Ein mir bekannter Softwareentwickler ist Anfang 2000er nach London
ausgewandert und dort hochzufrieden. Mich hat das Land in einer kurzen
Großbritannien-Reise (Wales, Edinburgh, London) sehr in den Bann gezogen
und ich könnte mir vorstellen, zumindest einige Jahre dort zu
verbringen.
Nun wird man mir natürlich entgegnen, wieso ich denn ausgerechnet jetzt,
wo der Brexit so viel Unsicherheit bringt, darüber nachdenke. Meine
Antwort ist - ja, ausgerechnet jetzt, denn später könnte es noch
unzugänglicher werden, während jetzt zumindest formal alle
Voraussetzungen gegeben sind.
Was natürlich ärgerlich ist: seit der Brexit auf der Agenda steht, ist
der Wechselkurs GBP/Euro von 1.3 auf 1.1 gefallen, was die Gehälter viel
bescheidener aussehen lässt. Auch sind die Lebenshaltungskosten in
London katastrophal hoch -- dafür aber die Abgabenlast geringer, 3000
brutto sind 2320 netto, während es in Deutschland nur 1950 wären.
Wie aussichtsreich ist es, als deutscher Softwareentwickler mit 6 Jahren
BE Bewerbungen zu schreiben und mit welchen Gehältern kann ich rechnen?
freeze schrieb:> Auch sind die Lebenshaltungskosten in London katastrophal hoch
Exakt.
Das was man in Deutschland pro Monat an Miete zahlt, zahlt man in London
zum Teil pro Woche(!).
freeze schrieb:> Was natürlich ärgerlich ist: seit der Brexit auf der Agenda steht, ist> der Wechselkurs GBP/Euro von 1.3 auf 1.1 gefallen, was die Gehälter viel> bescheidener aussehen lässt.
Na, aber auch Hauspreise und Mieten sind gesunken.
Ich kenne aber einen Chefkoch und einen Softwareentwicklerm, die die
Insel vor ein paar Jahren verlassen haben.
freeze schrieb:> 3000 brutto sind 2320 netto, während es in Deutschland nur 1950 wären
Mit 3000 gibt es dort nicht mal ein WG-Zimmer, ein Umzug lohnt wohl erst
bei 6k und wird interessant bei 10k, wenn es nicht gerade London ist, im
Bankenviertel ist man auch bei 20k noch eine arme Kirchenmaus.
freeze schrieb:> Mich hat das Land in einer kurzen Großbritannien-Reise (Wales,> Edinburgh, London) sehr in den Bann gezogen und ich könnte mir> vorstellen, zumindest einige Jahre dort zu verbringen.
Kannst du sicherlich machen, sofern du dazu bereit bist, massive
finanzielle Nachteile in Kauf zu nehmen. Dein Verdienst wird im
Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten sehr niedrig sein, was für mich
ein absolutes No-Go wäre. Und damit meine ich noch nicht einmal London,
das ist noch einmal ein Spezialfall.
Denke auch über eine private Krankenversicherung nach, denn den NHS
willst du dir nicht antun, glaube mir.
Und noch was: eine Urlaubsreise ist kein guter Indikator, um den Alltag
in einem Land fair zu beurteilen.
Ingenieur schrieb:> Denke auch über eine private Krankenversicherung nach, denn den NHS> willst du dir nicht antun, glaube mir.
Den Tipp würde ich verallgemeinern: Pass auf, dass du nicht Äpfel mit
Birnen vergleichst, wenn du dir das Netto anschaust. Krankenversicherung
ist ein Stichwort, Rentenansprüche? Kinderfreibeträge/Kindergeld?
(sofern irgendwann relevant), Arbeitslosenversicherung?
400€ mehr Netto ist schnell weg, wenn man sich selbst gegen alles
versichern will, was in Deutschland von Steuern und Sozialabgaben
gezahlt wird. Muss man natürlich nicht.
MfG, Arno
Schau dir doch mal Irland an
ist ähnlich, aber in grün und gehört weiterhin zu Europa.
Dort ist man als Europäer und Deutscher schon immer sehr willkommen
im Gegensatz zu England
und es gibt viele Firmen im Softwarebereich.
Ich würd dir raten:
Mach es!
Und wenn du nach ein paar Jahren ernüchtert bist bzgl. der
Lebenshaltungskosten, dem Gesundheits- und Sozialwesens und dem Wetter
und du wieder zurückkommst, dann berichte hier bitte ausgiebig davon.
Einigen hier würde es mal richtig gut tun aus erster Hand zu erfahren
dass das Gras anderswo auch nicht grüner ist.
Le X. schrieb:> Einigen hier würde es mal richtig gut tun aus erster Hand zu erfahren> dass das Gras anderswo auch nicht grüner ist.
Doch, in Irland ist es das. ;-)
Also, erst mal: beim momentan zu erwarteten Brexit-Szenario kann sich
ALLES schnell ändern. No risk, no fun.
Von Risk zu RISC: In Cambridge gibt es eine Menge spannender
Tech-Firmen. Hab ich mir auch angesehen, und damals sogar einen weiteren
Neustart in Fremdland erwogen (habe bereits einen hinter mir). Es wird
dort nach wie vor immer mal wieder nach Spezialisten gesucht, u.a. auch
bei ARM oder IP-Zulieferern.
In London ging es nach meinem Erachten (das war auch etwa um die
Jahrtausendwende) eher um Web-Anwendungen und Finanzsoftware. Das ist
ein weniger nachhaltiges Geschäft, als Webprogrammierer kannst du
allenfalls noch in einem runtergekommenen Randbezirk von London
überleben, oder du schaffst es noch, in der serbelnden Trading-Branche
unterzukommen, mit entsprechenden Risiken. Ich würde mal sagen, 8000
Pfund im Monat sind das absolute Maximum, und das nur, wenn Du ein
absoluter Crack bist und Dich eine Firma aktiv bewirbt/unbedingt haben
will.
Wenn Du IP-Design und Software kannst, stehen die Chancen auch nach
dem ungeregelten Brexit wohl nicht schlecht. Ansonsten würde ich mir das
gut überlegen, kann sein, dass du 12 Stunden am Tag arbeitest, um Dir in
Kensington ein Zimmerchen und Essen leisten zu können.
Na. Geh's dir doch einfach anschauen. Erst mal..
- Wie ist das Arbeitsrecht ? Probezeit, Kuendigungsfrist ?
Es gibt Laender, da genuegt am Freitag die Aussage :
Wir brauchen dich am Montag nicht mehr, resp, : ich
komme am montag nicht mehr. Bedeutet, wenn dir einer
auf der gegenueberliegenden Seite der Strasse 40Pfund
pro woche mehr bezahlt gehtst du am Montag rueber.
- Wie ist das Versicherungsrecht ? Krankenversicherung ?
Rentenversichrung ? Versicherung gegen Arbeitslosigkeit ?
Wie gehen die Einheimischen damit um ? Eine andere
Regelung muss ja nich unbedingt schlecht sein, nur
weil sie anders ist. Es gibt Laender, da bist du ueber
den Arbeitgeber krankenversichert. Wenn du krank wirst,
deshalb den Job verlierst, was geschieht dann?
Wie lange bezahlt die Arbeitslosenversicherung ?
Es gibt Laender, das gibt's das nicht und um gut
aufgestellt zu sein hast du 3 Jobs. einen am Tag (Buero,
oder Hunde spazieren gehen), einen am Abend(Burger
verkaufen, an der disco rausschmeissen), und einen am
Wochenende(Putzen, Golfbaelle sammeln). Dann ist es
weniger tragisch wenn du einen verlierst. Und der
grosse Vorteil von diesem System .. du weisst am abend,
weshalb du Muede bist.
Es gibt andere Lander, da wird dir mit 50 von der
Sozialkasse mit 50 nochmals ein Studium bezahlt.
- Wie sind die Verbesserungschancen? Innerhalb von 5
Jahren vom Tellerwaescher zum Milionaer ist doch
auch was. In 20 Jahren vom Sachbearbeiter zum key
account manager eher nicht so ganz.
Die erste Zeit kannst ja pendeln. Dh Zuhause die Wohnung
behalten, und alle Wochenende zurueck, um die Pflanzen
zu giessen. Wenn die Pflanzen dann vertrocknet sind musst
du nicht mehr zurueckkommen.
Hier ist es zwar nicht so extrem wie in den USA, aber zusammenfassend
kann man sagen: Wer kann und will, dem wird gegeben, gerade als
Hochqualifizierter.
Arno schrieb:> Krankenversicherung> ist ein Stichwort, Rentenansprüche? Kinderfreibeträge/Kindergeld?> (sofern irgendwann relevant), Arbeitslosenversicherung?>> 400€ mehr Netto ist schnell weg, wenn man sich selbst gegen alles> versichern will, was in Deutschland von Steuern und Sozialabgaben> gezahlt wird. Muss man natürlich nicht.
Ahahaha, das typisch heimatdeutsche Gelaber mit dem sich die
Mittelschicht bereitwillig auspressen lässt, bleibt mal schön drüben.
Die beiden Kritikpunkte die ich unterschreiben würde:
Ja, das Wetter ist scheiße.
Arm sein mit H4 macht in D mehr Spaß als hier.
Für den Rest solltest du mal ein paar Jahre hier leben, um deinen
Horizont zu erweitern und die Unterschiede zu Deutschland festzustellen.
Wenn du kein Vollkaskotyp bist, wirst du nicht mehr zurückwollen.
Qualifizierte Macher sind in den angelsächsischen Staaten nun mal besser
aufgehoben als in D. Da können die hiesigen Laberer hier noch soviel
Autosuggestion bei sich anwenden, um die Realität auszublenden.
Hier ein Bröckchen: Wieviel % eures Einkommens müsst ihr privat
abzwacken um eure Rentenlücke in D zu schließen, hmm?
Insulaner schrieb:> Qualifizierte Macher sind in den angelsächsischen Staaten nun mal besser> aufgehoben als in D.
"Qualifizierte Macher" leben in London häufig auf unter 20qm. Ohne die
Aussicht, je Eigentum zu besitzen.
40-jähriger Anwalt, teilt sich eine WG mit 3 Studenten und einem
verheirateten Paar völlig normal.
Da haben Leute mit Ausbildung in Deutschland einen höheren
Lebensstandard.
Ist GB nur London oder was? Als würde man D auf M reduzieren, ...
teekanne schrieb:> 40-jähriger Anwalt, teilt sich eine WG mit 3 Studenten und einem> verheirateten Paar völlig normal.
Schauermärchen und sicherlich nicht "völlig normal" und stellvertretend
für GB, vllt. für ein Szeneviertel in London, ja.
Auf so einem unterirdischen Niveau brauchen wir nicht diskutieren.
Insulaner schrieb:> Schauermärchen und sicherlich nicht "völlig normal"
Für verwöhnte Deutsche - gewiss. Für junge Akademiker in London die
einzige Realität, die sie kennen.
teekanne schrieb:> Insulaner schrieb:>> Schauermärchen und sicherlich nicht "völlig normal"> Für verwöhnte Deutsche - gewiss. Für junge Akademiker in London die> einzige Realität, die sie kennen.
Ja was jetzt? Der 40-jährige Anwalt oder der junge Akademiker? Nochmal:
GB ist nicht nur London. Troll dich einfach.
UK ist nicht nur London, aber abseits London sind die Löhne noch
magerer, die Lebensmittel gleich teuer, Mieten und Kaufen zwar billiger
als London, im Verhältnis trotzdem noch deutlich schlechter.
Ich sag mal so, der 0815 INF in München mit 70.000-100.000 brutto in
München lebt IMO deutlich besser als der 0815 INF in UK
mit 50.000 Pfund brutto ist man in vielen Regionen von UK schon am Limit
was Software Engineering angeht.
Insulaner schrieb:> Wenn du kein Vollkaskotyp bist, wirst du nicht mehr zurückwollen.> Qualifizierte Macher sind in den angelsächsischen Staaten nun mal besser> aufgehoben als in D. Da können die hiesigen Laberer hier noch soviel> Autosuggestion bei sich anwenden, um die Realität auszublenden.> Hier ein Bröckchen: Wieviel % eures Einkommens müsst ihr privat> abzwacken um eure Rentenlücke in D zu schließen, hmm?
"Vollkaskotyp" - treffend ausgedrückt.
So ist es wohl. Das britische Unternehmertum ist in den Tech-Zentren
viel unkomplizierter und innovativer als die mit eher
innovationshemmenden Regelungen und Zwangsmitgliedschaften
zuzementierten Möglichkeiten in Deutschland. Wenn man so richtig Spass
am Job hat und auch mal unruhige Zeiten durchstehen kann, ist das sicher
das Richtige an gesundem Abenteuer. Man darf einfach nicht krank werden,
oder als low-performer "unten rausfallen". Dann wird deutlich, dass
Deutschland das besser versicherte Land ist. Diese Sicherheit muss halt
von der Allgemeinheit irgendwie gestemmt werden...
Andersrum kann man in GB noch das Glück haben, als Mittelständiger sein
erworbenes Eigentum noch in 10 Jahren abbezahlt zu kriegen.
So...nun würde ich mir einfach mal eine Firma raussuchen, die passt. Und
dort mal ganz unkompliziert Human Resources anrufen. Ich habe
festgestellt, dass man da gute Chancen auf eine prompte Einladung hat,
wenn man sich gleich als hochmotivierter Anpacker präsentiert.
IT G. schrieb:> mit 50.000 Pfund brutto ist man in vielen Regionen von UK schon am Limit> was Software Engineering angeht.
Das waren vor ein paar Jahren noch 60k Euro, also mit der deutschen
Provinz vergleichbar und ganz attraktiv.
Jetzt natürlich nicht mehr.
Und auf (Süd-)Deutschland trifft es viel eher zu, dass man abseits von
teuren Großstädten gute Mittelständler finden kann. Großbritannien ist
sehr zentralisiert.
Insulaner schrieb:> Der 40-jährige Anwalt oder der junge Akademiker?
Beide. Mit "junge Akademiker" meinte ich Menschen, die noch nichts
geerbt haben. Selbst Eigentum aufbauen kann du dir in London
abschminken.
Ex-Evaluator schrieb:> So...nun würde ich mir einfach mal eine Firma raussuchen, die passt. Und> dort mal ganz unkompliziert Human Resources anrufen. Ich habe> festgestellt, dass man da gute Chancen auf eine prompte Einladung hat,> wenn man sich gleich als hochmotivierter Anpacker präsentiert.
Viel Erfolg!
Ich muss dazu sagen, dass ich als Freelancer unterwegs bin, deswegen
kann ich nur aus dieser Sicht sprechen. Wo in D das noch immer ein
Geschiss ist wegen "Remote Work", ist das in GB deutlich entspannter und
verbreiteter. Ich mache meine 9-10 Monate im Jahr und die freie Zeit
gehe ich mit meiner Frau auf Reisen, fürs Alter bleibt auch noch ne gute
Stange übrig.
teekanne schrieb:> Selbst Eigentum aufbauen kann du dir in London> abschminken.
Meine Güte, steck dir London dahin wo keine Sonne scheint, das trifft
auf M genauso zu, da kaufst dir sicher auch kein Haus als Jungakademiker
ohne Erbe.
teekanne schrieb:> Das waren vor ein paar Jahren noch 60k Euro, also mit der deutschen> Provinz vergleichbar und ganz attraktiv.> Jetzt natürlich nicht mehr
Dafür zahlt man in der deutschen Provinz ja eben nicht 1200 Euro für
eine 0815 3 Zi Whg. Und nein, das ist kein London Preis.
Essen ist auch sackteuer, ich merk es immer wenn ich mal wieder drüben
bin.
Wobei als Familie mit 3+ Kindern geht es dann halbwegs, kauft man diese
Big Packs. Nur dann latzt man an Miete ordentlich.
Warum haben denn so viele für den BREXIT gestimmt?
Weil Jobs super bezahlt sind?
Mieten billig?
Jeder sich sein Eigenheim leisten kann?
Eben nicht, vieles ist im Argen und genau das nutzten die LEAVER aus um
Stimmung zu machen.
Ex-Evaluator schrieb:> Andersrum kann man in GB noch das Glück haben, als Mittelständiger sein> erworbenes Eigentum noch in 10 Jahren abbezahlt zu kriegen.
Jo zahlst halt dein 1 Mio Pfund Haus in 10 Jahren von 50.000 brutto ab,
klar. Und wieder: Kein London Preis!
Insulaner schrieb:> Qualifizierte Macher sind in den angelsächsischen Staaten nun mal besser> aufgehoben als in D. Da können die hiesigen Laberer hier noch soviel> Autosuggestion bei sich anwenden, um die Realität auszublenden.> Hier ein Bröckchen: Wieviel % eures Einkommens müsst ihr privat> abzwacken um eure Rentenlücke in D zu schließen, hmm?
Bei solchen Aussagen muss ich immer grinsen, noch da zu wenn sie von
(angeblich) außerhalb Deutschlands lebenden in einem deutschen Forum
gemacht werden.
Wenn du Macher wärst, würdest du dich nicht in einem deutschen Forum
herumdrücken, sondern in UK dein Ding machen. Du würdest nicht den
Drange haben uns Daheimgebliebenen ein paar Beleidigungen zu verpassen
und nach Gelegenheiten dazu suchen.
Also, warum hast du dich nicht mental von Deutschland gelöst sonder
hängst hier rum?
Ex-Evaluator schrieb:> So ist es wohl. Das britische Unternehmertum ist in den Tech-Zentren> viel unkomplizierter und innovativer als die mit eher> innovationshemmenden Regelungen und Zwangsmitgliedschaften> zuzementierten Möglichkeiten in Deutschland.
Welche Zwangsmitgliedschaften und innovationshemmenden Regelungen hat
man denn als Softwareentwickler in Deutschland?
> Andersrum kann man in GB noch das Glück haben, als Mittelständiger sein> erworbenes Eigentum noch in 10 Jahren abbezahlt zu kriegen.
Für den Großraum London gilt das eher nicht.
Und: man sollte sich aber auch mal anschauen, was man da so erwirbt.
Irgendwie scheint man dort noch nicht mitgekriegt zu haben, dass die
Installationstechnik nicht auf dem Stand von 1950 stehengeblieben ist.
Das ist bei weitem nicht der Standard, den man hier vorfindet.
Und wie angesprochen: das Wetter - man lebt ja nicht nur, um zu
arbeiten.
> So...nun würde ich mir einfach mal eine Firma raussuchen, die passt. Und> dort mal ganz unkompliziert Human Resources anrufen. Ich habe> festgestellt, dass man da gute Chancen auf eine prompte Einladung hat,> wenn man sich gleich als hochmotivierter Anpacker präsentiert.
Ja, einfach mal initiativ bewerben.
Und wie schon andere schrieben: Urlaubseindrücke haben sehr wenig mit
dem Alltag zu tun.
Insulaner schrieb:> Hier ist es zwar nicht so extrem wie in den USA, aber> zusammenfassend> kann man sagen: Wer kann und will, dem wird gegeben, gerade als> Hochqualifizierter.
Und wer nicht (mehr) kann oder will, geht vor die Hunde. Kann man
zusammenfassend sagen.
> Arno schrieb:>> Krankenversicherung>> ist ein Stichwort, Rentenansprüche? Kinderfreibeträge/Kindergeld?>> (sofern irgendwann relevant), Arbeitslosenversicherung?>>>> 400€ mehr Netto ist schnell weg, wenn man sich selbst gegen alles>> versichern will, was in Deutschland von Steuern und Sozialabgaben>> gezahlt wird. Muss man natürlich nicht.>> Ahahaha, das typisch heimatdeutsche Gelaber mit dem sich die> Mittelschicht bereitwillig auspressen lässt, bleibt mal schön drüben.
Ich bleibe gern hier, aber ich lasse dich und den TE auch gern ziehen.
Wer meinen ganzen Beitrag gelesen hätte, hätte das auch schon erkannt,
zum Beispiel an dem Satz "Muss man natürlich nicht".
Ich bitte allerdings darum, dass du nicht im Alter (oder bei Krankheit)
zurück kommst und hier die Sozialkassen belastest. Das Recht hättest du,
aber ich fände es asozial.
MfG, Arno
teekanne schrieb:> Unter den größten britischen Unternehmen befindet sich übrigens kein> einziges aus dem Bereich IT & Maschinenbau. Es sei denn, man hält> Vodafone dafür.
Ja, die haben sich ja auch unter Margaret Thatcher ziemlich
deindustrialisiert. Mit allen Vor- und Nachteilen, die sich daraus nun
mal ergeben.
Meine Meinung:
Eine Zeitlang auf den britischen Inseln leben - ja, warum nicht. Ist
bestimmt eine interessante Erfahrung.
Für immer dort leben? Eher nicht:
-schlechteres Wetter
-die britische Küche ist auch nicht so wirklich berühmt
-der Industriesektor ist viel schwächer als der in Deutschland
-und dann die komischen Dialekte dort - ich sag nur: I'm 'avin a bevvy
;-)
https://www.youtube.com/watch?v=5eALDOPFZLg
teekanne schrieb:> Mark B. schrieb:>> Deindustrialisierung>> Mit allen Vor- und Nachteilen, die sich daraus nun>> mal ergeben.>> Es gab Vorteile?
Naja die Immobilienbranche und die Finanzbranche ist dort schon sehr
stark. Siehe London als Finanzplatz, und die ganzen kapitalverwaltenden
Firmen.
Mark B. schrieb:> Naja die Immobilienbranche und die Finanzbranche ist dort schon sehr> stark.
Eine "starke" Immobilienbranche bedeutet für den gemeinen Einwohner
letztlich nur, dass er einen Großteil seines Lohnes für ein Dach über
dem Kopf aufzuwenden hat. Dieses Geld fehlt an im Rest der Wirtschaft.
Arbeitsplätze im Bankensektor sind gut, sind aber nicht dank der
De-Industrialisierung entstanden, sondern wegen Standortvorteilen
Großbritanniens.
Name H. schrieb:>> -die britische Küche ist auch nicht so wirklich berühmt>> Nun, dafuer geht man fuer ein paar Pfennige zum Inder oder zum Chinesen.
Ab und zu: Gerne.
Jeden Tag? :-(
Chris D. schrieb:> Welche Zwangsmitgliedschaften und innovationshemmenden Regelungen hat> man denn als Softwareentwickler in Deutschland?
Ok, Punkt für Dich. Sobald du aber bisschen fachübergreifend arbeitest
und Hardware anbietest, geht der Spass los und die IHK schreibt dich an.
In GB ist ein Eintrag ins Handelsregister (und die Anmeldung einer Ltd.)
immer noch viel unkomplizierter.
Und ein bescheuertes Abmahnwesen wie in D kannst du da auch suchen, dito
die entsprechende Neidkultur.
Chris D. schrieb:> Für den Großraum London gilt das eher nicht.
Genau dazu habe ich ein Beispiel. Das Haus eines Bekannten hat dort zwar
seinen Wert in 15 Jahren verdreifacht, aber liegt mit 250k£ noch im
Rahmen. Ist halt Randbezirk.
Ex-Evaluator schrieb:> In GB ist ein Eintrag ins Handelsregister (und die Anmeldung einer Ltd.)> immer noch viel unkomplizierter.
Wem die paar Behördengänge schon "kompliziert" oder wie eine Zumutung
erscheinen, ist vielleicht nicht so fürs Unternehmertum geeignet.
Le X. schrieb:> Einigen hier würde es mal richtig gut tun aus erster Hand zu erfahren> dass das Gras anderswo auch nicht grüner ist.
Ich weiß das schon lange, es ist sogar anders herum: das Gras hier ist
viel saftiger und grüner, jedenfalls für mich!
teekanne schrieb:> Ex-Evaluator schrieb:>> In GB ist ein Eintrag ins Handelsregister (und die Anmeldung einer Ltd.)>> immer noch viel unkomplizierter.>> Wem die paar Behördengänge schon "kompliziert" oder wie eine Zumutung> erscheinen, ist vielleicht nicht so fürs Unternehmertum geeignet.
Wer die deutschen Zustände in Sachen Steuern, Abgaben, Behörden, Recht,
Vorschriften etc. als normal und in Ordnung etc. betrachtet, hat die
Kontrolle über sein Denkvermögen verloren und disqualifiziert sich
selbst.
Ich habe genug Inneneinsichten bei Selbstständigen und Betrieben dass
ich sagen kann, ich würde mich in D unter fast keinen Umständen
selbstständig machen. Und wenn dann als Einzelunternehmer ohne
Angestellte.
ich bins schrieb:> Wer die deutschen Zustände in Sachen Steuern, Abgaben, Behörden, Recht,> Vorschriften etc. als normal und in Ordnung etc. betrachtet
Ich weiß genau, dass die sog. "deutschen Zustände" nicht normal und in
Ordnung, sondern eine historische und geographische Ausnahmeerscheinung
sind, über die man außerordentlich glücklich sein kann.
teekanne schrieb im Beitrag #5737503:
> Das artet jetzt aber alles in Stammtisch aus und hat nichts mehr mit den> Perspektiven eines Softwareentwicklers in Großbritannien zu tun.
Ja, leider schläft die Moderation mal wieder tief und fest, obwohl es
hellichter Tag und unter der Woche ist. Gemeldet ist alles längt schon.
Mark B. schrieb:> Ja, leider schläft die Moderation mal wieder tief und fest
Nein, die Moderation ist wohl zum Teil schon im sonnigen Wochenende.
> obwohl es> hellichter Tag und unter der Woche ist.
Eben, eben. Bei dem schönen Wetter sitzt man nur ungern den ganzen Tag
über im Büro/Bildschirm.
Auch die Moderation muss ab und zu Maschinen in Betrieb nehmen - das
macht sie bevorzugt, wenn die Sonne bei geöffneten Hallentoren Licht und
Wärme spendet.
Also: bitte beim Thema bleiben. Danke!
P.S.: hier auf dem Balkon sind es eben 20°C gewesen. Man konnte schon
draußen zu Mittag essen :-)
teekanne schrieb:> Ich weiß genau, dass die sog. "deutschen Zustände" nicht normal und in> Ordnung, sondern eine historische und geographische Ausnahmeerscheinung> sind, über die man außerordentlich glücklich sein kann.
Könnte man, wenn Grosskonzerne die soziale Verantwortung wie in den
80ern übernehmen würden, anstatt die 'Arbeiterklasse' per Auslagerung/
Beschäftigung via Subunternehmen langfristig wegzurationalisieren. Die
Briten mögen da von Anfang an eine etwas hemdsärmligere Strategie
gefahren haben (mindestens seit Thatcher die Gewerkschaften ausgelöscht
hat). Nicht 'sozial', aber wenigsten ehrlich.
So hat aber heutzutage ein deutscher Grosskonzern gegenüber dem noch so
innovativen Einzelkämpfer den absoluten Heimvorteil, letzterer sagt
entweder "illegal, scheissegal", hat schon genug Geld in der
Kriegskasse, oder zieht um.
Insofern ist das Mass der "Wirtschaftsfreundlichkeit" wie oben etwas
fragwürdig.
Die Briten haben zumindest um Cambridge herum einen riesigen Pool von
innovativen Kleinbuden, die in Bayern oder BaWue wegen einer
Grossportion Behördenschimmel gar nicht existieren könnten.
Ansonsten würde ich sagen: Rente auch egal, wir wissen eh nicht was
kommt, die Sicherheit aus den 80ern ist auch nicht mehr existent. Carpe
Diem...
Vielleicht sind es auch gerade die Briten, die nach dem Brexit die
soziale Marktwirtschaft wiederentdecken, während in Deutschland die
Grosskonzerne am eigenen Wasserkopf kollabieren und die Politik den Mut
nicht aufbringt, dem Volk zu erklären, dass eine soziale Marktwirtschaft
nichts mit schiefgelaufenen Sozialismus zu tun hat.
Ex-Evaluator schrieb:> Die Briten haben zumindest um Cambridge herum einen riesigen Pool von> innovativen Kleinbuden, die in Bayern oder BaWue wegen einer> Grossportion Behördenschimmel gar nicht existieren könnten.
Dafür sind die ja auch in Rheinland-Pfalz :-)
Selbstverständlich kann man sich hier in DE softwaretechnisch genau so
niederlassen wie in GB.
Dasselbe gilt auch für das produzierende Kleingewerbe (wie uns).
Ich kenne in meinem Netzwerk (Informatik, Elektronik/Elektrotechnik,
Metallverarbeitung, Chemie) kein kleines Unternehmen (sagen wir bis
fünf Mann), das nicht sein gutes Auskommen hätte. Und ich kenne diese
Leute schon viele Jahre. Die haben auch alle 2008-2010 ohne größere
Probleme überstanden und die Auftragsbücher übervoll.
Und natürlich kann man in DE ruckzuck eine GmbH gründen. Die langen
Wartezeiten sind seit der GmbH-Reform (übrigens als Antwort auf die
Ltd.-Flut damals) vorbei. Wenn ich das möchte, habe ich noch am morgigen
Samstag einen Notar-Termin und kann am Montag anfangen.
Noch einfacher ist ein einfaches Gewerbe. Kostet hier "auf'm Amt" €15
und 10 Minuten und beschränkt sich auf das Abgeben eines Wisches.
Man soll also bitte nicht so tun, als wäre DE für Unternehmer der
Horror.
Das ist vollkommener Unsinn.
Das kommt fast immer nur von Leuten, die noch nie selbst hier gegründet
haben.
Also, freeze: ich würd's machen. Aber nicht, um viel Geld zu verdienen,
sondern um die Erfahrung zu machen. Du hast ja einen deutschen Pass,
kannst also problemlos zurück. Und als Softwaremensch bist Du eh wenig
ortsgebunden. Ich würde das sowieso nutzen und immer wieder mal ein paar
Monate Ausland einstreuen (wenn es das persönliche Umfeld erlaubt), so
wie Mark das neulich mal angefragt hatte.
Das Risiko ist doch sehr überschaubar. Wenn in GB alles zusammenbricht,
machst Du die Fliege, ansonsten eben nicht und geniesst den Aufenthalt
dort :-)
P.S.: Was ich hier allerdings gar nicht vermisse sind Zwangsmaßnahmen
(Knast) a la GB, wenn man sein Verschlüsselungspasswort bspw. für die
Firmendaten nicht den Behörden preisgeben möchte.
Name H. schrieb:> Zwangsmaßnahmen ..>> Denen kann man ja einfach entgehen. Rueck das Passwort raus. :-)
Und wenn man das leider "vergessen" hat? Sitzt man im Knast bis man alt
und grau ist.
A. K. schrieb:> Riecht hier mittlerweile nach den gammeligen Socken einiger alter> Bekannter, mit neuem Namensschild.
Das kommt mir ebenfalls sehr bekannt vor. Seltsam, dass noch keine
Bettler erwähnt wurden, von denen es in Deutschland angeblich nur so
wimmelt.
Chris D. schrieb:> Mark B. schrieb:>> Ja, leider schläft die Moderation mal wieder tief und fest>> Nein, die Moderation ist wohl zum Teil schon im sonnigen Wochenende.
Ich weiß nicht woher dieses Missverständnis kommt, dass für ein
Internet-Forum dieselben Öffnungszeiten gelten wie für ein Büro. Dem ist
nicht so.
Mark B. schrieb:> Ich weiß nicht woher dieses Missverständnis kommt, dass für ein> Internet-Forum dieselben Öffnungszeiten gelten wie für ein Büro. Dem ist> nicht so.
Ja und?
Deswegen werden wir - ehrenamtlich tätigen - Moderatoren trotzdem ins
Wochenende zu Frau, Familie und Freizeit gehen und nur bei Gelegenheit
vielleicht mal hier reinschauen.
Es gibt doch tatsächlich noch ein Leben außerhalb des Forums :-)
freeze schrieb:> Wie aussichtsreich ist es, als deutscher Softwareentwickler mit 6 Jahren> BE Bewerbungen zu schreiben und mit welchen Gehältern kann ich rechnen?
?????
Gibt`s in D-land überhaupt noch Bio-Deutsche die SW-Entwicklung machen?
Gehälter?
Denke du wirst als "Kraut" genausoviel verdienen wie die Weissrussen bei
uns (D-land) bekommen.
Chris D. schrieb:> Ich kenne in meinem Netzwerk (Informatik, Elektronik/Elektrotechnik,> Metallverarbeitung, Chemie) kein kleines Unternehmen (sagen wir bis> fünf Mann), das nicht sein gutes Auskommen hätte.
Besonders bei Chemie müssen das aber wohl sehr spezielle Unternehmen
sein. Normalerweise ist der vorgeschriebene Overhead durch
Kleinunternehmen nicht zu schultern.
> Noch einfacher ist ein einfaches Gewerbe. Kostet hier "auf'm Amt" €15> und 10 Minuten und beschränkt sich auf das Abgeben eines Wisches.
Worauf man noch Post von Finanzamt und IHK bekommt...
Also ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Und erkundige Dich mal bei den Chemie-Kollegen über die Unterschiede
Deutschland-Schweiz.
Chris D. schrieb:> Es gibt doch tatsächlich noch ein Leben außerhalb des Forums :-)
Danke für den Hinweis. Am Wochenende werde ich es mal suchen gehen.
Chris D. schrieb:> Ja und?>> Deswegen werden wir - ehrenamtlich tätigen - Moderatoren trotzdem ins> Wochenende zu Frau, Familie und Freizeit gehen und nur bei Gelegenheit> vielleicht mal hier reinschauen.
Es ist doch denke ich recht logisch, dass Folgendes gilt:
Für einen einzelnen Moderator ist es in Ordnung zu sagen, "ich gehe
jetzt ins Wochenende und moderiere erst ab Montag wieder." Für die
Gesamtheit aller Moderatoren kann diese Freiheit aber nicht gelten, also
nicht für jeden zum gleichen Zeitpunkt. Trolle und Nazi-Spammer kennen
kein freies Wochenende, also können logischerweise auch nicht alle
Moderatoren am Wochenende und an Feiertagen frei haben.
> Es gibt doch tatsächlich noch ein Leben außerhalb des Forums :-)
In der Tat, das gibt es :-)
freeze schrieb:> Wie aussichtsreich ist es, als deutscher Softwareentwickler> mit 6 Jahren BE Bewerbungen zu schreiben und mit welchen Gehältern> kann ich rechnen?
Klar hast Du Chancen, aber aufgrund des Brexits würde ich das zur Zeit
eher nicht machen.
Zumindest solange, bis das ganze über die Bühne gegangen ist und du
halbwegs Planungssicherheit hast, was Arbeitsrecht angeht.
Bei Stellenangeboten ist immer eine Gehaltsspanne angegeben, von daher
kannst Du Dir einen guten Überblick verschaffen.
freeze schrieb:> Mich hat das Land in einer kurzen> Großbritannien-Reise (Wales, Edinburgh, London)> sehr in den Bann gezogen> und ich könnte mir vorstellen, zumindest einige Jahre dort zu> verbringen.
Also das Essen scheint dich nicht abzuschrecken :-)
Edinburgh ist schön, London wäre mir zu groß und deutlich zu teuer.
Mark B. schrieb:> Das was man in Deutschland pro Monat an Miete zahlt, zahlt man in London> zum Teil pro Woche(!).
In UK werden die Mieten eh pro Woche angegeben!
Interessanter Thread hier.
Das der TO sich kein einziges Mal gemeldet hat, ändert nichts daran.
Seine Sorgen um Wechselkurs und Bewerbungschancen lassen eh noch nicht
auf konkrete Absichten schließen. Zumal BE als einziger Hinweis auf die
Qualitäten eh Mau ist.
Mark B. schrieb:> Für die> Gesamtheit aller Moderatoren kann diese Freiheit aber nicht gelten, also> nicht für jeden zum gleichen Zeitpunkt.
Die Leute machen das freiwillig und ohne Bezahlung. Natürlich lässt sich
da niemand vorschreiben, wann er hier präsent zu sein hat.
Und es ist in einem deutschsprachigen Forum naturgemäß so, dass die
Leute schlafen, wenn hier Nacht ist und sie am WE besseres zu tun haben,
als hier rund um die Uhr abzuhängen - gerade bei diesem Wetter.
> Trolle und Nazi-Spammer kennen> kein freies Wochenende, also können logischerweise auch nicht alle> Moderatoren am Wochenende und an Feiertagen frei haben.
Doch, können sie. Es gibt keine Vorschriften, wer hier wann Beiträge zu
sichten hat. Ohne Bezahlung macht das auch niemand. Nicht umsonst gibt
es im Berufsleben schon bei sonst bezahlter Arbeit nachts und am WE
entsprechende Aufschläge.
Und: es ist ja nicht so, als würde man hier gar nicht reinschauen - aber
am WE eben deutlich weniger.
Da muss man dann schon mal etwas warten können, bis ein Beitrag gelöscht
wird.
Chris D. schrieb:> Die Leute machen das freiwillig und ohne Bezahlung. Natürlich lässt sich> da niemand vorschreiben, wann er hier präsent zu sein hat.>> Und es ist in einem deutschsprachigen Forum naturgemäß so, dass die> Leute schlafen, wenn hier Nacht ist und sie am WE besseres zu tun haben,> als hier rund um die Uhr abzuhängen - gerade bei diesem Wetter.>>> Trolle und Nazi-Spammer kennen>> kein freies Wochenende, also können logischerweise auch nicht alle>> Moderatoren am Wochenende und an Feiertagen frei haben.>> Doch, können sie. Es gibt keine Vorschriften, wer hier wann Beiträge zu> sichten hat. Ohne Bezahlung macht das auch niemand. Nicht umsonst gibt> es im Berufsleben schon bei sonst bezahlter Arbeit nachts und am WE> entsprechende Aufschläge.>> Und: es ist ja nicht so, als würde man hier gar nicht reinschauen - aber> am WE eben deutlich weniger.>> Da muss man dann schon mal etwas warten können, bis ein Beitrag gelöscht> wird.
Ich sehe halt, dass das in anderen Foren (meist US-basiert)
funktioniert. Möglich ist es also.
Das Argument mit dem ehrenamtlich verstehe ich auch nicht so recht,
ehrlich gesagt. Es gibt Tausende Menschen, die abends und am Wochenende
ehrenamtlich in einem Sportverein unterrichten. Die kommen auch nicht
auf die Idee zu sagen: "Am Wochenende hab ich frei", und die bezahlt
auch keiner.
Rick M. schrieb:> Mark B. schrieb:>> Das was man in Deutschland pro Monat an Miete zahlt, zahlt man in London>> zum Teil pro Woche(!).>> In UK werden die Mieten eh pro Woche angegeben!
Ja, das ist mir bei meinem letzten Besuch in London aufgefallen. :-)
Die Relation: eine Monatsmiete in Deutschland = eine Wochenmiete in
London kommt aber ungefähr hin. Das fand ich schon recht erschreckend.
Also London besuchen: Klar, gerne.
Dort dauerhaft leben: Allenfalls mit einem sehr gut bezahlten Job.
Mark B. schrieb:> Ich sehe halt, dass das in anderen Foren (meist US-basiert)> funktioniert. Möglich ist es also.
Die haben vermutlich auch kein Schreibrecht ohne Anmeldung.
Dadurch sinkt die Anzahl der Trolle/Nazis natürlich erheblich.
> Das Argument mit dem ehrenamtlich verstehe ich auch nicht so recht,> ehrlich gesagt. Es gibt Tausende Menschen, die abends und am Wochenende> ehrenamtlich in einem Sportverein unterrichten. Die kommen auch nicht> auf die Idee zu sagen: "Am Wochenende hab ich frei", und die bezahlt> auch keiner.
Auch dort sind ehrenamtliche am Wochenende rar. Und es ist eben schon
ein Unterschied, ob man mit realen, dankbaren Menschen zu tun hat oder
mit ein paar Spinnern, die Spaß daran haben und es offenbar als
erfüllendes Leben betrachten, Foren vollzumüllen.
Natürlich hat mein Engagement bei der Tafel eine ganz andere Motivation.
Weil da dann auch menschlich richtig viel zurückkommt.
Aber das ist hier alles ziemlich OT, daher war es das hier an dieser
Stelle für mich.
Außerdem ist fantastisches Wetter und wir haben gleich unser
diesjähriges "Anradeln" mit dem Tandem an der Mosel :-)
Chris D. schrieb:> Außerdem ist fantastisches Wetter und wir haben gleich unser> diesjähriges "Anradeln" mit dem Tandem an der Mosel :-)
Viel Spaß Euch :-)
A. S. schrieb:> Das der TO sich kein einziges Mal gemeldet hat, ändert nichts daran.
Ich verfolge den Thread schon aufmerksam, fand nur noch nicht die Zeit,
auf die unerwartet vielen Beiträge zu antworten.
Du hast aber insofern Recht, dass ich ohne konkrete Bewerbungen und
Gehaltsvorschläge eher im luftleeren Raum fantasiere. Bislang habe ich
mir eher Mietobjekte und -preise angeschaut, um zu verstehen, ab wie
viel Gehalt das Leben in UK überhaupt Spaß machen könnte.
Ich glaube der Brexit wird sich umfassend negativ auf GB auswirken.
Ich halte es eher für realistisch das GB in ein, zwei oder drei Jahren
alles tut um einige wenige Fachkräfte ins Land zu locken (oder wieder in
die EU zu dürfen).
Außer London ist auf der Insel sowieso nichts zu holen. Dazu haben die
auch noch nciht realisiert das sie keine Kolonialmacht mehr sind(womit
nichts mehr ausgepresst werden kann), sondern einfach nur eine Insel mit
66 Mio. Einwohner.
Da fehlt es bald an allem. Außer vielleicht an Chinesen die sich ähnlich
günstig einkaufen wie bei den Griechen. Das Potential für die nötige
Blödheit scheint ja gegeben.
au revoir
Klaus I. schrieb:>> Noch einfacher ist ein einfaches Gewerbe. Kostet hier "auf'm Amt" €15>> und 10 Minuten und beschränkt sich auf das Abgeben eines Wisches.>> Worauf man noch Post von Finanzamt und IHK bekommt...
Finanzamt ist die übliche Steuererklärung. IHK kommt jedes Jahr die
Rechnung für den Beitrag, der aber im 2stelligen Euro-Bereich ist und
bei wenig bis keinem Gewinn auch ganz entfällt/erstattet wird. Mehr
nicht.
Also ich find das für eine Selbstständigkeit (okay, im Nebenerwerb) sehr
überschaubar.
Reinhard S. schrieb:> Klaus I. schrieb:>>> Noch einfacher ist ein einfaches Gewerbe. Kostet hier "auf'm Amt" €15>>> und 10 Minuten und beschränkt sich auf das Abgeben eines Wisches.>>>> Worauf man noch Post von Finanzamt und IHK bekommt...>> Finanzamt ist die übliche Steuererklärung. IHK kommt jedes Jahr die> Rechnung für den Beitrag, der aber im 2stelligen Euro-Bereich ist und> bei wenig bis keinem Gewinn auch ganz entfällt/erstattet wird.
So einfach wäre schön, aber da bleibt es ja nicht. Das Finanzamt möchte
auch noch die Umsatzsteuer und gerade im Nebenerwerb muss man auch an
die Krankenkasse denken. Und und und...
Ich kenne ein paar Selbständige, Kleingewerbetreibende, Spin-Offs,
Startups etc. und habe davor höchstem Respekt - gerade weil ich auch
einige der vielen bürokratischen Hürden dadurch kennengelernt habe. Und
da ist sicher kein Wisch vom Amt für 15 Eur damit gemeint.
Insulaner schrieb:> Ich muss dazu sagen, dass ich als Freelancer unterwegs bin, deswegen> kann ich nur aus dieser Sicht sprechen.> Ich mache meine 9-10 Monate im Jahr und die freie Zeit> gehe ich mit meiner Frau auf Reisen, fürs Alter bleibt auch noch ne gute> Stange übrig.
Wieviel verdient man in GB als SW-Entwickler / Freelancer?
Gibt es so etwas wie GULP?
Wohnkosten?
freeze schrieb:> Was natürlich ärgerlich ist: seit der Brexit auf der Agenda steht, ist> der Wechselkurs GBP/Euro von 1.3 auf 1.1 gefallen, was die Gehälter viel> bescheidener aussehen lässt.
Das kann dir herzlich egal sein, wenn du dein Geld dort ausgibts. Du
wirst sicher wissen, was die Wohnungen im Raum London kosten und das
Gehalt ist dort ungleich höher, sodass immer noch mehr über bleibt, als
hier.
Wenn das nicht, so ist, dann hast dzu zu wenig Gehalt und solltest es
lassen.
Londonnerer schrieb:> Du wirst sicher wissen, was die Wohnungen im Raum London kosten und das> Gehalt ist dort ungleich höher, sodass immer noch mehr über bleibt, als> hier.
Dass bezweifle ich. Bei einem Normalo-Job wie Software-Entwickler bleibt
weniger übrig als hierzulande - wenn denn überhaupt irgendwas übrig
bleibt.
Die Lebensqualität ist auf der Insel im Vergleich schlechter, das Wetter
ebenso, der Brexit gibt einem den Rest. Ich kann gar nicht
nachvollziehen, warum man dort für mehrere Jahre hinziehen und arbeiten
wollte. Ist mir wirklich schleierhaft, und ich war schon mehrmals dort;
weiß also, wovon ich rede.
> Ist mir wirklich schleierhaft, und ich war schon mehrmals dort;
weiß also, wovon ich rede.
jetzt muss sich Deutschland auch auf 60 Millionen Refugees aus UK
vorbereiten?
> Man soll also bitte nicht so tun, als wäre DE für Unternehmer der> Horror.> Das ist vollkommener Unsinn.
Das Problem in Deutschland ist nicht das Gründen, sondern falls etwas
schief geht. Wenn etwas schief geht (wie bei mir - Erpressung durch
Zulieferer, schlechte Bestücker (Kurzschlüsse unter BGAs und ähnlichen),
Termindruck) kann man sich sicher sein dass der Staat der Letzte ist der
kommt und nochmal zuschlägt und auch fordert das man kostenlos für ihn
arbeitet und ihm das Geld nachwirft.
Von Deutschland kann ausländischen Fachkräften (oder überhaupt
Fachkräften die sich mit den Gesetzen nicht gut auskennen) nur abraten.
Die Rechts-Unsicherheit für zugezogene die Geld verdienen ist ein großes
Problem (keine ausländischen Fachkräfte kennen sich mit den deutschen
Gesetzen aus, davon kann man ja auch nicht ausgehen).
Elektronik ist ohnehin international, besser man sucht sich ein Land
welches bessere Spielregeln bietet.
Chris D. ist bzw. war bis jetzt wohl nur Unternehmer in Deutschland, bei
dem alles wie im Lehrbuch verlief (sprich er wohl nicht die Abgründe des
Staates kennengelernt hat). Das mag so auch gut sein, es gibt jedoch
auch andere wie mich wo die Dinge einfach holpriger verlaufen.
Der deutsche Staat müsste einfach Situationen berücksichtigen die nicht
so optimal verlaufen und anstatt abzustrafen eher ein Auge zudrücken,
dann gäbe es meine Kritik am deutschen Staat nicht - das sieht das
Gesetz in Deutschland aber nicht vor.
Als Angestellter bekommt man von alledem ja nichts mit.
So schreibe bei dem Beitrag auch nur 1x und werde mich da jetzt auch wie
beim anderen Beitrag zurückhalten. Viele Grüße aus Asien.
Habe mir einige Wohnungsangebote in London angesehen und bin überrascht,
dass die Mieten gar nicht so hoch sind.
Abgabenlast: Brutto-Netto-Rechner wäre interessant.
Jo S. schrieb:> Habe mir einige Wohnungsangebote in London angesehen und bin überrascht,> dass die Mieten gar nicht so hoch sind.
Du hast leider übersehen, dass die Mieten in GB pro Woche angegeben
werden. ;)
Jo S. schrieb:> Abgabenlast: Brutto-Netto-Rechner wäre interessant.
Im ersten Post schreibt der TO das 2320€ von 3000€ übrig bleiben.
Demnach nicht ganz 23% Abgabe. Ich weiß natürlich nicht ob das richtig
ist und ob berücksichtigt wird das noch KV & Co weg muss um einen
einigermaßen fairen Vergleich zum deutschen Netto zu haben.
Denon schrieb:> nd ob berücksichtigt wird das noch KV & Co weg muss um einen> einigermaßen fairen Vergleich zum deutschen Netto zu haben
Nein, KV wird in Großbritannien vom steuerfinanzierten NHS abgedeckt.
Das allerdings chronisch unterfinanziert ist, wie ich paar Mal gehört
habe. Nicht von Briten selbst, die sind gewöhnlich stolz auf ihr System.
Ingenieur schrieb:> Du hast leider übersehen, dass die Mieten in GB pro Woche angegeben> werden. ;)
Nein, das habe ich nicht übersehen, das ist mir bekannt. ;)
Jo S. schrieb:> Ingenieur schrieb:> Du hast leider übersehen, dass die Mieten in GB pro Woche angegeben> werden. ;)>> Nein, das habe ich nicht übersehen, das ist mir bekannt. ;)
Dann dürfte dir aber auch aufgefallen sein, dass die Mieten ein
Mehrfaches von in Deutschland üblichen Summen ausmachen. Weniger
verdienen und dafür höhere Lebenshaltungskosten ist in GB die Devise. Da
bleibe ich doch lieber hier.
Naja. In England kommt das tolle Gefuehl dazu im grossen Empire leben zu
duerfen. Resp was davon uebrig ist nachdem die (fast kostenlosen)
Putzkraefte gegangen sind. Das ergibt dann zusaetzlich das ebenso tolle
Gefuehl, es viel besser zu haben wie in den (frueher einmal) zeitlosen
und grandiosen Staedten wie Neapel oder Rom.
Zusammen sind das Erfahrungen, von denen man noch den Enkeln erzaehlen
kann.
Ingenieur schrieb:> Weniger> verdienen und dafür höhere Lebenshaltungskosten ist in GB die Devise.
Ich glaube, dass das Netto in UK schon sehr vergleichbar war, zumindest
vor dem Verfall des GBP.
50k GBP im Jahr klingt nach wenig, sind aber 3100 Pfund Netto im Monat,
was einmal fast 4000 Euro waren -- entspricht 75k Euro in Deutschland.
freeze schrieb:> Ein mir bekannter Softwareentwickler ist Anfang 2000er nach London> ausgewandert und dort hochzufrieden.
Frag ihn!
Es gibt noch 2 andere Expats in Kleinbritannien, die manchmal im Forum
erscheinen. Mußte halt suchen und kontaktieren.
Das allgemeine Geschwätz hier ist nicht nur nutzlos, sondern sogar
schädlich. ;)
Viel Glück!
Jo S.
Nun, als Nettozahler in der EU wird GB ohne die EU durchstarten. Dann
fliegen die Kosten verursachenden EU Pfeifen raus. Und dann geht es ganz
steil nach oben, die ueberschuessige Kohle geht dann zB in die
Infrastruktur, wo noch etwas Nachholbedarf da ist.
Was auch immer sie machen, sie machen es gut, sonst waeren sie ja nicht
Nettozahler.
Insulaner schrieb:> Aber man muss ja nicht in London wohnen
Wieso zieht es dann junge Akademiker aus ganz Großbritannien dorthin,
obwohl sie wissen, dort auf 20 qm leben zu müssen? Ich glaube schon,
dass die Jobaussichten in der Provinz eher mau sind.
freeze schrieb:> Insulaner schrieb:>> Aber man muss ja nicht in London wohnen>> Wieso zieht es dann junge Akademiker aus ganz Großbritannien dorthin,> obwohl sie wissen, dort auf 20 qm leben zu müssen? Ich glaube schon,> dass die Jobaussichten in der Provinz eher mau sind.
Ist in Deutschland nicht anders, in Stuttgart findet man eher einen
"gut" bezahlten Job, dafür sind die Mieten sehr hoch.
Am Arsch der Welt, lebt es sich viel günstiger, Jobs sind da eher rar
und die Bezahlung deutlich schlechter.
Bevor es keine halbwegs sichere Regelungen gibt, wie man mit nicht
UK-Mitarbeitern oder nicht UK-Freelancern nach dem Brexit umgeht, würde
ich mich maximal nur umschauen.
Rick M. schrieb:> Ist in Deutschland nicht anders
Nun, Deutschland ist doch schon weniger zentralisiert. Großbritannien
ist in der 1. Welt eine Ausnahmeerscheinung dahingehend, wie stark die
Unterschiede zwischen London und dem Rest des Landes sind.
David S. schrieb:> Rick M. schrieb:>> Ist in Deutschland nicht anders>> Nun, Deutschland ist doch schon weniger zentralisiert. Großbritannien> ist in der 1. Welt eine Ausnahmeerscheinung dahingehend, wie stark die> Unterschiede zwischen London und dem Rest des Landes sind.
Manche sagen, mit Paris und Frankreich verhielte es sich ähnlich.
adam schrieb:> in Polen zu wohnen und mit dem Flieger nach> London zu pendeln
Das ist doch die Hölle, wer hält sowas länger als eine Arbeitswoche
durch?
teekanne schrieb:> adam schrieb:>> in Polen zu wohnen und mit dem Flieger nach>> London zu pendeln>> Das ist doch die Hölle, wer hält sowas länger als eine Arbeitswoche> durch?
Nur die besten der besten.
Alle anderen sitzen Nachmittags im Graten und grillen.
Schwäzzzer schrieb:> Was auch immer sie machen, sie machen es gut, sonst waeren sie ja nicht> Nettozahler.
nach der Logik machen "wir" es aber viiiel besser, denn wir sind die
erheblich grösseren Nettozahler...
Hallo
"
https://www.numbeo.com/cost-of-living/compare_cities.jsp?country1=Germany&country2=United+Kingdom&city1=Munich&city2=London
Aber man muss ja nicht in London wohnen
https://www.numbeo.com/cost-of-living/compare_cities.jsp?country1=Germany&country2=United+Kingdom&city1=Munich&city2=Oxfordhttps://www.numbeo.com/cost-of-living/com
"
Insgesamt also kein so großer Unterschied (wobei London und München
ausgerechnet die Extreme beiderseits sind) - wobei man halt darauf
achten muss in welchen Bereich die großen Unterscheide liegen:
Zigaretten könnten z.B. 10mal teurer sein - würde mich nicht
interessieren.
Auch wie teuer ein Kindergartenplatz (schwer vergleichbar da hier in DL
erfreulicher Weise niemand die vollen Kosten zahlen muss - wie ist das
im UK?) würde uns jetzt nicht mehr wirklich (außer in theoretischen
Sozialdiskussionen) interessieren - vor einigen Jahren aber sehr wohl.
Auch mit unseren Gesundheitssystem liegt so manches im argen - hängt
aber auch praktisch von den (teilweise überzogenen?) Erwartungen und
ganz extrem aber auch von der Region und den jeweiligen Krankenhaus (der
Praxis)ab.
Man muss sich halt ganz genau seine Ansprüche und Interessen anschauen
und erahnen was einen in der Zukunft wohl wichtig sein wird was
zugegebener Weise nicht ganz einfach ist...
Da nun aber eben nicht hunderttausende Briten auswandern:
Schaut euch mal um - wie viele Briten laufen euch so auf der Straße in
Kontinentaleuropa über den Weg, sind Arbeitskollegen, fahren euch im
Taxi zum Flughafen, bringen euch das Paket von Amazon an die Tür...,
bilden in sich abgeschlossene Gemeinschaften, haben fast "eigene"
Stadtviertel für sich...?
Die Anzahl ist doch sehr überschaubar, ganz im Gegensatz von vielen
Menschen aus anderen Staaten.
Es kann es im Vereinigten Königreich insgesamt gar nicht so schlecht
aussehen - sowohl für den einfachen Arbeiter als auch für den
Akademiker.
In GB ist das Gras bestimmt auch nicht grüner, aber insgesamt dürfte es
den einzelnen "Durchschnittsbürger" auch nicht schlechter gehen.
"Wieso zieht es dann junge Akademiker aus ganz Großbritannien dorthin,
obwohl sie wissen, dort auf 20 qm leben zu müssen? Ich glaube schon,
dass die Jobaussichten in der Provinz eher mau sind."
Das Frage ich mich in Deutschland, halt bezogen auf München, Köln,
Hamburg, Berlin und Frankfurt a.Main auch - das wird wohl nicht nur an
den Jobaussichten liegen - irgendwie spielen da auch rein emotionale
Gründe mit hinein - nur halt nicht ganz so extrem wie in GB was man
schon daran erkennt das man wenigsten 5 Städte in Deutschland aufzählen
kann.
Arbeiter
Im Augenblick weiß niemand, was aus UK nach dem Brexit wird. Die Briten
wissen noch nicht einmal, was sie überhaupt wollen.
Denkbar schlechtester Zeitpunkt, um zu migrieren. Ich würde nicht einmal
einen Ausflug für die Zeit nach Ende März buchen wollen. Vielleicht
funktioniert nicht einmal der Flugverkehr wegen irgendwelcher legaler
Probleme oder unterbrochenen Lieferketten.
Arbeiter schrieb:> schwer vergleichbar da hier in DL> erfreulicher Weise niemand die vollen Kosten zahlen muss
Echt ? Merkwürdig daß manche sie dann zahlen.
Little Britain schrieb:> Die Briten wissen noch nicht einmal, was sie überhaupt wollen.
Doch: Daß die Politiker ENDLICH mal machen was das Volk ihnen
aufgetragen hat, und nicht zehntausend Ausflüchte um so lange abstimmen
zu lassen bis ihnen der Wahlausgang gefällt.
Hallo
"Echt ? Merkwürdig daß manche sie dann zahlen."
Nicht den persönlichen und Einkommensabhängigen Höchstsatz mit den
tatsächlich Kosten verwechseln die zu zahlen wären wenn der Staat (wir
alle über unsere Steuern) nichts Finanzieren würde.
Müsste man diese Kosten komplett zahlen würde so gut wie kein Kind einen
Kindergarten besuchen können - bzw. Kindergärten wären eine Art
Vorschule des Jahres 1870 (bitte jetzt nicht auf die Goldwaage legen -
ich nehme an das klar ist auf was ich anspiele).
Arbeiter
pumuckl schrieb:> Der Brexit wird nun offensichtlich aufgeschoben
Das war seit Monaten schon absehbar. Brexit erst nach den EU-Wahlen. Man
befürchtet sonst hohe Wahlergebnisse für die EU-Gegner.
Jo S. schrieb:> pumuckl schrieb:>> Der Brexit wird nun offensichtlich aufgeschoben>> Das war seit Monaten schon absehbar. Brexit erst nach den EU-Wahlen. Man> befürchtet sonst hohe Wahlergebnisse für die EU-Gegner.
So ganz abzusehen war und ist das nicht. Da das enorme juristische
Probleme mit sich bringen würde, da UK da dann mitmachen müsste
pumuckl schrieb:> Der Brexit wird nun offensichtlich aufgeschoben, falls er denn> überhaupt stattfindet. Ist also doch ein guter Zeitpunkt, Inselluft zu> schnuppern.
Hä, was ändert das denn? Ein paar Wochen oder Monate hin oder her beim
Brexit macht einen längeren Arbeitsaufenthalt dort genauso unsicher wie
vorher.
pumuckl schrieb:> Der Brexit wird nun offensichtlich aufgeschoben,
"Offensichtlich" ist ein starkes Wort für den dicken Londoner Nebel, der
weiterhin den Brexit umschwadet. Zumal es nur was bringt, wenn die
Briten ein konkretes Programm für die Verlängerung haben.
Ingenieur schrieb:> pumuckl schrieb:>> Der Brexit wird nun offensichtlich aufgeschoben, falls er denn>> überhaupt stattfindet. Ist also doch ein guter Zeitpunkt, Inselluft zu>> schnuppern.>> Hä, was ändert das denn? Ein paar Wochen oder Monate hin oder her beim> Brexit macht einen längeren Arbeitsaufenthalt dort genauso unsicher wie> vorher.
Sehe ich ähnlich. Erst mal abwarten, welche Regelungen beschlossen
werden.
Jo S. schrieb:> weil sie 2 zusätzliche Monate gut gebrauchen können.
Wofür? Um 2 Monate länger Zeit zu schinden? Oder bis die beiden Parteien
gänzlich auseinander fliegen?
Jo S. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> da UK dann mitmachen müsste>> Das werden sie, weil sie 2 zusätzliche Monate gut gebrauchen können.
Puh aber EU Wahlkampf mit allem Pipapo obwohl man quasi schon draußen
ist und draußen sein will ist auch mal mau.
Irgendwie ist das ganze Theater um die innerirische Grenze nicht ganz
durchsichtig. Zwischen Norwegen und Schweden gibt es auch keine Grenze.
Dabei sind beide in Schengen. Das eine in der EU, das andere Nicht.
Waehrend Irland und England beide nicht in Schengen sind.
Was soll das Gezerre ? Und sonst sollen sie Nordirland zurueckgeben, sie
haben's eh gestohlen..
Name H. schrieb:> Irgendwie ist das ganze Theater um die innerirische Grenze nicht ganz> durchsichtig. Zwischen Norwegen und Schweden gibt es auch keine Grenze.
Norwegen ist im EWR, weshalb beiderseits der Grenze zu Schweden in
vielen Fragen die gleichen und von der EU definierten Regeln gelten. Aus
genau dieser schon bisher als Fremdbestimmung empfundenen Situation
wollen viele Briten aber raus.
> Dabei sind beide in Schengen. Das eine in der EU, das andere Nicht.> Waehrend Irland und England beide nicht in Schengen sind.
Es geht nicht um Schengen. Da bisher beide Seiten in der EU sind, gibt
es für Waren- und Personenverkehr mit oder ohne Schengen wenig Grund für
Kontrollen. Es ist keine Zollgrenze und beiderseits gilt die
EU-Freizügigkeit.
Wird die innerirische Grenze zu EU-Aussengrenze ohne Vertrag, wird sie
zur Zollgrenze und es gelten die WTO-Zollregeln. Die Abschaffung der
Freizügigkeit wiederum war ein erklärtes Ziel der Brexit-Befürworter.
Name H. schrieb:> Zwischen Norwegen und Schweden gibt es auch keine Grenze.
Norwegen und Schweden sind aber beides Mitglieder der selben
Freihandelszone (Stichwort "Modell Norwegen").
Die Briten wollen aber genau diese Freihandelszone verlassen weil das
Empire dank seiner Marktmacht gegenüber den Amis und Chinesen viel
bessere Konditionen aushandeln kann als die EU.
Oder irgendwie so.
Cyblord -. schrieb:> Jo S. schrieb:>> Cyblord -. schrieb:>>> da UK dann mitmachen müsste>>>> Das werden sie, weil sie 2 zusätzliche Monate gut gebrauchen können.>> Puh aber EU Wahlkampf mit allem Pipapo obwohl man quasi schon draußen> ist und draußen sein will ist auch mal mau.
Tatsächlich draußen sein will etwa die Hälfte der Bevölkerung. Die
andere Hälfte will es nicht. Das macht es ja gerade so schwierig.
Wenn eine große Mehrheit für den Brexit wäre, wäre er wohl schon längst
geschehen.
Le X. schrieb:> Die Briten wollen aber genau diese Freihandelszone verlassen weil das> Empire dank seiner Marktmacht gegenüber den Amis und Chinesen viel> bessere Konditionen aushandeln kann als die EU.
Weshalb die auch uns wohlbekannte Sorge vor Chlorhähnchen und
Hormonrindern in GB frisch umgeht. Realistischerweise muss man annahmen,
dass der heissersehnte Freihandelsvertrag mit den USA diese Kröten
enthalten wird.
Mark B. schrieb:> Tatsächlich draußen sein will etwa die Hälfte der Bevölkerung. Die> andere Hälfte will es nicht. Das macht es ja gerade so schwierig.
Wäre es nur so einfach und es gäbe nur zwei Positionen. Tatsächlich gibt
es geschätzt ein halbes Dutzend verschiedener Positionen quer durch
beide grossen Parteien.
Die Hälfte/Hälfte-Entscheidung war, als die meisten keine Ahnung hatten,
worüber sie wirklich abstimmten. Das ist nun eine Weile her, man weiss
mehr, dazu kommt aber noch eine Portion Patriotismus und "entschieden
ist entschieden, basta". Weiss man wirklich, was das Volk heute will?
Danke fuer die Erklaerungen.
> Die Briten wollen aber genau diese Freihandelszone verlassen weil das> Empire dank seiner Marktmacht gegenüber den Amis und Chinesen viel> bessere Konditionen aushandeln kann als die EU.
Das grosse Empire ... weltumspannend, schlagkraeftig, ... common wealth
= Allen geht es gut, den Einen geht es besser. Sie waren so
grosszuegig, dass Eisenbahnen gebaut und geschenkt wurden um die
Resourcen abzuzuegeln. Egal.
Diese gewaltige Markmacht soll nun besser eingesetzt werden. Ja. Gut,
dem soll man sich nicht entgegenstellen, besser als zermalmt zu werden.
Die erzielten Erfolge sollen dann mit den Mitgliedern des Commonwealth
geteilt werden ? Welchen ?
A. K. schrieb:> Wäre es nur so einfach und es gäbe nur zwei Positionen. Tatsächlich gibt> es geschätzt ein halbes Dutzend verschiedener Positionen quer durch> beide grossen Parteien.
Eigentlich will UK doch einfach alle Vorteile der EU, ohne irgendwelche
Nachteile. Alles andere ist seit deren Beitritt immer nur das drumgerede
um genau diesen Punkt.
Der Brexit ist ebenfalls nichts anderes.
> Die Hälfte/Hälfte-Entscheidung war, als die meisten keine Ahnung hatten,> worüber sie wirklich abstimmten.
Also die Wahl war recht eindeutig. Raus aus der EU. Ja oder Nein.
Mann kann nicht auf der einen Seite für Volksabstimmungen sein, und auf
der anderen Seite dem Volk dann die Kompetenz absprechen.
Es ist immer sehr billig nach einer Abstimmung zu argumentieren, das
Volk hätte ja gar nicht gewusst.
Ich bin allerdings aus anderem Grund gegen solche Volksabstimmungen:
Verantwortung. Wer hat die Verantwortung für den Austritt? Niemand. Das
Volk hat abgestimmt und Politiker müssen nun ausführen, wovon sie nicht
überzeugt sind. Das halte ich für problematisch. Es ist besser wenn eine
Partei den Austritt als Programm hat, gewählt wird, und dann den MP
stellt der den Austritt durchzieht. So ist die Verantwortung klar
geregelt. Wer die IDee hatte zieht das nun durch und muss dem Volk Rede
und Antwort stehen. Auch wenn es schief läuft.
Aber heute? Jeder zuckt mit den Schultern und sagt "Das Volk hat
entschieden, was soll ich machen".
> Das ist nun eine Weile her, man weiss> mehr, dazu kommt aber noch eine Portion Patriotismus und "entschieden> ist entschieden, basta".
Nur kann es eben auch nicht legitim sein, so lange Abstimmen zu lassen
bis das Ergebnis passt.
Cyblord -. schrieb:> A. K. schrieb:>> Wäre es nur so einfach und es gäbe nur zwei Positionen. Tatsächlich gibt>> es geschätzt ein halbes Dutzend verschiedener Positionen quer durch>> beide grossen Parteien.>> Eigentlich will UK doch einfach alle Vorteile der EU, ohne irgendwelche> Nachteile.
Ja und genau das geht natürlich nicht.
Cyblord -. schrieb:>> Die Hälfte/Hälfte-Entscheidung war, als die meisten keine Ahnung hatten,>> worüber sie wirklich abstimmten.> Also die Wahl war recht eindeutig. Raus aus der EU. Ja oder Nein.
Aber die 350 Mio £ pro Woche für das Gesundheitssystem, wohin sind die
verschwunden? Hat das mittlerweile flüchtende Gesundheitspersonal die
etwa mitgenommen?
Cyblord -. schrieb:> Es ist besser wenn eine> Partei den Austritt als Programm hat, gewählt wird, und dann den MP> stellt der den Austritt durchzieht.
Beide grossen britischen Parteien waren und sind offiziell für den
Austritt. Keine im Mehrheitswahlrecht relevante Partei ist dagegen. Da
hat der vegetarische Wähler also zwischen Bierschinken und Schinkenwurst
zu entscheiden, weil die Käsebrötchen schon lange nicht mehr im Angebot
sind.
Cyblord -. schrieb:> Nur kann es eben auch nicht legitim sein, so lange Abstimmen zu lassen> bis das Ergebnis passt.
Also die Strategie May. Das Parlament so lange über die Kröte abstimmen
zu lassen, bis sie 29. März 22:59 vielleicht doch noch geschluckt wird.
Doch, in diesem Fall liesse sich eine zweite Volksabstimmung schon
legitimieren. Weil man diesmal konkrete Fragen stellen könnte. Etwa den
vorbereiteten EU-Vertrag, Norwegen+, "habs nicht so gemeint" und Crash.
Allerdings dürfte man dann nur Lösungen reinschreiben, die realistisch
sind. Sonst kommt "EU-Vertrag ohne Backstop" raus - und dann? Man könnte
natürlich noch die Iren abstimmen lassen, was sie davon halten, denn
davon wird die EU-Position massgeblich bestimmt. Tja, wenn man noch 2
Jahre Zeit hätte...
A. K. schrieb:> Demokratie funktioniert (meist), obwohl die Dummen in der Mehrheit sind.
Richtig.
Weil die Dummen sich selten organisieren und meist auch gar nicht wählen
gehen.
Aber direkte Demokratie erhöht das Risiko das Dumme Entscheidungen mit
nicht abzusehenden Seiteeffekten getroffen werden.
Die Situation in Irland ist eine Sache, die in Schottland eine andere.
Dort steppt inzwischen der Bär! Die raffen zusammen, was das Zeug hält
und ziehen Investment ins Land.
In Grossbrittannien hat sich die Stimmung auch gedreht:
Nach Untersuchungen der university of buckingham gab es seit der
Entscheidung des Brexit seit 2016 bereits ein Deinvestmet von einer
Billion brittischen Pfund "one trillion Pounds"). Der finanzielle loss
beträgt 800.000 Mio Euro in der Woche.
Das haben Viele jetzt kapiert und schütteln sich.
Nur die Tory-Partei hängt noch an ihren Zöpfen. Dort regieren die
englischen Eliten der Elite-Unis, die sich gegenseitig kennen und
stützen.
Schottlandkenner schrieb:>> In Grossbrittannien hat sich die Stimmung auch gedreht:>> Nach Untersuchungen der university of buckingham gab es seit der> Entscheidung des Brexit seit 2016 bereits ein Deinvestmet von einer> Billion brittischen Pfund "one trillion Pounds"). Der finanzielle loss> beträgt 800.000 Mio Euro in der Woche.>
das mit den Nullen und dem Zitieren von vertrauenswürdigen Quellen übst
Du besser nochmals und probierst es dann wieder, ok?
MiWi schrieb:> Schottlandkenner schrieb:>>>>> In Grossbrittannien hat sich die Stimmung auch gedreht:>>>> Nach Untersuchungen der university of buckingham gab es seit der>> Entscheidung des Brexit seit 2016 bereits ein Deinvestmet von einer>> Billion brittischen Pfund "one trillion Pounds"). Der finanzielle loss>> beträgt 800.000 Mio Euro in der Woche.>>>> das mit den Nullen und dem Zitieren von vertrauenswürdigen Quellen übst> Du besser nochmals und probierst es dann wieder, ok?
Gab tatsächlich eine Meldung die von "trillion Pounds" sprach, und er
ist korrekt die "trillion" mit Billion zu übersetzen, den im Englischen
kommt nach "million" "billion" und nicht Milliarde
Wissender schrieb:> Demokratie kann nicht funktionieren weil die Dummen in der> Mehrheit sind
Sehe ich ähnlich. Die meisten Wähler informieren sich kein bisschen über
die Wahlprogramme /-versprechen und der daraus resultierenden Folgen für
die Gesellschaft, obwohl es heute mehr Möglichkeiten gibt als je zuvor.
Zudem scheinen viele ein wirklich schlechtes Gedächtnis zu haben was die
Versprechen der Politik angeht. Es Bequemlichkeit und Trägheit der
Menchen, nicht nur Dummheit. Auch mit Durchschnitts-IQ kann man die
richtigen Schlüsse ziehen, wenn man sich nur informiert. Aber gerade das
ist mit Mühe und Arbeit verbunden, wenn’s nicht gerade ein Hobby ist.
Ich war nur ein einziges Mal im Wahllokal, als ich gerade volljährig
wurde. Man war ich stolz damals gewählt zu haben, heute ist mir das nur
noch peinlich.
Das Leben selbst ist ein Selektionsprozess erster Ordnung, nicht aber
die Demokratie, hier gilt Masse statt Klasse. Das macht es der Politik
sehr leicht.
A. K. schrieb:> Demokratie funktioniert (meist), obwohl die Dummen in der Mehrheit sind.
Demokratie funktioniert max. halbwegs, weil die Intelligenten oft
asoziale gierige Arschlöcher sind, die sich, wenn es von Vorteil ist,
gerne dumm stellen.
Ing. schrieb:> Die meisten Wähler informieren sich kein bisschen über> die Wahlprogramme /-versprechen
weil das Versprochene eh nicht gehalten wird.
So wähle ich die Partei/Person,
dessen Plakat mir am Wahltage grad am besten gefällt.
Extremisten und Parteien, die per 5% wegzufallen drohen, ausgenommen.
Da kann man auch noch so doll werben,
dass sich Arbeit wieder lohnen müsse
Udo S. schrieb:> A. K. schrieb:>> Demokratie funktioniert (meist), obwohl die Dummen in der Mehrheit sind.>> Demokratie funktioniert max. halbwegs, weil die Intelligenten oft> asoziale gierige Arschlöcher sind, die sich, wenn es von Vorteil ist,> gerne dumm stellen.
Ihr beide seid hocchverblöded ()Bildzeitungsleser?), weil der erste
glaubt, dass die Dummen in der Demokratie die Mehrheit stellen, der
zweite, weil er nicht einmal eine Vorstellung von Demokratie hat.
"Forum: Ausbildung, Studium & Beruf" wie man es kennt & liebt.
Name H. schrieb:> Es gibt Laender, da bist du ueber den Arbeitgeber krankenversichert.> Wenn du krank wirst, deshalb den Job verlierst, was geschieht dann?
Mittlerweile habe einige US-amerikanische Versicherungen das ganze auf
die Spitze getrieben: der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer
verpflichtet sich, dem Arbeitnehmer im Falle eines Arbeitsunfalls
fristlos zu kündigen, und zwar noch bevor er im Krankenhaus eintrifft.
Nach dem dortigen Recht kann der Arbeitnehmer auch nicht einfach einen
bestehenden Versicherungsvertrag übernehmen, sondern er steht dann
komplett unversichert da. Der Arbeitgeber ist auch fein raus aus der
Sache, denn zum Zeitpunkt des Unfalls selbst war der Arbeitnehmer ja
schließlich noch krankenversichert.
Ing. schrieb:> Wissender schrieb:>> Demokratie kann nicht funktionieren weil die Dummen in der>> Mehrheit sind>
Das wußte Friedrich Schiller auch schon.
> Sehe ich ähnlich. Die meisten Wähler informieren sich kein bisschen über> die Wahlprogramme /-versprechen und der daraus resultierenden Folgen für> die Gesellschaft,
Viele Wahlberechtigte haben folgende Einstellung:
"Ob ich wähle oder nicht, wen oder was ist wähle, ist doch egal. Ich bin
doch nur einer von 60 Millionen." Und weil die anderen auch so denken
und handeln ... :)
> obwohl es heute mehr Möglichkeiten gibt als je zuvor.
Desinformation, Manipulation, Ablenkung, etc. ... auch mehr und
intensiver, als je zuvor.
> Zudem scheinen viele ein wirklich schlechtes Gedächtnis zu haben was die> Versprechen der Politik angeht. Bequemlichkeit und Trägheit der> Menschen, nicht nur Dummheit.
Amen. ;)
Marian M. schrieb:> Gab tatsächlich eine Meldung die von "trillion Pounds" sprach, und er> ist korrekt die "trillion" mit Billion zu übersetzen, den im Englischen> kommt nach "million" "billion" und nicht Milliarde
@Marian: Danke.
@all: Genau deshalb habe ich es auch so explizit erklärt, weil Viele das
mit der Billion nicht mehr genau wissen, obwohl sie es in Englishen
Unterricht erlernt haben müssten.
Name H. schrieb:> wischen Norwegen und Schweden gibt es auch keine Grenze.> Dabei sind beide in Schengen.
Schengen bedeutet nur Reisefreiheit und hat mit Zoll und Umsatzsteuer
nichts zu tun.
Bei der harten Grenze zwischen Irland und Nordirland geht es zudem noch
um politsches. Die dort lebenden Iren wollen ja unbedingt wieder nach
Irland. Dazu besteht dann nie wieder eine Chance.
Viele Nordiren verkaufen ihre Geschäfte und gehen nach Republik Irland.
Auch in England ziehen schon einige Firmen um nach Dublin und
Edinborough.
Schottlandkenner schrieb:> Auch in England ziehen schon einige Firmen um nach Dublin und> Edinborough.
Klär mich mal auf - Edinborough, also Edinburgh, Schottland ist auch
bald Brexit, oder liege ich da falsch.
Dublin; Irland gehört die nächste Zeit wohl weiterhin zur EU.
Nordirland-Irland, an der Grenze zwischen beiden Ländern gibt es Orte,
von denen kommt man nur über Strassen über Ländergrenzen weiter.
Als Softwareentwickler oder was auch immer auf die Insel gehen dürfte
genauso risikoreich sein wir einer von der Insel in die EU.
Die Fallstricke zeigen sich wohl erst, wenn es zu spät ist.
Den O. schrieb:> Rätsel immer noch was durch den Brexit tatsächlich besser werden soll
Mehr Freiheit!
Du hast die Freiheit ohne EU-Bürokratie auf die Schnauze zu fallen!
Du darfst Dich nicht mehr über EU-Bürokratie beschweren.
Jetz wird es lustig;
die Briten dürfen jetzt noch bis zum Herbst in der EU mitrumgeistern und
sich weiter streiten, um am Ende doch nur wieder ohne was dazustehen.
Das, was May mit Corbin aushandeln dürfte, wird nur für die Briten gut
sein und nicht von der EU abgesegnet werden können. Also wieder 6 Monate
Zeit, für die Macher, ihr Geld in Sicherheit zu bringen.
Ich schon wieder schrieb:> Klär mich mal auf - Edinborough, also Edinburgh, Schottland ist auch> bald Brexit, oder liege ich da falsch.
Nein, nicht zwangsläufig. Nicola macht ernst und lässt die Schotten
nochmals neu abstimmen, ob sie in GB bleiben wollen. Gesetz ist seit
heute in Vorbereitung.
Warten wir mal ab, wie groß das empire danach noch ist.
Wer die Chance noch hat nach England zu gehen sollte sie besser nutzen,
es war die beste Entscheidung Europa zu verlassen.
https://www.youtube.com/watch?v=D6ljwigQSmg
So schätze ich die aktuelle Situation in Deutschland auch ein.
Investigator schrieb:> es war die beste Entscheidung Europa zu verlassen.
Nein, die dümmste, vor allem für sich selbst. Sie wirft Großbritannien
wirtschaftlich um Jahre zurück.
Investigator schrieb:> Wer die Chance noch hat nach England zu gehen sollte sie besser nutzen,> es war die beste Entscheidung Europa zu verlassen.>> https://www.youtube.com/watch?v=D6ljwigQSmg>> So schätze ich die aktuelle Situation in Deutschland auch ein.
Leidest du unter Gehirnerweichung oder bist du ein AfD-Hetzer?
Da wird niemand im Wortsinne enteignet, denn das bedeutete ohne
Entschädigung. Des weiteren ist es in Berlin eine Veranstaltung mit
Showcharakter, um die Masse auf den hinteren Rängen ruhig zu stellen.
Einen Kauf - und nicht anderes wäre es - kann und will sich Berlin nicht
leisten.
Im übrigen bin ich der Ansicht, dass ein Wohnung zu den einklagbaren
Menschenrechten gehören muss. Für eine demokratische solidarische
Gesellschaft ist das eine Selbstverständlichkeit.
Im Prinzip gehts da um einen "Zwangsverkauf" mit dem Berlin rückkaufen
möchte was ihnen früher mal gehört hat.
Die Immobilienunternehmen können dadurch endlich die beachtliche
Wertsteigerung realisieren (denn der Zwangsverkauf hat unter
Marktüblichen preisen stattzufinden).
Die Mieter, die das Glück haben in einer betroffenen Wohnung zu leben
werden dann anschließend staatlich subventioniert. Die große Masse der
mieter geht leer aus und muss dann in einem wesentlich kleineren
Wohnungsmarkt um eine Bleibe kämpfen.
Wem dies nutzen soll ist mir nicht klar, aber den Wohnungssuchenden
sicher nicht.
Hey, ich würde ja einfach die Bauregeln und Nebenkosten lockern und
Bauflächen im großen Stil ausschreiben damit sich Investoren finden und
ein größerer Wohnungsmarkt entstehen kann wo ein Mieter nicht mehr
Bittsteller ist sondern dank Alternativen eine teure Wohnung auch mal
ausschlagen kann. Aber ich bin ja auch ein böses Kapitalistenschwein ;-)
Bernd schrieb:> Im übrigen bin ich der Ansicht, dass ein Wohnung zu den einklagbaren> Menschenrechten gehören muss.
WTF? Vielleicht auch ein Ferrari und eine Yacht?
> Für eine demokratische solidarische> Gesellschaft ist das eine Selbstverständlichkeit.
Logisch!
Es gab gewisse Leute die vom Volk bezahlt wurden um diesen Verkauf von
staatlicher Seite aus zu vertreten.
Man kann jetzt natürlich argumentieren niemand wusste wie sich die
Situation in Deutschland weiterentwickelt.
Was schon mal schön wäre wenn Herr Sarazin sein Maul halten würde über
die deutsche Gesellschaft wenn er maßgeblich dazu beigetragen hat.
>> Leidest du unter Gehirnerweichung oder bist du ein AfD-Hetzer?
Ich bin der rechteste Rechte, der stärkste AFD Anhänger den sich
Deutschland nur vorstellen kann, außerdem bin ich auch ein Reichsbürger,
bei der IRA bin ich übrigens auch dabei, bei der ETA übrigens auch.
Spass bei seite, übrigens bin ich auch schon lange weg aus Deutschland,
finde die Videos von Herrn Lüning nur interessant (sind natürlich auch
nur Spekulationen, aber sie ähneln auch meinem Bild von Deutschland).
Die Gehirnerweichung haben jene die in der Deutschland-Bubble leben und
dem Staat auch nur irgendetwas glauben. Der Staat hat in erster Linie
Schuld an der Misere, Junkies meinen wohl der Drogendealer hat halt
immer Recht.
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Der Brexit ist für die Briten schon jetzt eine KATASTROPHE , dabei ist> er noch nicht einmal passiert !!
jaja, in Großbritannien hat sich die Welt auch aufgehört zu drehen
während sie sich in Deutschland immer schneller dreht und die Leute vom
Planeten schleudert.
In ein paar Jahren werdet ihr euch noch wünschen Deutschland wäre auch
ausgetreten.
Für die ganz Dummen, man vergleiche mal den Aktienkurs der Deutschen
Bank mit Air Berlin. Die Zukunft ist wohl bereits vorhersehbar? Bei
einer Fusion mit der Commerzbank wären angeblich 30k+ Jobs weggefallen,
ohne Fusion (und Job Cuts) ist jetzt alles besser?
Investigator schrieb:> jaja, in Großbritannien hat sich die Welt auch aufgehört zu drehen
Politisch hat sie das tatsächlich.
Die Politik ist quasi seit zwei Jahren gelähmt und nur noch mit sich
selbst und dem brexit beschäftigt.
Alles andere bleibt liegen.
Investigator schrieb:> Dipl Ing ( FH ) schrieb:>> Der Brexit ist für die Briten schon jetzt eine KATASTROPHE , dabei ist>> er noch nicht einmal passiert !!>> jaja, in Großbritannien hat sich die Welt auch aufgehört zu drehen
Sieht dreht sich für die Wirtschaft schon jetzt deutlich langsamer, was
nur natürlich ist. Welcher Unternehmer wird in solch ein Chaos hinein
investieren? Und nun geht das nochmal sechs Monate und dabei ist GB noch
gar nicht ausgetreten.
> während sie sich in Deutschland immer schneller dreht und die Leute vom> Planeten schleudert.> In ein paar Jahren werdet ihr euch noch wünschen Deutschland wäre auch> ausgetreten.
Eher nicht. Hier lebt es sich eben doch recht gut in einem stabilen
Umfeld mit dem größten Binnenmarkt und mit guten und friedlichen
Nachbarn.
> Für die ganz Dummen, man vergleiche mal den Aktienkurs der Deutschen> Bank mit Air Berlin. Die Zukunft ist wohl bereits vorhersehbar? Bei> einer Fusion mit der Commerzbank wären angeblich 30k+ Jobs weggefallen,> ohne Fusion (und Job Cuts) ist jetzt alles besser?
Irgendwelche Aktienkurse sind vollkommen irrelevant für die Beurteilung
der Wirtschaftskraft eines Landes.
Investigator schrieb:> bin ich auch schon lange weg aus DeutschlandInvestigator schrieb:> meinem Bild von Deutschland
Und woher kommt dein Bild? Klingt so als käme es von Fox News
Udo S. schrieb:> Und woher kommt dein Bild? Klingt so als käme es von Fox News
Erfahrung aber das ist nebensächlich, Herr Lüning hat seine eigenen
Erfahrungen gemacht welche sich mit meinen großteils decken.
Gründe hat er im Video aufgeführt.
Investigator schrieb:> Wer die Chance noch hat nach England zu gehen sollte sie besser nutzen,> es war die beste Entscheidung Europa zu verlassen.
Du solltest deine Geografiekenntnisse etwas aktualisieren.
Und auch politisch gesehen wirst du Europa nicht verlassen, nur
(hoffentlich irgendwann) die EU.
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Der Schaden , den der brexit angerichtet hat , ist für UK schon> jetzt IRREPARABEL !!
Mit den richtigen Reformen stehen sie in ein paar Jahren wesentlich
besser da.
> Da können sie jetzt machen , was sie wollen ...
Genau darum geht’s, sie können ohne EU machen was sie wollen!
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Der Schaden , den der brexit angerichtet hat , ist für UK schon jetzt> IRREPARABEL !!>> Da können sie jetzt machen , was sie wollen ...
Ja ist klar, wenn die Welt sich dort nicht mehr dreht dann krachen alle
anderen Länder die sich weiterdrehen da rein.
Man wirtschaftliche Kenntnisse kann man von Ingenieuren wirklich nicht
verlangen.
Kurz zur Erinnerung, Deutschland exportiert nach UK mehr als es von dort
importiert.
Du hast bis jetzt nur den Nonsense geschrieben den die EU von sich gibt,
und die EU bzw. IWF pumpen regelmäßig frisches Geld in die Wirtschaft da
die Euro Zone sonst sofort zusammenkrachen würde.
Man steht also auf dünnem Eis und versucht Steine auf andere zu werfen.
Da hab ich nur eins zu sagen: Hilarious.
Investigator schrieb:> Man steht also auf dünnem Eis und versucht Steine auf andere zu werfen.> Da hab ich nur eins zu sagen: Hilarious.
Nicht notwendig, die Steine werfen sich die Briten schon selbst auf den
Kopf, die Situation in GB ist tatsächlich völlig verfahren.
Ingenieur schrieb:> Investigator schrieb:>> Man steht also auf dünnem Eis und versucht Steine auf andere zu werfen.>> Da hab ich nur eins zu sagen: Hilarious.>> Nicht notwendig, die Steine werfen sich die Briten schon selbst auf den> Kopf, die Situation in GB ist tatsächlich völlig verfahren.
Sie werfen die Steine eben nicht und behalten diese auf der Insel und
wirtschaften damit dann halt selber (=Exportdefizit & Nettozahler in der
EU).
Investigator schrieb:> Sie werfen die Steine eben nicht und behalten diese auf der Insel und> wirtschaften damit dann halt selber (=Exportdefizit & Nettozahler in der> EU).
Schön blöd von ihnen, der Versuch wird eh scheitern.
Bernd schrieb:> Im übrigen bin ich der Ansicht, dass ein Wohnung zu den einklagbaren> Menschenrechten gehören muss. Für eine demokratische solidarische> Gesellschaft ist das eine Selbstverständlichkeit.
Aber kein Menschenrecht auf eine einklagbare Wohnung in einer bestimmten
Stadt. Irgendwo in Deutschland wird es schon noch bezahlbare Wohnungen
geben...
xxx schrieb:> Es funktioniert doch auch z.B. mit der Schweiz
Die Schweiz hält sich an alle EU-Richtlinien und zahlt in das EU-Budget
ein , ohne EU-Gesetze mitbestimmen zu dürfen. Quasi ein EU-Mitglied
dritter Klasse
Schön blöd , wozu Populismus führt !!
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> xxx schrieb:>> Es funktioniert doch auch z.B. mit der Schweiz>> Die Schweiz hält sich an alle EU-Richtlinien und zahlt in das EU-Budget> ein , ohne EU-Gesetze mitbestimmen zu dürfen. Quasi ein EU-Mitglied> dritter Klasse>> Schön blöd , wozu Populismus führt !!
Legt erst mal Fakten auf den Tisch wo und welche Bereiche in UK sich
denn negativ entwickeln sollten.
Aktuell geht's mit dem Arbeitsmarkt bergauf.
Aktuell koennt ihr EU Befuehrworter (auf Drogen, mehr sind die Gelder
der IWF ja nicht, oder warum stellt man das Gelddrucken nicht ab?) genau
nichts bezueglich der Wirtschaft belegen.
Was ich als einfachen Umkehrschluss belegen kann ist - die EU wuerde
ohne dem Gelddrucken schon laengst Geschichte sein. Warum? Ja da sie es
sonst nicht machen wuerden. Warum gibt's denn Target2? Weil's so schoen
ist oder weil die EU ohne Target2 zerbrechen wuerde?
Die Griechen wuerden sich ohne dem ganzen Geld aus der EU sofort
verabschieden und wieder eine eigene Waehrung einfuehren.
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Die Schweiz hält sich an alle EU-Richtlinien und zahlt in das EU-Budget> ein , ohne EU-Gesetze mitbestimmen zu dürfen. Quasi ein EU-Mitglied> dritter Klasse>> Schön blöd , wozu Populismus führt !!
Hier gibt es einen (älteren) Artikel in dem anscheinend steht das die
Schweiz Netto-Empfänger ist:
https://www.welt.de/wirtschaft/article162338872/Wie-die-Schweiz-zum-EU-Nettoempfaenger-wurde.html
Ich habe den Artikel allerdings nicht gelesen, sondern nur die
Überschrift und die Kurzzusammenfassung in google...
Ja ich weiss schon das es Regelungen EU <-> Schweiz gibt, aber warum
soll es dann mit UK anders sein. Wenn man sich ohne Gehässigkeiten
einigt, sollte das möglich sein. Auch als "Softwareentwickler" sollte
man dann immer noch nach UK wechseln können, in die Schweiz geht das ja
auch (durch entsprechende gegenseitige Vereinbarungen).
Was soll eigentlich die Anspielung auf den "Populismus"?
Investigator schrieb:> Was ich als einfachen Umkehrschluss belegen kann ist - die EU wuerde> ohne dem Gelddrucken schon laengst Geschichte sein.
Ich befürchte, das verstehen viele nicht, oder wollen nicht verstehen.
Wie bei so vielen anderen Themen.
Das erwachen wird dann umso schlimmer werden, ganz besonders wenn man
dann noch Besitz in Deutschland hat.
xxx schrieb:> Lohnt es sich überhaupt, über den BREXIT nachzudenken?
Nö , ist ja zum Glück nicht unser Schlammassel !!
Aber ein wenig tun mir die dummen Briten leid
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Nö , ist ja zum Glück nicht unser Schlammassel !!
Wenn sie wirklich austreten, müssen wir mehr für den EU Haushalt
abdrücken...
> die dummen Briten
Etwas anmaßend, odr?
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Nö , ist ja zum Glück nicht unser Schlammassel !!
Doch, ist es. Die Briten sind/waren der 2. oder 3. größte Nettozahler in
der EU. Wenn sie austreten, wird diese Summe >90% von Deutschland
ausgeglichen, oder glaubst du die feinen Herrschaften in Brüssel
verzichten auf ihren vergoldeten Kaviar?
Cyblord -. schrieb:> xxx schrieb:>> Ja ich weiss schon das es Regelungen EU <-> Schweiz gibt, aber warum>> soll es dann mit UK anders sein.>> Weil UK genau das bisher ablehnt.
Sie lehnen es ab, weil Brüssel so harte Bedingungen stellt (damit auch
niemand auf die Idee kommt die Sovie.... äh europäische Union zu
verlassen), dass ein Verbleib in der EU deutlich günstiger wäre. Jeder
normal denkende kann das nur ablehnen.
mfg
Felix F. schrieb:> Sie lehnen es ab, weil Brüssel so harte Bedingungen stellt
Ja, tun sie das?
Im Prinzip sollen nach dem Brexit für UK genau die gleichen Bedingungen
gelten wie für alle Drittstaaten. Da ist nichts hart dran, das ist genau
das was UK wollte.
Felix F. schrieb:> Sie lehnen es ab, weil Brüssel so harte Bedingungen stellt (damit auch> niemand auf die Idee kommt die Sovie.... äh europäische Union zu> verlassen), dass ein Verbleib in der EU deutlich günstiger wäre. Jeder> normal denkende kann das nur ablehnen.
Unsinn. Wann und wo hat UK jemals das Schweizer oder das Norweger Modell
gefordert? Wann und wo wäre diese Forderung jemals abgelehnt worden?
Welche Bedingungen sind gemeint? Wenn die so hart sind, warum
akzpeptieren die Schweiz und Norwegen dies dann?
Le X. schrieb:> Felix F. schrieb:>> Sie lehnen es ab, weil Brüssel so harte Bedingungen stellt>> Ja, tun sie das?>> Im Prinzip sollen nach dem Brexit für UK genau die gleichen Bedingungen> gelten wie für alle Drittstaaten. Da ist nichts hart dran, das ist genau> das was UK wollte.
Ja. Wenn ich einen Verein verlasse und keine Beiträge mehr zahle, dann
habe ich selbstverständlich auch nicht mehr dessen Privilegien. Ich als
Vereinsmitglied erwarte, dass die EU bei den Scheidungsvereinbarungen
meine Interessen vertritt und nicht die GBs. Und das macht sie
durchaus gut.
Norwegen und die Schweiz fahren offenbar mit ihren Modellen "EU-Light"
sehr gut - wollte man aber in GB auch nicht.
Wobei mittlerweile überhaupt niemand in GB mehr zu wissen scheint, was
man genau will.
Und natürlich sind die wirtschaftlichen Verwerfungen schon jetzt spürbar
- die Investitionen sind in GB stark zurückgegangen (was kein Wunder ist
- ich würde da auch nichts reinpumpen ohne einen klaren Kurs).
Le X. schrieb:> Felix F. schrieb:>> Sie lehnen es ab, weil Brüssel so harte Bedingungen stellt>> Ja, tun sie das?>> Im Prinzip sollen nach dem Brexit für UK genau die gleichen Bedingungen> gelten wie für alle Drittstaaten. Da ist nichts hart dran, das ist genau> das was UK wollte.
Ja, und auf diesen Betrag kommt noch mal eine Austrittszahlung von 45 -
60 Milliarden € oben drauf (inklusive Rabatt). Davon hätten sie die
jährliche Nettozahlungen an die EU mit ~6 Milliarden noch etwas länger
machen können.
mfg
Felix F. schrieb:> Wenn sie austreten, wird diese Summe >90% von Deutschland> ausgeglichen
Hast du irgendwelche Belege oder sind diese Zahlen trumpsche alternative
Wahrheiten?
Felix F. schrieb:> so harte Bedingungen stellt
Welche denn? Die einzige für die Briten harte ist das nordirische
Problem, und die Ursache dieses Problems waren und sind die Briten
selbst.
Du solltest dir mal ein bischen die Geschichte der Iren in den letzten
300 Jahren.
Ihr Höhepunkt war das hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Hungersnot_in_Irland
Man schaue auf die Bevölkerungsentwicklung. Die Engländer hatten alle
Möglichkeiten zu helfen, aber aus wirtschaftlichen Prinzipien ließen sie
Millionen Iren verhungen und haben noch Lebensmittel aus Irland
exportiert.
Ein paar Tage in Dublin mit guten Pubs und tollen Museen und eine
geführte Tour durch die Stadt kann man jedem empfehlen.
Chris D. schrieb:> Wobei mittlerweile überhaupt niemand in GB mehr zu wissen scheint, was> man genau will.
Aber jeder weiß genau was er nicht will.
Le X. schrieb:> Felix F. schrieb:>> Lesen macht klug:>>> https://www.faz.net/aktuell/brexit/brexit-grossbritannien-muss-milliarden-fuer-eu-ausstieg-zahlen-14931671.html>> Komm, was soll denn jetzt dei Kasperltheater?> Da steht doch genau drinnen wo die Forderungen herkommen.> Die sind ja nicht erfunden sondern da gibt es eine Grundlage die man> gemeinsam beschlossen hat.> Mit unfairen "harten Bedingungen" hat diese Forderung nichts zu tun.
Ich habe ja nicht geschrieben, dass das alles erfunden ist. Nur das sie
sehr hart sind.
Und die Hardliner wollen sie nun mal nicht akzeptieren und der EU keinen
Cent mehr überweisen. Die Softliner sehen es genau anders, und damit
drehen wir uns im Kreis :)
mfg
Felix F. schrieb:> Nur das sie> sehr hart sind.
Sie sind nicht hart sondern entsprechen geltendem Recht und Gesetz dem
auch UK zugestimmt hat und sind damit fair.
Hart wären sie wenn die EU darüber hinaus Forderungen stellen würde, so
nach dem Motto "Ihr zahlt uns jetzt Aufwandsentschädigung" oder "Wir
schließen mit euch nur noch Handelsverträge wenn wir dafür xyz kriegen",
also man als größerer Verhandlungspartner bewusst Arschloch spielen
würde.
Wenn die Bedingungen, unter denen der Austritt vollzogen werden soll als
"hart" erscheint dann nur deshalb weil Bevölkerung im Vorfeld über die
Konsequenzen belogen wurde bzw. sich auf einem Auge blind gestellt hat.
Die wurden halt jetzt von der Realität eingeholt.