STM L6474 Schrittmotortreiber Timing

OP #5174426
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Hallo zusammen,

ich spiele gerade mit einem STM L6474 herum und bin von dem kleinen Teil 
recht begeistert.

Was mir der IC an Freude bereitet, bereitet mir das Datenblatt an 
Kummer.

http://www.st.com/content/ccc/resource/technical/document/datasheet/group3/57/28/bd/09/23/1f/47/1f/DM00043117/files/DM00043117.pdf/jcr:content/translations/en.DM00043117.pdf


Irgendwie vermisse ich gerade so banale Informationen wie die minimal 
erlaubte Pulslänge (OK, aus der maximalen Schrittfrequenz kann man 
zumindest mal eine Größenordnung erahnen, und ich habe es auch noch 
nicht geschafft, den Treiber mit zu kurzen Pulsen zu überfahren) und 
noch viel wichtiger: Die Zeit, die für einen Richtungswechsel nötig ist. 
Bei den gar nicht so alten Kameraden A4988 und TB6560 sind das ja 
durchaus beträchtliche Wartezeiten. Hier finde ich keine Information.

Gibt es zu diesem IC neben dem Datenblatt noch ein Beiblatt, Reference 
Manual oder sonstetwas, wo man diese Informationen findet?

Viele Grüße
W.T.
Gast #5174542
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Walter T. schrieb:
> noch viel wichtiger: Die Zeit, die für einen Richtungswechsel nötig ist.

Die max. Schrittfrequenz beträgt 2 MHz. Folglich sollten die Impulse >= 
250 ns sein. Die Forderung ist doch einfach einzuhalten.
Die Zeit für den Richtungswechsel kann ja ruhig mit 1 µs angegeben sein. 
Die interne Logik ist schnell genug. Nur welcher Motor macht das mit? 
KEINER!
Mach Dir daher keine Probleme, wo keine sind.
OP #5174614
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Stünden im Datenblatt 1µs wie beim L297, wäre das auch prima. Es gibt 
aber durchaus Endstufen, die länger brauchen. Leadshine DM556 zum 
Beispiel brauchen 5 µs. Wenn man das weiß - kein Problem. Bei 
Mikroschritt-Betrieb sollte man die Zeit nur einplanen.

Bei den L6474 scheint das harmlos zu sein - ich habe bei meinem 
Test-Aufbau auf dem Schreibtisch kein Ruckeln bei Drehrichtungsumkehr 
gemerkt.
Gast #5174643
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Walter T. schrieb:
> Leadshine DM556 zum
> Beispiel brauchen 5 µs. Wenn man das weiß - kein Problem.

Das (lahme) Teil kann aber auch nur mit 200 kHz getaktet werden, was 
wiederum die 5 µs erklärt. Zudem sind eingangsseitig Optokoppler 
vorhanden, die möglicherweise auch nicht die Schnellsten sind und 
dadurch die Taktrate begrenzen.
Das paßt schon alles zusammen.

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