In den Datenblättern sind die parasitären Kapazitäten angegeben.
Z.B. Cobo und Cibo (Die Zeichen für obo bzw. ob und ibo bzw ob sind
dabei tiefgestellt)
Nun würde ich gerne den Wert von Cec ermitteln, also die Kapazität
zwischen dem Emitter und dem Collector und zwar dann, wenn der
Transistor durchgeschaltet ist.
Entsprechende Formeln dazu habe ich hier gefunden:
https://www.infineon.com/dgdl/AN024.pdf?fileId=db3a30431400ef6801142715ee7106d3
Allerdings stehen in den Datenblättern in der Regel nur die Größen Cobo
und Cibo, nicht aber Ceb oder Cbc.
Wie kann man daher die Kapazität zwischen Kollektor und Emitter
berechnen wenn die anderen Werte nicht bekannt sind?
Nano schrieb:> Wie kann man daher die Kapazität zwischen Kollektor und Emitter> berechnen wenn die anderen Werte nicht bekannt sind?
Und wozu soll das gut sein? Die Impedanz eines durchgeschalteten
Transistors ist normalerweise deutlich niedriger als die Impedanz
eines parallelen Kondensators.
Joachim B. schrieb:> schon die 2te "merkwürdige" (eher nicht) Frage...
Genausogut könnte die Frage nach der Kapazität eines geschlossenen
Relaiskontaktes kommen... ;-)
Joachim B. schrieb:> soll das ein Trollversuch werden nach
Nein. Die Frage meine ich ernst.
> Genausogut könnte die Frage nach der Kapazität eines geschlossenen
Relaiskontaktes kommen... ;-)
Richtig, allerdings verhält sich ein geschlossenes Relais bestenfalls
eher wie ein sehr kleiner Widerstand und nicht wie ein Kondensator.
Aber interessieren würde mich das in der Tat auch, ob beim Relais eine
parasitäre Kapazität vorhanden ist.
Nano schrieb:> ob beim Relais eine parasitäre Kapazität vorhanden ist.
Natürlich gibts die. Du kannst diese auch leicht aus der
Fläche und dem Abstand der Kontakte errechnen.
I) Man legt von einem Frequenzgenerator (z.B. Ri=50 Ohm) zwei Mal ein
Signal an mit f=500kHz und f=1Mhz.
Aus der Veränderung der Amplitude am Messobjekt läßt sich dann die
frequenzabhängige Kapazität des Prüflings bestimmen.
II) Über einen großen Kondensator schließt man ein Kapazitätsmessgerät
an den Prüfling an imd misst (Mist).
Nano schrieb:> Richtig, allerdings verhält sich ein geschlossenes Relais bestenfalls> eher wie ein sehr kleiner Widerstand und nicht wie ein Kondensator.
Aha, und der Transistor im durchgeschalteten Zustand nicht ?
Die Formel zur Kapazitaetsberechnung eines Kondensators gibt eigentlich
schon die Antwort.
olibert schrieb:> Nano schrieb:>> Richtig, allerdings verhält sich ein geschlossenes Relais bestenfalls>> eher wie ein sehr kleiner Widerstand und nicht wie ein Kondensator.>> Aha, und der Transistor im durchgeschalteten Zustand nicht ?>> Die Formel zur Kapazitaetsberechnung eines Kondensators gibt eigentlich> schon die Antwort.
Der Transistor hat laut Datenblatt eine parasitäre Kapazität. Gemäß
Formel in dem verlinkten PDF ist die auch dann vorhanden, wenn die Basis
kurzgeschlossen ist.
Beim Relais haben die beiden Leiter einen leitenden Kontakt. Ich
persönlich, und ich bin im Bereich Elektrotechnik nur ein Anfänger,
würde da jetzt nicht sofort darauf schließen, dass da eine Kapazität
vorhanden ist, wenn das Relais geschlossen ist.
olibert schrieb:> Die Formel zur Kapazitaetsberechnung eines Kondensators gibt eigentlich> schon die Antwort.
Dann zeig mal bitte Schritt für Schritt, wie du diese Formel auf einen
Halbleiter anwenden möchtest.
Gruß,
Nano schrieb:> Richtig, allerdings verhält sich ein geschlossenes Relais bestenfalls> eher wie ein sehr kleiner Widerstand und nicht wie ein Kondensator
Auch ein durchgeschalteter Transistor verhält sich so.
Nano schrieb:> Nun würde ich gerne den Wert von Cec ermitteln, also die Kapazität> zwischen dem Emitter und dem Collector und zwar dann, wenn der> Transistor durchgeschaltet ist.
Welches Gehäuse, bei welcher Frequenz?
Evtl. wirst du dann erleben, dass du gar keine Kapazität findest,
sondern eine Induktivität.
Generell macht man solche Messungen mit einem VNA.
Das ist ein Meßgerät, welches das Bauteil mit einer sinusförmigen
hochfrequenten Spannung ansteuert und dabei Strom, Spannung und Phase
misst und zwar sowohl am Eingang wie auch am Ausgang.
Nano schrieb:> würde da jetzt nicht sofort darauf schließen, dass da eine Kapazität> vorhanden ist, wenn das Relais geschlossen ist.
Parallel zum Übergangswiderstand der Kontaktzungen gibt es eine
Kapazität der Kontaktzungen zueinander. Diese Kapazität ist über die
geometrische Lage bzw. Länge der Zungen verteilt. Zusätzlich besitzen
die Kontaktzungen jeweils parasitäre Kapazität zu Umgebenden
potentialgetrennten Metallteilen und eine jeweilige Eigenkapazität. Die
Löt-, Steck-, Klemm- oder Schraubkontakte und Leitungen bzw.
Leiterbahnen zu und ums Relais herum mal außen vor gelassen.
Ähnlich verhält es sich da beim Transistor...
mfg mf
Hp M. schrieb:> Nano schrieb:>> Nun würde ich gerne den Wert von Cec ermitteln, also die Kapazität>> zwischen dem Emitter und dem Collector> Welches Gehäuse, bei welcher Frequenz?> Evtl. wirst du dann erleben, dass du gar keine Kapazität findest,> sondern eine Induktivität.
Das ist ein guter Vorschlag. Nachdem der TE erst den Widerstand der
Emitter-Kollektorstrecke messen wollte [1] und jetzt die Kapazität,
fehlt ihm ja bloß noch die Induktivität. Ich freue mich schon sehr auf
den Thread dazu.
[1] Im Beitrag "Kann man bei einem Multimeter auch den Widerstand eines Bauteils messen, wenn Spannung anliegt?"
> ... fehlt ihm ja bloß noch die Induktivität.> Ich freue mich schon sehr auf den Thread dazu.
Zweckmässig beim nicht durchgeschalteten Transistor. ;-)
Axel S. schrieb:> Das ist ein guter Vorschlag. Nachdem der TE erst den Widerstand der> Emitter-Kollektorstrecke messen wollte [1] und jetzt die Kapazität,> fehlt ihm ja bloß noch die Induktivität. Ich freue mich schon sehr auf> den Thread dazu.
dann wird er alles zusammen haben um einen Sender im 10.000 GHz Bereich
zu bauen :)
Hallo!
Wer keine Ahnung vom Ersatzschaltbild eines Transistors im Hinblick auf
das Hochfrequenzverhalten hat, sollte einfach mal die Klappe halten!
Die richtige Antwort (VNA) kam ja bereits von "HP m".
Wo Eingekaufen? schrieb:> Durchgeschaltenen gibt es in der deutschen Sprache nicht. Also doch> Troll.
Zu geschalten/geschaltet:
http://www.belleslettres.eu/content/verb/gespalten-gespaltet.php:
"[Gehörte] bis vor einiger Zeit [zu den] starke[n] Verben der
Ablautreihe sieben (reduplizierende Verben), wurde also wie
"halten, ich hielt, gehalten" gebeugt."
Von dem her ist die Form geschalten mittlerweile zwar falsch, aber
trotzdem noch in Verwendung. Das eher dialekt-/regionsabhängig, was man
sagt.
Es gab da mal eine "Gesellschaft zur Stärkung der Verben" (Gisbert Haefs
"Und oben sitzt ein Rabe", wenn ich recht erinnere) - eine ausgesprochen
unterhaltsame Lektüre.