Ich vermute, dass es sich um eine 2-Draht Türsprecheinheit handelt.
Um eine Duplex-Verbindung über 2-Draht ermöglichen zu können, wird das
Signal eines Mikrophones mittels Transistorverstärker auf den
elektrischen Level des Lautsprechersignales angehoben und genau
gegenphasig zu selbigem, auf der 2-Drahtverbindung übertragen. Das
verhindert Gegenkopplung (Pfeifen) auf dem Übertragungsweg.
Wie gesagt, ich vermute das, da es eine vielfach angewandte Methode ist.
Sieht für mich wie ein "moderner" Ersatz für Kohlemikrofone für alte
Post-Telefone aus.
Im Prinzip funktionieren die wie Electret-Mikrofonkapseln, nur dass sie
für einen wesentlich höheren Ruhestrom ausgelegt sind und eine
wesentlich höhere Spannung abgeben.
Christian S. schrieb:> Naja, im Prinzip das gleiche wie ein Röhrenmikrofon,
Hmm, ich hab zwar schon mal was von Mikrophonie bei Röhren
gehört, aber noch nie bei Transistoren. Und bei Transitoren,
wie im Link steht, auch nicht.
Hans schrieb:
>was genau ein Transistormikrophon ist?
Da ist in der Kapsel ein Transistorverstärker mit
eingebaut. So etwas gab es auch bei Telefonapparaten,
die haben die Kohlemikrofonkapseln abgelöst.
Damit sie funktioniert muß über ein Arbeitswiderstand
oder eine NF-Drossel ein Speisestrom von etwa 20mA bis
50mA durch die Kapsel fließen. Die NF kann man dann
zwischen Arbeitswiderstand und Kapsel und einen
Koppelkondensator abnehmen.
Günter Lenz schrieb:> Hans schrieb:>>was genau ein Transistormikrophon ist?>> Da ist in der Kapsel ein Transistorverstärker mit> eingebaut. So etwas gab es auch bei Telefonapparaten,> die haben die Kohlemikrofonkapseln abgelöst.> Damit sie funktioniert muß über ein Arbeitswiderstand> oder eine NF-Drossel ein Speisestrom von etwa 20mA bis> 50mA durch die Kapsel fließen. Die NF kann man dann> zwischen Arbeitswiderstand und Kapsel und einen> Koppelkondensator abnehmen.
Das waren (sind) die Elektret-Mikrofone. Diese benötigen einen
Feldeffekt-Transistor (JFET oder MOSFET), weil das Elektret-Mikrofon
sehr hochohmig ist. Der FET arbeitet oft als Impedanzwandler mit
Verstärkung 1. Die eigentliche Verstärkung folgt danach und die kann
auch mit bipolaren Transistoren (BJT) erfolgen.
Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Elektret
Gruss
Thomas
Thomas S. schrieb:> Günter Lenz schrieb:>> Hans schrieb:>>>was genau ein Transistormikrophon ist?>>>> Da ist in der Kapsel ein Transistorverstärker mit>> eingebaut. So etwas gab es auch bei Telefonapparaten,>> die haben die Kohlemikrofonkapseln abgelöst.>> Damit sie funktioniert muß über ein Arbeitswiderstand>> oder eine NF-Drossel ein Speisestrom von etwa 20mA bis>> 50mA durch die Kapsel fließen. Die NF kann man dann>> zwischen Arbeitswiderstand und Kapsel und einen>> Koppelkondensator abnehmen.>> Das waren (sind) die Elektret-Mikrofone. Diese benötigen einen> Feldeffekt-Transistor (JFET oder MOSFET), weil das Elektret-Mikrofon> sehr hochohmig ist. Der FET arbeitet oft als Impedanzwandler mit> Verstärkung 1. Die eigentliche Verstärkung folgt danach und die kann> auch mit bipolaren Transistoren (BJT) erfolgen.>> Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Elektret>> Gruss> Thomas
Ergänzung: Auch in der DDR gab es die, allerdings war da keine
Elektretkapsel sondern ein einfaches Kristallmikrofon verbaut..natürlich
nicht mit einem alten Salzkristall sondern einem Keramikstreifen
.."Piezomikrofon" klingt aber komisch.
Die Sprachqualität damit war in Telefonen sehr viel besser als mit den
originalen Kohlekapseln.
Gruß,
Holm
Ab Anfang der 1980er-Jahre wurden Fernsprechapparate der Deutschen
Bundespost serienmässig mit TS-Sprechkapseln bestückt (TS: Transistor).
Zunächst waren dabei in den Sprechkapseln dynamische Mikrofone
verbaut. Später nutzte man dann weitaus günstigere Elektret-Mikrofone.
Erstere kann man leicht durch das deutlich höhere Gewicht
identifizieren.
Günter Lenz schrieb:> Thomas S. schrieb:>>Das waren (sind) die Elektret-Mikrofone.>> Das waren (sind) sie eben nicht.
Es gab Sprechkapseln mit Kohle, Elektret, Piezo (aka Kristall), und auch
dynamisch.
Stefanus F. schrieb:> hinz schrieb:>> Es gab Sprechkapseln mit Kohle, Elektret, Piezo (aka Kristall), und auch>> dynamisch.>> Du hast die Variante mit Schnüren vergessen.
Und die Wireless-Methode mit Megaphonen. :-)))
Ich bekomme dafür jetzt gleich 10 Plus-Punkte. :-)))
Gruss
Thomas