gar nicht 
angesteuert sein sollten dann so deutlich sichtbar werden.

Das Gerät wird mit einer 9V-Batterie versorgt. Vermutlich gibt es auch 
einen Spannungsregler. Mit einer Taste wird eingeschaltet und wieder 
aus. Die CPU wird wohl in den Sleep geschaltet und wieder aufgeweckt.

> Dem Anschein nach schmiert der µC ab,

es ist die Frage ob er wirklich abschmiert. Es sieht eigentlich eher 
nach einer stets konstanten Messrate aus - nur sind dabei eben manche 
Werte ok dargestellt und andere nicht.

> aber bei einem Batterie
> betriebenen Gerät braucht es dazu schon einiges an Störpegel.

um Störpegel zu reduzieren habe ich Alufolie um den Teil außerhalb der 
3D-Antenne gelegt. Das hat das Problem nicht gelöst. Es tritt dann an 
einer anderen Stelle wieder auf.

> Oder lädst du dich beim Herumlaufen besonders stark elektrostatisch auf?

das Problem gibt es auch wenn ich stehenbleibe oder das Gerät einfach 
auf dem Fensterbrett liegt. Dort ist sicher nichts aufgeladen. Teppich 
ist auch keiner da, nur Parkett oder Fliesen.

> Das könnte Sprühentladungen oder sogar Funkenbildung an den
> Dipolantennen ergeben, evtl. auch Überschläge von der Hand in die
> Elektronik.

dies ist in diesem Fall wohl eher nicht anzunehmen.
(Firma: matzetronics) #5006761
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Matthias W. schrieb:
> Ist das ein 220uF?

Wenn da 226 drauf steht, ist es ein 22µF mit vermutlich 10V, was nicht 
so gut zu lesen ist. Rechts daneben ist aber noch ein baugleicher Kondi. 
Von hier sieht es auch so aus, als ob der Pfostenfeldstecker dadrunter 
irgendwie Kontakt hat, der u.U. nicht gewollt ist. Man könnte die Stifte 
etwas abknipsen und den Kondensator mal ersetzen.
OP #5006814
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Danke Matthias und Michael. Ich habe den Fleck auf dem Kondensator 
abkratzen können. Der C sieht nun ok aus.

Die Pfostenstecker scheinen über die Pads zu stehen. Abzwicken kann ich 
versuchen mit einem scharfen Seitenschneider.

An der CPU sieht es links so aus als ob da etwas zwischen den Beinchen 
hängt. Es scheint so als ob bei bestimmten Kombinationen die Anzeige 
verrückt spielt. Wenn da irgendwo ein Kurzschluss ist - kann der 
vielleicht so ein Verhalten hervorrufen?

Immer wieder taucht auch das Batteriesymbol und auch andere dann auf. 
Ich könnte natürlich mal den Stromfluss aus der Batterie ansehen. 
Vielleicht wird der ja größer?

Die Lötstelle an C15 links oben sieht auch seltsam aus.
Angehängte Dateien:
OP #5007859
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Die Strommessung ergab:
0.22mA Ruhestrom aus der 9V-Batterie wenn Gerät aus.
14.7mA Betriebsstrom typisch. Leichte Schwankungen, aber keine starke 
Erhöhung zu sehen wenn wieder mal Mist angezeigt wird.
24.4mA wenn das Backlight eingeschaltet ist.

Teile abzwicken am Stecker möchte ich momentan nicht - wg. 
Garantieverlust.

Notfalls muss ich das Gerät halt zurücksenden.

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