Ich will für Musik 3-Wege Power-Hörgeräte ohne Mikrofon bauen. Zum
Beispiel mit solchen Treibern:
https://www.alibaba.com/product-detail/Estron-ESC910C22955-Balance-Armature-Receiver-Universal_60746305320.html
ich weiss aber nicht wie die Qualität ist... Kennt ihr vielleicht gute
qualitative Treiber? Also möglichst 130dB auf allen Frequenzbereichen.
Die eigentliche Frage: Wo krieg ich Frequenzweiche für Hörgeräte und
In-Ohr-Kopfhörer her? Auf ebay und aliexpress werde ich da nicht fündig.
Da kommen nur Frequenzweichen für Lautsprecher raus.
Die Hörgerätehersteller sind zum Beispiel zu doof Mikrofon extern zu
verlagern. Weil das Hörgerät pfeift immer. Und
Rückkoppelungsunterdrückung opfert die hohen Frequenzen die ich hören
möchte.
Akkusammler schrieb:> Die Hörgerätehersteller sind zum Beispiel zu doof Mikrofon extern zu> verlagern.
Nö, es gibt Audioschuhe, das kannst Du anschließen was Du willst.
Akkusammler schrieb:> Und> Rückkoppelungsunterdrückung opfert die hohen Frequenzen die ich hören> möchte.
Nö, Du weißt nur nicht wie das funktioniert.
Deine Kenntnisse über HGs sind schlichtweg grauenhaft. Laß Dich doch
einmal von einem guten Akustiker richtig beraten.
Ich weiß, unter denen gibt es auch viele Nieten. Viele sind gerade gut
genug um Omi ein neues HG aufzuschwatzen.
Ist aber so. Wenn ich mit dem Mund pfeife, dann kommt so ein Trillern
statt Pfeifen raus. Daran erkennt man, dass es die
Rückkoppelungsunterdrückung ist.
Es gibt weitere Faktoren die mich stören:
1. Analog-Hörgeräte dürfen nicht verkauft werden.
2. Sprachprozessor, keine lineare Übertragung
3. Batteriefach, In-Ohr-Kopfhörer brauchen keine Batterien
4. Es gibt keine guten Akustiker. Jeder hat keine Zeit und möchte
möglichst Hörgeräte verkaufen. Eine Beratung kostet pro Stunde 600€.
Ergo haben sie auf Beratung scheinbar keine Lust. Bei anderen Akustiker
das gleiche. Die schnelle Antwort ist immer: "Es gibt keine stärkeren
In-Ohr-Kopfhörer" obwohl es technisch machbar ist.
Akkusammler schrieb:> Ist aber so. Wenn ich mit dem Mund pfeife, dann kommt so ein Trillern> statt Pfeifen raus. Daran erkennt man, dass es die> Rückkoppelungsunterdrückung ist.
Das ist die Pegelbegrenzung.
> 1. Analog-Hörgeräte dürfen nicht verkauft werden.
Stimmt so nicht
> 2. Sprachprozessor, keine lineare Übertragung
Das ist korrekt. HGs sind dazu gedacht, das Sprachverstehen zu
ermöglichen.
> 3. Batteriefach, In-Ohr-Kopfhörer brauchen keine Batterien
Hä? Die funktionieren mit dunkler Energie?
> 4. Es gibt keine guten Akustiker. Jeder hat keine Zeit und möchte> möglichst Hörgeräte verkaufen. Eine Beratung kostet pro Stunde 600€.> Ergo haben sie auf Beratung scheinbar keine Lust. Bei anderen Akustiker> das gleiche. Die schnelle Antwort ist immer: "Es gibt keine stärkeren> In-Ohr-Kopfhörer" obwohl es technisch machbar ist.
Es gibt keine stärkeren HG weil sie das Resthörvermögen irreversibel
schädigen. Ein Hersteller solcher Geräte müßte mit Schadenersatzklagen
rechen.
Wie es Karl B. im vorherigen Thread schon angemerkt hat: Du kannst mit
HG nicht dein normales Hörvermögen wiedererlangen. Vergiss es.
Ich will aber kein Sprachverstehen. Ich will nur Musik hören. Wie kommen
die Hörgerätehersteller auf die Gedanken dass ich Sprachverstehen will?
Auch da wieder total dumm.
Doch stärkere Hörgeräte gibt es. Schau mal da:
https://www.phonakpro.com/content/dam/phonakpro/gc_hq/de/products_solutions/hearing_aid/naida_v/documents/datasheet_naida_v_up.pdf
145dB. Nicht mal so laut muss es sein. 130dB auf allen Frequenzbereichen
würden aussreichen bei mir.
Die Akustiker sind dazu nicht mal in der Lage diese Soundtreiber von
Phonak in In-Ohr-Kopfhörer zu verbauen.
Wo krieg Phonak solche Soundtreiber her ? Hab bei den Chinesen nix
gefunden.
Nur Audioklinken brauche ich. Keine lästigen Batterien.
Du solltest Dich erst mal informieren bevor Du rum schwadronierst. Ich
bin selbst gerade dabei, verschiedene Hörgeräte anzutesten und kann über
mangelnden Service nicht klagen. Schließlich wird mit den Teilen ja auch
echtes Geld verdient (vorsichtig ausgedrückt). Zum Thema
Rückkopplungsfestigkeit: Bauartbedingt sind in-ear-Geräte hier deutlich
unterlegen, weshalb ich ein HDO-Gerät nehmen werde. Zum Thema
Musikhören: Es gibt durchaus die Möglichkeit, ein lineares Musikprogramm
zu wählen.
Mark S. schrieb:> Bauartbedingt sind in-ear-Geräte hier deutlich> unterlegen, weshalb ich ein HDO-Gerät nehmen werde.
Bei starker Schwerhörigkeit bleibt einem sowieso nichts anderes übrig.
> Zum Thema> Musikhören: Es gibt durchaus die Möglichkeit, ein lineares Musikprogramm> zu wählen.
Das macht aber nur bedingt Sinn bei starker Hochtonschwerhörigkeit. Aber
man wird für Musikhören auf jeden Fall ein anderes Programm wählen.
Akkusammler schrieb:> Und welche Hörgeräte sollen das sein? Ich besitze Phonak Naida Up und> benütze es nie. Wir haben schon alle Programme und Parameter> durchprobiert. Das Hörgerät erkennt Heavy Metal Musik nur als> Störgeräusch.
So etwas probiert man aus bevor man sich für ein HG entscheidet.
> mangelnden Service nicht klagen. Schließlich wird mit den Teilen ja auch> echtes Geld verdient (vorsichtig ausgedrückt).
Ich frag mich auch immer wieso sich da noch kein "Fielmann" entwickelt
hat. Das muessen hinter Buehne unglaubliche Schmiergelder fliessen um
den Markt geschlossen zu halten.
Olaf
Akkusammler schrieb:> Das Hörgerät erkennt Heavy Metal Musik nur als> Störgeräusch.
Klingt plausibel, geht mir auch ohne Hörgerät so :-P
Aber mal Ernst beiseite - wenn du Frequenzweichen für 3 Wege Hörgeräte
suchst, dann programmierst du das heutzutage in den DSP, der sowieso
schon die Aufbereitung erledigt.
Olaf schrieb:>> mangelnden Service nicht klagen. Schließlich wird mit den Teilen ja auch>> echtes Geld verdient (vorsichtig ausgedrückt).>> Ich frag mich auch immer wieso sich da noch kein "Fielmann" entwickelt> hat. Das muessen hinter Buehne unglaubliche Schmiergelder fliessen um> den Markt geschlossen zu halten.>> Olaf
Ist halt ein kleiner Markt. HG Akustiker ist im übrigen ein sehr
einträglicher Beruf. Als Ausbildungsberuf schlägt das gehaltsmäßig jeden
Ingenieur. Ich habe für meine ca. 5k€ gezahlt.
Matthias S. schrieb:> Akkusammler schrieb:>> Das Hörgerät erkennt Heavy Metal Musik nur als>> Störgeräusch.>> Klingt plausibel, geht mir auch ohne Hörgerät so :-P> Aber mal Ernst beiseite - wenn du Frequenzweichen für 3 Wege Hörgeräte> suchst, dann programmierst du das heutzutage in den DSP, der sowieso> schon die Aufbereitung erledigt.
Digital Signalprozessor? Welche denn?? Es gibt ja
High-End-Kopfhörerverstärker die DSP sind. Meinst du das? Oder meinst du
eher DSP im Hörgerät verbaut?
Schaut euch mal das an: https://www.hoerstube.com/in-ear-monitoring.php
Da drin ist nur Treiber, Kabelanschluss und Filter. Mehr ist da nix drin
oder? Wo ist denn DSP?
+ und Masse von Treiber ist direkt mit 3,5mm Audioklinke verlötet, oder?
Kurze Hintergrundinfo: Ich trage selbst Cochleaimplantate. Das bedeutet,
digitalisierte Töne, die auch digital ins Hirn kommen, ohne
Lautsprecher.
Ohne Implantate ist bei mir Funkstille, bis ich den Bass im Magen spüre.
Akkusammler schrieb:> Ich will aber kein Sprachverstehen. Ich will nur Musik hören. Wie kommen> die Hörgerätehersteller auf die Gedanken dass ich Sprachverstehen will?> Auch da wieder total dumm.
Ich dachte bei diesem Satz echt an einen Troll.
Du denkst, dass normale Menschen lieber Musik hören als mit anderen
Leuten reden zu können? Ich kann nur für mich sprechen, aber da liegst
du einfach mal komplett falsch. Hörgerätehersteller richten sich nach
den primären Bedürfnissen der 99% der Kunden, nicht nach einem
Sonderwunsch. Sicherlich kannst du auch eine Spezialanfertigung
bekommen. Gegen entsprechendes Entgelt, versteht sich.
Akkusammler schrieb:> Ja sorry aber wie gesagt, auch mit Audioschuhen kein zufriedenstellendes> Ergebnis. Der Sound ist einfach scheußlich. Das liegt an den> Sprachprozessor.
Nein, das liegt daran:
Akkusammler schrieb:> Ich besitze Phonak Naida Up und> benütze es nie.
Ein neutral klingendes Hörgerät, das sich 1:1 wie dein bisheriges Gehör
anhört, wirst du nicht finden. Du wirst dich umgewöhnen müssen, ob es
dir passt oder nicht. Das. was bei dir im Gehirn ankommt, sind
elektrische Impulse. Woher die kommen, ist an dieser Stelle eigentlich
egal. Töne werden durch dein Gehirn daraus gemacht. Dein Gehirn weiß,
wie Geräusche zu klingen haben. Wenn nun regelmäßig für denselben
erwarteten Ton immer derselbe andere Impuls kommt, kann dein Gehirn das
neu verknpüfen (der Beweis, dass das so funktioniert, steckt links und
rechts in meinem Kopf). Die Folge ist ein natürlich empfundenes Hören.
Elektrisch und physikalisch mag jetzt was anderes als vorher ankommen,
dein Gehirn macht dasselbe draus. Sollte der Impuls allerdings nur
selten kommen, dann funktioniert das nicht und du wirst das Geräusch als
unnatürlich empfinden.
Ich habe ungefähr 18 Jahre lang Hörgeräte getragen. Nach dem Anpassen
oder einem Gerätewechsel hat es sich immer fremd angehört. Ich habe mich
an jedes Gerät gewöhnt und war zufrieden.
Andreas B. schrieb:> Aber> man wird für Musikhören auf jeden Fall ein anderes Programm wählen.
Warum sollte man das tun? Dann passt die "Programmierung" des Gehirns
aus dem Alltag nämlich wieder nicht. Derselbe Ton liefert dann einen
anderen elektrischen Impuls als gewohnt.
Matthias S. schrieb:> Aber mal Ernst beiseite - wenn du Frequenzweichen für 3 Wege Hörgeräte> suchst, dann programmierst du das heutzutage in den DSP, der sowieso> schon die Aufbereitung erledigt.
Unter anderem aus genau dem Grund gibt es den. Vom Platzbedarf hab ich
keine Ahnung, aber Sprachprozessoren sind winzig. Und im Gegensatz zu
einer analogen Frequenzweiche auf Kundenwünsche anpassbar.
Darf ich eine ernsthafte Frage stellen? Warum nimmst du nicht einfach
In-Ear-Kopfhörer? Das kommt so ziemlich auf dasselbe raus.
5k€ ... lol sag mal merkt ihr nicht wie ihr extrem verarscht werdet???
Die Chinesen verkaufen diese Treiber zwei Stück für 60€ und die
Akustiker hier verlöten die Zeug nur und verkaufen es für 1100€ !!!
düsentrieb schrieb:> Andreas B. schrieb:>> Aber>> man wird für Musikhören auf jeden Fall ein anderes Programm wählen.>> Warum sollte man das tun? Dann passt die "Programmierung" des Gehirns> aus dem Alltag nämlich wieder nicht. Derselbe Ton liefert dann einen> anderen elektrischen Impuls als gewohnt.
Weil ein Sprachprogramm:
a) die Dynamik reduziert
b) Störgeräusche filtert. Als Störgeräusche versucht der DSP alles zu
interpretieren was sich nicht nach Sprache anhört.
c) Bei Richtmikrofonen wird alles von hinten ausgeblendet.
all das ist beim Musikhören unerwünscht.
Wir reden hier übrigens von HG, nicht von CI.
Akkusammler schrieb:> 5k€ ... lol sag mal merkt ihr nicht wie ihr extrem verarscht werdet???> Die Chinesen verkaufen diese Treiber zwei Stück für 60€ und die> Akustiker hier verlöten die Zeug nur und verkaufen es für 1100€ !!!
Tja, mangels Alternativen hat man da wenig Möglichkeiten. Davon
abgesehen löten Akustiker bestimmt keine HG zusammen.
Ein HG besteht im übrigen aus mehr als nur den Treiber. Bei den geringen
Stückzahlen muß der Forschungsaufwand im übrigen auch wieder reingeholt
werden. Aber es stimmt schon: Übertrieben sind die Preise allemal.
Aber egal: Du baust sowas ja für 60€. Freu dich.
Kannst bei Deiner Freundin ja schon mal nachfragen, wie man ein CI bei
der KK beantragt. Das wirst Du nämlich bald brauchen.
Andreas B. schrieb:> Wir reden hier übrigens von HG, nicht von CI.
Welchen Unterschied macht das für die Interpretation der elektrischen
Impulse durch das Gehirn?
Andreas B. schrieb:> a) die Dynamik reduziert> b) Störgeräusche filtert. Als Störgeräusche versucht der DSP alles zu> interpretieren was sich nicht nach Sprache anhört.> c) Bei Richtmikrofonen wird alles von hinten ausgeblendet.
a) und b) sind interessante Punkte, damit habe ich mich noch nicht
weiter beschäftigt. Muss ich mal nachhaken, wie das bei mir ist. Ich
verwende dasselbe Programm für alles und habe da noch keinen Eingriff
rausgehört.
c) halte ich für irrelevant, weil man dafür die von dir verwendeten
Audioschuhe bzw. den direkten Anschluss nutzen sollte (Ausnahme: Konzert
o.ä.).
Das Problem mit der gleichbleibenden Interpretation des Hirns bei
verändertem Input desselben Tons/Geräuschs halte ich aber durchaus für
plausibel.
Akkusammler schrieb:> Die Hörgerätehersteller sind zum Beispiel zu doof Mikrofon extern zu> verlagern.
Zu doof sind sie nicht, sie sind sogar so schlau dass sie es sich
bezahlen lassen.
Oticon ConnectClip. Oticon ConnectLine, ReSound MultiMic, Kind Externes
Mikrofon,...
andere Mütter haben sicher auch schöne Töchter.
> Und> Rückkoppelungsunterdrückung opfert die hohen Frequenzen die ich hören> möchte.
Schau dir mal an wie die eksternen Mikrofone genutzt werden, und wie
deren Rückkoppelungsunterdrückung reduziert wird.
Akkusammler schrieb:> Das Hörgerät erkennt Heavy Metal Musik nur als> Störgeräusch.
Warum sendest du das Signal erst als Druckwellen in die Luft um es dann
nur über das Mikro zu fangen? Das ist doch von hinten durch die Brust
ins Auge.
Sende das Signal doch einfach direkt an die Hörgeräte und schalte einen
Subwoofer für das "Körpergefühl" dazu.
2019 braucht man keine Induktionsschleife mehr zu legen.
Akkusammler schrieb:> 5k€ ... lol sag mal merkt ihr nicht wie ihr extrem verarscht werdet???> Die Chinesen verkaufen diese Treiber zwei Stück für 60€ und die> Akustiker hier verlöten die Zeug nur und verkaufen es für 1100€ !!!
Die Frage ist, wer hier wen verarscht. Offensichtlich macht es Dir ja
Spass, mit hahnebüchenen Forderungen die diejeneigen , die dir
vernünftige Antworten geben wollen, vor den Kopf zu stossen.
BtW: i.d Hörgeräten sind durchaus DSP verbaut. Diese werden i.d.R. in
mehreren Terminen dem Träger angepasst, d.h. auf seine individuelle
Hörkurve programmiert. Diese Dienstleistung muss bezahlt werden.
Wenn Du also wirklich HG-Träger währest, müsstest Du das wissen. Weist
Du aber scheinbar nicht...
Gehab dich wohl.
> > Akkusammler schrieb:>> Das Hörgerät erkennt Heavy Metal Musik nur als>> Störgeräusch.
Zu schwerhoerig fuer heavy metal ? Ich habe heavy metal erst begriffen
als ich die Ohren maximal zustopfte und einen halbleeren Bierbecher in
der Hand hielt. Man hoert den Sound mit dem Bierbecher in der Hand.
130dB Dynamik ? Ist wohl ein witz. Sowas gibt's gar nicht. Weder im
Sensor, noch in den DSP Rechnungen
düsentrieb schrieb:> Andreas B. schrieb:>> Wir reden hier übrigens von HG, nicht von CI.>> Welchen Unterschied macht das für die Interpretation der elektrischen> Impulse durch das Gehirn?
Die Impulse durch das normale Ohr sind um einiges komplexer als
diejenigen, die mit ein paar Elektroden in der Hörschnecke erzeugt
werden.
Sebastian L. schrieb:> 2019 braucht man keine Induktionsschleife mehr zu legen.
Doch. Man kann sich dadurch nämlich frei im Raum bewegen.
HG haben auch heute noch nur Induktionsspulen. Alles andere sind
Zusatzgeräte, die man sich um den Hals hängen muß.
Michael W. schrieb:> Wenn Du also wirklich HG-Träger währest, müsstest Du das wissen. Weist> Du aber scheinbar nicht...
Hi,
http://markus-fiedler.de/hoerphysiologie/http://www.markus-fiedler.de/audio/psycho01.mp3
Zitat Quelle oben:
"...Bei zu lauten Geräuschen spannt sich der Musculus stapedius an und
und verkanntet bei zu lauten Schallereignissen die Steigbügelplatte im
ovalen Fenster. die Knöchelchen können nicht mehr frei schwingen, was
eine Schallweiterleitung an das Innenohr erschwert..."
/Zitat
ciao
gustav
> Ist halt ein kleiner Markt. HG Akustiker ist im übrigen ein sehr> einträglicher Beruf. Als Ausbildungsberuf schlägt das gehaltsmäßig jeden> Ingenieur. Ich habe für meine ca. 5k€ gezahlt.
Der Markt duerfte identisch sein zu den Augenoptikern vor 20-30Jahren.
Und ja, denen kommt das Geld zu den Ohren raus. Es wundert mich nur das
dies so bleibt und sich dort keinerlei Konkurrenz etabliert.
Was machen dann eigentlich Leute die keine 5kEuro zahlen koennen weil
sie in jungen Jahren fuer Amazon Pakete ausgetragen haben. Bekommen die
dann ein Hoerrohr aus Plastik?
Olaf
Akkusammler schrieb:> Die Hörgerätehersteller sind zum Beispiel zu doof Mikrofon extern zu> verlagern. Weil das Hörgerät pfeift immer. Und> Rückkoppelungsunterdrückung opfert die hohen Frequenzen die ich hören> möchte.
Ach, Du sprichst über Hörgeräte aus dem letzten Jahrtausend?
Übrigens, sämtliche Veränderungen der Frequenz- und Amplituden
übertragungsfunktion werden heutzutage mit digitalen Audio-
prozessoren gemacht. Die können auch das Pfeifen verhindern.
Selbst, wenn Du solche Prozessoren im Hörgeräteformat irgend-
wo einzeln kaufen kannst, müsstest Du die immer noch selbst
programmieren.
Olaf schrieb:> Was machen dann eigentlich Leute die keine 5kEuro zahlen koennen weil> sie in jungen Jahren fuer Amazon Pakete ausgetragen haben. Bekommen die> dann ein Hoerrohr aus Plastik?
So ungefähr. Standard HG von der KK für knappe 1k€ soweit ich informiert
bin (lebe nicht mehr in D)
Ich wollte das bestmögliche. Preis egal, da ich es beruflich brauche.
Ein Ingenieur kommt ohne Kommunikation halt nicht sehr weit. ;-)
Edit + Tip: In D kann man HG über die RV beantragen wenn man es
beruflich braucht. (AG Bescheinigung notwendig). Dann wird alles
bezahlt. Das kommt dann aus dem Budget was die AG zahlen müssen wenn sie
keine Schwerbehinderten einstellen.
Andreas B. schrieb:>> Und>> Rückkoppelungsunterdrückung opfert die hohen Frequenzen die ich hören>> möchte.>> Nö, Du weißt nur nicht wie das funktioniert.
Nun, die meisten Hörgeräte verstärken über 8kHz nicht mehr.
Allerdings ist bei den meisten Schwerhörigen die Empfind-
lichkeit in diesem Bereich derart gering, das sich eine
Verstärkung nicht mehr lohnt. Mit der Pfeifunterdrückung
hat das aber nichts zu tun.
Akkusammler schrieb:> 1. Analog-Hörgeräte dürfen nicht verkauft werden.
Solchen alten Mist will heute keiner mehr haben
> 2. Sprachprozessor, keine lineare Übertragung
Eine lineare Übertragung ist für Schwerhörige nicht sinnvoll.
Man will dort bewusst eine Dynamikkompression haben.
> 3. Batteriefach, In-Ohr-Kopfhörer brauchen keine Batterien
Schön. Werden die durch freie Energie versorgt?
> Die schnelle Antwort ist immer: "Es gibt keine stärkeren> In-Ohr-Kopfhörer" obwohl es technisch machbar ist.
Da bei solchen Geräten Mikrofon und Lautsprecher dicht beieinander
sitzen, gibts da physikalische Grenzen.
Akkusammler schrieb:> Ich will aber kein Sprachverstehen. Ich will nur Musik hören.
Da Du damit eine kleine Minderheit darstellst, wirst Du Dir
ein solches Gerät wohl selbst herstellen müssen. Das ist ja
auch nicht besonders schwierig. Du kaufst Dir einen guten
Kopfhörer und baust Dir einen dazu passenden Kopfhörer-
Verstärker mit Batteriebetrieb. Der hat dann typisch Ziga-
rettenschachtelgrösse. Schaltungen für Kopfhörerverstärker
gibts massenhaft im INet.
> Wie kommen> die Hörgerätehersteller auf die Gedanken dass ich Sprachverstehen will?> Auch da wieder total dumm.
Nun, mindestens 90% aller Hörgeräteträger will das.
> 130dB auf allen Frequenzbereichen würden aussreichen bei mir.
Das würde bei Durchschnittsmenschen und Vermutlich auch bei Dir
früher oder später zur völligen Taubheit führen.
Olaf schrieb:>> mangelnden Service nicht klagen. Schließlich wird mit den Teilen ja auch>> echtes Geld verdient (vorsichtig ausgedrückt).>> Ich frag mich auch immer wieso sich da noch kein "Fielmann" entwickelt> hat.
"Fielmann" verkauft schon lange Hörgeräte. Aber da mir da auch schon
die Brillen zu teuer sind, wirds bei den Hörgeräten nicht anders sein.
Andreas B. schrieb:> Weil ein Sprachprogramm:> a) die Dynamik reduziert> b) Störgeräusche filtert. Als Störgeräusche versucht der DSP alles zu> interpretieren was sich nicht nach Sprache anhört.> c) Bei Richtmikrofonen wird alles von hinten ausgeblendet.>> all das ist beim Musikhören unerwünscht.
Dafür gibts dann das Musikprogramm.
Alle diese "Features" einschl. Rückkopplungsunterdrückung
und mehrere Kanäle sind übrigens heutzutage Standard bei
Hörgeräten ohne Zuzahlung. Auch die Möglichkeit "ohne
Mikrofon" drahtlos den Schall mit einer sog. Telefonspule
zu empfangen, gehört dazu. Willst Du über Bluetooth emp-
fangen, wirds allerdings etwas teurer.
Michael W. schrieb:> BtW: i.d Hörgeräten sind durchaus DSP verbaut.
Ja, und das schon seit vielen Jahren.
> Diese werden i.d.R. in mehreren Terminen dem Träger angepasst,> d.h. auf seine individuelle Hörkurve programmiert. Diese> Dienstleistung muss bezahlt werden.
Die Kosten dafür sind aber im Preis der Hörgeräte enthalten.
Olaf schrieb:> Was machen dann eigentlich Leute die keine 5kEuro zahlen koennen
Die nehmen das Standardmodell des Herstellers, welches es ohne
Zuzahlung gibt. Diese Standardmodelle sind deutlich besser als
die wesentlich teureren Geräte vor 10...20 Jahren, weil die
Krankenkassen dafür Mindeststandards vorschreiben.
Harald W. schrieb:> Diese Standardmodelle sind deutlich besser als> die wesentlich teureren Geräte vor 10...20 Jahren, weil die> Krankenkassen dafür Mindeststandards vorschreiben.
Glaube ich nicht. Die KK wollen sparen, das ist alles.
Mit den Standardmodellen kann man auch heute nicht vernünftig hören.
Besser als nichts ist es schon, aber das war es dann auch.
Das HG mit dem besten Sprachverständnis hatte ich vor 15 Jahren. Leider
gibt es das nicht mehr.
Akkusammler schrieb:> 3-Wege Power-Hörgeräte
Halte ich für ein Gerücht oder ausgemachten Marketingblödsinn.
Bei der kleinen Bauform (und noch dazu wenn der Kopfhörer geschlossen
ist, also z.B. in-ear) reicht eine einzige Membran um den ganzen
hörbaren Frequenzbereich abzudecken. Und bei Hörgeräten das dort
relevante Frequenzband sowieso.
Kauf Dir ein paar halbwegs vernünftige gut sitzende In-Ear Stöpsel und
schließ die an einen geeigneten Kopfhörerverstärker an. Das ist alles
handelsübliche Konsumerware. Und damit kann man schon einen Schalldruck
erreichen der bei einem gesunden Ohr physische SCHMERZEN erzeugt. Das
wird wohl reichen.
Harald W. schrieb:> Auch die Möglichkeit "ohne> Mikrofon" drahtlos den Schall mit einer sog. Telefonspule> zu empfangen, gehört dazu.
Das hatte schon mein Kastenhörgerät anno 1965
> Willst Du über Bluetooth emp-> fangen, wirds allerdings etwas teurer.
Das sind auch nur externe Kistchen die nichts anderes machen als BT zu
empfangen und an das HG weiterzuleiten. Kostet ca. 500€.
Das habe ich mir für ca. 30€ gebaut. BT Empfänger aus der Bucht,
bisschen Elekronik dazu (LiIon Laderegler, Akkumanagement, niederohmige
Endstufe) und fertig ist die Laube. Das geht dann auf die
Induktionsspule des HG. Zum telefonieren prima.
Bernd K. schrieb:>> 3-Wege Power-Hörgeräte
Manchmal verwenden Hörgerätefirmen seltsame Ausdrücke. Die
Aufteilung des gesamten Frequenzbereiches auf mindestens
drei Kanäle, die unterschiedlich weiterverarbeitet werden,
ist heutzutage Standard. Die Aufteilung der Lautsprecher
auf diese Kanäle, ähnlich wie in Lautsprecherboxen, halte
ich aber in diesem Kleinleistungsbereich für unnötig. Das
wird ja selbst bei sehr teuren HiFi-Kopfhörern nicht gemacht.
> Und damit kann man schon einen Schalldruck> erreichen der bei einem gesunden Ohr physische SCHMERZEN erzeugt.> Das wird wohl reichen.
Die sog. Schmerzschwelle liegt m.W. bei 120dB. Dieser Wert ist
normalerweise auch für Schwerhörige nicht höher. Der TE möchte
aber 10...30dB mehr. Damit lässt sich m.E. eine weitere Ver-
schlechterung des Hörvermögens bis zur Taubheit nicht vermeiden.
Harald W. schrieb:> Damit lässt sich m.E. eine weitere Ver-> schlechterung des Hörvermögens bis zur Taubheit nicht vermeiden.
@Akkusammler scheint das scheinbar wirklich egal zu sein.
Geht es etwa darum, das ein_mal so zu machen/haben, weil man danach
kein RHV mehr braucht (lustiges Musikhoeren kurz vor/bis zum Suizid?),
dann machen diese Anforderungen Sinn - im Normalfall aber eben nicht.
Hallo wieder,
ich höre hauptsächlich mit Analoghörgeräten Musik. Weil die
unverarbeitet die Signale weiterleiten und nur verstärkt. Da ist Heavy
Metal auch am angenehmsten.
Und der max. Pegel meiner Hg liegt über alle Frequenzen zwischen 120dB
und 130dB. Das Problem ist, dass es keine Ersatzteile mehr für diese Hg
gibt. Auch keine Reparatur. Damit habe ich aber 20 Jahre lang Musik
gehört. Ohne Hörverschlechterung. Jetzt fallen die Dinger auseinander
und ich leide unter Musikentzug. Nietzsche sagte einmal: "Ohne Musik ist
das Leben ein Irrtum." Der Akustiker verkauft mir keine Analoghörgeräte.
Ich nehme erst mal die:
https://de.aliexpress.com/item/Free-Shipping-2pcs-pair-DIY-Earphones-GK-31732-Experience-Balance-Armature-Speaker-Receiver-Earphone-Accessories-from/1000001308317.html
Diese Module können aber nur zwischen 110dB und 120dB. Also knapp
unterhalb meiner Hörgeräte.
Deshalb werde ich pro Ohr zwei oder drei Stück nehmen. Es müssen dann
+6dB/+9dB ergeben.
Weiss jemand hier wie die Reihenfolge der Signalverarbeitung von
Hörgeräten funktionert? Zuerst Kompression dann EQ oder umgekehrt ? Ist
das eigentlich sogar Multiband-Kompression? Wird auch ein Limiter
eingesetzt?
Digitalhörgeräte/CI sind vergleichbar mit Nachtsichtbrille. Man sieht
weit, aber die Farbunterschiede sind weg. Alles nur noch grün.
Analoghörgeräte sind vergleichbar mit Taschenlampen. Nicht die gleiche
Helligkeit wie Tageslicht aber da wo fokusiert wird, sind die Farben
sind wieder da.
Gewöhn Dich an die neuen HG.
Die Zeiten, wo Schwerhörige sich das Resthörvermögen mit Schalldrücken
jenseits 120-130dB zerstört haben sind dank digitaler HG vorbei.
Auch digitale Hörgeräte müssen diese Schalldrücken ausgeben. Da ist kein
Unterschied.
Schaut euch dieses Video an:
https://www.youtube.com/watch?v=zSsJP-zrZyM
Der Unterschied zwischen Hörgeräten und In-Ohr-Kopfhörer ist ja nur,
dass Hg diese DSP Chip haben und In-Ohr-Kopfhörer nicht. Das ist alles.
Ich müsste eigentlich nur den DSP-Chip aus Hörgeräten entfernen und
direkt an 3,5mm Klinke anschließen. Dann müsste die Tonqualität wieder
besser werden. Der PC kann ja auch DSP. Und zwar viel besser. Ihr glaubt
doch nicht ernsthaft dass so ein winziger DSP in Hörgeräten den Ton
besser verarbeitet.
>Eine Verdopplung der Lautsprecher bewirkt zwecks doppelter Membranfläche >+3dB
und +3dB zwecks doppelter Leistung/Belastbarkeit, maximal also +6dB "
>Man könnte die einfach parallelschalten? Dann würd ich bis 3 Stück pro Ohr >probieren, dann hätte ich hier +9dB. Ich nehme an dass Frequenzweiche schon >eingebaut ist."
Ja, das gibts bei Hörgeräten für betagte Elefanten, denn an deren Ohren
ist genug Platz für mehrere Lautsprecher. Die audiophilen unter den
Elefanten bevorzugen hierbei die Mehrwege-Luxusvarianten. Einfach mal
beim Veterinärakustiker anfragen. Dort gibts tolle Demo-CDs. Die Version
für Mammuts ist leider nur auf Sonderbestellung erhältlich.
> Schaut euch dieses Video an:>Youtube-Video "What's inside a hearing aid and how it works"
Sehr interessant, wie der angelsächsische Feinwerk-Techniker mit seinen
überdimensionalen Fingern das Im-Ohr-Hörgerät zerlegt.
Im Inneren angelangt offenbart sich der robuste Aufbau mit dem
russischen Miniatur-Atomreaktor zur Hochleistungs-Versorgung des
Power-Verstärkers, der müheleos den länglichen Lautsprecher, bestehend
aus Neodymmagnet und supraleitenden Feindrähten, auf bis zu 180 dB
Lautstärke in 2mm Entfernung antreiben kann. Überschüssige Wärme wird
über den Hörkanal an den Kreislauf des Trägers abgegeben. Der Reaktor
ist ein schnell regelbarer Typ mit einem Maximal-/Standby-Verhältnis von
10000/1.
Nicht im Video erkennbar ist der DSP mit Kernspeicher.
Der stabile mechanische Aufbau mit carbonfaserverstärkten Verstrebungen
ermöglicht durch das geringe Gewicht hohen Tragekomfort sowie Freiheit
von Partialschwingungen im Gehäuse.
Das Gerät ist gegen den Austritt von Radioaktivität versiegelt und
erfüllt somit alle Umweltschutznormen und kann bedenkenlos dauerhaft
getragen werden.
mfG
Akkusammler schrieb:> Der Unterschied zwischen Hörgeräten und In-Ohr-Kopfhörer ist ja nur,> dass Hg diese DSP Chip haben und In-Ohr-Kopfhörer nicht. Das ist alles.
Dann kauf Dir ein paar In-Ear für 5 Euro und schließ die an die
Stereoanlage an. Fertig.
Akkusammler schrieb:> Der PC kann ja auch DSP. Und zwar viel besser. Ihr glaubt> doch nicht ernsthaft dass so ein winziger DSP in Hörgeräten den Ton> besser verarbeitet.
Aber sicher doch.
Andreas B. schrieb:> Sebastian L. schrieb:>> 2019 braucht man keine Induktionsschleife mehr zu legen.>> Doch. Man kann sich dadurch nämlich frei im Raum bewegen.> HG haben auch heute noch nur Induktionsspulen.
Dann schau dich nochmal um. Harald Blauzahn ist schon gerne mit dabei.
und ja, Induktionsschleife macht man noch, weil es so schön einfach ist
und selbst die die seit 40 Jahren einundasselbe Gerät haben wissen wie
es geht.
Die Klangqualität ist aber auf sprachverständlich optimiert.
Sebastian L. schrieb:> Dann schau dich nochmal um. Harald Blauzahn ist schon gerne mit dabei.
Nö, die sind nicht in den HG eingebaut. Das sind Kisten, die man sich um
den Hals hängt. Kleingedrucktes Lesen, nicht nur den Header.
Oder es wäre mal was Neues, dann nenne mal Ross und Reiter.
Andreas B. schrieb:> Sebastian L. schrieb:>> Dann schau dich nochmal um. Harald Blauzahn ist schon gerne mit dabei.>> Nö, die sind nicht in den HG eingebaut. Das sind Kisten, die man sich um> den Hals hängt. Kleingedrucktes Lesen, nicht nur den Header.> Oder es wäre mal was Neues, dann nenne mal Ross und Reiter.
Das war einmal. Meine Hörgeräte haben Bluetooth, das sie sogar zur
Kommunikation untereinander verwenden.
Auditus schrieb:> Das war einmal. Meine Hörgeräte haben Bluetooth, das sie sogar zur> Kommunikation untereinander verwenden.
Welche denn? Vor ca. 5 Jahren habe ich nichts dergleichen entdecken
können.
Meine (Siemens) kommunizieren auch miteinnder, aber das ist a) kein
Bluetooth und b) kann man damit kein Audio übertragen (also eine
langsame proprietäre Funkschnittstelle)
Andreas B. schrieb:> Welche denn? Vor ca. 5 Jahren habe ich nichts dergleichen entdecken> können.
Du solltest Dir einen besseren Akustiker suchen.
> Meine (Siemens) kommunizieren auch miteinnder, aber das ist a) kein> Bluetooth
Bluetooth braucht m.W. ziemlich viel Strom und ist deshalb für
kleine Hörgerätebatterien eher nich geeignet.
> b) kann man damit kein Audio übertragen (also eine> langsame proprietäre Funkschnittstelle)
Diese Funkschnittstellen können inzwischen auch Audio von rechts
nach links und umgekehrt übertragen, aber das ist alles nur mit
hohen Zuzahlungen zu bekommen. Irgendwie wundert es mich, das man
im allwissenden Internet so gut wie keine technischen nformationen
zu Hörgeräten finden. Die Hersteller schirmen sich da wohl recht
stark ab. Das auch die Akustiker sich damit nicht auskennen, liegt
wohl daran, das die heute verwendete Technik einfach zu kompliziert
ist. Die Aussage des TEs, das digitale Hörgeräte schlechter als die
alten, analogen sind, halte ich aber einfach für falsch.
Harald W. schrieb:> Du solltest Dir einen besseren Akustiker suchen.
Das hat mit dem Akustiker nichts zu tun. Meine Prio bei Hörgeräten ist
die Sprachverständigung. Da gehe ich keine Kompromisse ein. Wenn dann
noch bei diesem besten HG irgendwelche Gimmiks dabei sind: Gut.
Harald W. schrieb:> Bluetooth braucht m.W. ziemlich viel Strom und ist deshalb für> kleine Hörgerätebatterien eher nich geeignet.
eben, das ist genau der Punkt. Daher möchte ich mal das HG sehen das
Bluetooth eingebaut hat.
Harald W. schrieb:> Diese Funkschnittstellen können inzwischen auch Audio von rechts> nach links und umgekehrt übertragen
Wozu soll das gut sein? Es werden wohl eher irgendwelche Settings und
aktuelle Zustände sein, die da ausgetauscht werden.
Auditus schrieb:> Für alle die (etwas) tiefer in die Materie einsteigen möchten:
Das mit den Open HAiD habe ich mir mal vor einiger Zeit angeschaut. Sah
recht interessant aus, Aber wenn ich mir die Ganze Peripherie da
anschaue, die man da mitschleppen muß. ;-)
Andreas B. schrieb:> Daher möchte ich mal das HG sehen das Bluetooth eingebaut hat.
Dein Hörgeräteakustiker wird dir gerne welche anpassen :)
"Die Integration eines Funk-Controllers, der kompatibel zu NFMI-
(Near-Field Magnetig Induction) und HF-Funktechniken (wie Bluetooth Low
Energy) ist, ermöglicht einen effizienten Datentransfer von und zu
Funk-Transceivern sowie die Vernetzung von zwei Hörgeräten miteinander."
Quelle:
https://www.all-electronics.de/dsp-basiertes-system-on-chip-fuer-hoergeraete/
Auditus schrieb:>> Daher möchte ich mal das HG sehen das Bluetooth eingebaut hat.>> Dein Hörgeräteakustiker wird dir gerne welche anpassen :)
Nochmal: Ich suche mein HG nicht nach solchen Gimmiks aus. Es gibt
wenige HG die bei mir zu einigermaßen akzeptablen Ergebnissen führen.
Das HG welches das beste Sprachverständnis hat, wird gekauft. So einfach
ist das.
> Quelle:> https://www.all-electronics.de/dsp-basiertes-system-on-chip-fuer-hoergeraete/
Interessant. Der Stromverbrauch (0.7mA) ist wirklich beeindruckend.
Erzähl doch mal, welche HG mit Bluetooth Du da hast. Oder ist das
Geheim?
Edit: Gerade sehe ich, daß bei diesem Ezairo der eigentliche
Funkempfänger gar nicht dabei ist:
https://www.onsemi.com/PowerSolutions/content.do?id=18352
Damit relativiert sich das wieder.
Andreas B. schrieb:>> Du solltest Dir einen besseren Akustiker suchen.>> Das hat mit dem Akustiker nichts zu tun.
Nun, vor fünf Jahren gab es durchaus schon Hörgeräte mit
Bluetooth und anderen Sendern. Wenn das Dein Akustiker nicht
wusste, hat er sich einfach nicht weitergebildet.
> Meine Prio bei Hörgeräten ist> die Sprachverständigung. Da gehe ich keine Kompromisse ein.
Nun, ich denke, das trifft auf 90% aller Hörgeräteträger zu.
Der TE scheint da eine grosse Ausnahme zu sein.
>> Bluetooth braucht m.W. ziemlich viel Strom und ist deshalb für>> kleine Hörgerätebatterien eher nich geeignet.>> eben, das ist genau der Punkt. Daher möchte ich mal das HG sehen das> Bluetooth eingebaut hat.
Es gibt wohl inzwischen "Niedrigleistungs-Bluetooth".
Ob man sowas braucht, muss sowieso jeder selbst entscheiden.
>> Diese Funkschnittstellen können inzwischen auch Audio von rechts>> nach links und umgekehrt übertragen>> Wozu soll das gut sein?
Man kann damit die Störunterdrückung verbessern.
Harald W. schrieb:> Nun, vor fünf Jahren gab es durchaus schon Hörgeräte mit> Bluetooth und anderen Sendern. Wenn das Dein Akustiker nicht> wusste, hat er sich einfach nicht weitergebildet.
Ich habe nicht danach gefragt, weil das für mich nicht wichtig ist. Habe
das aber glaube ich schon erwähnt.
>> Meine Prio bei Hörgeräten ist>> die Sprachverständigung. Da gehe ich keine Kompromisse ein.>> Nun, ich denke, das trifft auf 90% aller Hörgeräteträger zu.> Der TE scheint da eine grosse Ausnahme zu sein.
Nein, so ist das leider nicht. Alle Akustiker mit denen ich zu tun
habe/hatte sind überrascht wie konsequent ich da bin.
Meistens geht es den Leuten um den Klang oder daß es sich genauso wie
das alte HG anhört oder eben irgendwelche Gimmiks.
Da kann ich in meinen Freundeskreis einige Beispiele aufzählen. Den
meisten ist das neue HG nicht laut genug. Auf meine Frage ob sie denn
mit den neuen HG gut verstehen kommt dann die Antwort: ja, aber es ist
so leise.
Diese Auffassung habe ich nie nachvollziehen können. HG erzeugen durch
die ständige hohe Lautstärken ziemlichen Stress. Mit den digitalen HG
sind solche extremen Lautstärken (die meist nahe der Schmerzgrenze oder
sogar darüber liegen) gar nicht mehr notwendig. Das haben viele aber
noch nicht begriffen. Der TO bildet da keinen Ausnahme, abgesehen von
seinem Desinteresse an Sprachverstehen.
Ich habe jetzt mal gegogelt und es gibt mittlerweile tatsächlich HG mit
BT. Allerdings erst seit ca. 2017. So lange ist das also noch nicht her.
Vorher waren das immer zusätzliche Kisten.