IC aus den 70ern: 93L60DM 7336 Kann es jemand identifizieren?

Gast #6055903
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Axel S. schrieb:
> Dominic F. schrieb:
>> Was macht die 93er Serie so besonders?
>
> Wurde doch schon gesagt:
>
> M. K. schrieb:
>> 93L60 ist ne low power 9300er TTL-Familie
>
> Ein Standard TTL 74192 genehmigt sich 65mA (laut Datenbuch, geschätzt
> hätte ich sogar 100mA). Das sind 325mW. Standardisierte low-Power Serien
> wie 74LS kamen erst später.

LowPower gab es auch in den Siebzigern bei 74, siehe Anhang.
Angehängte Dateien:
Gast #6055907
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Dominic F. schrieb:
> Ich danke euch! Ich hätte an dieser Stelle auch einen Zähler erwartet,
> aber warum keinen 74 wie sämtliche andere ICs auch? Was macht die 93er
> Serie so besonders? Könnte man das vllt ins Wiki mit aufnehmen? Nur,
> dass es das vllt gibt.

Fairchild 9300 <---> Texas Instruments 7400

https://computerhistory.org/blog/the-rise-of-ttl-how-fairchild-won-a-battle-but-lost-the-war/

---
93L  LPTTL Low Power TTL 93L00 MSI
Gast #6055930
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Archivator schrieb:

> 9300 ist keine Variante von 74xx sondern der proprietäre Vorgänger von
> Fairchild



"TI entered the industrial market with the SN7400 Series in 1966. With 
management that spun-out of Fairchild in 1967, National Semiconductor 
second-sourced the TI family, added a set of Tri-State devices invented 
by Dale Mrazek, and helped to the establish the 7400 Series as the new 
preferred general-purpose logic family. Motorola, Signetics, Sprague, 
and other vendors followed suit.
Fairchild responds with TTL MSI"
Gast #6055936
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"By 1968 lithography advances significantly increased the number of 
transistors that could be integrated on a chip. Eager to win a share of 
the TTL business, Fairchild (9300 Series) and Signetics (8200 Series) 
pioneered the design of TTL-MSI (Medium Scale Integration - up to 100 
logic gates per chip) functions such as counters, shift registers, and 
arithmetic logic units."


"TI recognized the threat to its business and copied most of the new 
Fairchild devices under 74xx part numbers. The popular 9300 register, 
for example, became the 74195 and the 9341 ALU became more widely known 
as the 74181"


wird das jetzt ein Zitate-duell :-(
Gast #6055984
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Sinus T. schrieb:
> Archivator schrieb:
>> wird das jetzt ein Zitate-duell :-(
>
> Das wäre kein Problem. Ist sehr interessant!

Man muss nur lesen was dort steht ;)

Die ersten TTL-Chips kamen 1964 von TI SN54, Silvana SUHL als Vorlage.
1966 folgt SN74 im wesentlich billigerm Plastikgehäuse.
Fairchild sieht die Felle davon schwimmen und geht ans selber 
entwickeln.
Ti schnappt vieles davon auf und macht den Sack zu.

Fairchild war bis 1967 Marktführer aber mit DTL und Derivaten die TTL 
9300 waren doch die Antwort nicht umgekehrt.
Gast #6056103
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AMD_Data_Book schrieb:
> Fairchild war bis 1967 Marktführer aber mit DTL und Derivaten die TTL
> 9300 waren doch die Antwort nicht umgekehrt.

Ja klar, auch bei Fakten schaffen es die rechthaberischen Kindsköpfe es 
so zu lesen, das sie immer noch Mamas Lieblings sind der immer Recht 
bekommt.
Notfalls behilft man sich eines Bauerntricks und lässt das Komma an der 
entscheidenden Stelle weg.

Hinsichtlich der (damals) komplexeren Chips unter der Standard-logic 
(das was wir heute als 74xxx-reihe kennen) war Fairchild mit seinen 
Zählern als 63000 und Co Serie Pionier -also erster-, worauf Texas 
Instrumente die kurz darauf kopierte und seine 74***-Reihe entsprechend 
erweiterte.

oder wie bereits zitiert:
"Fairchild (9300 Series) and Signetics (8200 Series)
pioneered the design of TTL-MSI (Medium Scale Integration - up to 100
logic gates per chip) functions such as counters" ...

"TI ... copied most of the new Fairchild devices under 74xx part 
numbers."

Und da bekanntlich der Klügeree nachgibt, bin ich ab jetzt raus aus dem 
thread.
#6056109
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In meinen Fairchild-Datenbüchern hätte ich als erstes nachgesehen. Hier 
1972 wird die 93L-Familie zwar erwähnt , aber es gibt nur den 9360 (ab 
PDF-Seite 464):
https://amaus.net/static/S100/databook/1972%20Fairchild%20TTL%20book.pdf

Im 1978er Datenbuch sind sie schon weitgehend durch 74.. ersetzt
Unter "Counters" Seite 30 steht er nicht, es gibt aber noch ein paar 
andere 93L-Typen:
https://archive.org/details/bitsavers_fairchilddldTTLDataBook_39509923/page/n31

Ich habe einen Frequenzzähler mit Nixie-Anzeige von 1973, da sind noch 
wenige DTL-Gatter drin, das meiste ist schon TTL. Immerhin schaffte der 
bis zu 700 MHz.
Angehängte Dateien:
Gast #6056202
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Archivator schrieb:
> AMD_Data_Book schrieb:
>> Fairchild war bis 1967 Marktführer aber mit DTL und Derivaten die TTL
>> 9300 waren doch die Antwort nicht umgekehrt.
>
> Ja klar, auch bei Fakten schaffen es die rechthaberischen Kindsköpfe es
> so zu lesen, das sie immer noch Mamas Lieblings sind der immer Recht
> bekommt.
> Notfalls behilft man sich eines Bauerntricks und lässt das Komma an der
> entscheidenden Stelle weg.

Wenn du ggf. Fairchild 930 DTL als 9300 TTL deutest ;)


>
> Hinsichtlich der (damals) komplexeren Chips unter der Standard-logic
> (das was wir heute als 74xxx-reihe kennen) war Fairchild mit seinen
> Zählern als 63000 und Co Serie Pionier -also erster-, worauf Texas
> Instrumente die kurz darauf kopierte und seine 74***-Reihe entsprechend
> erweiterte.
>
> oder wie bereits zitiert:

Was soll der quatsch die Quelle ohne Angabe zu wechseln?

https://computerhistory.org/blog/the-rise-of-ttl-how-fairchild-won-a-battle-but-lost-the-war/
auf
https://www.computerhistory.org/siliconengine/standard-logic-ic-families-introduced/

> "Fairchild (9300 Series) and Signetics (8200 Series)
> pioneered the design of TTL-MSI (Medium Scale Integration - up to 100
> logic gates per chip) functions such as counters" ...

Jo aber 1968

>
> "TI ... copied most of the new Fairchild devices under 74xx part
> numbers."
>

anfang 70er nachdem Fairchid am auf und überholen ist

> Und da bekanntlich der Klügeree nachgibt, bin ich ab jetzt raus aus dem
> thread.


Frag mich auch was du willst und wenn des Autors Zeitlinie nicht stimmt 
dann schreib ihm.
Gast #6056214
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Archivator schrieb:

> LowPower gab es auch in den Siebzigern bei 74, siehe Anhang.

74L, 74_, und 74H unterscheiden sich durch den Biasstrom. Du tauschst 
quasi Energiesparen gegen Geschwindigkeit. Hat man bei OpAmps damals 
auch gerne gemacht -- durch unterschiedliche Auslegung der Stromquelle 
gab es energiesparende, schnelle und rauscharme Typen innnerhalb der 
Produktfamilie.

Die nächste Evolutionsstufe hatte dann den Schottkyübergang am 
Transistor, um eine Sättigung desselben zu vermeiden. Das waren dann 
74LS, 74S und 74HS, wobei es letzterer quasi nicht auf den Markt 
geschafft hat.

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