Drehstrommotor - Drehzahl halbieren

Gast #5657596
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Hallo zusammen.

Ich habe vor, die Drehzahl eines 400V-(Dreiphasen) Drehstrommotor (ob 
asynchron oder synchron weiß ich nicht) zu "halbieren". Der Motor hat in 
etwa eine Leistung von 1 kW.

Ich habe vor einigen Jahren mal die Helligkeit einer Halogenlampe mit 
einem Schalter und einer Diode damit "gedimmt", was bis heute 
einwandfrei funktioniert.

Die Frage ist nur, ob dies auch bei einer derartigen induktiven Last 
funktionieren würde, wenn man vom Sinus der jeweiligen Phase (insgesamt 
drei Stück in meinem Fall) die eine Halbwelle einfach "abschneidet"?


Könntet ihr mir weiterhelfen?

Vielen Dank!
Alex
Gast #5657615
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ok. Danke für deine Antwort!
Gibt es diese Frequenzumrichter auch in Form von "nackten" bestückten 
Leiterplatten, damit man noch Eingriff auf die darauf enthaltene 
Elektronik hat?
Ich finde leider nur komplette (Hutschienen-)Module, die über Taster und 
Displays verfügen.

Gruß
Gast #5657638
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>Übersetzung mechanisch ändern!

Dies ist leider nicht möglich, da zwischen Motorwelle und dem 
anzutreibenden Teil eine starre Verbindung herrscht.

Das Thema "Frequenzumrichter" scheint wohl nicht allzu vertreten zu sein 
im Bastlerbereich. Wie schon beschrieben finde ich bisweilen nur fertige 
FU-Module und keine "Boards"/PCBs, was preislich sicherlich 
interessanter wäre für den Heimanwender.

Es ginge bei mir "einfach" nur um eine Halbierung der Drehzahl, Luxus 
wäre natürlich eine stufenlose Regelung der Motordrehzahl.
(Firma: mechapro GmbH) Persönliche Seite #5657641
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Hallo Alex,

Alex S. schrieb:
> ok. Danke für deine Antwort!
> Gibt es diese Frequenzumrichter auch in Form von "nackten" bestückten
> Leiterplatten, damit man noch Eingriff auf die darauf enthaltene
> Elektronik hat?
> Ich finde leider nur komplette (Hutschienen-)Module, die über Taster und
> Displays verfügen.

Deine Fragestellungen lassen erkennen, dass du von 
(Leistungs)-Elektronik keine Ahnung hast. Unter diesen Umständen 
solltest du davon die Finger lassen, Netzspannung ist lebensgefährlich. 
Abgesehen davon: Was willst du an der Schaltung machen? Die Eingriffe 
nimmt man über die Parametrierung vor, nicht in der Hardware.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Gast #5657661
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>Deine Fragestellungen lassen erkennen, dass du von (Leistungs)-Elektronik >keine 
Ahnung hast.
Das mag sein, letztlich sollte es aber kein Problem sein, an ein 
besagtes Modul/Board die drei "Input"-Phasen und die drei 
"Output"-Phasen mittels Lüsterklemmen anzuschließen.

>Netzspannung ist lebensgefährlich.
Ja, auch das weiß ich.

>Was willst du an der Schaltung machen?
Ich möchte eventuell weitere Peripherie an das entsprechende 
FU-Modul/-Board
anschließen, welches veranlasst, dass ich damit die Frequenz vorgeben 
kann, die auf den drei Phasen ausgegeben werden soll.
Gast #5657665
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>Möchtest Du nur einen Ventilator betreiben
Ja, es handelt sich um einen großen Lüfter/Ventilator aus einer 
Großküche, der zur Absaugung von Dunst diente. Diesen möchte ich in 
meinem Keller als Belüftung meiner Werkstatt nutzen.
Da er aber im eingeschalteten Zustand "viel zu laut" ist, möchte ich die 
Drehzahl "drosseln".
#5657681
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Alex S. schrieb:
> Ich möchte eventuell weitere Peripherie an das entsprechende
> FU-Modul/-Board
> anschließen, welches veranlasst, dass ich damit die Frequenz vorgeben
> kann, die auf den drei Phasen ausgegeben werden soll.

Das kann jeder FU ohne dass man ihn zerlegen muss.
Einen FU auseinander zu nehmen und daran rumzubasteln würde ich dringend 
sein lassen!
Lies dich doch erst mal zum Thema ein.
Gast #5657692
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>Kauf einfach sowas, ist auch billiger...
Das Problem ist, dass der Abluftkanal meines Lüfters exakt in meinen 
Blüftungsschacht passt. Deshalb möchte ich keinen anderen kaufen und den 
nutzen, den ich geschenkt bekommen habe.

Ferner möchte ich natürlich trotzdem wissen, wie ich so eine Steuerung 
realisieren könnte.

Gruß
#5657720
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Gerade bei Lüftermotoren ist theoretisch auch eine Drehzahlsteuerung 
über den Schlupf möglich. Am besten macht man das mit mit 
Drehstromstelltrafos, sind aber gross und teuer und damit sowieso keine 
echte Alternative.
Einfache Widerstände in den Phasen: rel. billig, aber ordentlich 
Verlustleistung.
Phasenan/abschnitt: denkbar, weiss gar nicht obs noch erlaubt ist. Und 
stört ganz schön.
Ist es denn ein 230/400V-Motor (wahrscheinlich) oder ein 400V/690V-Typ? 
In dem Fall könnte man schon was erreichen, wenn man den auf 690V 
(Stern) umklemmt. Drehzahlhalbierung aber nicht.

Kurz: die sinnvollste Variante ist ein Umrichter, gebraucht für wirklich 
kleines Geld. Und dass es kaum Selbsbauprojekte gibt, hat einen 
einfachen Grund: es lohnt sich absolut nicht. Und ein Eigenbau erzeugt 
garantiert erst mal ne Menge Siliziumrauch und verdampftes Kupfer.
Gast #5657723
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Alex S. schrieb:
> Diesen möchte ich in meinem Keller...

Falls du in dem Keller auch eine Heizung hast, oder gar einen Holzofen 
im Haus,  spreche mal bei der nächsten Wartung mit deinem 
Schornsteinfeger. So ein Industriegebläse  ist n anderes Kaliber als die 
üblichen Scheisshauslüfter.
Nur als off-Topic Ratschlag. Nicht nur Netzspannung kann tödlich sein.
(Firma: matzetronics) #5657724
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H.Joachim S. schrieb:
> Und dass es kaum Selbsbauprojekte gibt, hat einen
> einfachen Grund: es lohnt sich absolut nicht.

Aber Spass macht es schon:
https://www.mikrocontroller.net/articles/3-Phasen_Frequenzumrichter_mit_AVR

> Und ein Eigenbau erzeugt
> garantiert erst mal ne Menge Siliziumrauch und verdampftes Kupfer.

Ist bei mir jedenfalls nicht passiert. Ich habe allerdings vorher auch 
BLDC Kontroller gebaut und etwas Erfahrung gesammelt.
Gast #5657732
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Lass Dir das gesagt sein, CO ist nicht lustig.
Die Gefahr durch den Lüfter ist nicht nur theoretischer Natur.
Pass auf!!!!!

Da reichen selbst Türschlitze.
Ich hab im Bad einen 20 Jahre alten Lüfter aus einer IBM AS 400. Ca 15 
cm Durchmesser.
Der zieht mir locker die Badezimmertür zu!
Gast #5657743
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Alex S. schrieb:
> Ferner möchte ich natürlich trotzdem wissen, wie ich so eine Steuerung
> realisieren könnte.

Dann schau dir das schöne Projekt von Matthias an

Matthias S. schrieb:
> Aber Spass macht es schon:
> https://www.mikrocontroller.net/articles/3-Phasen_Frequenzumrichter_mit_AVR

Aber 400V können ganz schön klein schwarz und hässlich machen. Bei so 
einem Projekt ist es mit ein paar Bauteile auf ein PCB braten nicht 
getan.

Stufenlos eine 3 phasen ASM regeln ist die Kernfunktion eines 
Frequenzumrichters. Und da kann man eigentlich an (fast) alle auch einen 
Drehgeber oder Poti anschliessen.

Wenn du genausowenig sorgfältig bastelst wie du dich über 
Frequenzumrichter informiert hast bist du ein Anwärter auf den Darwin 
Award.
Also beherzige den Rat fast aller hier und sei vorsichtig.

Und falls du wirklich einen Holzofen im Haus haben solltest lass es 
besser sein.
Gast #5657749
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Leute, bitte macht euch keine Gedanken über die Gefahren von Strom und 
Zugluft. Ich habe keine befeuerte Heizung (Fernwärme), auch habe ich 
gewisse Erfahrung im Bezug auf die Gefahren von el. Strom. Eben aber 
keine Erfahrung in der Umsetzung zur Lösung meines "Problems".

Ich würde mich freuen, wenn man mir hier wirklich Vorschläge zu 
eventuell verfügbaren technischen Lösungen zur Steuerung der Drehzahl 
geben würde, wie schon beschrieben, am liebsten in Form eines Boards und 
keinem Fertigmodul. Wie ich gesagt habe, gibt es hier leider sehr wenig 
im Netz zu finden.

>Ist es denn ein 230/400V-Motor?

Wie am Anfang beschrieben: 400V - Drehstrommotor.

Gruß
Gast #5657854
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Frank T. schrieb:
> Liegen denn auch Drehstrom in deinem Keller an ? 230V Einphasen
> funktioniert
> in deinem Fall nicht.

Ooch, in Steinmetzschaltung schon, und wenn man den Motor nicht umklemmt 
sogar mit verringerter Drehzahl. Und man könnte mittels Dimmer...

Aber ich würde auch einen FU bevorzugen.
Gast #5657910
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>Schreibe, was auf dem Typenschild steht.
Das Typenschild ist derart zerkratzt und "verwittert", dass man darauf 
nichts erkennen kann (keine eingestanzten Ziffern).

>Liegen denn auch Drehstrom in deinem Keller an ?
Ja
#5658018
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Alex S. schrieb:
> Ja, es handelt sich um einen großen Lüfter/Ventilator aus einer
> Großküche, der zur Absaugung von Dunst diente. Diesen möchte ich in
> meinem Keller als Belüftung meiner Werkstatt nutzen.
> Da er aber im eingeschalteten Zustand "viel zu laut" ist, möchte ich die
> Drehzahl "drosseln".

Klingt wie der übliche Schwachsinn, warum Leute einen Knopf an ihren PC 
schrauben um die Drehzahl der Lüfter zu reduzieren.

Erstmal Grundlagen zum Lüftungspropeller:

1000 Watt Wellenleistung braucht ein 60cm Propeller bei 3000upm, er 
produziert dabei ca. 100km/h Luftgeschwindigkeit.

Wenn man nun die Drehzahl auf die Hälfte reduziert, sinkt die Leistung 
nicht auf 500W sondern 120W.

Niemand der Physik verstanden hat nimmt also einen 1kW Motor für halbe 
Drehzahl, sondern man greift gleich zu einem 120W Motor. Kleiner, 
leichter, billiger.

Natürlich kann man durch Anpassung des Propellers auch einem 1500upm 
drehenden Propeller so gestalten daß er 500W benötigt. Aber Ventilatoren 
haben keine Blattverstellung.
Gast #5658025
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>Wenn man nun die Drehzahl auf die Hälfte reduziert, sinkt die Leistung
>nicht auf 500W sondern 120W.

Die Leistung des Lüfters ansich ist nebensächlich, zunächst geht es nur 
um die Geräuschentwicklung bei einer gewissen Leistung, weshalb ich (bei 
stufenloser Drehzahlverstellung) dann ja merke, wann ein guter 
Kompromiss zwischen Leistung und Lautstärke vorliegt.

Gruß
Gast #5658032
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Alex S. schrieb:
> Die Leistung des Lüfters ansich ist nebensächlich, zunächst geht es nur
> um die Geräuschentwicklung bei einer gewissen Leistung, weshalb ich (bei
> stufenloser Drehzahlverstellung) dann ja merke, wann ein guter
> Kompromiss zwischen Leistung und Lautstärke vorliegt.

Also FU, ohne wenn und aber.
#5658039
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Alex S. schrieb:
> Hallo zusammen.
>
> Ich habe vor, die Drehzahl eines 400V-(Dreiphasen) Drehstrommotor (ob
> asynchron oder synchron weiß ich nicht) zu "halbieren". Der Motor hat in
> etwa eine Leistung von 1 kW.

Wenn der Motor im Dreieck bei 400V lief, schalte dann in Stern, dann hat 
das Teil 1/3 der Leistung bei 400V und wird sich u.u. langsamer 
drehen(ja ich weiss das die Rotorgeschwindigkeit Primär von der 
Netzfrequenz abhängt). Überprüfe dabei die Stromaufnahme.

Ja ja ja, ich weiss, ist nicht die schönste Lösung, aber manche 
Lüfterhersteller haben wirklich so gemahcnt in PreFrequenzumrichterZeit.

Mfg aus dem Rhein-Ruhr Gebiet
Beitrag #5658225 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5658228
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Schwarzer Magier schrieb im Beitrag #5658225:

> Merke: Widersprich besser nicht, denn dann wirst Du in Grund und Boden
> gefaselt und notfalls werden sogar Zitate gefälscht.
>
> BTDT

Ja, du hast das getan.

Nimm doch einfach deine Froschpillen.
Gast #5658256
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Hi, blöde Frage : Kannst Du was an den Rotorblättern machen ?
Ich mein, die Geräuschentwicklung findet ja grösstenteils durch die 
Luftbewegung der Blätter statt. Wenn nun der Anstellwinkel angepasst 
würde, sodass der Luftstrom nachliesse, könnte das dann helfen ?

Ich weiß, das ist keine Elektronische Lösung und keine Ahnung, ob man 
einfach an den Rotorblättern rumschnitzen könnte ...

Gruß
Gast #5659332
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hinz schrieb:
> Nimm doch einfach deine Froschpillen.

Ruhig bleiben, das bringt doch alles nichts.

Damit stehst Du selbst schlechter da, und Reaktionen dieser
Art wirken wohl eher verstärkend auf das Zerrbild denn iwie
verbessernd auf die Situation. Bestimmt regt er sich grade
wieder schrecklich auf, warum hier die von ihm propagierte
"Wahrheit" gelöscht, Deine "haltlose Ultra-Frechheit" aber
stehen gelassen wurde. Laß es besser.

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