Solid-State Realis Kurzschluss

Gast #5799115
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Hallo,

leider habe ich via Google keine konkrete Aussage zur 
kurzschlussfestigkeit von Solid State Relais finden können. Früher...als 
es die Dinger noch nicht gab waren Thyristoren oder Triacs im Falle 
eines Kurzschlusses immer schneller defekt (meist dauerhaft 
durchschaltend) als jede mögliche Sicherung im Ausgangskreis. Ist das 
nach wie vor noch so?

Danke für eure Unterstützung!
#5799170
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Jürgen schrieb:
> Ist das nach wie vor noch so?

Natürlich.

Inn SSR befinden sich TRIACs oder 2 Thyristoren, und die haben ein 
Schmelzintegral (z.B. 1000 A/s2 bei 
https://www.st.com/resource/en/datasheet/btb41.pdf)

Also muss eine Feinsicherung davor mit kleinerem Schmelzintegral (denn 
der übliche B16 Sicherungsaustmat hat ein deutlich grösseres und schützt 
die Elektronik nicht) wie 15A 
https://m.littelfuse.com/~/media/electronics/datasheets/fuses/littelfuse_fuse_217_datasheet.pdf.pdf 
(es sind also keine 40A zu erreichen, die der TRIAC überlebt) wenn man 
nicht nach jedem Kurzschluss des dann dauerleitenden TRIAC 
(eingeschweisst im SSR) mit auswechseln will.

Da ausserdem TRIACs im Fehlerfall dauerleitend werden, muss eine 
Schaltung wie eine Heizungsregelung eine Ausfallerkennung 
(Übertemperatursicherung) haben und per echtem Schalter vom Netz 
abtrennbar sein, ein SSR ist keine sichere Trennung.

Die modernen Phasenabschnitt oder Sinusdimmer nutzen meist jedoch 
MOSFETs oder IGBTs und weil die bei weitem nicht so robust sind wie 
TRIACs lassen sie aich nicht mit einer Schmelzsicherung schützen, 
sondern benötigen elektronische Überstromerkennung und Abschaltung (was 
bei denen ja auch geht, im Gegensatz zum TRIAC wo man bis zum Ende der 
Halbwelle warten muss).

Die sind dann eher durch Überspannung gefährdet, die man durch einen VDR 
abhalten sollte.
Gast #5799179
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Zum Beispiel sicherheitskritische Einrichtungen können daher ein Schütz 
und ein SSR in Serienschaltung besitzen, wenn besonders häufges Schalten 
realisiert werden muss. Auf diese Art und Weise werden die Kontakte des 
Schützes geschont.
Gast #5799723
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Harald W. schrieb:
>> "Parallel" hab ich wo gelesen.
> Du könntest zwar so die Verluste des Triacs verkleinern,
> aber zumindest bei 230V macht das m.E. keinen Sinn.

Gibt das spezielle LowDrop-Triacs, von denen ich nichts weiß?

Ich steuere hier um 5 Ampere mit einem BTA24, dabei messe ich 1,3V 
Spannungsabfall, das sind um 7 Watt Verlustleistung am Triac. Laut 
Datenblatt dürfte sein Spannungsabfall sogar noch größer sein.

In meiner Anwendung habe ich einen NTC auf den Kühlkörper gesetzt, mache 
oberhalb 40°C ein Lüfterchen an. Bei 90°C kommt die Notabschaltung, bis 
das Ding wieder kalt ist.

Wenn ich so gucke, finde ich viele SSR mit recht großen Kühlkörpern!

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