Lötspritze Hohlkehle

OP (Firma: fritzler-avr.de) #5699363
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Mahlzeit!

Empfiehlt sich eher eine Hohlkehlenlötspritze mit 1,6mm oder 3,2mm 
Durchmesser zum SMD IC einlöten?
Von 0,5mm bis 1,2mm Pinabstand ist alles dabei.

Damit soll man sich ja das Absaugen von Lötbrücken mit der Entlötlitze 
sparen können.
Gast #5699380
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Hi

>Hohlkehlenlötspritze

Willst du Löten oder das Lötzinn aufspritzen?

>Damit soll man sich ja das Absaugen von Lötbrücken mit der Entlötlitze
>sparen können.

Aber nur wenn man es kann. Und selbst dann wird man immer wieder mal 
kleinere Lötbrücken haben.

MfG Spess
Gast #5699408
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Mw E. schrieb:
> Mahlzeit!
>
> Empfiehlt sich eher eine Hohlkehlenlötspritze mit 1,6mm oder 3,2mm
> Durchmesser zum SMD IC einlöten?

Immer die größte Spitze mit der man noch ohne Schaden an Bauelementen 
und Platine arbeiten kann. D.h. mit der man vernünftig ran kommt. Daher, 
wenn es geht 3,2 mm. Nur wenn es eng ist 1,6 mm.

> Von 0,5mm bis 1,2mm Pinabstand ist alles dabei.

Der Durchmesser der Spitze hat damit wenig zu tun. Mit der Spitze rollt 
man einen Ball von flüssigem Lötzinn über die Pins. Der Ball ist dabei 
sowieso größte als der Pinabstand.

> Damit soll man sich ja das Absaugen von Lötbrücken mit der Entlötlitze
> sparen können.

Das hat mehr mit der Erfahrung und den handwerklichen Fähigkeiten zu 
tun. Die Hohlkehlspitze kann mehr Lötzinn aufnehmen. Damit muss man 
weniger oder gar kein weiteres Lötzinn hinzufügen wenn man über eine 
längere Reihe von Pins rollt. Zusätzlich gibt die Spitze mehr Kontrolle 
über den zu rollenden Ball. Eine normale Meißelspitze tut es aber genau 
so wenn man etwas mehr übt.

Am wichtigsten ist extra Flussmittel. "Eimerweise" Flussmittel.
#5699561
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Ich habe eine Lotdepotspitze C245-931 von JBC mit einem Außendurchmesser 
von 2,7 mm. Damit komme ich hervorragend zu recht (andere Größen habe 
ich noch nicht getestet). Nach ein paar mal üben an Schrottplatinen 
kriegt man damit nahezu perfekte und lotbrückenfreie Ergebnisse hin. 
Schneller als mit jedem anderen Verfahren. Viel Flussmittel ist 
allerdings Pflicht.
Gast #5699645
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Ich nutze eine eine recht breite, meißelförmige JBC Spitze und benetze 
alle Pins bewußt mit Verbindungen untereinander. Anschließend 
Flussmittel per Stift auftragen und mit etwas Entlötlitze das 
überschüssige Lötzinn entfernen. Das funktioniert bei meinen Prototypen 
super.
#5699657
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tnsz schrieb:
> Ich nutze eine eine recht breite, meißelförmige JBC Spitze und benetze
> alle Pins bewußt mit Verbindungen untereinander. Anschließend
> Flussmittel per Stift auftragen und mit etwas Entlötlitze das
> überschüssige Lötzinn entfernen. Das funktioniert bei meinen Prototypen
> super.

Ist aber auch mehr die Brecheisen-Methode. Ist nicht immer elegant 
aufgrund des thermischen Stresses beim Entlöten.
#5699678
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Sebastian R. schrieb:
> Das funktioniert bei meinen Prototypen
>> super.
>
> Ist aber auch mehr die Brecheisen-Methode. Ist nicht immer elegant
> aufgrund des thermischen Stresses beim Entlöten.

Hinzu kommt: mit der Entlötlitze etwas dumm verrutschen und schon hat 
man verbogene Beine. Ist mir ein paar mal passiert. Seitdem sammle ich 
das überschüssige Lot auf den letzten 2 Pins der Reihe; und nur dort 
fummele ich mit der Entlötlitze herum.
OP (Firma: fritzler-avr.de) #5700034
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Die Meinung hier scheint gegen die Hohlkehle zu sein.
Also blasen wir das Experiment ab?

Bisher löte ich TQFPs ja nach der Holzfällermethode ein.
Anpunkten, mit Flussmittel einsauen und Lötkolben mit Zinn drüberziehen.
Nur ab und zu bleibt eben doch mal eine Lötbrücke irgendwo in der Mitte 
hängen und die Entlötlitze muss ran.
Da wollt ich mal gucken ob sich dort ein Verbesserungspotential ergibt.

@Marten Morten
Mir gings bei der Spitzengröße darum wieviel Zinn der halten kann.
Vllt hätte der 1,6er ja nen zu kleines Depot ums mal über 50 Pins zu 
ziehen.
Dank des Überlieferns der CHinesischen Platinenätzer hat man ja eh immer 
eine Platine über. Um damit mal mit der Hohlkele zu üben.
#5700596
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Ich hab gestern noch mal ein bisschen mit der Hohlkehle rumgespielt. 
Wichtig ist, nicht zu viel Lot in das Reservoir zu geben, sonst können 
Lotbrücken entstehen. Ich habe dann auch mal absichtlich alle Pins auf 
einer Seite eines TQFP gebrückt. Mit einem leeren Lotdepot und reichlich 
Flussmittel ließen sich die Lotbrücken im Handumdrehen wieder entfernen. 
Also ich bin nach wie vor überzeugt von dem Konzept. Aber jeder so wie 
er am besten zurecht kommt. Btw: Ich löte nur mit bleihaltigem Lot, kann 
sein dass das auch einen Unterschied macht.
Gast #5700641
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Cyblord -. schrieb:
> Reichts bei dir finanziell nicht mehr für Entlötlitze?

Man bekommt mit einer Hohlkehle halt eine gute Lötstelle. Wenn man mit 
Entlötlitze wie weiter oben beschrieben arbeitet, kann es sein das man 
zuviel Lötzinn wieder abzieht und der Meniskus am hinter dem Beinchen 
nicht stimmt.

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