Kondensator am Ausgang bei Transistorschaltungen

Gast #5814558
Bei vielen Schaltungen insbesondere bei Verstärkerschaltungen, liegt am 
Ausgang also parallel zur Last eine Kapazität/Kondemsatot. Wieso ist das 
so? Ich habe jetzt dazu gelesen, dass diese benutzt wird, sofern der 
Eingang nur aus einer positiven Halbwelle besteht. Stimmt das und wenn 
ja wieso?
Gast #5814588
Die Maximale Änderung der Ausgangsspannung ist für duout/dt>0 durch die 
slew rate I/Cl begrenzt.
Sonst steht da noch was von dem Kondensator Cl einen sinusförmigen 
Ladestrom liefern. Der rest ist sehr mathematisch gehalten, dh. Zb gilt 
füt die Kleinsignalsprungantwort Rout×CL entspricht inetwa 1/pd.

pd stellt dabei eine natürliche Frequenz des Ausgangs dar so wie ich das 
jetzt so entnehme?

Ansonsten werden viele Gleichungen aufgestellt und Annahmen gemacht...

Aber der Prof. macht das immer recht umständlich deswegen würde ich es 
allgemein verstehen können.
Gast #5814594
Ok also handelt es sich um irgendein Einfluss das man mit Cl 
kompensieren kann? Also das System stabil machen indem man Cl 
vergrössert bzw verkleinert und somit Pole verschiebt?
Gast #5814596
Ich habe ja gedacht das es dazu dient den Millereffekt zu unterdrücken. 
Wäre dazu aber nicht eine Kaskode geeigneter oder ist die Kaskode eher 
die bessere Wahl und Cl stellt hier nur eine alternative da?
Gast #5814617
Sieht für mich so aus als ginge es darum was passiert wenn man eine 
kapazitive Last am Ausgang hat. CL ist nicht parallel zur Last, sondern 
C IST die Last. Das hat natürlich negative Einflüsse auf viele 
Verstärker z. B. bzgl Stabilität.

Allgemein gilt, wenn du deinen Prof nicht versteht, ihn fragen. Denn 
deine Behauptung dass oft Kapazitäten parallel zur Last eines 
Verstärkers platziert werden halte ich für falsch. Sowas will man 
eigentlich meistens gerade nicht haben.
#5814636
Der im Bild eingezeichnete Cl symbolisiert nur eine kapazitive Last am 
Ausgang. Es ist dort kein Kondensator als Bauteil eingebaut, sondern 
damit sind Eingangskapazitäten nachfolgender Schaltungsteile oder einer 
Leitung gemeint. Den Millereffekt hast Du bei einer Emitterschaltung 
vorliegen wegen dem großen Spannungshub am Kollektor.

https://www.elektronik-kompendium.de/news/thema/miller-kapazitaet/


MfG
#5814657
Mike B. (mike_b97) schrieb:

>Mike B. schrieb:
>> Stichwort Tiefpass?
>
>wieso jibbet dafür nun wieder ein -1?
>Was ist falsch an dem Gedanken, das Frequenzband am Ausgang des
>Verstärkers je nach Verwendungszweck ab einer bestimmten Grenzfrequenz
>abzuschneiden?
>z.B. für Aktivverstärker in Subwooferboxen?

Eben diese Aussage ist falsch. Im gezeigten Schaltbild geht es eindeutig 
um eine (parasitäre) Last-Kapazität. Die ist nicht dafür da, um einen 
Tiefpaß damit zu bauen, sondern ist eher unerwünscht (eben parasitär).
(ich war aber nicht der Minusmann)
Gast #5814660
Wenn lange Lautsprecherkabel verwendet werden, dann hat man eine 
wunderbare KW-Antenne bekommen (Dipol).
Wenn der Nachbar auch noch ein böser KW-Funkamateur ist, dann krachts im 
Lautsprecher, wenn der auf Sendung ist.
Um das zu reduzieren kann man einen Kondensator verwenden - siehe C674 - 
1nF.
Zusätzlich verwendete man an den Endstufen-Transistoren Ferritperlen - 
siehe P603 und P604.

Die Schaltung stammt aus dem Grundig Satellit 600.

Hier steht auch sowas ähnliches:
https://www.elektronikpraxis.vogel.de/weg-mit-hf-stoerungen-bei-class-d-verstaerkern-a-29011/
Angehängte Dateien:

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