Hallo Leute,
ich suche nach einer Lösung für eine Abstandsmessung. Würde gerne eine
Entfernung, welche maximal 300mm beträgt, recht genau auf 1/10mm
bestimmen können.
Was verwendet man dafür, bzw. gibt es doch bestimmt Projekte in
ähnlicher Richtung. Aber unter welchem Stichwort sucht man da
sinnvollerweise?
Sollte digital sein, da ich die Werte gerne auf einer 7-Segmentanzeige
darstellen möchte. Dachte in Richtung Diode/Fotodiode. Muss such auch
möglichst platzsparend platzieren lassen.
Konkret hätte ich gerne eine Art digitalen Messschieber für meine
Tischkreissäge, um den Anschlagswinkel exakt zu positionieren. Nur eben
kein Messschieber, sondern eine optische Messung der Distanz zwischen
Anschlag und Sägeblatt.
Wir haben hier Geräte mit 2 Kameras dafür. Die Triangulieren die
gemessenen Bilder und bilden dadurch die Oberfläche 3-dimensional ab.
Damit sind auch 10tel mm möglich.
Allerdings ist der Preis ab 10 k€ aufwärts....
Aber vielleicht kann man das mit 2 Raspi-Kameras selber machen.
Jobst M. schrieb:> https://de.wikipedia.org/wiki/Glasmaßstab
Für hochpräzise Werkzeugmaschinen mag das ja Sinn machen aber für 0,1mm
Genauigkeit bei einer Kreissäge wären das Perlen vor die Säue.
Ich würde das vermutlich mit einem Zahnriemen und Drehencoder lösen. Du
klemmst den Zahnriemen an deinem Parallelanschlag und lenkst ihn
zweiseitig um, wobei eben auf einer Seite der Encoder mit Riemenscheibe
sitzt. Quasi so wie die X-Achse bei den ganzen Prusa i3 3D-Druckern, nur
das da statt dem Schrittmotor der Encoder sitzt.
Ich würde da auch in Richtung optischer Triangulation experimentieren:
Laserpointer, Objektiv und CCD-Zeile. Der Laser leuchtet z.B. unter 45
Grad (oder flacher) auf das zu bestimmende Objekt, die CCD-Zeile "guckt"
per Objektiv da drauf. Je nach Entfernung wandert der Leuchtfleck
seitlich auf der Zeile ...
Die erreichbare Auflösung ist Breite des Gesichtsfedes geteilt duch die
Anzahl der Pixel der CCD-Zeile.
Christopher J. schrieb:> Für hochpräzise Werkzeugmaschinen mag das ja Sinn machen aber für 0,1mm> Genauigkeit bei einer Kreissäge wären das Perlen vor die Säue.
Es gibt die ja auch mit weniger Auflösung.
Ansonsten evtl. einen linearen Resolver!?
https://www.ien.eu/uploads/tx_etim/PLR_e_20140924.pdf
Gruß
Jobst
Christopher J. schrieb:> Ich würde das vermutlich mit einem Zahnriemen und Drehencoder lösen. Du> klemmst den Zahnriemen an deinem Parallelanschlag und lenkst ihn> zweiseitig um, wobei eben auf einer Seite der Encoder mit Riemenscheibe> sitzt. Quasi so wie die X-Achse bei den ganzen Prusa i3 3D-Druckern, nur> das da statt dem Schrittmotor der Encoder sitzt.
Da kann man auch einen digitalen Messschieber nehmen. Die gibt es auch
mit einem Messbereich von 300mm. Den bearbeitet man so, daß man ihn
passend fest anbringen kann. Die haben alle eine digitale Schnittstelle,
die sich leicht von einem µC auslesen läßt. Ab da hat man freie Wahl bei
der Anzeige, ob groß oder klein, ob Millimeter oder Daumenbreite.
MfG Klaus
Scheint tatsächlich alles etwa übertrieben. Da erscheint mir Klaus
Vorschlag doch geeignet. Klaus, kannst du da konkret einen 30er Schieber
empfehlen, welcher sich modifizieren und auslesen lässt? Hast du
entsprechenden Sourcecode dazu?
Jannes schrieb:> Klaus, kannst du da konkret einen 30er Schieber> empfehlen, welcher sich modifizieren und auslesen lässt?
Nein, weiß nicht mehr, wo ich überall mal digitale Messschieber gekauft
habe. Modifizieren muß man gar nichts, alle billigen Dinger, die ich so
besitze, haben eine Schnittstelle. Man muß nur die Kappe abmachen und
die 1,5V auf den Pegel des µC wandeln.
http://hackaday.com/2010/12/15/reading-a-digital-caliper-with-a-microcontroller/
Meinen Code müsste ich erst putzen, bevor ich ihn hier zeige. Ist aber
nicht mehr, als auf dem einen Pin auf eine Clockflanke zu warten, und
auf dem anderen die Datenleitung zu lesen. So eine Art Soft-SPI.
Beschreibungen gibts im Netz
MfG Klaus