Hallo zusammen, ich möchte mich gerne näher mit den SoC FPGAs beschäftigen und suche ein schönes Zynq Board. Wichtig ist mir dabei vor allem die Dokumentation, sodass ich einen möglichst guten Einstieg finde. Folgende Punkte möchte ich gerne lernen - Wie setzte ich mein SoC System auf (u.a. warum wähle ich welchen Parameter) - Wie baue ich mir meine Bootloader, Kernel, RootFS etc. - Beispiele, wie ich ggf. auch größere Datenmengen zwischen FPGA und ARM hin und her bewegen kann oder dem Arm zusätzliche Schnittstellen spendiere (implementiert in der Fabric) etc. Die Beispiele sollten möglichst in VHDL verfügbar sein. Habt Ihr hier Empfehlungen? Mit FPGAs kenne ich mich sehr gut aus, hinslichtlich Linux und Software Entwicklung (c, c++) habe ich nur rudimentäre Kenntnisse. Wie sieht es mit Vivado Lizenzen aus? Wird eine Kauflizenz benötigt? Ich wollte gerade mal ein beispiel Zync Projekt in meiner (recht alten) Vivado 2016.4 Version erstellen, da habe ich leider direkt eine Lizenzverletzung bekommen. Ich freu mich auf Eure Rückmeldungen
Fpga I. schrieb: > Wie sieht es mit Vivado Lizenzen aus? Wird eine Kauflizenz benötigt? Ich > wollte gerade mal ein beispiel Zync Projekt in meiner (recht alten) > Vivado 2016.4 Version erstellen, da habe ich leider direkt eine > Lizenzverletzung bekommen. Am besten mal hier reinschauen: https://www.xilinx.com/products/design-tools/vivado/vivado-webpack.html#architecture Das sind alle Xilinx Devices die mit der Webpack Lizenz verfügbar sind. Hast du schon eine bestimmte Anwendung und Budget im Sinn? Das Zynqberry könnte vielleicht als Einstieg ganz brauchbar sein. Gibts bei Trenz: https://shop.trenz-electronic.de/de/TE0726-03M-ZynqBerry-Zynq-7010-in-Raspberry-Pi-Formfaktor
Gast
#5664642
Die kleineren Zync-7000 werden von der kostenlosen Vivado WebPack-Edition unterstützt, Liste s. hier: https://www.xilinx.com/products/design-tools/vivado/vivado-webpack.html#architecture Nach meiner Erfahrung sind die Boards von Trenz recht gut dokumentiert mit Beispielprojekten und Tutorials. Die Zynq-Boards kenne ich aber nicht, musst du mal selbst kurz in die Doku schauen. Hier sind sie: https://shop.trenz-electronic.de/de/Produkte/Trenz-Electronic/TE07XX-Zynq-SoC/ Grundsätzlich lohnt es sich bei der Suche nach Eval-Boards auch immer, bei den großen Distributoren vorbei zu schauen, z.B.: https://www.digikey.de/products/de/development-boards-kits-programmers/evaluation-boards-embedded-complex-logic-fpga-cpld/796?k=&pkeyword=&sv=0&s=42752&sf=0&FV=ffe0031c&quantity=&ColumnSort=0&page=1&pageSize=25
Gast
#5664739
Das wird hier mal wieder durchgekaut: Beitrag "Ist der Vorteil des ZedBoards geg. dem Zybo bzgl. Dokus, Referenzen, Communities usw sehr groß?" Beitrag "Welches FPGA-Board? Zynq eher ungeeignet für mich? Nexys4? Arty?"
Gast
#5664960
Ich hatte mit dem Zybo eine recht guten Einstieg, aber das wird glaube ich nicht mehr hergestellt. Ich würde heute wohl auch das Zynqberry wählen. Die Doku zu den Themen, die du angesprochen hast, ist übrigens nicht boardspezifisch. Wie man einen Bootloader oder Kernel etc. erzeugt steht in der Xilinx-Doku zu Zynq bzw. Petalinux. Die musst Du auf jeden Fall lesen. Zu den Boards gehört meistens nur ein kurzes Tutorial zur Inbetriebnahme. Ohne die Xilinx-Doku kommst Du da nicht weiter.
Gast
#5664971
Gegebenenfalls könnte man auch ein Red Pitaya nehmen. Leider wurden die Dinger nach der Umbenennung in STEMlab wieder teurer.
Hallo zusammen, vielen Dank für die Empfehlungen. Ich habe mir jetzt tatsächlich das Zynqberry bestellt. Die Beispielprojekte sind scriptgesteuert und existieren sowohl mit als auch ohne vorgebauten Binaries. Auch werden die Beispiele auf aktuelle Vivado Versionen hochgezogen (zuletzt 2018.2), sodass ich davon ausgehe, dass die Beispiele weiterhin gepflegt werden. Weiterer Vorteil: die vorhandene RPI Hardware kann zum spielen weiterverwendet werden. Tobias B. schrieb: > Hast du schon eine bestimmte Anwendung und Budget im Sinn? Eine konkrete Anwendung gibt es noch nicht, es soll mir eher zum allgemeinen lernen dienen. d.h. erst einmal werde ich mein System aufsetzen, dann LEDs aus dem Linux über die FPGA Fabric steuern. Als nächstes könnte ich mir vorstellen, den Zynq um weitere Schnittstellen zu erweiter, für die es schon Linux Treiber gibt (z.B. UART) um dann irgendwann zu dem Punkt zu kommen, meine eigenen Datengeneratoren einbauen und somit eigene Datenblöcke oder Streams zu übertragen. Bis dahin ist aber sicherlich ein weiterer Weg, da ich beispielsweise von der Linux Treiberentwicklung bisher keine Ahnung habe. Wenn Ihr Anregungen für erste und zweite Schritte habt, die eine hohe Lernwirkung bei geringem Aufwands haben, freue ich mich natürlich über Anregungen :-)
Gast
#5665975
Vancouver schrieb: > Ich hatte mit dem Zybo eine recht guten Einstieg, aber das wird glaube > ich nicht mehr hergestellt. Es gibt aber einen leicht aufgepimpten Nachfolger, Zybo Z7: https://shop.trenz-electronic.de/de/search?sSearch=Zybo+z7
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