Ich grüße alle im Blog.
Meine Frage: Gibt es LEDs, die von der Polarität unabhängig sind? So wie
wenn man zwei LEDs antiparallel schaltet, nur eben in einem Gehäuse. Ich
suche das in 3mm und wenn möglich mit 2mA. Gibts sowas und wenn ja wo?
Wie heißen diese LEDs?
Nettes Mann schrieb:> Sowas hier?
Ich sehe da schon eine Abhängigkeit von der Polarität, du nicht? :-)
Jörg23 schrieb:> Gibt es LEDs, die von der Polarität unabhängig sind?
Hallo
Ja - an der jeweils in Sperrrichtung liegenden also dunklen Diode dürfen
maximal 5V anliegen.
Das ist nicht viel im Vergleich zu normalen Dioden wo selbst die
steinalte aber immer noch sehr beliebte 1N4148 100V aushält aber ein
typischer wert für eine LED.
Nebenbei die Angabe einer maximalen Betriebsspannung bei einer LED ist
alles andere als geschickt - man sollte sich immer auf den beziehen und
seine Berechnungen darauf. Warum?
Irgendeinen der gewühlt 1001 Beiträge hier im Forum oder irgendein
Grundlagenartikel zu Leuchtdioden durchlesen.
Jemand
Jörg23 schrieb:> Danke, das sieht schon mal gut aus.>> Grübel: Bei Reichelt wurde eine "Sperrspannung" angegeben (?)
Reverse Voltage von 5 V ist die übliche Angabe. Daran ändert sich ja
formal erst mal nix, auch wenn 2 LEDs antiparallel geschaltet werden.
Allerdings wenn ein LED-Zweig mal kaputt (hochohmig) wird, dann könnte
am anderen Zweig die max. 5 V Sperrspannung überschritten werden.
Jemand schrieb:> Das ist nicht viel im Vergleich zu normalen Dioden wo selbst die> steinalte aber immer noch sehr beliebte 1N4148 100V aushält aber ein> typischer wert für eine LED.
also:
erstens ist die 1N4148 keine LED
und:
zweitens ist die typische Sperrspannung einer LED normalerweise 5V
(und nicht 100V!, wie du es behauptest)
Erwin D. schrieb:> Und weshalb grübelst du da?
Weil zwei LEDs antiparallel geschaltet sind und an der jeweils
sperrenden sowieso nicht mehr anzuliegen kommt, als die Flussspannung
der anderen.
Sollte diese jemals 5V betragen, fliegt das Gehäuse der beiden LEDs
sowieso auseinander. ;)
Jörg23 schrieb:> Danke, das sieht schon mal gut aus.
Dass die beiden antiparallelen LEDs von unterschiedlicher Farbe sind,
hast Du mitbekommen?!
Nettes Mann schrieb:> Reverse Voltage von 5 V ist die übliche Angabe. Daran ändert sich ja> formal erst mal nix, auch wenn 2 LEDs antiparallel geschaltet werden.
Es ist in diesem Zusammenhang eine sinnlose Angabe, ich tippe darauf,
dass diese einfach dadurch zustande kommt, dass Reichelt gewisse
Standardangaben für LEDs in seinem Online Katalog hat, ob diese zum
jeweiligen Bauteil nun passen oder nicht.
Ist genauso sinnvoll wie eine Toleranzangabe in Prozent bei einem
Null-Ohm-Widerstand. ;)
Jemand schrieb:> Ja - an der jeweils in Sperrrichtung liegenden also dunklen Diode dürfen> maximal 5V anliegen.Erwin D. schrieb:> Und weshalb grübelst du da?
Weil die Sperrsannung theoretisch doch gar nicht erreicht werden kann.
Vorher ist die Durchlassspannung der anderen LED erreicht. Übersehe ich
da was?
M.A. S. schrieb:> Nettes Mann schrieb:>> Reverse Voltage von 5 V ist die übliche Angabe. Daran ändert sich ja>> formal erst mal nix, auch wenn 2 LEDs antiparallel geschaltet werden.>> Es ist in diesem Zusammenhang eine sinnlose Angabe,
Reichelt gibt hier nur die Angabe aus dem Datenblatt wieder.
Der Hersteller rechnet vielleicht, dass ein LED Zweig in
Durchlassrichtung auch mal hochohmig werden kann. In diesem Fall wäre
die max. Sperrspannung Angabe keineswegs "sinnlos".
Jörg23 schrieb:>> Und weshalb grübelst du da?>> Weil die Sperrsannung theoretisch doch gar nicht erreicht werden kann.
Solange die funktioniert jedenfalls nicht.
> Vorher ist die Durchlassspannung der anderen LED erreicht.
Richtig.
> Übersehe ich> da was?
Den Defekt eines LED-Zweigs.
Nettes Mann schrieb:> Der Hersteller rechnet vielleicht, dass ein LED Zweig in> Durchlassrichtung auch mal hochohmig werden kann. In diesem Fall wäre> die max. Sperrspannung Angabe keineswegs "sinnlos".
Und wie kann ein LED Zweig in Durchlassrichtung hochohmig werden?
Nettes Mann schrieb:> Der Hersteller rechnet vielleicht, dass ein LED Zweig in> Durchlassrichtung auch mal hochohmig werden kann. In diesem Fall wäre> die max. Sperrspannung Angabe keineswegs "sinnlos".
Du meinst, im Falle eines Defektes (durchgebrannte LED)?
Ich muss zugeben, ich kenne nicht viele Datenblätter, die Eigenschaften
von Teilkomponenten für den Fall des Ausfalles einer anderen angeben...
Übrigens:
https://www.reichelt.de/0603/2/index.html?ACTION=2&LA=2&GROUPID=8396;SID=92W2MjwqwQATMAAAeGvwIe7196b605063ec40de543641fe16bca6
SMD-Widerstand,
0603,
0 Ohm,
100 mW,
1%
Wie ich schon schrieb: es gibt öfter mal sinnlose Angaben in Katalogen.
;)
M.A. S. schrieb:> Ist genauso sinnvoll wie eine Toleranzangabe in Prozent bei einem> Null-Ohm-Widerstand. ;)
Du weißt aber schon, dass Null Ohm real nie Null Ohm sind oder?
+/- 5 % von nix ist gleich nix
aber
+/- 5 % von etwas sehr kleinem sind eben nicht nix
;)
Nettes Mann schrieb:> Den Defekt eines LED-Zweigs.
Wenn sie schon defekt ist, ist sie doch sowieso defekt :-)) Dann stirbt
der andere Zweig halt auch noch
Hallo
Messe doch Spaßeshalber eine Spannung von z.B 5V; 12V; was auch immer an
bzw. "hinter" einen Widerstand an den keine Last an liegt der also nur
einpolig angeschlossen ist.
Bei jeden Multimeter das jünger als 40 Jahre ist wirst du trotz
Widerstand dort auch nahe zu 5V, 12V ... messen.
Zum Glück haben fast alle Dioden einen sehr geringen Sperrstrom, sind
quasi extrem hochohmig ähnlich wie ein Multimeter (Ja der Vergleich ist
nicht ganz korrekt aber dürfte erklären was z.B 12V trotz passenden
Vorwiderstand passieren kann)
Jemand
M.A. S. schrieb:> Du meinst, im Falle eines Defektes (durchgebrannte LED)?
Was passiert wenn die LED einfach nicht mehr leuchtet? Welchen Ohm-Wert
weißt sie dann auf?
Nettes Mann schrieb:> Du weißt aber schon, dass Null Ohm real nie Null Ohm sind oder?
Das weiß ich sogar sehr genau. Aber die Toleranz in Prozent ist immer
vom Nominalwert definiert und der ist hier nunmal Null. Deshalb hat
diese Angabe einfach keinen Sinn. Die steht dort einfach, weil es ein
Widerstand aus einer bestimmten Familie ist, für die sonst 1% gilt.
Bei Brücken (0-Ohm-Widerständen) ist im Datenblatt (sinnvollerweise) ein
Maximalwiderstand angegeben.
Nettes Mann schrieb:> Was passiert wenn die LED einfach nicht mehr leuchtet? Welchen Ohm-Wert> weißt sie dann auf?LEDs weist man keine Ohm-Werte zu, weder funktionierenden noch defekten.
(Höchstens als differenziellen Kleinsignalparameter.)
Nettes Mann schrieb:> Was passiert wenn die LED einfach nicht mehr leuchtet?
Was genau meinst Du damit überhaupt? Den Fall, dass die LED dem Aufruf
ihrer Gewerkschaft zum Arbeitskampf folgt? :)
(Und wenn sie mehr Geld kriegt, leuchtet sie wieder ein bisschen?)
M.A. S. schrieb:> Nettes Mann schrieb:>> Was passiert wenn die LED einfach nicht mehr leuchtet? Welchen Ohm-Wert>> weißt sie dann auf?>> LEDs weist man keine Ohm-Werte zu, weder funktionierenden noch defekten.> (Höchstens als differenziellen Kleinsignalparameter.)
Im Defektfall hast du aber keinen "differenziellen Kleinsignalparameter"
mehr, sondern entweder ein hochohmiges oder ein durchleitendes
Defektteil. Darum ging es mir.
Jörg23 schrieb:> Danke, das sieht schon mal gut aus.
Allerdings ist das eine zweifarbige LED.
Ich bin bei der Fragestellung von gesuchten einfarbigen, bipolaren
LEDs ausgegangen.
Solche sind mir zumindest noch nicht begegnet. Gibt es diese überhaupt?
M.A. S. schrieb:> Nettes Mann schrieb:>> Was passiert wenn die LED einfach nicht mehr leuchtet?>> Was genau meinst Du damit überhaupt? Den Fall, dass die LED dem Aufruf> ihrer Gewerkschaft zum Arbeitskampf folgt? :)> (Und wenn sie mehr Geld kriegt, leuchtet sie wieder ein bisschen?)
OK, hier wird es mal wieder zu blöd.
Viel Spaß noch beim weiteren Herumblödeln.
Zeitverschwendung!
Nettes Mann schrieb:> OK, hier wird es mal wieder zu blöd.>> Viel Spaß noch beim weiteren Herumblödeln.>> Zeitverschwendung!
Danke. Du hast übrigens damit begonnen!
Aber ich höre jetzt gerne damit auf.
Um auch mal etwas on-topic zu schreiben:
Auch mir ist keine Mehrfach-LED bekannt, die zweimal die gleiche Farbe
abstrahlt.
Was wäre denn dafür überhaupt die Anwendung?
M.A. S. schrieb:> Nettes Mann schrieb:>> Du weißt aber schon, dass Null Ohm real nie Null Ohm sind oder?>> Das weiß ich sogar sehr genau. Aber die Toleranz in Prozent ist immer> vom Nominalwert definiert und der ist hier nunmal Null. Deshalb hat> diese Angabe einfach keinen Sinn. Die steht dort einfach, weil es ein> Widerstand aus einer bestimmten Familie ist, für die sonst 1% gilt.
Nominalwert hin oder her. Wer sagt dir denn, dass 1% ige SMD-Widerstände
nicht vielleicht enger am REALEN mittleren Ohmwert (der Hersteller kennt
ihn) toleriert sind wie 5 % ige?
Müsste man halt mal einige durchmessen.
Nettes Mann schrieb:> Wer sagt dir denn, dass 1% ige SMD-Widerstände> nicht vielleicht enger am REALEN mittleren Ohmwert (der Hersteller kennt> ihn) toleriert sind wie 5 % ige?
Was tut das zu irgendeiner weiter oben diskutierten Sache?
Nettes Mann schrieb:> Nominalwert hin oder her. Wer sagt dir denn, dass 1% ige SMD-Widerstände> nicht vielleicht enger am REALEN mittleren Ohmwert (der Hersteller kennt> ihn) toleriert sind wie 5 % ige?>> Müsste man halt mal einige durchmessen.
Anscheinend orientieren sich die Hersteller doch nur am Maximum typisch
10 bis 50 Milliohm und nicht an einem Mittelwert wie ich annahm.
https://en.wikipedia.org/wiki/Zero-ohm_link
(falls Wikipedia hier richtig liegt)
Florian W. schrieb:> Das wäre eine Lösung ohne exotische Bauteile.
Richtig. Mich würde nach wie vor der Hintergrund der Frage
interessieren:
@Jörg23
Schwebt Dir eine bestimmte Anwendung dafür vor oder fragst Du nur so aus
Interesse (was auch nicht verwerflich wäre)?
eProfi schrieb:> Doch, die gibt es, in AC-Optokopplern und z.B. bei Kingbright> L-937GGD grün 3mm. Distrelec hat sie.
Cooool!
Habe ich noch nie was von gehört, vielen Dank für die Info!
eProfi schrieb:> Doch, die gibt es, in AC-Optokopplern und z.B. bei Kingbright> L-937GGD grün 3mm. Distrelec hat sie.
Ah, Danke :-)
Das hat auch gegenüber der Gleichrichterlösung den Vorteil der
geringeren Durchflussspannung (und natürlich der Anzahl der
Bauteile/Platzbedarf).
Vielleicht benötigt man es ja mal.
M.A. S. schrieb:
>Jörg23 schrieb:>> Danke, das sieht schon mal gut aus.>>Dass die beiden antiparallelen LEDs von unterschiedlicher Farbe sind,>hast Du mitbekommen?!
Vielleicht ist es ihm egal, das Auge sieht dann eben
bei Wechselstrom ein Gemisch aus beiden Farben.
Chris D. schrieb:> eProfi schrieb:>> Doch, die gibt es, in AC-Optokopplern und z.B. bei Kingbright>> L-937GGD grün 3mm. Distrelec hat sie.
Distrelec? Geht viel einfacher
Rot, Rot
Conrad 1050459
Gelb, Gelb
Conrad 1050460
Grün, Grün
Conrad 1050461
;-)
M.A. S. schrieb:> Florian W. schrieb:>> Das wäre eine Lösung ohne exotische Bauteile.> Richtig. Mich würde nach wie vor der Hintergrund der Frage> interessieren:>> @Jörg23> Schwebt Dir eine bestimmte Anwendung dafür vor oder fragst Du nur so aus> Interesse (was auch nicht verwerflich wäre)?
Interessanter Verlauf einer einfachen Frage :-) Die praktische Anwendung
ist nicht der Rede wert: Parallel zu einer Relais-Spule. Relais wird
über Plus gegen GND angesteuert, oder umgekehrt. Aber ich kann auch ohne
leben. Die Duo-LED wurde ja geklärt, wenn auch in zwei verschiedenen
Leuchtfarben. Hat Reichelt sogar, wo ich Kd. bin. Was niemand hat, ist
dieser Typ als Low Current, 2mA.
Jörg23 schrieb:> Parallel zu einer Relais-Spule
Wenn der Spulenstrom passt, und der Spannungsabfall von 2V an den LED
verkraftbar ist, gehts auch in Reihe.
Jörg23 schrieb:> Hat Reichelt sogar, wo ich Kd. bin. Was niemand hat, ist> dieser Typ als Low Current, 2mA
Probier doch erst mal aus wie hell die LED ist. Du musst doch nicht
damit die Werkstatt beleuchten.
Tip: man kann LEDs mit 2 mA betreiben, auch wenn im Datenblatt 20 mA
stehen. Die meisten heutigen LEDs sind mit 20 mA viel zu hell.
Georg