Hallöchen,
ich muss mal etwas fragen, denn ich komme nicht weiter, habe wohl 'nen
Knoten im Kopp.
Ich möchte mit meiner Fritz-Box 7390 per Wlan Musik zum AVR Denon
X-1100W streamen. Das klappt soweit, solange ich Musik-Files auf einem
USB-Stick habe, der in der FB steckt.
Nun habe ich im selben Heimnetz auch einen Raspberry Pi der als
Backup-Server werkelt und auf einer dessen USB-Platten sich meine
Musiksammlung (ca. 2TB) befindet. Über die IP-Adresse des Raspis kann
ich von jedem Rechner im Netz hierauf als Netzlaufwerk zugreifen.
Beim Denon AVR habe ich keine Möglichkeit gefunden, direkt eine
Ip-Adresse eingeben zu können um direkt auf den Raspi zugreifen zu
können.
Nun zum Problem: Ich schaffe es nicht, der FB beizubringen, dass das
Teil auch auf den Raspi zugreift und nicht nur auf einen angesteckten
USB-Stick. Also ich meine, ich finde keine Möglichkeit, dass die FB das
Raspi-Netzlaufwerk als Nas-Speicher per IP-Adresse akzeptiert.
Bin ich zu doof, oder kann mein Vorhaben gar nicht klappen? Ich muss
aber auch zugeben, dass meine Kenntnisse in diesem Bereich recht
bescheiden sind.
Vielen Dank für Hilfe,
Wolfgang
Also um dem Ganzen etwas auf die Sprünge zu helfen, meinst Du:
- die FB stellt ihren Medieninhalt vom Stick als Mediaserver bereit
(Häkchen bei Mediaserver aktiv)
- der Denon streamt von der FB
- die FB nimmt aber nicht den NAS-Speicher des Pi in ihren Mediaserver
auf
Richtig so?
Lösungen:
- Dem Pi einen Medienserver verpassen der Denon-Kompatibel ist, dann
kannst auf den Pi direkt zugreifen um von da zu streamen. Ich kann dir
nciht sagen was da auf dem Pi geeignet wäre...
- Der FB beibringen das externe NAS im Medienserver einzubinden unter
Medienquellen. Da seh ich aber das Problem, dass man nichts manuell
einstellen kann sondern nur vorgegebene Optionen wählen kann. Wenn da
schon "keine Einschränkung" gewählt ist und er es trotzdem nicht sieht
ist die FB eben zu doof - siehe Option 1...
Die Fritzbox kann sich nicht mit Netzlaufwerken verbinden, daher ist der
Ansatz zum Scheitern verurteilt.
Eventuell ginge das, wenn man der Fritzbox eine alternative Firmware
verpasst ("Freetz"?), dann könnte es möglich sein, SMB/CIFS-Freigaben zu
verwenden.
Sinnvoller ist es sicherlich, hier komplett auf die Fritzbox zu
verzichten und eine der zahlreichen Streaming/DLNA-Wasauchimmer-Lösungen
für den Pi einzusetzen.
Rufus Τ. F. schrieb:> Die Fritzbox kann sich nicht mit Netzlaufwerken verbinden, daher ist der> Ansatz zum Scheitern verurteilt.
muss sie das?
wenn der PI DLNA Server spielt sollte der Denon auch darauf zugreifen
können.
Mir war mal so, aber ich habe gerade keine Zeit eine Platte an den PI zu
stecken und DLNA Server auf dem PI einzurichten.
Du kannst aber normal vom Denon auf "raspiname.fritz.box" zugreifen...
Zumindest, wenn der Rpi in der FB-Netztwerkübersicht "blau" ist, also
eine erreichbare Webseite hat.
Joachim B. schrieb:> muss sie das?
Nein, genau das schrieb ich ja.
> wenn der PI DLNA Server spielt sollte der Denon auch darauf zugreifen> können.
Und damit bleibt die Fritzbox (und deren DLNA-Server) außen vor.
Ich kann hierzu nichts beitragen, verstehe allerdings nur nicht, warum
der TE mit seiner Frage gleich eine negative Bewertung kassiert hatte.
Das zeigt wieder mal, wie unsinnig dieses "Bewertungssystem" sich
darstellt und das sollte m.M. längst abgeschafft sein.
Gruss
Frank
Frank Norbert Stein S. schrieb:> verstehe allerdings nur nicht, warum> der TE mit seiner Frage gleich eine negative Bewertung kassiert hatte.
Da muß ich gleich mal gucken, ja, negativ.
Genauso könnte er fragen, weshalb Fritz Sonntags keine frischen Brötchen
backen will. Eine nur minimale Vorstellung von Systemarchitekturen
genügt, zu erkennen, dass die Idee nicht realisierbar sein kann.
@Wolfgang,
so wie du das vorhast kann es nicht klappen (Fritz kann die Inhalte
nicht übers Netzwerk holen, der Player kann keine Inhalte über NFS/Samba
abspielen) - der Umweg über die Fritzbox macht an der Stelle auch keinen
Sinn.
Auf dem PI einfach minidlna installieren, dann wird der PI von den
anderen Geräten im Netz als DLNA-Server erkannt und du kannst die Musik
wiedergeben.
Wenn du noch einen Schritt weitergehen willst kannst du auf dem PI mit
icecast2 und mpd auch einen eigenen Streaming-Server aufsetzen -
dann hast du deinen persönlichen Radiostream.
Sascha
Hallihallo,
ich danke vielmals für die vielen Hinweise und habe daraus gelernt, dass
die FB für mein Vorhaben nicht tauglich ist. Ok., damit muss man leben.
Auf das Abenteuer der FB eine alternative Firmware zu verpassen
verzichte ich lieber. Erfahrungsgemäss funktioniert dann gar nichts mehr
bei mir.
Zum Experimentieren habe ich jetzt ersteinmal den Denon AVR in Ruhe
gelassen, denn der steht in einem anderen Zimmer und ich mag nicht immer
hin und herlaufen. Statt dessen benutze ich jetzt ein Radio Dual IR6S,
welches auch als Media-Player im Wlan tauglich ist und direkt hier auf
dem Computertisch steht.
Alsdann habe ich auf dem Raspi den Minidlna installiert nach dieser
Anleitung:
https://winfuture.de/videos/Hardware/Raspberry-Pi-als-Media-Server-fuer-das-heimische-Netzwerk-15238.html
Das hatte fehlerfrei funktioniert und der Raspi taucht nun auch unter
"verbundene Medien" mit Namen "Raspi" im Dual-Radio auf und nach dessen
Auswahl bekomme ich als Übersicht
Bilder
Musik
Ordner durchsuchen
Video
<Suchen>
angezeigt. Doof nur, egal was ich hiervon auswähle, es wird immer nur
"LEER" angezeigt.
Ich vermute, dass in der minidlna.conf der Pfad zu meinen MP3-Dateien
falsch angegeben ist. Auf dem Raspi ist die Festplatte (Name 2TB) so
eingetragen: /media/pi/2TB/Musik
Das Hauptverzeichnis "Musik" enthält weitere Unterverzeichnisse mit
verschiedenen Musikrichtungen.
In der minidlna.conf habe ich daher media_dir=A,/media/pi/2TB/Musik
eingetragen, zumindest so habe ich das obige Tutorial verstanden.
Wo ist der Fehler? Ich finde ihn nicht. Ist ja auch kein Wunder, von
Linux verstehe ich absolut nichts. ?
Mit Gruss von
Wolfgang
Die FB als NAS ist keine gute Wahl. Ich habe das mit einer 7430
getestet. Ok, ist kein High-End-Gerät. Um ein paar Textdateien, MP3 und
Bilder im Netz bereit zu stellen geht sie, wenn die Ansprüche nicht zu
hoch sind.
Filme gehen theoretisch auch, doch wenn die FB noch andere Sachen macht,
gibt es häufige Ruckler. Außerdem ist die Datenrate beim Upload mit 3MB
mir zu schlecht. Da dauert das überspielen eines normal großen Films 15
Minuten.
Die Lösung war das kleinste Synologie-NAS, das macht was es soll.
Wolfgang N. schrieb:> Ich vermute, dass in der minidlna.conf der Pfad zu meinen MP3-Dateien> falsch angegeben ist. Auf dem Raspi ist die Festplatte (Name 2TB) so> eingetragen: /media/pi/2TB/Musik> Das Hauptverzeichnis "Musik" enthält weitere Unterverzeichnisse mit> verschiedenen Musikrichtungen.>> In der minidlna.conf habe ich daher media_dir=A,/media/pi/2TB/Musik> eingetragen, zumindest so habe ich das obige Tutorial verstanden.>> Wo ist der Fehler? Ich finde ihn nicht. Ist ja auch kein Wunder, von> Linux verstehe ich absolut nichts. ?
Eventuell ein Berechtigungsproblem, heist der Nutzer unter dem der
minidlna Dienst läuft hat keine Zugriffsberechtigung auf den
Musikordner. Um festzustellen wem der Ordner gehört bzw. die Rechte
sind, mach mal in einer Konsole:
1
ls -la /media/pi/2TB/Musik
Ah, Ich sehe gerade "/media": Ich vermute Du hast die Platte über die
grafische Oberfläche als Nutzer eingebunden? Dann sind die
Berechtigungen meist sehr restriktiv. Mach zusätzlich nochmal
1
ls -la /media/pi/2TB
Das folgende um zu sehen unter welchem Nutzer der minidlna läuft
1
ps -ef | grep minidlna
Schuss ins Blaue: Du könntest mal versuchen die Rechte so zu
konfigurieren, dass alle lesen können:
1
chmod -R a+rX /media/pi/2TB/Musik
2
chmod -R a+X /media/pi/2TB
3
chmod -R a+X /media/pi
Das muss aber vermutlich jedesmal neu gemacht werden wenn der PI neu
startet / die Platte eingebunden wird, weil sie als "Mobiles" Gerät
über einen Nutzeraccount eingebunden wurde. Wess es Fat ist, dann wird
es vermutlich gar nicht funktionieren.
Besser wäre es die Platte per /etc/fstab automatisch beim Booten an
einer extra dafür angelegten Stelle im Dateisystem mounten zu lassen.
z.B. /daten.
Gruß,
Andreas
@Andreas M. (amesser) und alle:
Es geht voran, es scheint jetzt zu klappen.
Ich glaube, das erste Tutorial war nicht brauchbar, offenbar fehlten
hier weiter Konfigurationsangaben. Ich hatte ein anderes Tutorial
gefunden, das hier:
https://bitreporter.de/raspberrypi/raspberry-pi-als-medienserver-im-netzwerk
und nachdem ich dem gefolgt war, kann ich nun auf meine Musik mit jedem
Gerät im Netz zugreifen. Was nun genau vorher falsch war, kann ich nicht
sagen, denn ich bin Schritt für Schritt nach dem zweiten Tutorial
vorgegangen.
Egal, nun funktioniert mein Vorhaben.
Ich danke noch einmal rundherum für eure Mühe,
Wolfgang