Akkusschrauber: NiCd-Akku Aufbewahrung

#5939863
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Da die Akkus eine ziemlich hohe Selbstentladung haben, sind die sowieso 
immer leer.
Refrshen über ein paar Lade/Entladezyklen. Sollte das micht helfen, 
hilft google.
Sämtlich existierendes Batterie-Vodoo und alle dazugehörigen urban 
legends stammen aus den Zeiten der NiCad-Akkus, da findest du bestimmt 
was passendes.

Oliver
#5939904
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Schmeiß weg kauf neu.

Hab mit allen Tricks versucht, die alten Metabo Bohrer und Schrauber am 
Leben zu halten und zu reaktivieren.

Die Zellchemie ist einfach scheiße.

NiMH sind da deutlich besser. Aber auch die halten nicht ewig. Der 
vorzeitige Tod lauert in Designfehlern der Akkupacks.

Noname Akkupacks sind neu meist so schlecht wie das Original nach 5-7 
Jahren.

Am besten: wenn die Akkus platt sind, neue bauen lassen mit hochwertigen 
Zellen. NiCd gibt's nach wie vor sehr gute Einzelzellen zu kaufen.

Hab auch versucht, herauszufinden, wie man die Akkus am besten lagert. 
Bin gescheitert. Die Dinger sind launisch wie einen Kampfhund. Manche 
waren voll schnell platt, andere ewig leer und wollten nur geladen 
werden, allem dazwischen und umgekehrt.
Gast #5939938
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Werner H. schrieb:
> Hallo,
>
> sind NiCd-Akkus (Akkuschrauber) geladen oder ungeladen aufzubewahren?
> Können leistungsschwache Akkus 'refresht' werden?
>
> Werner

Wenn ein NiCd, auch 30 Jahre alt, auch mit 0V, sich noch aufladen lässt, 
also beim Laden in der Spannung steigt, sollte man ihn 3 mal mit C/10 
aufladen und entladen, Kapazität bestimmen und dann bei 
Akkuschraubereinsatz 3 mal mit hohem Strom (also dem beigelegten meist 
C/4 Ladegerät) cyklen.

Viele Akkus sind dann noch in Ordnung. Wenn dann Kapazität fehlt, ist 
die aber unwiderbringlich verloren. Problem an fehlender Kapazität: das 
Ausrechnen was C/10 bzw. C/4 für einen Strom erfordert.

NiCd sind im Gegensatz zu NiMH  zumindest den nicht-Eneloop, ziemlich 
langlebig.
Gast #5940015
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Man sollte Akkuschrauber auch nicht bis zu Tode quälen bei der letzten 
Schraube eindrehen. Wegen einer verpolten, kaputten Zelle schmeißt man 
sonst viele weg. Wer schon mal solch einen Akkupack versucht hat 
auseinanderzunehmen, der weiß wie verwinkelt die einzelnen Zellen 
zusammengeschweißt sind. Deswegen würde ich lieber gleich kompletten 
Ersatzakku beschaffen statt herumzubasteln.
#5941150
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...."naja" - ich habe in einem Bosch 9.6er drei von diesen "abgelagerten 
Notebookzellen" (von mir jedoch selektiert) - für kleine Löcher in 
Plaste oder Holz, Drähte verdrillen...etc pp. Das geht seit 5 Jahren 
ohne merkliche Einbuße, besser als vorher ist er in jedem Fall. Für 
daily use und unbedarfte Anwender ist das aber nichts...aber wer ist 
schon unbedarft in dieser Gesellschaft ;)

Klaus.
Gast #5941531
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NiCd Akkus sollten gut angeladen eingelagert werden. Halbjährlich etwas 
nachladen. So können die uralt werden. Habe genug Modellbauakkus davon 
da die sind über 10 Jahre und laufen noch. "Refreshen" wäre Formieren 
sozusagen mit C/10 Laden/ Entladen mit 3 oder 4 Durchgängen. Dann stellt 
sich heraus wie gut die Eingelagert wurden. :-o
Gast #5942239
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Werner H. schrieb:
> http://www.wildflyer.de/nimh-akkus.htm
>
> ... 1N4001 Diode und einen ca. 5 Ohm Widerstand ...
>
> ...  Dioden und Widerstände permanent verlötet bleiben und damit den
> Akku ständig ganz langsam entladen ...
>
> 5 Ohm und langsam? Da bin ich aber skeptisch.
Im Vergleich zur Entladung mit einem Flugmodell oder deinem Schrauber 
(zig Minuten) ist der "ständige" Wildflyer durchaus "langsam" (Tage). 
Lese weiter...Zitat aus wildflyer.de: "...Das ist aber nicht dasselbe, 
als wenn man die Zellen mit einem Ladegerät bis auf 0,7V entlädt !!! Mit 
einem Ladegerät kann man die groben Kristallstrukturen, die für den 
Memory Effekt verantwortlich sind, nicht beseitigen !! Es muss wirklich 
mehrere Tage lang die "Dioden-Methode" angewendet werden..."

Mit NiMh würde ich das allerdings nicht machen.


MaWin schrieb:
> Werner H. schrieb:
>> Hallo,
>>
>> sind NiCd-Akkus (Akkuschrauber) geladen oder ungeladen aufzubewahren?
>> Können leistungsschwache Akkus 'refresht' werden?
>>
>> Werner
>
> Wenn ein NiCd, auch 30 Jahre alt, auch mit 0V, sich noch aufladen lässt,
> also beim Laden in der Spannung steigt, sollte man ihn 3 mal mit C/10
> aufladen und entladen, Kapazität bestimmen und dann bei
> Akkuschraubereinsatz 3 mal mit hohem Strom (also dem beigelegten meist
> C/4 Ladegerät) cyklen.
Ich würde gleich von Anfang an mit C/4 rangehen, und ein Thermometer 
benutzen.

> Viele Akkus sind dann noch in Ordnung. Wenn dann Kapazität fehlt, ist
> die aber unwiderbringlich verloren. Problem an fehlender Kapazität: das
> Ausrechnen was C/10 bzw. C/4 für einen Strom erfordert.
Unausweichliches Henne-Ei-Problem; wenn wirklich viel an Kapazität 
fehlt: Schrott und weg mit der betroffenen Zelle!

> NiCd sind im Gegensatz zu NiMH  zumindest den nicht-Eneloop, ziemlich
> langlebig.
Allerdings.


oszi40 schrieb:
> Man sollte Akkuschrauber auch nicht bis zu Tode quälen bei der letzten
> Schraube eindrehen. Wegen einer verpolten, kaputten Zelle schmeißt man
> sonst viele weg.
Genau! Durch "leerquälen" des Akkupacks zerstört man die verpolte(n) 
Zelle(n) rasend schnell. Genau darin liegt der Vorteil vom Wildflyer: 
alle Zellen haben die gleiche Ladung reingedrückt bekommen, und werden 
deshalb (nahezu) gleichzeitig leer... da kommt man weniger in die 
Versuchung "eine Schraube geht noch" quälend ausprobieren zu wollen.


OT: Meine Meinung zu Akkuschraubern: Bedingt durch sehr schlechte 
Vorausplanbarkeit wann der Schrauber dann mal benötigt werden wird: 
Wildflyer und solcherlei Maschinen vertragen sich nicht wirklich...wenn 
ich erst 5 Stunden lang laden muss bin ich mit dem Schraubendreher 
händisch schon längst fertig. Wenns denn wirklich viele Schrauben sind: 
Die Netz-Bohrmaschine funzt immer.
#5942566
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Werner H. schrieb:
> http://www.wildflyer.de/nimh-akkus.htm
>
> ... 1N4001 Diode und einen ca. 5 Ohm Widerstand ...
>
> ...  Dioden und Widerstände permanent verlötet bleiben und damit den
> Akku ständig ganz langsam entladen ...
>
> 5 Ohm und langsam? Da bin ich aber skeptisch.

Kein Grund zum Anlass, das gibt bloß "125 mA pro Stunde", steht doch da.
Dass es diesem Genie nichts ausmacht, wenn die Zelle ein wenig gast oder 
gar Elektrolyt verliert, darf dann auch nicht weiter wundern. Vielleicht 
fehlt an anderer Stelle ja auch ein wenig Liquor, ohne dass es weiter 
ins Gewicht fiele.
Gast #5942611
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Für 30€ gibts beim Discounter nen LiIon Akkuschrauber. Und für den der 
glaubt das Marken besser sind gibts LiIon Markenakkuschrauber für 100€.

Es gibt also keinen Grund mit dem NiCd Müll zu spielen.
#5942640
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michael_ schrieb:
> Stephan schrieb:
>> NiCd Akkus sollten gut angeladen eingelagert werden. Halbjährlich etwas
>> nachladen.
>
> Wer den Akkuschrauber nur einmal im Jahr nimmt, sollte das Heimwerkern
> lassen.
Man muss sich doch nicht als Heimwerker bezeichnen um einen geladenen 
Bohrer/Schrauber im Haus zu brauchen. Schließlich muss man mal ein 
Möbelstück zusammenbauen oder einen Dübel in die Wand bohren.

Wie andere sagten, grade für Leute wie uns ist LiIon die bessere Wahl. 
Grade mal meine umgebaute Maschine gestetet die seit 3 Monaten im 
Schrank liegt. Dreht noch wunderbar und hat auch Kraft.
#5942704
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michael_ schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> oder einen Dübel in die Wand bohren
>
> Mit einem Normalo-Akkuschrauber?
> Vielleicht im Holzhaus.
In nicht-tragende Wände geht das schon.

Für Beton habe ich mir mal einen uralten Bosch Schlagbohrer für die 
Steckdose auf ebay geschossen. Das Teil steht aber im Keller.

michael_ schrieb:
> Und ob Li-Ion bei schlechter Pflege nach 5 Jahren noch gehen?
Wenigstens hat er dann 5 Jahre lang immer funktioniert wenn man ihn 
brauchte und ist nicht nach 3 Monaten so tiefentladen dass der Akku 
hinterher die kapazität nicht mehr hält ohne mühseliges Formieren.
Zugegeben, der NiCd Schrauber mit dem ich diese Erfahrung gemacht habe, 
war auch ein absolutes Billigmodell. Sobald man etwas mehr Geld in die 
Hand nimmt, gibt es aber schon Lithium Akkus, weil die inzwischen 
preiswert geworden sind (z.B. 20A für 4€: 
https://www.akkuteile.de/samsung-inr18650-25r-2500mah-3-7v_100657_1258 
bei Massenkauf, deutlich drunter. ).


Oliver S. schrieb:
> Armin X. schrieb:
>> Nicht auf LiPo
>> Sondern auf LiIon.
>
> Ach so. Was genau ist LiIon?
Halt auch eine auf Lithium basierende Akkutechnologie. Da es die erste 
war, ist das meist der Oberbegriff auch wenn man Polymer Akkus meint.

Polymer Akkus sind allerdings leichter und teils sogar sicherer.

@Armin X
Weshalb sollte man bei Schraubern auf Ion setzen bei Akkuschrauber?
https://www.electronics-notes.com/articles/electronic_components/battery-technology/li-ion-lithium-ion-advantages-disadvantages.php


Es gibt übrigens auch die LiFePO4 akkus. Die sind vorallem sehr sicher, 
da sie keine Gase bilden können. Leider ist die Kapazität pro Preis 
sowie Volumen bislang um die 30-50% schlechter.
Die Stromabgabefähigkeit ist aber sehr ordentlich und die Spannung lässt 
sich zu ~12V summieren weshalb sie in manchen luxus Autos als 
Starterbatterien dienen.
Gast #5942754
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Alex G. schrieb:
>> Mit einem Normalo-Akkuschrauber?
>> Vielleicht im Holzhaus.
> In nicht-tragende Wände geht das schon.

Bei mir nicht!
Wenn du Gips hast, reicht natürlich auch ein Schraubenzieher.

Alex G. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Und ob Li-Ion bei schlechter Pflege nach 5 Jahren noch gehen?
> Wenigstens hat er dann 5 Jahre lang immer funktioniert wenn man ihn
> brauchte und ist nicht nach 3 Monaten so tiefentladen dass der Akku
> hinterher die kapazität nicht mehr hält ohne mühseliges Formieren.

Ich lade gerade 3 Makita NiMh.
Die habe ich vor 6 Jahren aus dem E-Schrott gezogen, geschätzt 10 Jahre 
alt.
Die sind auch nach 6 Monaten nicht tiefentladen.
Die passen in meinen 20 Jahre alten Makitaschrauber, wo die originalen 
NC das zeitliche gesegnet haben. Durften die dann auch.

Man muß die schon ab und zu benutzen, dann freuen sich die Akkus.

Man muß sie auch pfleglich behandeln.
Schon mehrfach erlebt, dass Wasser im Akku war. Da quillt dann die Pappe 
auf und es fließen Restströme.
Und es rosten die Zellen und Verbinder.
#5942794
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Oliver S. schrieb:
> Armin X. schrieb:
>> Nicht auf LiPo
>> Sondern auf LiIon.
>
> Ach so. Was genau ist LiIon?
>
> Oliver

Sehe es mal umgangssprachlich.
LiPo sind die prismatischen (Tüten)Zellen die vorrangig im Modellbau 
eingesetzt werden.
LiIon sind im Toolbereich, seit Ablösung der LiFePO4, immer die 
zylindrische Bauform der LiIon Zellen mit einer Mischchemie die nicht 
ausschlißlich auf Kobalt basiert, aber durchaus auch Kobalt enthalten 
kann.
Bei Samsung sind das zum Beispiel die INR-Typen oder bei Murata die 
XX-VTC Typen.
#5945102
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Armin X. schrieb:
> Sehe es mal umgangssprachlich.
> LiPo sind die prismatischen (Tüten)Zellen die vorrangig im Modellbau
> eingesetzt werden.
> LiIon sind im Toolbereich, seit Ablösung der LiFePO4, immer die
> zylindrische Bauform der LiIon Zellen mit einer Mischchemie die nicht
> ausschlißlich auf Kobalt basiert, aber durchaus auch Kobalt enthalten
> kann.

Na ja, selbstgestrickte Definitionen sind klasse, damit solltest du aber 
auch nur zu Hause hantieren.

Der Rest der Welt versteht unter Lithium-Ionen Akkus alle Akkus, die auf 
Lithium basieren. LiFePo, Lipos, Li-was auch immer, die gehören alle 
dazu, und die Bauform ist dabei völlig egal.

Oliver
Gast #5945108
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michael_ schrieb:
> Man muß die schon ab und zu benutzen, dann freuen sich die Akkus.

Genau das ist ja das Kernproblem. Die wenigsten Leute machen das, weil 
eben nicht immer was zu Bauen ist. Bei Modelbauern sieht das schon 
anders aus. Ich habe den alten Wagner 14V auch auf 3x LiFePo umgebaut. 
Das macht schon einen Unterschied. Nicht in der Leistung aber in der 
Verfügbarkeit wenn man ihn nach Monaten aus der Schublade holt :-)-. Für 
die Haussanierung habe ich trotzdem noch einen aktuellen 18V Makita 
geholt. Da braucht man doch etwas mehr und länger Power.
#5945126
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michael_ schrieb:
> Und ob Li-Ion bei schlechter Pflege nach 5 Jahren noch gehen?

Ein Li-Ion in einem unbenutzten Werkzeug das 99,8% der Zeit untätig 
herumliegt ist nicht zu vergleichen mit einem Li-Ion in einem Laptop 
oder Smartphone wo er 5 Jahre lang jeden Tag aufs härteste gefoltert 
wird.

Wenn Du einen heutigen Li-Ion randvoll lädst (zweitschlechtestes 
Szenario) und dann 5 Jahre ins Regal legst wird der danach immer noch 
ziemlich gut funktionieren. Man hätte es ihm zwar weitaus angenehmer 
machen können aber getötet hat ihn das noch lange nicht.

Den sehr ausgeprägten Li-Ion-Pessimismus der hier bei vielen Leuten oft 
anzutreffen ist halte ich für maßlos übertrieben, wahrscheinlich wird er 
vorwiegend genährt von Erinnerungen an ausgesucht schlechte Einzelfälle 
bei denen ein näherer Blick ergeben hätte daß nicht die Akkuchemie 
sondern andere Faktoren die Ursache waren.

In der Praxis erweist sich LiIon als der Akku mit den mit Abstand 
vorteilhaftesten Eigenschaften für die meisten Anwendungen.

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