TL072 vs TLC272

Gast #5564180
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Hallo,

ich würde gerne etwas mehr über die wichtigen Parameter von 
Operationsverstärkern lernen und deshalb möchte ich gerne die beiden 
Typen
TL072 und TLC272
miteinander vergleichen.

Als erstes die Frage, welche Parameter muss man kennen, wenn man einen 
OP als NF-Verstärker einsetzen möchte?

Ich beginne einfach mal eine Liste:

-Höhe der Versorgungsspannung
-Versorgungsspannung symmetrisch/asymmetrisch
-Slew Rate
-Eingangswiderstand
-max. Uout bei gegebener Versorgungsspannung (hat das einen Namen)?
-Stromaufnahme
-...

Später sollen dann die beiden genannten Typen anhand der Datenblätter in 
einer Liste verglichen werden.
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tlc272.pdf
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tl072.pdf
Gast #5564190
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Und was für einen NF-Verstärker?
EIn Mikrofonverstärker für dynamische Mikrofone? Oder einer für 
Kondensatormikrofone? Oder ein Leistungsverstärker für deine 
Hifi-Anlage? Oder ein Verstärker für die Beschallung des nächsten 
Fußballstadions?

Also, deine Fragen sind etwas zu nebulös. Schreib lieber, was du 
eigentlich basteln möchtest, dann wird's auch konkreter werden.

W.S.
Gast #5564222
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Beide Opamps sind Uralttypen, die nicht gut für Gitarrenverstärker
geeignet sind, ausser du möchtest den speziellen TL072 Sound...

Grund:
 - viel Rauschen
 - viel Strom von der Batterie
 - viel Verzerrung
 - kein Rail-to-Rail Input
 - kein Rail-to-Rail Ausgang
 - Slewrate und Open Loop Gain hängen von der Versorgungsspannung ab
 - eingebautes Phase Reversal für den speziellen Sound

Warum schaust du nicht in das Datenblatt, und machst dir
eine Excel Liste der relevanten Paramter?
Angehängte Dateien:
Gast #5564238
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Rolf schrieb:
> Mein Hauptproblem ist, dass ich mit den meisten Abkürzungen in den
> Datenblättern wenig anfangen kann, bzw. wenn ich einen bestimmten
> Parameter suche, finde ich ihn nicht, weil er anders abgekürzt wird usw.

Wenn du dich nicht auskennst, dann nimm doch den opa1688 (den gibts auch
in einer 4-er Version), oder halt einen deiner Kanditaten,
die sind nicht erste Wahl, aber billig und auch nicht grottenschlecht.

Vieles hängt ja auch von der Schaltung ab...

Mindestanforderungen für Audio:

- Slewrate > 1 V/us, besser > 5 V/us
- Bandbreite > 1 Mhz, besser > 5 V/us
- Rauschen < 30nV, besser < 10nV
- Eingangsbiasstrom < 1nA für hochohmige Gitarrenamp, beser < 100pA
- Offsetspannung < 20mV, beser < 5 mV
- Ausgangsstrom > 10mA, beser > 25mA
- kein Phase-Reversal (Ausgang hüpft nicht vom
  untersten Wert zum obersten Wert, wenn der Eingang
  ausserhalb des gültigen Bereichs ist)

Für Batteriebetrieb wünschenswert:

- Rail-to-Rail Eingänge und Ausgänge
- möglcihst wenig Versorgungsstrom
- Versorgungsspannung > 5 Volt
Gast #5564510
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Rolf schrieb:
> -max. Uout bei gegebener Versorgungsspannung (hat das einen Namen)?
High level output voltage, Low level output voltage

Rolf schrieb:
> Mein Hauptproblem ist, dass ich mit den meisten Abkürzungen in den
> Datenblättern wenig anfangen kann, bzw. wenn ich einen bestimmten
> Parameter suche, finde ich ihn nicht, weil er anders abgekürzt wird usw.

Die Abkürzungen sind ja meist in Text aufgelöst auch noch genannt. 
Englisch muss man schon können ...

Für deine aufgezählten Anwendungen dürfte die Bandbreite und das 
Rauschen die wichtigen Parameter sein. udok hat ja eine Liste mit 
Mindestforderungen angegeben, wobei ich Offsetspannung und Biasstrom 
weit hinten anstellen würde. Der Ausgang wird meist eh durch ein C 
abgekoppelt und solange die beiden Parameter den DC-Level nicht so weit 
verschieben, dass man einseitiges Clipping erhält, macht das nichts aus.

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