bidirektionale Led

Gast
amp schrieb:
> Warum gibt es eigentlich keine bidirektionalen Leds

Abgesehen davon, dass es sie offenbar gibt, und abgesehen davon, dass 
man auch eine "normale" LED an AC betreiben kann, stell deine Frage doch 
mal andersrum:

Warum & wofür wären bidirektionale LEDs im richtigen Leben notwendig? 
Wenn die im industriellen Maßstab von Nutzen und verlangt wären, gäbe es 
sie längst an jeder Frittenbude zu kaufen.
Gast
ich brauche sie um Taster für Treppenhausbeleuchtung damit auszurüsten.
Man kann solche Led-Einsätze kaufen, darin befindet sich ein Widerstand, 
eine 1N4007 und eine weiße Led. Diese 1000 Volt Diode wäre dann 
überflüssig und die Led würde mit 100 Hz statt 50 Hz flimmern.

amp
Gast
Andreas B. schrieb:
> Aha, und der Schalter wo ich eine solche LED ausgebaut habe, war also
> nicht industriell hergestellt?

Doch, bestimmt... Heißt aber noch lange nicht, dass solche LEDs 
handelsüblich sind, und von jeder Chinaklitsche für die "breite Masse" 
vom Band fallen.
Gast
ich hätte mich genauer ausdrücken sollen. Eigentlich suche ich 3mm oder 
5mm bedrahtete Leds und wundere mich, dass es sowas scheint's nicht gibt 
und dass der Installationsmaterial-Hersteller diesen Murks mit den 3 
Bauteilen (in Serie) anfertigt.

amp
Timmy schrieb:
> Wie funktionieren bidirektionale LEDs? Ich hatte letztens eine in einem
> Chinaschalter gefunden. Ich war recht verduzt, als die LED in beide
> Richtungen mit DC betrieben leuchtete.
Schätze da sind im Endefekt 2 LEDs drin. Auf dem Bild oben scheint es ja 
auch so als ob die Kathode symetrisch, also 2fach in der Mitte wäre. Die 
eine LED ist dann in einer Weise verdrahtet und die andere andersrum so 
dass immer eine Leuchtet.
Der grade verkehrte Part wirkt einfach als normale Diode die den Strom 
nicht durchlässt.

Eigentlich ne richtig feine Sache. Kannte ich so auch noch nicht. Die 
unterschiedlich farbigen eignen sich super als Polaritätsprüfer.
Wie oft musste ich das Messgerät einstöpseln nur um bei plus und minus 
einer Bastelei sicher zugehen...
Moderator
amp schrieb:
> wundere mich, dass es sowas scheint's nicht gibt und dass der
> Installationsmaterial-Hersteller diesen Murks mit den 3 Bauteilen (in
> Serie) anfertigt.

Wenn es die gleichfarbigen antiparallelen LEDs in einem Gehäuse nicht
gäbe, wäre das ja mangels besserer Alternativen kein Murks.

Da es diese LEDs – wie schon mehrfach geschrieben – tatsächlich gibt,
ist der Hersteller vor die Wahl gestellt. Die Kombination aus einfacher
LED und Diode ist vermutlich die billigere Lösung, und 99% der Leute
werden den Unterschied zur Doppel-LED sowieso nicht wahrnehmen.

Was macht der Hersteller also falsch?
Gast
Der Strom ist in etwa der gleiche (ca. 1mA). Led ist langlebiger und bei 
gleichem Strom sogar heller. Glimmlampen werden im Lauf der Zeit 
schwarz, LEDs bei 1 mA halten ewig.

amp
Gast
Patrick J. schrieb:
> Eine Glimm-Lampe macht das Gleiche mit viel weniger Strom.

Glimmlampen haben aber eine starke Alterung. Durch Kathodenzerstäubung 
sind die nach wenigen Jahren innen mit einer schwarzen Schicht 
metallisiert. Außerdem wird durch das verdampfte Kathodenmetall das 
Füllgas aufgezehrt, sodass sich die Zündspannung nach oben verschiebt.

Das macht muss man inzwischen wohl mit e schreiben,als: machte
Gast
Patrick J. schrieb:
> Warum möchtest Du die Taster mit LED beleuchten?
> Eine Glimm-Lampe macht das Gleiche mit viel weniger Strom.

Das ist falsch, einer LED genügt deutlich weniger Strom - ich habe in 
ausgefallenen Nachtlichtern Glimmlampen ersetzt und musste mit dem Strom 
deutlich runter.

Da dort mechanisch genügend Platz ist, packe ich zwei oder sogar vier 
LEDs jeweils antiparallel rein.
Gast
Peter R. schrieb:
> Glimmlampen haben aber eine starke Alterung. Durch Kathodenzerstäubung
> sind die nach wenigen Jahren innen mit einer schwarzen Schicht
> metallisiert.

Ach, ich denke da an die Glimmlampe in meinem Notschalter der Heizung.
20 Jahre und sie glimmt noch viele Jahre.

Wie war doch gleich die Halbwertszeit einer LED?
>Wie war doch gleich die Halbwertszeit einer LED?

Die Helligkeit einer Glimmlampe macht man heutzutage lässig auch mit 
100µA oder weniger. Da hält die länger als die Glimmlampe.
Hängt eben sehr von den Strömchen ab, die man da durchzwängt - bei 
Glimmlampe wie auch bei LED.
Gast
michael_ schrieb:
> Ach, ich denke da an die Glimmlampe in meinem Notschalter der Heizung.
> 20 Jahre und sie glimmt noch viele Jahre.

Ungerechte Welt: Die Kontrollampe an meinem Heizkessel ist nach etwa 
10.000 Stunden (Betriebsstundenzähler) kaum noch zu sehen. War eine 
Glimmlampe mit grünem Leuchtmittel, nun werkeln da zwei blaue LEDs mit 
deutlich gößerem Vorwiderstand.

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