Wird altes Polystyrol in Kondensatoren schadhaft?

Gast #5888045
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Mir fiel bei einigen Kondensatoren auf, daß sich bei schräger 
Lichteinstrahlung winzige Streifen in der Folie zeigen, die wie Risse 
aussehen und mir ist nicht klar, was das ist und welche Folgen das hat.

Sind das gar undichte Stellen oder nur interne abgeschlossene Artefakte 
ohne Verschlimmerung?

Ich weiß ja, daß Papierkondensatoren Wasser ziehen und dadurch 
unbrauchbar werden können, aber das ist doch ein ganz anderes Konzept, 
oder nicht?

Weiß vielleicht jemand, ob das schon einmal ernsthaft untersucht wurde?
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics)
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Styroflex Kondensatoren gehören mit zu dem besten, was es gibt, sowohl 
an Haltbarkeit als auch an Stabilität. Ich habe letztens mal einen 
Schwung NOS aus meinen Beständen gemessen und die haben nach 40-50 
Jahren immer noch genau den aufgedruckten Wert. Meine haben auch diese 
Streifen, aber es könnte sogar sein, das die schon immer da waren.
Zu dumm, das die Dinger keiner mehr baut.
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Hallo

Styrol schrieb:
> Mir fiel bei einigen Kondensatoren auf, daß sich bei schräger
> Lichteinstrahlung winzige Streifen in der Folie zeigen, die wie Risse
> aussehen und mir ist nicht klar, was das ist und welche Folgen das hat.

Das sind wohl eher Falten. Möglicherweise durch die Herstellung bedingt. 
Laut einem ollen Siemens-Buch aus den 80ern werden die Kondensatoren 
nach dem Wickeln einer "Temperaturbehandlung" (erwärmen?) unterzogen. 
Dabei schrumpft der Kunststoff und vermutlich wird dabei auch die 
Metallfolie zusammengezogen.

MfG
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Trotzdem die dinger unter Last testen nicht einfach so verbauen.
Hatte es schon mal das Messgerät zeigte das die dinger ok sind und unter 
kleiner Last sind sie mir um die Ohren geflogen. Einfach mal Stelltrafo 
dran und langsam hoch drehen am besten.
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M.M.M schrieb:
> Das sind wohl eher Falten.

Nein, Falten sind das bestimmt nicht. Kondensatoren die nur Falten 
zeigen habe ich jetzt ausdrücklich vorher auch gefunden und nicht 
aussortiert, Fotos von den Faltigen folgen, heut ists leider nur zu spät 
- oder je nach Zeitzone zu früh, wieder ins Lager zu gehen... also nach 
dem täglichen Wiedertod bzw. der nächsten Auferstehung

LG
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mahwe schrieb:
> Hatte es schon mal das Messgerät zeigte das die dinger ok sind und unter
> kleiner Last sind sie mir um die Ohren geflogen. Einfach mal Stelltrafo
> dran und langsam hoch drehen am besten.

Aber nicht bei Polystyrol!
An der Außenheit paar Risse sind harmlos.
In der DDR gab es eine Serie, wo die Enden nicht verschweißt waren.
Die funktionieren immer noch super.
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michael_ schrieb:
> An der Außenheit paar Risse sind harmlos.

vermutlich meinste Aussenhaut und das dachte ich mir auch, selbst wenn 
jetzt Luft hinkommen sollte, ist ja kein Papier da, das sich vollsaugen 
könnte... sondern Alufolie, oder ists überhaupt Alufolie?

Das bringt mich auf die Idee, Haushaltsfolien zum Kondensatorbau zu 
missbrauchen - Alurolle und Packfolie - wär doch machbar, Herr Nachbar?
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Styrol schrieb:
> Mir fiel bei einigen Kondensatoren auf, daß sich bei schräger
> Lichteinstrahlung winzige Streifen in der Folie zeigen, die wie Risse
> aussehen und mir ist nicht klar, was das ist und welche Folgen das hat.

Das sind Spannungsrisse (mechanisch), Polystyrol ist sehr empfindlich 
für sowas. Bestimmte Stoffe (Öle, Lösungsmittel) beschleunigen die 
Bildung ganz erheblich.

https://www.youtube.com/watch?v=uJ6-jRo1izY
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Peter D. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> In der DDR gab es eine Serie, wo die Enden nicht verschweißt waren.
>
> Bei den Dingern sind mir regelmäßig die Anschlüsse abgerissen.

Ich denke das waren keine Styroflex, sondern andere 
Kunststoffoliekondensatoren. Die Anschlüsse waren da mit der Alufolie 
verschweißt und nur der Wickel an sich sorgte für mechanische 
Stabilität.
Wenn Du die Anschlüsse abgerissen hast, hast Du aber definitiv was 
flasch gemacht, die Dinger steckten quer Beet in aller möglicher 
Elektronik und haben funktioniert.

Gruß,

Holm
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ArnoR schrieb:
> Styrol schrieb:
>> Mir fiel bei einigen Kondensatoren auf, daß sich bei schräger
>> Lichteinstrahlung winzige Streifen in der Folie zeigen, die wie Risse
>> aussehen und mir ist nicht klar, was das ist und welche Folgen das hat.
>
> Das sind Spannungsrisse (mechanisch), Polystyrol ist sehr empfindlich
> für sowas. Bestimmte Stoffe (Öle, Lösungsmittel) beschleunigen die
> Bildung ganz erheblich.
>
> https://www.youtube.com/watch?v=uJ6-jRo1izY

..ist aber im Zusammenhang mit Kondensatoren nicht relevant.

Styroflex-Cs sehen ab Neuzustand immer so aus, das ist der Funktion 
nicht abträglich.

Gruß,
Holm
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ArnoR schrieb:
> weggeschmissen

Wenn das mehr als nur ein paar wenige und/oder winzige waren,
haette sich vermutlich eine Alternative in Form eines mehr
als willigen Abnehmers gefunden (der wohl auch noch gerne
reine Versandkosten+Aufwandsentschaedigung getragen haette).

Aber logisch, ist Deine Entscheidung. War nur ein Hinweis.
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Die Risse die man da sieht sind in der äußeren Hülle. Die 
Folienschichten auf die es ankommt sind innen und die sieht man nicht. 
Soweit ich weiß ist PS nicht hygroskopisch (deshalb auch ein so guter 
Isolator) und daher nicht darauf angewiesen dass die Hülle dicht ist.

Die PS Kondensatoren sind in der Regel am Ende verschmolzen, so dass sie 
sich eher nicht einfach so abwickeln.
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ArnoR schrieb:
> Santa Clown schrieb:
>> Wenn das mehr als nur ein paar wenige und/oder winzige waren
>
> Ein 5L-Eimer war halb voll.
>
> Bei etlichen war die Folie so stark gerissen, daß die sich wie bei
> parallel gehaltenen Rollen Tesa-Film in sauberen Streifen abwickeln
> lies. Die hätte sicher niemand mehr benutzt.

Oha, dafür hätte es auf Grund derer hohen Güte sogar Geld gegeben.

Gruß,

Holm

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