Musik Zonen Regler selber bauen

OP #5649710
Hallo in die Runde,

ich habe ein Problem welches ich lösen möchte:

Aus einer Musikfquelle habe ich ein Stereo-Signal und möchte das an 4 
Stereo-Zonen aufteilen. Also quasi gesehen Musik aus einer Quelle in 
vier verschiedenen Räumen mit unterschiedlicher Laustärke abspielen.

Volgende Vorüberlegung habe ich:

Da ich nur die Lautstärke regeln muss und keine Frequenzen sollte dies 
doch mit Schiebe-Potentiometern gehen. Leider fehlt mir die Kenntnis 
bzw. die Erfahrung welche Potentiometer ich nehmen soll.

Ich habe Schiebe-Potentiometer bei Reichelt gefunden aber wie schon 
geschrieben wüsste ich jetzt nicht welche Ohm-Zahl ich wählen sollte.

Kann mir jemand sagen ob ich das so realisieren kann und welche 
Schieberegler ich nehmen muss?
Gast
Ich würde da an 4 kleine Audioverstärker - Platinen denken. Das über 
Hochlast-Drehpoti zu machen halte ich für den falschen Ansatz. Wenn nur 
'Berieselung', dann solche kleinen Stereo-Verstärkerchen. In ein 
Gehäuse, oder in 4 in den jeweiligen Räumen.
Wenn mit Drahtpoti, dann aber bitte mit einem weiteren 
Hochlastwiderstand in Reihe. Sonst hat man die Endstufe in Stellung "0" 
kurzgeschlossen, wenn man es als Spannungsteiler schaltet.
Ich würde allerdings auch den Ansatz mit den kleinen Verstärkermodulen 
bevorzugen, die sind günstig aus China zu haben.

LG, Björn
Gast
Björn R. schrieb:
> Wenn mit Drahtpoti, dann aber bitte mit einem weiteren
> Hochlastwiderstand in Reihe. Sonst hat man die Endstufe in Stellung "0"
> kurzgeschlossen, wenn man es als Spannungsteiler schaltet.

Nur wenn man reichlich ahnungslos ist.
Riskant ist eher die faktische parallelschaltung von 4 Lautsprechern bei 
maximaler Lautstärkeeinstellung.
Gast
Björn R. schrieb:
> Wenn mit Drahtpoti, dann aber bitte mit einem weiteren
> Hochlastwiderstand in Reihe. Sonst hat man die Endstufe in Stellung "0"
> kurzgeschlossen, wenn man es als Spannungsteiler schaltet.

Wie schaltest du denn ein Poti als Spannungsteiler?

freitag schrieb:
> Riskant ist eher die faktische parallelschaltung von 4 Lautsprechern bei
> maximaler Lautstärkeeinstellung.
Offenbar kann der Verstärker an jedem Kanal 4 Lautsprecher treiben:
Olaf W. schrieb:
> Nur ein Verstärker von Sony mit zwei Stufen für 8 Lautsprecher. An jeder
> Stufe hängen dann also 4 Lautsprecher.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite
Olaf W. schrieb:
>>>> Stereo-Signal
HildeK schrieb:
> Hauptnachteil: die gibt es nicht in Stereoausführung.
Umpf.... stimmt. Evtl. könnte man die irgendwie "stapeln". Oder mit zwei 
Zahnrädern koppeln (mit ein wenig Nachdenken und passender Beschaltung 
macht es nichts aus, dass die sich enzgegengesetzt drehen). Sieht also 
recht mechanisch aus, das Problem.

Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das mit "Stereo" gar nicht so 
unbedingt nötig ist...  ;-)

Dieter schrieb:
> Fuer den TO musste die Drahtpotiloesung als Schaltplan gepostet werden,
> sonst wird er sicherlich einen neuen Verstaerker brauchen.
1
    Verstärker + ---.
2
                    |
3
                    -
4
                   | |
5
                   | |<--- + Lautsprecher
6
                   | |
7
                    -
8
                    |
9
    Verstärker - ---o----- - Lautsprecher
Gast
HildeK schrieb:

> Offenbar kann der Verstärker an jedem Kanal 4 Lautsprecher treiben:
> Olaf W. schrieb:
>> Nur ein Verstärker von Sony mit zwei Stufen für 8 Lautsprecher. An jeder
>> Stufe hängen dann also 4 Lautsprecher.

Ich glaube, damit beschreibt der TO nicht den Ist-Zustand und die 
Möglichkeiten seines Verstärkers, sondern den Wunsch, wie es sein 
sollte.
Entschuldigung,
meine Anmerkung war ein ziemlich dämlicher Denkfehler meinerseits. In 
"0"-Stellung liegt ja noch das ganze Poti zwischen den 
Verstärkeranschlüssen.

Schöner ist es trotzdem mit 4 einzelnen Verstärkern, aber das mag 
Geschmackssache sein.

LG, Björn
Gast
TomH schrieb:
> Ich glaube, damit beschreibt der TO nicht den Ist-Zustand und die
> Möglichkeiten seines Verstärkers, sondern den Wunsch, wie es sein
> sollte.

Dazu muss er sich noch äußern.
Auch wenn die Lösung mit vier kleinen Verstärkern (Stereo!) handlich 
erscheint: da braucht man wieder eine Stromversorgung. Wenn es zentral 
aufgebaut ist, reicht aber ein gemeinsames Fertignetzteil.
OP
So bin nach kurzer Abwesenheit wieder da.

Ich danke erstmal allen, die sich die Mühe und Arbeit gemacht haben.

Ist Zustand:
Also der Verstärker hat zwei Endstufen á 100 Watt. Das Projekt ist erst 
in der Planung und besteht noch nicht.
Der Verstärker ist aber schon vorhanden. Und an einer Edstufe sollen 4 
Lautsprecher angehängt werden. Diese sind noch in der Planung.
Die Steuerung soll dann zentral sein. Ich habe bereits die Verkabelung 
erstellt.

Ich erstelle mal eine Zeichnung wie ich mir das gedacht habe.

Zwischenzeitlich möchte ich noch die Frage stellen warum ich nicht 
einfach Potentiometer zwischen schalten kann (als Laie gefragt).
Wenn ich Strom in der Wohnung verteile kann ich ja auch z. B. einen 
Schalter, Taster oder besser noch einen Dimmer dazwischen bauen was ja 
das wäre nur halt mit 230V.
Gast
Poti unschön, da Leistung auf's Poti geht. Und dann 4x2 Potis für 
Stereo. Das wäre für mich auch Aufwand.

Die 4 Mini-Verstärker wären doch die adäquate Lösung. NT - evtl 
Stecker-nt. in eine Kiste, ähm Gehäuse. Vieleicht gibts da auch ne 
Variante mit bluetooth.
OP
So hab jetzt mal eine Zeichnung erstellt.

Es gibt schon Stereo-Potis bei Reichelt. Also wären das nur 4 Stück.

@ Thomas
Deine vorgeschlagene Variante hat einen gewissen Charme. Ich habe Sie 
mir angesehen. Die sehen so klein aus (sorry bin ein 68er und in meiner 
Zeit waren die Teile alle noch viel größer). Können die Leitungslängen 
von ca. 30m ab? Ich habe Lautsprecherkabel 2,5 qmm verlegt.

Da ich alles zentral habe wäre die Stromversorgung kein Problem. Eine 
schöne Kiste aus Alu bekomme ich auch hin.
Angehängte Dateien:
Gast
Olaf W. schrieb:
> Es gibt schon Stereo-Potis bei Reichelt. Also wären das nur 4 Stück.

Klappt trotzdem nicht, die kleinen Potis halten so ca. 0,25W aus. 
Mehrere Verstärker sind da schon sinnvoll. Die kleinen Class D Module 
klingen gut und reichen für Hintergrundmusik gut aus.
Gast
Björn R. schrieb:
> Wenn mit Drahtpoti, dann aber bitte mit einem weiteren
> Hochlastwiderstand in Reihe. Sonst hat man die Endstufe in Stellung "0"
> kurzgeschlossen, wenn man es als Spannungsteiler schaltet.

Da denke noch mal über die Schaltung nach. So ist das UNFUG
Gast
Die Entscheidung für separate Class-D-Verstärker ist in jedem Fall 
richtig und die einzig sinnvolle. Nun ist nur noch die Frage zu klären, 
woher das Audiosignal eigentlich kommt und was du damit bezwecken 
willst.

Zu meiner Zeit, als Multi-Room-Audio noch cool war, habe ich das Ganze 
so gelöst:

- Einen Mono-Kanal pro Raum (Warum wollt ihr eigentlich immer alle 
Stereo; gibt es hierzu einen sinnvollen Grund? Bei meinen 
Deckenlautsprechern habe ich mich bewusst für Mono entschieden, um zu 
vermeiden, dass sich das Ganze abhängig von Position und Orientierung im 
Raum auf Grund von Phasen-/Laufzeitunterschieden beliebig beschissen 
anhört)
- Zentrale Class-D-Verstäkerbatterie (ich glaube, irgendwas um die 
35Wmax - eben das, was mit 24V-Supply möglich war. Mehr als ausreichend) 
und sternförmige Verkabelung mit Standard-Lautsprecherkabel 
(Störbeeinflussungen durch Schaltvorgänge könnten im Nachgang ausgemerzt 
werden, indem der Abstand zu den Netzleitingen in der Installationsebene 
erhöht wurde)
- Verstärker hängen an USB-Soundkarten hängen an einem Mini-ITX-Board, 
auf welchem Debian 4 (war damals en vogue) in einer VM läuft. Darauf 
mehrere MPD-Instanzen, ein selbstgestrickter Dämon zur Sprachsynthese 
(Sprachausgabe via UDP-Commands) sowie ein Middle Layer und Web-Frontend 
zur Visualisierung und Bedienung der Player sowie zur beliebigen 
Quellenumschaltung. Über das Middle Layer ist auch eine Steuerung via 
UDP (bei mir via Home-Automation-Server und Smartphone-App) möglich. Die 
MPD-Instanzen und Sprachsynthese wirken auf virtuelle Soundkarten, die 
ich in ALSA angelegt hatte.

Eine Erweiterung um ein zusätzliches PulseAudio-Layet für die freie 
Umschaltung von Quellen auf Senken, das Abmischen von Stereo auf Mono, 
eventuelle Samplefrequenz-Rekodieting usw. hatte ich nie wirklich 
zuverlässig hinbekommen. Aber mit ALSA direkt geht es genauso gut; 
lediglich die ALSA-Config mag man sich nicht ansehen, ohne dass es einem 
flau im Magen wird. Dank eines Scripts, welches selbige auf Basis einer 
Handvoll Parameter schreibt, muss man das aber auch nicht.
Weitere Features sind z. B. eine harswareseitige Abschaltung der nicht 
benötigten Lautsprecher sowie Kurzschließung der Lautaprecherleitungen, 
um jegliche Störeinflüsse abzublocken uvm.
Als nächsten Evolutionsschritt hätte ich angedacht, die Verstärker 
dezentral in jedem Raum beim Lautsprecher anzuordnen und selbe z. B. 
mittels MOST-Bus zu verknüpfen (hatte erwartet, das energieeffizienter 
als mittels LAN hinzubekommen), habe das aber bis heute mangels Lust 
noch nicht realisiert.
Auch erfüllt die UDP-Ansteuering nicht notwendigerweise den aktuellen 
Stand der Technik bezüglich IT-Security; ist/war mir aber bei einem 
schn9den Lautsprechersystem auch vollkommen wumpe.

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