Hallo liebe Tüftler,
meine Bauknecht Dunstabzugshaube mit 2 parallel laufenden Radiallüftern
230V AC läuft in Stufe 1 ( von insgesamt 3 Geschwindigkeitsstufen )
nicht mehr.
Die Regelung der Motoren erfolgt über unterschiedliche
Motorwicklungsanzapfe, also ohne Elektronik.
Die Motoren sind sehr leichtgängig und den verfetteteten Einschalter
habe ich schon überholt. Hilft aber nichts.
Meine Idee wäre Stufe 2 zu nutzen und runter zu regeln.
Ich habe keine Ahnung was das für Motoren sind und wie man die am
besten, bei gutem Startdrehmoment, regelt. PWM oder Phasenanschnitt,
keine Idee.
Hat jemand eine Meinung dazu?
wodipo schrieb:> Die Regelung der Motoren erfolgt über unterschiedliche> Motorwicklungsanzapfe, also ohne Elektronik.
Wenn BEIDE Motoren in Stellung 1 nicht mehr laufen, bleibt nur noch der
Schalter nach.
Bei Spaltpolern würde ein FU nötig sein.
Wenn Kondensatoren vorhenden sind, diese prüfen.
Heisst Schalter überholen auch MESSEN,
ob Durchgang da ist?
Wann wurde die Haube gebaut?
Ja, Stufe 1 zu reparieren wäre mir auch am liebsten. Um an die Motoren
zu kommen, muss ich die ganze verfettete Abzugshaube zerlegen. Das ist
Baujahr 1980.
FU bei Spaltmotoren? Funkenunterdrückung oder was ist FU?
Wenn ich von Stufe 2 auf Stufe 1 runterschalte, laufen beide Motoren
sehr gleichmässig aus. Also kein Restzucken, vielleicht durch verfettete
Kohlen oder Kollektoren.
Nimm einen Bio Fett Reiniger.
Der ist Greta konform und lässt noch etwas vom Motor über.
Danach bei 100 C in den Backofen für eine 1/2 Stunde.
Dann ist zu prüfen ob die Lager wieder zu fetten sind oder raus müssen.
Sowas sollte man die E-Maschinenbauer vor Ort machen lassen. Die können
den auch messen und sehen ob überhaupt etwas zu retten ist.
wodipo schrieb:> Baujahr 1980Dietmar P. schrieb:> Anbei mal ein Foto des Motors.
Ich glaube da 11/89 zu sehen, und der Motor ist von ebm, da könnte man
anhand der Typennummer nachsehen um was für einen Motor es sich
definitiv handelt.
Ich habe das Ding jetzt zerlegt. Ja, 1989, und EBM. 3uF MP Kondensator,
der für beide Motoren einen einzelnen 6uF Cap hat. Nachgemessen, 5,9uF,
also ok.
Zusätzlich ist noch ein (zwei) Zementwiderstandsarray drin, wo ein
Segment, wohl von der ersten Stufe, durchgebrannt ist. Merkwürdigerweise
läuft sie noch (gar) nicht mit dem Ersatzwiderstand von geschätzten 60
Ohm.Der Aufdruck ist verbrannt.
Das Fett läuft aus der Tiefe der Raiallüfter wie Honig raus. ' Werde
dann mal Backpulver mit heissem Wasser testen.
Verbindlichen Dank für die superpassenden Links.
Genau das ist das Teil. Also 60 Ohm hat der durchgebrannte Widerstand.
Ich muss mal schauen wie ich meine parallelgeschalteten alten
Hochlastwiderstände da hitzefest einbringen kann.
Der Griff in meine Kiste mit Hochlastwiderständen bringt Erinnerungen an
die alte Röhrenzeit ;).
Fertig.
Über den Widerstand mit 60 Ohm fallen 33 V ab, also 18W. Typischer Fall
von geplanter Obsoleszenz, oder dumme Entwickler.
Habe 6 x 5 W 390 Ohm parallel geschaltet und an Keramikabstandshalter
angebracht. Dazu die Kühlöffnungen im Gehäuse vergrössert.
Meine Abzugshaube ist Bj 1978 und musste noch nicht einmal repariert
werden.
Gut, der Filterwechsel gestaltet sich im Gegensatz
zu modernen Hauben etwas schwieriger.
Dafür fallen moderne Hauben im Grunde genauso oft aus,
wie ich den Filter wechseln muss
:-)
Dietmar P. schrieb:> Über den Widerstand mit 60 Ohm fallen 33 V ab, also 18W. Typischer Fall> von geplanter Obsoleszenz, oder dumme Entwickler.
Nee du, nach 30 Jahren darf soetwas mal aufgeben - zumal es sich ja
wunderbar reparieren lässt. Auf die Zeit plant auch niemand
Obsolenszens.
Die neuen Hauben haben bestimmt auch keine edlen Motoren von EBM
eingebaut, es sei denn EBM lässt mittlerweile in China bauen.
- Warum nimmst du kein Metallfilter, dann brauchst du kein Filter
erneuern.
Das 60 Ohm Segment hat ca. 3 x 2 x 2cm Volumenfläche, da verdunsten 18W
nur im Angstbetrieb.
Nunja, die Netzspannung ist mittlerweile um 10V gestiegen.
Die Radialgebläsefinnen waren ca. 2mm mit Fett verkrustet, was ich
mühselig runtergeschabt habe. Das ist mir nur bedingt gelungen und jetzt
haben sie eine Unwucht.
Insgesamt habe ich um geschätze 1kg Fett aus dem Gehäuse entfernt.
Dave4 schrieb:> Nee du, nach 30 Jahren darf soetwas mal aufgeben - zumal es sich ja> wunderbar reparieren lässt. Auf die Zeit plant auch niemand> Obsolenszens.
Eigentlich sollte sowas, wenn es eh schon 30 Jahre lang gehalten hat,
jetzt nicht noch "plötzlich" kaputt gehen. Da wird dann doch einer der
Motoren mehr Strom ziehen als früher, oder was in der Art.
Oliver
https://www.ebmpapst.com/de/press/press_releases/pressdetail_78336.php
Dann habe ich ja alles richtig gemacht und noch nicht den chinesischen
Kurzzeitmodus von neuen Produkten unterstützt.
OT
Nur mal so als gutgemeinter Hinweis. Das trifft besonders für moderne
Hausheizungen zu.Fragwürdige Brennwertheizungen mit imaginärem
Wirkungsgrad, Softwarebugs gepaart mit China Bauelementen und
mangelhafte Konstruktionsmaterialien verkürzen die Lebensdauer von
Heizungen heutzutage auf ca. 8-12 Jahre, anstatt >> 30 Jahre.Ein,von
vielen Stichworten dazu, sind X2 Kondensatoren.Als die noch von
Siemens,Phillips,Wima kamen, war die Welt noch in Ordnung. Aber lang ist
es her.
Dietmar P. schrieb:> X2 Kondensatoren.Als die noch von> Siemens,Phillips,Wima kamen, war die Welt noch in Ordnung.
und da frage ich mich immer wie diese Unternehmen früher bloss
alle überlebt hatten, als deren Produkte noch vererbt werden konnten
Dietmar P. schrieb:> Ein,von> vielen Stichworten dazu, sind X2 Kondensatoren.Als die noch von> Siemens,Phillips,Wima kamen, war die Welt noch in Ordnung. Aber lang ist> es her.
Du hast die Schweden vergessen! Die Rifas sind wohlbekannt für ihre
Qualität in dB(A).
Die Firmen konnten früher überleben, weil die Konkurrenz noch mit
abkupfern beschäftigt war. Und China noch nicht richtig dabei war; nur
Japan, Korea Taiwan usw.
Ab ca. 2000 wurde es immer schwieriger Stand zu halten.