UNBEKANNTER BAUTEIL IC 1

Gast #5040900
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Hallo Profis,

habe hier eine Netzplatine aus einer Klimaanlage,
die mir dauernd die T3 Sicherung schießt.
Das Bauteil auf der Platine mit der Bezeichnung IC3
ist abgeplatzt,so das keine Bezeichnung am Bauteil zu erkennen und das 
"Innenleben" zu sehen ist
und ich nehme mal schwer an das mir dieser die  T3 schießt!
Habe ein Foto aus dem WWW,mit Funktion um satte 120 Euronen und eines
mit meinem "Geschossenen" Angehängt.
Hoff ihr könnt mir helfen!
MfG Rudolf
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Gast #5040903
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Rudolf schrieb:
> Hallo Profis,
>
> habe hier eine Netzplatine aus einer Klimaanlage,
> die mir dauernd die T3 Sicherung schießt.
> Das Bauteil auf der Platine mit der Bezeichnung IC3
> ist abgeplatzt,so das keine Bezeichnung am Bauteil zu erkennen und das
> "Innenleben" zu sehen ist
> und ich nehme mal schwer an das mir dieser die  T3 schießt!
> Habe ein Foto aus dem WWW,mit Funktion um satte 120 Euronen und eines
> mit meinem "Geschossenen" Angehängt.
> Hoff ihr könnt mir helfen!
> MfG Rudolf

ACHTUNG ACHTUNG

IM TEXT IST IC3 GESCHRIEBEN....ES HANDELT SICH UM IC1
#5040909
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Rudolf schrieb:
> Das Bauteil auf der Platine mit der Bezeichnung IC3
> ist abgeplatzt,so das keine Bezeichnung am Bauteil zu erkennen und das
> "Innenleben" zu sehen ist
> und ich nehme mal schwer an das mir dieser die  T3 schießt!

Nö, T3 (nicht eher F3?) ist lediglich Kollateralschaden, genauso wie das 
8beinige IC, vermutlich hat Q1 einen kompletten Kurzschluss.

IC1 wird über den grösseren 100kOhm Widerstand mit Startspannung 
versorgt, der Strom reicht nicht um die Sicherung zu grillen.
(Firma: matzetronics) #5040919
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Rudolf schrieb:
> Hoff ihr könnt mir helfen!

Infos über das SMPS IC gibts erst, wenn du die Platine auch von unten 
zeigst. Ich vermute mal einen UC3842/44, aber das ist wirklich geraten 
und es fehlt auch der typische kleine Elko in dessen Nachbarschaft.
Ausserdem ist auch wichtig, wie Q1 heisst.

Edit: Och nö, der kleine Elko ist ja doch da, an Q1 gequetscht.
Gast #5041286
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Erst mal DANKE das sich viele diesem Thema annehmen!!

Also mir gehts darum, das ich gern 1 Euronen Bauteile tausche,bevor ich 
mir so eine Platine um 120.- neu kauf!
Zum    Q1....I3003 056
      IC3...C?A9 PC817 Sharp
Hab nochmal Fotos von unten gemacht.
Also,laut Heinz ist der IC1 durch einen anderen defekten Bauteil 
gegrillt?
Lg
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(Firma: matzetronics) #5041292
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Rudolf schrieb:
> Also,laut Heinz ist der IC1 durch einen anderen defekten Bauteil
> gegrillt?

Mit ziemlicher Sicherheit ist zumindest Q1 durchgeknallt und hat dann 
durch die eigenartige Emitter-geht-an-ACT50 Schaltung den IC gehimmelt. 
Allerdings sind Schaltnetzteile für unerfahrene Bastler tückisch, da ein 
einziges übersehenes defektes Bauteil die ganze Chose wieder in Rauch 
aufgehen lässt.

Der 13003 gehört zu den empfohlenen Leistungstransitoren lt. Datenblatt 
für den ACT50.
Miss mit dem Ohmmeter mal den Transistor - gerne auch in der Schaltung. 
Es darf bei keiner Kombination der Messspitzen ein Widerstand nahe 0 Ohm 
messbar sein. Falls doch, ist der Transistor auch hinüber. Das gleiche 
misst du bitte auch mal an den Dioden des Gleichrichters, D1 - D4. Keine 
der Dioden darf nahe null Ohm haben. Der PC817 ist ein Optokoppler und 
sollte eigentlich keinen Schaden davon getragen haben. Es schadet aber 
auch hier nicht, die Netzseite mal auf Kurzschluss zu prüfen.

Falls es dir gelingt, IC und Transistor zu ersetzen, solltest du beim 
ersten Einschalten eine Glühlampe (echter Glühfaden, kein Energiespar- 
oder LED Zeug) mit z.B. 25-40W Leistung in Reihe mit dem Netzteil 
schalten. Evtl. schützt das bei einem etwaigen übersehenen Defekt die 
Investition.
(Firma: matzetronics) #5041307
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hinz schrieb:
> 13003 in TO-220 ist allerdings ungewöhnlich, normal ist der in TO-126
> verpackt.

Ist ja auch oft in ESL zu finden - da habe ich ihn auch schon in TO220 
gesehen.
Warum die Schaltung so ist, wie sie ist, verstehe ich allerdings nicht 
wirklich.
Nach Studium des Datenblattes des ACT50 kapiere ich immer noch nicht, 
was die Serienschaltung des externen Leistungstransistors mit dem 
internen MOSFet soll. Es ist doch jedem klar, das bei einem Schluss des 
13003 der IC gleich mit abraucht - dämlich, und wäre mit dem alten 
UC384x nicht unbedingt passiert.
#5041318
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Matthias S. schrieb:
> Es ist doch jedem klar, das bei einem Schluss des
> 13003 der IC gleich mit abraucht - dämlich, und wäre mit dem alten
> UC384x nicht unbedingt passiert.

Das ist für den Hersteller und dessen Entwickler keinerlei 
Negativkriterium. Denn die sehen nur Reparatur auf Modulebene, nicht auf 
Komponentenebene vor.

@Rudolf: Wenn Du die Teile bestellst, dann bestell gleich 2 von jedem. 
Denn was Mattias im Post oben drüber geschrieben hat stimmt leider auch: 
sobald Du ein defektes Teil übersehen hast, knallt es beim Einschalten 
wieder.

Der Trick mit der Glühbirne hilft zwar öfters, aber auch nicht immer.
Gast #5041380
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Matthias S. schrieb:
> hinz schrieb:
>> 13003 in TO-220 ist allerdings ungewöhnlich, normal ist der in TO-126
>> verpackt.
>
> Ist ja auch oft in ESL zu finden - da habe ich ihn auch schon in TO220
> gesehen.

In TO-92 hab ich ihn in ESL schon gesehen.


> Warum die Schaltung so ist, wie sie ist, verstehe ich allerdings nicht
> wirklich.
> Nach Studium des Datenblattes des ACT50 kapiere ich immer noch nicht,
> was die Serienschaltung des externen Leistungstransistors mit dem
> internen MOSFet soll.

Kaskode! Der MOSFET muss nur geringe Spannungsfestigkeit haben.


> Es ist doch jedem klar, das bei einem Schluss des
> 13003 der IC gleich mit abraucht - dämlich, und wäre mit dem alten
> UC384x nicht unbedingt passiert.

Ruskin!
(Firma: matzetronics) #5041410
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hinz schrieb:
> Kaskode! Der MOSFET muss nur geringe Spannungsfestigkeit haben.

Jaja, schön und gut, aber was soll die Schaltung besser machen als die 
anderen? Kaskode schon klar, aber warum den Schmonz? Immerhin kann der 
13003 alleine auch die 325V vertragen und schalten.
Es ergibt für mich wenig Sinn, an die Stelle, wo alle anderen den Shunt 
zur Strommessung haben, einen integrierten MOSFet einzusetzen, der 
automatisch die Opferrolle übernimmt.

hinz schrieb:
> Ruskin!

?
Etwa die hier?
http://www.ruskin.com/
Immerhin gehts bei denen auch um Rauchmelder :-P
Gast #5041425
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Matthias S. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Kaskode! Der MOSFET muss nur geringe Spannungsfestigkeit haben.
>
> Jaja, schön und gut, aber was soll die Schaltung besser machen als die
> anderen? Kaskode schon klar, aber warum den Schmonz? Immerhin kann der
> 13003 alleine auch die 325V vertragen und schalten.

Aber nur in Basisschaltung richtig schnell.


> Es ergibt für mich wenig Sinn, an die Stelle, wo alle anderen den Shunt
> zur Strommessung haben, einen integrierten MOSFet einzusetzen, der
> automatisch die Opferrolle übernimmt.
>
> hinz schrieb:
>> Ruskin!
>
> ?
> Etwa die hier?
> http://www.ruskin.com/
> Immerhin gehts bei denen auch um Rauchmelder :-P

http://www.forbriger.com/html/ruskin.pdf
Gast #5042024
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@ Matthias S

Miss mit dem Ohmmeter mal den Transistor
Es darf bei keiner Kombination der Messspitzen ein Widerstand nahe 0 Ohm
messbar sein.
Also: hat leider bei einer Kombi 0,00 !!
Das gleiche misst du bitte auch mal an den Dioden des Gleichrichters,
D1 - D4. Keine der Dioden darf nahe null Ohm haben.
Also: D1 und D2 hat 0,00 !!
Na toll, schon mal 4 Teile abgeraucht!
(Firma: matzetronics) #5042060
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Aha - als NB, du kannst mit 'Markierten Text zitieren' mein Geseier auch 
einfach als Zitat einblenden.
Der Unfallhergang war wahrscheinlich, das die Dioden versagt haben und 
dann Wechselstrom auf die Folgeschaltung leiteten. Das mag diese nicht 
und beantwortet sowas mit Rauchzeichen.
Du musst also die Dioden, den Transistor und den ACT50 tauschen (und 
logischerweise die Sicherung). Die Chancen stehen nicht so schlecht, das 
die Kiste dann wieder läuft.
#5042083
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Matthias S. schrieb:
> Aha - als NB, du kannst mit 'Markierten Text zitieren' mein
> Geseier auch
> einfach als Zitat einblenden.
> Der Unfallhergang war wahrscheinlich, das die Dioden versagt haben und
> dann Wechselstrom auf die Folgeschaltung leiteten. Das mag diese nicht
> und beantwortet sowas mit Rauchzeichen.
> Du musst also die Dioden, den Transistor und den ACT50 tauschen (und
> logischerweise die Sicherung). Die Chancen stehen nicht so schlecht, das
> die Kiste dann wieder läuft.

Danke! Also vom "Geseier" kann man(n) hier wohl nicht sprechen!!

Die Kiste hab ich eh geschenkt bekommen..nachsehn was ist,kost nix.
Wie du sicher schon mitbekommen hast, bin ich Anfänger auf dem Gebiet,
aber wissbegierig und wer sich nix aneignet kann nix.
Für dich wär es sicher kein Problem mir die Teile zu benennen die ich 
brauch,
als ich Stundenlang imm WWW zu suchen und dann doch das falsche hab.
Gast #5042098
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Rudolf P. schrieb:

> Für dich wär es sicher kein Problem mir die Teile zu benennen die ich
> brauch,
> als ich Stundenlang imm WWW zu suchen und dann doch das falsche hab.

Die Dioden sind wohl 1N4007 im SOD-123 Gehäuse, aber da kann man auch 
die gängigen im DO-41 Gehäuse drauf löten.

Und beim 13003 ist auch das TO-126 Gehäuse in Ordnung, man kann ja noch 
ein kleines Kühlblech dran schrauben.
(Firma: matzetronics) #5042103
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Rudolf P. schrieb:
> Für dich wär es sicher kein Problem mir die Teile zu benennen die ich
> brauch,

Dat hannisch doch jemacht:

Matthias S. schrieb:
> die Dioden, den Transistor und den ACT50

Als Dioden eignen sich z.B. 1N4007 (S1 M als SMD), der Transistor ist 
unter dem Namen MJ13003 u.ä. bekannt. Das IC wurde hier ja schon 
erfolgreich als ACT50DH identifiziert von den Leuten mit dem Adlerblick.
https://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=95357
https://www.reichelt.de/?ACTION=3&ARTICLE=12203
Das ist ein MJ13005, stört aber nicht.
Wo man den ACT50DH herbekommt, musst du leider selber recherchieren.

Die Messung auf null Ohm solltest du auch nochmal auf den Optokoppler 
PC817 ausdehnen. Er sollte normalerweise den IC Tod überleben, aber 
genaues weiss man erst, wenn die beiden netzseitigen Pins keine null Ohm 
haben. Wenns doch null Ohm sind, isser auch hin.
#5043001
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Matthias S. schrieb:
...
> Jaja, schön und gut, aber was soll die Schaltung besser machen als die
> anderen? Kaskode schon klar, aber warum den Schmonz? Immerhin kann der
> 13003 alleine auch die 325V vertragen und schalten.
> Es ergibt für mich wenig Sinn, an die Stelle, wo alle anderen den Shunt
> zur Strommessung haben, einen integrierten MOSFet einzusetzen, der
> automatisch die Opferrolle übernimmt.

Die Grundlagen dieser Schaltung stammen von Ende der 70er bis Anfang der 
80er Jahre, siehe Anhang. Die BE waren noch nicht so gut wie heutzutage, 
vor allem bezüglich Spannungsfestigkeit.
Möglicherweise sind die Patente ausgelaufen und es haben sich 
Einsparmöglichkeiten ergeben wie keine spannungsfesten BE über 50V auf 
dem Chip, kein Sondergehäuse mit größerem Pinabstand usw.
Auch Bob Pease hat sich schon Gedanken darüber gemacht: 
http://www.electronicdesign.com/analog/what-s-all-common-base-stuff-anyway

Arno
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