Hallo Forum,
wir haben bei uns eine Kalksteinplatte (400x800x300 mm). Von dieser
möchte ich an der Oberseite 8-12mm abtragen. Leider haben ich absolut
keine Ahnung mit welchem Werkzeug ich dies tuen soll. Der Stein sollte
möglichst nicht brechen.
Beste Grüße
Rainer
welche Qualität soll die Oberfläche am Ende haben?
asfndf,.asuavfvnrui3 schrieb:> Atombombe. Könnte die Oberfläche verdampfen und wie gewünscht etwas> abtragen.
Ein Brechen der Platte kann dabei allerdings nicht aus geschlossen
werden.
Wie wärs mit 20l Essig?
"Diese Säureempfindlichkeit machte sich der Sage nach auch der
karthagische Feldherr Hannibal zunutze, als er 218 vor Christus mit
seinen Elefanten die Alpen überquerte. Um den Tieren das Klettern im
Fels zu erleichtern, befahl er seinen Soldaten, große Mengen Essig auf
das kompakte Kalkgestein zu schütten, worauf das Gestein „chemisch“
verwitterte und die Soldaten mühelos Stufen für die Elefanten in den
Fels brechen konnten."
aus
https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumcarbonat#Chemische_Eigenschaften
Rainer_S schrieb:> Kalksteinplatte (400x800x300 mm).
Das ist doch eher ein Block als eine Platte.
Die Diamantschleiftöpfe tragen richtig stark ab. Ich habe damit Beton
geschliffen. Selbst da musste man aufpassen das man keine Rillen
reinschleift. Da wäre ich vorsichtig. Oder eine Führung für die Flex
bauen, so dass man nicht zu tief schleift.
Außerdem würde ich sehen, dass man nass schleift. Sonst ist das eine
riesen Sauerei.
Die Platte hinter das Auto hängen, und auf einer glatten Straße und
niedrigem Tempo ein paar Runden drehen. Schätze aber, daß dazu kaum mehr
als ein paar hundert Meter nötig werden.
Rainer_S schrieb:> wir haben bei uns eine Kalksteinplatte (400x800x300 mm). Von dieser> möchte ich an der Oberseite 8-12mm abtragen.
Ich würde damit zu einem Steinmetz gehen.
Rainer_S schrieb:> Von dieser möchte ich an der Oberseite 8-12mm abtragen. Leider haben> ich absolut keine Ahnung mit welchem Werkzeug ich dies tuen soll.
Da wird eine Steinsäge das schnellste und sauberste Ergebnis liefern.
Sebastian L. schrieb:> Auch von hier: Frag deinen Steinmetz am örtlichem Friedhof.> Der hat das richtige Werkzeug.
kann er bestimmt nicht, handelt sich um einen Grabstein vom Friedhof,
den er zweckentfremdet hat :-)
Paule, Bademeister schrieb:> Die Platte hinter das Auto hängen, und auf einer glatten Straße und> niedrigem Tempo ein paar Runden drehen.
Also Runden halte ich für keine gute Idee, besser wohl eine möglichst
lange, ebene, waagrechte und schnurgerade Strecke auswählen und am Ende
ggf. jeweils das Auto wenden und ans andere Ende der Platte umrangieren
und in die entgegengesetzte Richtung weitermachen.
Mit so einem Diamantschleiftopf und Maschine von Collomix
https://collomix.com/de/oberflaechentechnik/oberflaechentechnik/#betonschleifer-cmg-1700
habe ich von Kellerwänden Dispersionsfarbe abgeschliffen (schleifen
lassen), da musste man sehr gefühlvoll drangehen weil man schnell im
Kalksandstein dicke Riefen drin hatte. Damit kann man recht schnell die
10 mm runterschleifen, aber das staubt wie Sau, auch mit kräftigem
Staubsauger. Planschleifen vielleicht dann mit Bandschleifer.
Alternativ ein grosse Flex mit Verbrennungsmotor und Wasserkühlung.
Damit wurden hier am WE neue Türen in die Wand geschnitten, durch KS und
Klinker durch, ohne viel Staub. Nur die 10 mm genau zu treffen könnte
schwierig sein. Also doch Steinmetz oder Natursteinhandel, die haben
auch so Monstermaschinen.
Die Straße müsste vor allem eben und ohne Absätze und sowas sein. Ob im
Kreis, oder geradeaus, spielt dann keine Rolle, außer vielleicht beim
"Schliffbild". Er soll ja nicht mit quietschenden Reifen fahren, sondern
im Standgas im 1. Gang rumgurken. Mehr sollte man mit einem
zentnerschweren Stein im Anhang sowieso nicht machen...
Das Seil so lang wie grad noch vertretbar/den Haltepunkt am Auto so tief
wie möglich ansetzen, den Haken im Stein ebenfalls so tief wie möglich
anbringen...
Das alles soll bewirken, daß der Stein nicht vorn oder hinten "leichter"
wird, sondern allein eine Vorwärtskraft erfährt.
Harald W. schrieb:> Ich würde damit zu einem Steinmetz gehen.
Das will ich sehen wie du damit gehst, die Platte wiegt 250kg. Typisch
diese Beiträge von Leuten, die nie im Leben irgendwas damit zu tun
hatten. Selbst eine Sackkarre ächzt damit.
Kalkstein staubt bei der Bearbeitung per Diamantscheibe oder schon
normaler Korundschleifscheibe wie Sau. Man wird besser nass arbeiten,
dann spritzt es halt noch wie Sau. 1cm ist zum wegschleifen auch recht
viel Material, also wenn man das Werkzeug hat: Elektrohobel mit
Hartmetallscheiden, durchaus 3-5mm pro Durchgang. Die Schneiden sind
danach zwar kaputt, aber es geht schnell, wird halbwegs glatt, und bei
30cm Steindicke ist ein Brechen nicht zu befürchten, der Stein hatte
dann vorher schon einen Riss.
Mit einer Diamantscheibe von den Seiten je 20cm tief schneiden wird
mangels so grosser Scheibe nicht gehen, mit einer Steinsäge
(hartmetallsplitterbeschichtetes Stahlseil quer durchziehen) erfordert
auch die eher grossen Apparate eines Steinbruchs, und eine Bandsäge mit
Hartmetallspitzen am Sägeband ist auch nicht transportabel in der
benötigten Grösse.
MaWin schrieb:> Das will ich sehen wie du damit gehst, die Platte wiegt 250kg. Typisch> diese Beiträge von Leuten, die nie im Leben irgendwas damit zu tun> hatten. Selbst eine Sackkarre ächzt damit.
sowas habe ich früher an der Halskette getragen :) Andere würden einen
PKW mit Anhänger nehmen.
Johannes S. schrieb:> sowas habe ich früher an der Halskette getragen :) Andere würden einen> PKW mit Anhänger nehmen.
ja, die Platte wird auch bestimmt nicht einfach dorthin geflogen sein
und einer hat die Flügel abgebrochen. Man weiss ja auch nicht wo sie
liegt? im Garten ? Keller? oder in der Badewanne
Kommt auf deine Anforderungen an. Mit Flex und Anschlag 10mm tiefe
Schlitze in die Oberfläche zu schneiden und die stehenbleibenden Stege
abzubrechen sollte kein Problem sein. Um die Oberfläche dann glatt und
eben zu bekommen, kann man natürlich eine Topfscheibe Verwenden. Wenn
die Anforderungen höher werden, bräuchtest du vor allem eine
Referenzoberfläche, die ausreichend groß und eben ist.
Sebastian L. schrieb:> Auch von hier: Frag deinen Steinmetz am örtlichem Friedhof.
Steinmetze kennen nicht nur Grabsteine, sondern z.B. auch Echtstein-
Fensterbänke!
butsu schrieb:> Mit Flex und Anschlag 10mm tiefe> Schlitze in die Oberfläche zu schneiden und die stehenbleibenden Stege> abzubrechen sollte kein Problem sein.
Mauernutfräse mit Absaugung, anschließend Nass-Steinschleifer.
Bodenschleifmaschine mit 16er Schleifscheibe.. alternativ 16er
Hartmetallschleifscheibe..
Maschine kann man überall leihen, Hartmetallscheibe muss man ggf.
irgendwo kaufen.
Dauert ne weile bei 10mm aber sollte gehen.
Aber auch das wird stauben ...
Zur not hab ich gehört das es Firmen geben soll die sich auf sowas
spezialisiert haben... Aber das sind glaube ich nur Gerüchte..
Man könnte mit einer (alten) Handkreissäge mit Tiefenanschlag und
Diamantscheibe ein Gitter von Schnitten in die Platte machen. Dann hat
man ein Anhaltspunkt für die gewünschte "Tiefe" der Abtragung.
Dann könnte man versuchen die stehengebliebenden Stege mit einem
scharfen Meißel abzuschlagen. Oder den Rest mit großer Flex grob
abschleifen bis die Teiefenlinien gerade noch sichtbar sind.
Und dann am besten nass wieder eben schleifen.
Jede Menge Empfehlungen - die alten Ägypter schafften das mit
Kupfer-Meisseln, siehe Cheopspyramide, und die alten Inkas waren noch
besser, siehe Sacsayhuaman. Man braucht nur Geduld.
Georg
Einschneiden auf ca. 10 mm Tiefe macht das meißeln einfacher und man hat
einen Anhaltspunkt für die Tiefe.
Kalkstein ist auch nicht gleich Kalkstein - je nach Ausführung hat man
bevorzugte Bruchrichtungen die die Sache leicht oder schwer machen
können.
Paule, Bademeister schrieb:> Die Platte hinter das Auto hängen, und auf einer glatten Straße und> niedrigem Tempo ein paar Runden drehen
Der mit Abstand der vernünftigste Vorschlag! Kann man gut mit einer
Einkaufstour in der Stadt verbinden, somit hat man die Sauerei auch
nicht zu Hause! Evtl. können die Kinder auf dem Stein mitreiten...
Gruss Chregu
Christian M. schrieb:>> Die Platte hinter das Auto hängen, und auf einer glatten Straße und>> niedrigem Tempo ein paar Runden drehen>> Der mit Abstand der vernünftigste Vorschlag! Kann man gut mit einer> Einkaufstour in der Stadt verbinden, somit hat man die Sauerei auch> nicht zu Hause! Evtl. können die Kinder auf dem Stein mitreiten...>> Gruss Chregu
Glatte Strassen gibts aber erst wieder im Dezember/Januar
nach dem ersten Schnee!
Christian M. schrieb:> Kann man gut mit einer> Einkaufstour in der Stadt verbinden
Nun, das hätte ich "etwas" dezenter gedacht...
Ne abgelegene Straße gesucht, den Vorgang Sonntagfrüh bei Schlechtwetter
gemacht...dadurch sinkt die Chance auf ne Meldemuschi glatt auf 1/100,
wenn nicht sogar noch weiter.
Rainer_S schrieb:> Hat jemand Erfahrungen?
Ein Steinmetz in Deiner Nähe? Elektroniker oder MC-Programmierer etc.
scheinen mir die falsche Zielgruppe für Deine Fragestellung zu sein.
Hugo H. schrieb:> Elektroniker oder MC-Programmierer etc.> scheinen mir die falsche Zielgruppe für Deine Fragestellung zu sein.
Mit der Ätztechnik für Leiterplatten könnte man auch den Kalkstein
abätzen. Man müsste bloss grössere Küvetten nehmen oder die Ätzmaschine
etwas vergrössern.
Georg
kann man das nicht mit C++ lösen? ich denke das kann immer alles....oder
geben die C Freaks jetzt zu, das auch C++ seine Grenzen hat?...
Das es mit Python nicht geht ist klar..das geht nicht tief genug..:-)
Georg schrieb:> Mit der Ätztechnik für Leiterplatten könnte man auch den Kalkstein> abätzen. Man müsste bloss grössere Küvetten nehmen oder die Ätzmaschine> etwas vergrössern.
Geringfügig - Küvetten in der Größe wären sicher eine Herausforderung.
Aber Du hast Recht, das würde sicher zu einer "interessanten" Oberfläche
führen.
Gegeg J. schrieb:> Das es mit Python nicht geht ist klar..das geht nicht tief genug..:-)
Das erfordert Basis-Kenntnisse der Steinbearbeitung - also Basic, wenn
überhaupt.
@Alexander S.
>"Diese Säureempfindlichkeit machte sich der Sage nach auch der>karthagische Feldherr Hannibal zunutze, als er 218 vor Christus mit>seinen Elefanten die Alpen überquerte. Um den Tieren das Klettern im>Fels zu erleichtern, befahl er seinen Soldaten, große Mengen Essig auf>das kompakte Kalkgestein zu schütten, worauf das Gestein „chemisch“>verwitterte und die Soldaten mühelos Stufen für die Elefanten in den>Fels brechen konnten."
Ich hoffe, dass man das nicht glauben muss!
Auf einem Feldzug, zufällig tausend(e) Liter (Kilo) Essig, beim Zug über
die Alpen, in den Taschen;-)
Ich schätze mal, dass die sinnvollere Sachen in Ihren Taschen hatten.
Rainer_S schrieb:> wir haben bei uns eine Kalksteinplatte (400x800x300 mm). Von dieser> möchte ich an der Oberseite 8-12mm abtragen. Leider haben ich absolut> keine Ahnung mit welchem Werkzeug ich dies tuen soll.
Du wirst bei dir wohl kein geeignetes Werkzeug finden, wenn die
Oberfläche auch noch plan und ohne Riefen bleiben soll.
Wie bereits gesagt: Beauftrage damit jemanden, dessen täglich Brot die
Verarbeitung von Marmor ist, denn auch das ist Kalkstein.
Diese Firmen haben neben der Erfahrung auch den erforderlichen
Maschinenpark und können den Stein ggfs. auch polieren.
Osszilierer schrieb:> kann er bestimmt nicht, handelt sich um einen Grabstein vom Friedhof,> den er zweckentfremdet hat :-)>
Für Grabsteine wird selten der weiche und sogar gegen sauren Regen nicht
beständige Marmor verwendet, sondern meist Granit.
Dieses Gestein ist ungleich schwerer zu bearbeiten als der
vergleichsweise butterweiche Kalkstein.
Gegeg J. schrieb:> ich gebe zu mit Pascal wüsste ich in diesem Fall auch nicht was es> bringen sollte
Eventuell gibt es irgendwo einen Steinmetz mit diesem Namen. Das wäre
DIE Lösung!
oszi40 schrieb:> Bis Deine Fläche 100% plan ist, hat der Stein die Größe eines> Würfelzuckers erreicht. :-) Goto Steinmetz!
Möglichst eben wurde gesagt. 100% plan ist nicht gefordert. Mit dem Ding
kann man schon ordentliche Ergebnisse erzielen. wenn man mit umgehen
kann.
Du musst das C nur richtig anordnen.
Mit Diamantwerkzeug geht das gut.
Setzt aber etwas Gefühl vorraus.
Und die Frage wie Plan es werden soll.
1 cm auf 1 m -> Flex Topfscheibe per Hand oder Druckluftmeisel
1 mm auf 1 m -> Topfscheibe geführt
1 um auf 1 m -> läppen.
Alles kein Hexenwerk und auf die Bindung achten.
Mache brauchen nen trockenen Schnitt andere müssen nass laufen.
Geduld und Maschinen braucht es in jedem Fall.
Stephan schrieb:> Möglichst eben wurde gesagt. 100% plan ist nicht gefordert. Mit dem Ding> kann man schon ordentliche Ergebnisse erzielen. wenn man mit umgehen> kann.
Ja klar eine Raspel bei einer Fläche von 40 auf 80 cm. Und damit 10mm
Abtrag!
Wie lang muss die Raspel sein, daß du damit eben über die Fläche raspeln
kannst? 60cm, 70? Übliche Länge für eine Raspel.
Und Kalkstein ist ganz weich. Auch Marmor ist Kalkstein.
Bis du 10mm bei einer Fläche von 40 auf 80cm abgeraspelt hast, hast du
10 deiner Mammutraspeln stumpf geraspelt.
Von der Zeit nicht zu schweigen
Sorry aber überlegt ihr auch bevor ihr eure Tipps gebt?
OnTopic ist ja schon länger her...
Sebastian S. schrieb:> Auf einem Feldzug, zufällig tausend(e) Liter (Kilo) Essig, beim Zug über> die Alpen, in den Taschen;-)> Ich schätze mal, dass die sinnvollere Sachen in Ihren Taschen hatten.
Glücklicher Zufall. Eigentlich hatten sie Wein für abends am Lagerfeuer
gekauft, aber das nervtötende Tröten der Elefanten hat die Essigfliegen
angelockt, der Wein wurde sauer und sie haben ihn weggekippt. Und schon
haben sich die Alpen aufgelöst. Oder so.
SCNR, das mit dem Essig klingt wirklich etwas nach Mythen und Legenden.
Matthias L. schrieb:> OnTopic ist ja schon länger her...>> Sebastian S. schrieb:>> Auf einem Feldzug, zufällig tausend(e) Liter (Kilo) Essig, beim Zug über>> die Alpen, in den Taschen;-)>> Ich schätze mal, dass die sinnvollere Sachen in Ihren Taschen hatten.>> Glücklicher Zufall. Eigentlich hatten sie Wein für abends am Lagerfeuer> gekauft, aber das nervtötende Tröten der Elefanten hat die Essigfliegen> angelockt, der Wein wurde sauer und sie haben ihn weggekippt. Und schon> haben sich die Alpen aufgelöst. Oder so.>> SCNR, das mit dem Essig klingt wirklich etwas nach Mythen und Legenden.
SO abwegig ist das nicht mit dem Essig. Im Altertum war Essig wohl ein
gängiges Mittel um Wasser aus der Umwelt halbwegs trinkbar zu machen,
indem man wenigstens viele der Bakterien damit abtötet. Es macht also
tatsächlich Sinn, das eine Armee eine nennenswerte Menge Essig mitführt.
Wasser mit etwa Essig war ein gängiges Getränk bei den Römern.