Mehrfachsteckdose -> Relais schaltet nicht durch. Spannung zu gering.

Gast #5665300
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Hallo zusammen,

ich habe hier eine Mehrfachsteckdose mit Fußschalter. Das China Relais 
"Songle SMIH-24VDC-SL-A" schaltete nicht mehr durch und ich habe es 
gegen ein Finder 40.61.7.024.2320 getauscht. Leider schaltet das Finder 
sehr oft ebenfalls gar nicht durch. Also habe ich die Spannung gemessen, 
die zur Spule verläuft: 13,4V. Das Relais erwartet ca. 24V, um sauber 
durchzuschalten.

Demnach stimmt noch etwas mit einem anderen Bauteil nicht. Könnt ihr mir 
weiterhelfen, welches Bauteil es sein könnte? Fotos der Platine im 
Anhang.

Es scheint wohl ein Kondensatornetzteil zu sein!?

V1, V2, V3, V4 = 1N4007 - bilden zusammen den Gleichrichter? Messung per 
Multimeter: sperren wie gewünscht.

V5 = 1N4749A - 24V, 1W Zenderdiode

V6 fehlt - war da Platz für eine Relais-Freilaufdiode gedacht? Soll ich 
da besser eine einlöten? Welche kann ich verwenden? Oder so lassen wie 
es ist?

F1 fehlt

R1 = 1,50 MOhm - wofür ist der? Ist parallel zum Kondensator eingebaut

R2 = 120 kOhm - ist wohl der Vorwiderstand für die LED?

X2 Kondensator unten = 0,33 µF, 275 VAC - zum glätten der Netzspannung? 
Messung: 0,19µF - das ist wohl schon mal zu wenig. Sorgt das allein für 
die zu geringe Spannung?

Kondensator rechts = 22 µF, 50 VDC - zum glätten der Gleichspannung für 
LED und Relais? Messung: 22µF

Ich freue mich auf euer Feedback!
Angehängte Dateien:
#5665309
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Hallo,

übliches Kondensatornetzteil. Der Vorschaltkondensator verliert 
Kapazität weil die selbstheilend sind. Das heißt, wenn er bei 
Netzspitzen o.ä. einen Durchschalg bekommt, verdampft der Belag an der 
Stelle und der Kurzschluß ist weg. Etwas Kapazität aber eben auch. Das 
ist Funktionsprinzip dieses Types.
Fehler suchen braucht man bei solchen Netzteilen kaum, Kondensator 
tauschen und fertig.
Es muß wieder ein 0,33µ X2-Typ sein und 275VAC auch. Höhere Spannung 
wäre besser, ist aber kaum zu finden oder wäre zu groß für den Platz.

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #5665322
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Stromlos schrieb:
> X2 Kondensator unten = 0,33 µF, 275 VAC - zum glätten der Netzspannung?

Nicht zum glätten, das ist der verlustarme 'Vorwiderstand' und 
Namensgeber des Kondensatornetzteils.
Das sind auch die einzigen Kondensatoren, die man bei einer Fehlfunktion 
als erstes prüft!
Michal U.hat das Problem ausführlich beschrieben und das ist auch in 
deinem Fall so. Tausche den aus und alles geht wieder.
Gast #5665328
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Stromlos schrieb:
> V6 fehlt - war da Platz für eine Relais-Freilaufdiode gedacht? Soll ich
> da besser eine einlöten? Welche kann ich verwenden? Oder so lassen wie
> es ist?

Manche Relais haben eingebaute Schutzdioden.
Überprüfe mal das alte Relais daraufhin.
Schaden tut eine Diode nicht.
#5665336
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michael_ schrieb:
> Stromlos schrieb:
>> V6 fehlt - war da Platz für eine Relais-Freilaufdiode gedacht? Soll ich
>> da besser eine einlöten? Welche kann ich verwenden? Oder so lassen wie
>> es ist?
>
> Manche Relais haben eingebaute Schutzdioden.
> Überprüfe mal das alte Relais daraufhin.
> Schaden tut eine Diode nicht.

So wie es aussieht, wird das Relais über die 230V~ geschaltet. Das 
Relais hängt dann immer parallel zum Elko und eine Freilaufdiode ist 
unnötig.
Gast #5665388
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Messe die Spannung an der Zenerdiode während das Relais an und aus ist. 
In beiden Fällen sollten es ungefähr 24 Volt sein.

Wenn die Spannung unter Last (Relais ein) stark abfällt, ist es mit 100% 
Sicherheit der große gelbe Kondensator.

> 0,19µF - das ist wohl schon mal zu wenig.
> Sorgt das allein für die zu geringe Spannung?

Je kleiner die Kapazität ist, umso weniger Strom liefert liefert das 
Netzteil. Die Spannung bricht dann unter Last zusammen.

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