Hallo ihr Pros :)
Ich habe 2 einfache Fragen:
Ich möchte ein IR Signal an einen 20m entfernten Punkt transportieren
(ohne eine zusätzliche externe Stromversorgung)!
Kann ich die Senderdiode (IR Blaster von einem Logitech Harmony Hub)
einfach mit einem Kabel verlängern um ca. 12m und kommmt da dann noch
etwas Brauchbares raus am Ende?
Oder sollte ich lieber die Empängerdiode aus dem Gehäuse holen und mit
Kabel verlängern?
Danke für eure Ideen !
Udo B. schrieb:> Kann ich die Senderdiode (IR Blaster von einem Logitech Harmony Hub)> einfach mit einem Kabel verlängern um ca. 12m und kommmt da dann noch> etwas Brauchbares raus am Ende?
Nein, das wird nichts.
> Oder sollte ich lieber die Empängerdiode aus dem Gehäuse holen und mit> Kabel verlängern?
Auch das wird nichts.
Wenn man das optische Kabel an beiden Enden gut genug an die Sende- und
Empfangsdioden anschließt, so daß das IR-Licht gut ein- und wieder
ausgekoppelt wird, dann kann das funktionieren.
Als Lichtleiter dürfte hier ein dicker Kunststofflichtleiter, wie er
auch für Toslink benutzt wird, geeignet sein; richtige Glasfasern sind
deutlich kritischer, was das Ein- und Auskoppel betrifft.
Udo B. schrieb:> Ich möchte ein IR Signal an einen 20m entfernten Punkt transportieren> (ohne eine zusätzliche externe Stromversorgung)!
Was für Sender und Empfänger?
> Kann ich die Senderdiode (IR Blaster von einem Logitech Harmony Hub)> einfach mit einem Kabel verlängern um ca. 12m und kommmt da dann noch> etwas Brauchbares raus am Ende?
Kann sein, muß nicht.
> Oder sollte ich lieber die Empängerdiode aus dem Gehäuse holen und mit> Kabel verlängern?
Nö, die ist deutlich empfindlicher.
Beim elektrischen Verlängern des Empfängers bekommst du Probleme mit
Störungen, die das lange Kabel empfängt. Außerdem stört dessen relativ
hohe Kapazität, sie wird das Signal zu stark dämpfen.
Beim elektrischen Verlängern des Senders wird der Innenwiderstand des
Kabels stören. Es wird nur noch ein Bruchteil des gewünschten Stromes
fließen, entsprechend sinkt die Sendeleistung. Es sei denn, du nimmst
ein besonders dickes Kabel (aber wer will das schon?).
Udo B. schrieb:> Oder sollte ich lieber die Empängerdiode aus dem Gehäuse holen und mit> Kabel verlängern?
Wenn es sich um einen diskret aufgebauten Empfänger handelt, wird das
vermutlich nicht klappen. Handelt es sich bei dem Empfänger aber um
einen IR-Receiver mit Open-Collector-Ausgang, wäre die Parallelschaltung
eines weiteren Empfängers möglich, wie hier beschrieben:
https://www.dr-bosch.com/volker/umbau/index.html#IR_Extension
Funktioniert seit mehren Jahren einwandfrei über ca. 10m ungeschirmte
Telefonleitung...
Grüßle
Volker
Moin, Danke für,euren Input!
Dass es bei dem langen Kabel zu Störungseinflüssen und zu viel
Leistungsverlust kommen könnte, habe ich auch schon befürchtet :/
Die Schaltung hört sich interessant an!
Es handelt sich in meinem Falle um das Noxon iRadio von Terratec,
welches entfernt steht.
Nun kann ich aber mangels Oszi nicht messen, was ich für eine
Empfänger-LED ich bräuchte.
Öffnen wäre kein Problem.... Steht es evtl. als Kennung auf der
Verbauten?
Ich bin mir zu 100% sicher, dass die wo geantwortet haben, es noch nie
gemacht haben! Aber ich schon. Bei mir funktioniert das auch.
Ich habe in einer Fernbedienung eine Klinke Buchse eingebaut, Der
Stecker davon geht da in einer Sprechanlage, dort wurden zwei freie
Drähte benutzt, im nächsten Raum aus der Sprechanlage wieder heraus zur
Hifi Anlage. Das ganze funktioniert, und dass obwohl die Klinkenbuchse
die IR Diode von der Fernbedienung NICHT mit abschaltet, das ganze hängt
also paralell dran. Und nein, da geht nicht zufällig das Signal von der
Fernbedienung an das Endgerät. Denn, wenn man den Klinkenstecker zieht,
lässt sich mit der Fernbedienung nichts mehr schalten. Das Kabel der
Sprechanlage hat da nur 0,8mm². Die Gesamtlänge von der Klinkenbuchse
bist zur Diode beträgt ungefähr 8 Meter. Und die Sprechanlage ist
funktionstüchtig. (Analog)
Infarot Diode habe ich einfach aus einer alten Fernbedienung, die ich
nicht mehr benötigte genommen. An der Hifi Anlage ist diese angebracht
in einem Kanal. Dort ist wiederum ein Lichtleiter angebracht, und zwar
einer von der ganz banalen Sorte: Beleuchtung von LED Sternenhimmel. Und
zwar nur eine Fase davon.(1mm) Dort hatte ich es zuerst an den IR
Empfänger angeklebt, als das aber immer abfiel, habe ich ein 1mm Loch in
das Gehäuse gebohrt, und die Faser eingesteckt. Eine weitere
Fernbedienung ist in einer Schublade untergebracht, mit einer kleinen
Elektronik, die das Infarot Signal aufnimmt, und dann weiterleitet. Von
dort schalte ich dann noch einen TV. D.h. Es sind nicht nur eine Infarot
Diode, sondern zwei! Denn in der Schublade befindet sich auch eine
Fernbedienung für die Hifi Anlage.
Ich bin mir also ziemlich sicher, dass das bei dir auch funktionieren
wird...
Udo B. schrieb:> Nun kann ich aber mangels Oszi nicht messen, was ich für eine> Empfänger-LED ich bräuchte.
Es ist ja keine LED, so ein TSOP 31238 beinhaltet eine ganze
elektronische Schaltung.
Ich empfehle Dir den TSOP 31238, kostet bei Reichelt noch nichtmals
einen Euro. Die meisten auf dem Markt verfügbaren IR-Fernbedienungen
verwenden eine Modulationsfrequenz von 38kHz. Das würde also passen. Und
wenn Deine FB dann mit 36kHz oder 40kHz sendet, ist das auch kein
Beinbruch. So scharf filtern das die TSOPs nicht. Im Zweifel kannst Du
auch für die paar Cent auch noch einen 31230 und einen 31240 zusätzlich
nehmen. Dann testest Du die maximale Reichweite und nimmst den, mit dem
Deine FB am weitesten kommt.
Ja, die TSOPs kann man wegen OC parallel schalten. Du musst den
vorhandenen Empfänger also nicht auslöten.
(Alternativ könnte man auch IRMP nehmen, das dekodierte Signal in
Form von Protokoll, Adresse und Kommando über einen UART oder RS422 in
den nächsten Raum schicken und dort mit IRSND wieder encodieren und
aussenden. Aber wahrscheinlich wäre diese Methode wie mit Kanonen auf
Spatzen schießen.)
Na das hört sich doch schon ganz gut an und lässt hoffen :)
Was mir noch einfiel:
In ca. 8m Entfernung steht ein Lightmanager Air, der kann auch
IR-Signale (anlernbar) und so könnte ich die Kabelstrecke noch erheblich
verkürzen...
Es geht darum, das Noxon iRadio morgens automatisch auf einem bestimmten
I-Net Stream einzuschalten.
Letzte Frage zur Schaltung:
"An deren Ende wird der beschaffte IR-Empfänger und ein mittelgroßer
Elko gelötet"
-Was würdet ihr unter "ein mittelgroßer Elko" verstehen?
-Kabelquerschnitt 1mm² OK?
Die paar Euro zum Basteln werde ich mal investieren und es austesten!
Und hier berichten.
Danke nochmals für eure Hilfe!
Udo B. schrieb:> -Was würdet ihr unter "ein mittelgroßer Elko" verstehen?> -Kabelquerschnitt 1mm² OK?
Naja, 1000u wären m.E. eher groß, 1u eher klein. Was wäre dann
mittelgroß?
Ansonsten: Versuch macht kluch...
Grüßle
Volker
Volker B. schrieb:> Udo B. schrieb:>>> -Was würdet ihr unter "ein mittelgroßer Elko" verstehen?>> -Kabelquerschnitt 1mm² OK?>> Naja, 1000u wären m.E. eher groß, 1u eher klein. Was wäre dann> mittelgroß?> Ansonsten: Versuch macht kluch...
Zum Kabel: Wie geschrieben, ich habe Telefonleitung verwendet, die hat
deutlich unter 1mm².
Grüßle
Volker
Auch ich sehe kein Problem darin, eine IR-Sendediode über 20m Kabel aus
dem Gerät heraus zu verlängern - mit dem IR Receiver würde ich das nicht
machen, weil da viel geringere Ströme laufen und die Verbindung damit
empfindlich gegen Störungen wird.
Aber 20m bei 80-100mA Pulsstrom ist m.E. überhaupt kein Problem.
Hallo,
ich bin noch nicht fertig, aber:
Danke eurer tollen Hilfe lief ein erster Test mit TSOP 38khz + 10uf
Kondensator + 5m Lan-Kabel (3 Adern Vs, 3 Adern Out, 2 Adern für GND)
erfolgreich.
Nun ist der Rest bestellt (u.a. 15m Lan-Kabel, Lan-Buchse für den Einbau
an der Radio-Rückwand und ein Gehäuse mit Lan-Buchse für den
TSOP+Kondensator) und dann wird alles zusammengebrutzel!