Moin,
der Titel ist insofern etwas falsch. Ich möchte meinen Router an einen
anderen Ort bringen. Ich habe ein DSL Kabel an meine Fritzbox
angeschlossen, den Stecker für die TAE Dose abgeschnitten und die beiden
Adern abisoliert.
Diese sind grün und rot. Die Leitungen der TAE Dose sind rot und rot mit
einem schwarzen ring, also 1a und 1b. Nun möchte ich die Leitungen
verbinden.
Geht grün auf 1a oder 1b? Was passiert, wenn ich die vertausche? Welche
Spannung liegt eigentlich auf dem ankommenden Anschluss? Ist ein
normales DSL.
Danke!
Andre schrieb:> Geht grün auf 1a oder 1b?
Egal.
> Was passiert, wenn ich die vertausche?
Nichts.
> Welche Spannung liegt eigentlich auf dem ankommenden Anschluss? Ist ein> normales DSL.
Wenns nur DSL ist, ohne normalen Telefonanschluss, dann keine.
Andre schrieb:> Ich habe ein DSL Kabel an meine Fritzbox> angeschlossen, den Stecker für die TAE Dose abgeschnitten und die beiden> Adern abisoliert.>> Diese sind grün und rot.
am abgeschnittenen Ende (da wo der TAE Stecker noch dran ist) sind sie
ja auch grün und rot. Nun steckst du einfach das abgeschnittene Ende in
deine TAE-Dose, misst alles aus und fertig ist.
Andre schrieb:> Die Leitungen der TAE Dose sind rot und rot
Reihenfolge:
1 1a K kein Ring
2 1b E ein Ring
3 2a L langer Abstand der Ringe
4 2b K kurzer Abstand der Ringe
Mario schrieb:> GSDF
-> KELK!
Ach, hat alles funktioniert. Ich hab mal die Spannung auf der TAE Dose
gemessen, war nichts messbar. Dann abgekniffen und die beiden Kabel
miteinander vercrimpt - funktioniert bestens.
Wenn ein Blitz die Fritzbox vernichtet, dann sollte das die Versicherung
zahlen. Soweit ich weiß, ist in der Dose auch kein gesonderter Schutz
drin.
Ganz übersehen: Vermutlich hast du die erste TAE von der Telekom
entfernt und jetzt hat die Telekom keinen PPA mehr zum Messen! (Passiver
Prüfabschluss) Früher durfte man einen "Wartungs-Auftrag" bezahlen,
falls die Telekom meint über den PPA messen zu müssen
(Schleifenimpedanz) - und an der Doppelader nichts findet zum messen.
Natürlich testen die dann die Verbindungspunkte von der
Vermittlungsstelle in Richtung Kunden-TAE um den Fehler zu suchen, und
finden ihn daher erst relativ spät. Und es wird entsprechend teuer.
Ausserdem hast du noch VOR dem Übergabepunkt selber was gebastelt. Das
wird nicht gerne gesehen! Falls das so ist, solltest du die hintersten
Klemmen (Ausgänge) der TAE-Dose verwenden, die nur aktiv sind sobald
KEIN TAE-Stecker drinnen ist. Das ist dann der Übergabepunkt für
"sowas". Man kann eine UAE-Dose dran klemmen (*), und nur noch mit
Patchkabeln arbeiten - Was du machst, naja geht aber auch. Kleine
Anmerkung am Rande (der Legalität).
Gruß, tsx
Edit:
Hab ich noch mehr Übersehen:
Andre schrieb:> PS: In dem abgetrennten Stecker sind (geöffnet) in Reihe zwischen roter> und grüber Leitung ein Widerstand und eine 1n400x Diode.
Tim S. schrieb:> Reihenfolge:>> 1 1a K kein Ring> 2 1b E ein Ring> 3 2a L langer Abstand der Ringe> 4 2b K kurzer Abstand der Ringe
1 kein Ring
2 ein Ring
3 zwei Ringe langer Abstand
4 zwei Ringe kurzer Abstand
Gruß Frank
Tim S. schrieb:> Ausserdem hast du noch VOR dem Übergabepunkt selber was gebastelt. Das> wird nicht gerne gesehen!
Auch wenn ich an der Dose nichts erkennen kann im ausgebauten Zustand
werde ich das nacher mal zurückklemmen und mich zumindest hinter die
dose Klemmen bzw. irgendwann eine zweite Dose anklemmen.
PS: Es scheint hier im Haus (letztes Jahr gekauft) nichts weiter als die
1. TAE Dose zu geben. Hat die Telekom wirklich nur eine Leitung von dem
Verteilerkasten irgendwo in der Straße hier her gelegt?
Ich kann sonst nirgendwo was finden, das Kabel der TAE verschwindet
irgendwann über das Dach in einer Wand.
Andre schrieb:> PS: Es scheint hier im Haus (letztes Jahr gekauft) nichts weiter als die> 1. TAE Dose zu geben. Hat die Telekom wirklich nur eine Leitung von dem> Verteilerkasten irgendwo in der Straße hier her gelegt?
Das kann eigentlich nicht sein. Es ist immer ein Übergabepunkt
vorhanden. Meist im Keller, und meistens dort, wo die Panzersicherungen
sind, im Technikraum. Manchmal findet man sie aber noch außen an der
Hauswand...
Tim S. schrieb:> Ganz übersehen: Vermutlich hast du die erste TAE von der Telekom> entfernt und jetzt hat die Telekom keinen PPA mehr zum Messen!
Der ist aber auch nicht so dramatisch wichtig. Schließlich wird die
erste TAE auch oft genug vom Elektriker gesetzt der dann eine normale
verbaut.
> Kleine Anmerkung am Rande (der Legalität).
Im Alltag interessiert das die wenigsten Techniker.
Ben B. schrieb:> Ist der Prüfwiderstand nicht inzwischen im Stecker für den Router drin> und nicht mehr in der Dose?
Nein, das kommt noch zusätzlich. Ist das das "Signaturkabel". Wobei ich
bezweifel, das das jenseits von Telekom-Routern wirklich genutzt wird.
Reinhard S. schrieb:> Der ist aber auch nicht so dramatisch wichtig. Schließlich wird die> erste TAE auch oft genug vom Elektriker gesetzt der dann eine normale> verbaut.>>> Kleine Anmerkung am Rande (der Legalität).
Und wenn der Elektriker die erste TAE-Dose selber setzt, ist er daran
selber schuld - die eine pro Haushalt bekommt man i.d.R. kostenlos von
der Telekom "geliehen". Die erkennt man an der Beschriftung "1." (eine
eins) oder dem Telekom-Logo auf dem Rahmen oder Deckel (bzw. hinten) -
je nach Art und weise. Bis vor ca. 2 Jahren wurde es so vorgesehen. (Hab
mich länger nicht erkundigt)
https://i.imgur.com/pvSRS3Q.jpg
Das ist "deren Leitungs-Abschluss" und - auch falls schon vorhanden -
deren Eigentum. Normalerweise wollen die das - zumindest in einem
Störungsfall, Umschaltung oder Umzug schon noch "sehen" können. Und
falls doch mal irgendwas problematisches ist, wäre es bescheuert etwas
rum-gebastelte vorzufinden - allgemein für alle beteiligten Seiten.
Daher sollte man zumindest diesen "Ausgang" der ersten TAE verwenden.
Reinhard S. schrieb:> Im Alltag interessiert das die wenigsten Techniker.
Meinst du die Installations-Elektriker? Schön für die. Die dürfen deiner
Meinung nach eben weiterhin eine "falsche" Dose vom Kunden bezahlen
lassen. Material und Anschluss-Arbeit, was der Elektriker beides nicht
braucht und gar nicht erst machen soll / darf.
Bildlich so, als hängt der Sicherungskasten (Unterverteilung) des Hauses
OHNE Stromzähler direkt an der Panzersicherung. :-)
Ben B. schrieb:> Ist der Prüfwiderstand nicht inzwischen im Stecker für den Router drin> und nicht mehr in der Dose?
Edit: Hab geschaut die gibts ja wirklich. 470kOhm-Widerstand in Reihe
mit einer Diode. Du hast es ja geschrieben. Der Stecker-PPA ist bestimmt
wegen den "Falsche-Dose-Elektro-Pfuschern" entstanden.
Die TAE-Dose ist der Abschluss- und Kundenübergabe-Punkt. Die
"physikalisch bestehende Leitung" lässt sich ohne angeschlossene
Hardware, Stecker oder Hilfsmittel "prüfen". Dazu reicht der Techniker
und sein einfaches MultiMeter.
Natürlich ist heutzutage relativ "sicher", dass ein VDSL-Modem an
weitgehendst bestehende und fertig geschaltete Leitungen angeschlossen
wird, und daher die wichtigen Parameter (Leitungslänge, Dämpfung,
Übersprechen usw) am nächsten Knoten auslesbar sind. Man sollte die
VDSL-Hardware beim Umschalten aktiv und bereit lassen! ABER natürlich
erst NACHDEM der physikalische Teil der fertigen Leitung (Schleife)
besteht. Und das "sieht" man erst mal nur mit dem PPA, unabhängig davon
was da hinten dran hängt. Ein DSL-Modem wird kapazitiv/induktiv
weitgehendst ausgekoppelt aus dieser Messung. Für die Telekom-Techniker
ist der PAA immer noch hilfreich! DSL funktioniert natürlich auch ohne
PPA. Also WENN es funktioniert. :-)
Ben B. schrieb:> Ist der Prüfwiderstand nicht inzwischen im SteckerAndre schrieb:> den Stecker für die TAE Dose abgeschnitten und die beiden> Adern abisoliert.
Tim S. schrieb:> Das ist "deren Leitungs-Abschluss" und - auch falls schon vorhanden -> deren Eigentum. Normalerweise wollen die das - zumindest in einem> Störungsfall, Umschaltung oder Umzug schon noch "sehen" können.
Normalerweise, wie gesagt interessiert es die wenigsten T-Echniker oder
deren Subs.
> Und> falls doch mal irgendwas problematisches ist, wäre es bescheuert etwas> rum-gebastelte vorzufinden - allgemein für alle beteiligten Seiten.> Daher sollte man zumindest diesen "Ausgang" der ersten TAE verwenden.
Leider setzte die Telekom in EFH die 1. TAE oft genug direkt neben den
APL in den Keller oder hat in MFG auch oft genug "nur" die
Gebäudeverkabelung im APL aufgelegt und die Dosen übernommen, die
installiert waren.
> Bildlich so, als hängt der Sicherungskasten (Unterverteilung) des Hauses> OHNE Stromzähler direkt an der Panzersicherung. :-)
Schlechter Vergleich, weil man bei einer Doppelader nix zählen muss und
sie einfach außerhalb vom Haus tot legen kann.
> Für die Telekom-Techniker ist der PAA immer noch hilfreich!
Naja, schon bei meiner Zeit im Service vor ca. 10 Jahren war dessen
Aussagekraft begrenzt.
Bei den meisten TAE-Installationen liegen zwischen Theorie und Praxis
Welten. Ich bin dieses Jahr umgezogen und habe damit auch schon so
meinen Spaß gehabt.
Bestehende Installation beim Einzug war ein Kabel, das irgendwo im
Wohnzimmer hinterm Heizkörper aus der Wand kommt (wo garantiert nie eine
Dose gesessen haben kann), daran angedrillt ein Stück Telefonkabel, das
dann auf eine Aufputz-TAE (mit Telekomlogo und 1 drauf) geht.
Am ersten Werktag nach dem Einzug kam der Anschlußtrupp* - "Jodler" oben
an die TAE, unten am Übergabepunkt in der Garage gemessen "okay, das ist
die Leitung von oben", "das ist das Paar von der Vermittlung", Brücke
drauf, Jodler oben ab, Prüfgerät dran, alles Klar, Signal ist da,
Fritzbox anschließen, Konfiguration abwarten, läuft.
Jetzt ist die Telefondose im Wohnzimmer für mich völliger Humbug und ich
brauche den Anschluß im benachbarten Arbeitszimmer. Also Telefonkabel
Meterware gekauft, durch die Wand, im Arbeitszimmer ne TAE dran und das
andere Ende an die Abgangsklemmen der 1. TAE. Ja Pustekuchen. Nix war.
Kein Signal. Wie sich rausstellte, schaltet die vorhandene TAE nicht
durch, wenn kein Stecker drin steckt. Also raus damit - nen PPA hat sie,
Trotz Telekomdose Nummer 1, nicht. (Läßt sich ja wie gesagt mit einem
Multimeter leicht feststellen.)
Momentan sind die Adern dort, wo die Aufputz-TAE saß, nur mit
Wagoklemmen zusammen, DSL geht trotzdem mit 100 MBit. Wenn ich im
Wohnzimmer endlich so weit bin, wird die Leitung ordentlich an den
beiden Aderenden "hinterm Heizkörper" angelötet, Schrumpfschlauch drauf,
und gut ist.
PPA? Gab's gibt. Gibt's auch jetzt nicht. ¯\_(ツ)_/¯
Mittlerweile glaube ich, die einzige Grundvoraussetzung dort ist
"funktioniert irgendwie".
*) Anschluß wurde nach mehreren Jahren wieder in Betrieb genommen,
Vormieter hatten grusel Unitymedia */grusel*