Suche Reparateur für Tonbandgerät Grundig TK46

OP #6180425
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Hallo,

das Defektgerät befindet sich zur Zeit noch in Frankreich bei meinem 
Kumpel.
Die Elektronik soll in Ordnung sein, die habe er einem Bekannten 
gegeben.

Wenn man das Gerät laufen lassen will, startet es nicht.
Man soll es anschalten können, die Lichter gehen an, der Motor läuft, 
aber der Antrieb läuft nicht.

Entschuldigt die Minimalbeschreibung, mehr kann ich so leider nicht 
erfahren.

Wer macht so etwas und welche Größenordnung erreichen die 
Reparaturkosten?

Danke.
#6180590
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Peter M. schrieb:
> Wer macht so etwas und welche Größenordnung erreichen die
> Reparaturkosten?

Ich weiß nicht ob hier alle Marken bearbeitet werden, eine Anfrage lohnt 
aber sicherlich. Einen Ausflug ist das Künstlerdorf Worpswede in der 
Nähe von Bremen allemal wert.

https://www.hifi-zeile.de/index.php?l=de

Ich vermute dass es in DE weitere solcher speziellen Fachbetriebe gibt. 
Die Kosten sind wohl ein eigenes Thema.


Ben B. schrieb:
> Die Dinger zerfallen bei so alten Geräten

...zu Staub.

Defekte Riemen passen zur Fehlerbeschreibung.
(Firma: www.wolfgangrobel.de) #6180748
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Die Riemen zerfallen je nach Material leider nicht zu Staub, sie 
verwandeln sich in eine klebrige, teerige, stinkende Masse, die sich an 
alles dranheftet, was in der Nähe liegt. Das Beseitigen dieser 
Gummiriemenreste ist nur mit viel Geduld und ganz viel Brennspiritus 
möglich. Benzin hilft nicht.

Wenn Du ganz viel Glück hast, dann sind es Riemen, die einfach nur hart 
und bröselig geworden sind, aber darauf würde ich mich nicht verlassen!
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #6180756
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Bei diesem "Gummiglitsch" hilft auch Natronlauge.
am besten als Backofenspray, das eher mal an Ort und Stelle bleibt.
Natürlich darf man nicht alles "global" einsprühen,
Man muss das natürlich wohl überlegt applizieren.
Immer vorausgesetzt, die Oberfläche verträgt das.

Also das Gröbste erstmal mechanisch entfernen und dann mit NaOH ran.

Das funzt auch bei den modernen "Soft-Touch" Oberflächen,
die auch nur noch schmierig und glitschig werden.
#6181730
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Geht aber noch weiter. Andruckrolle, Kopffilz, Rutschkupplung, 
Lagerrreinigungen/neu ölen.
Undankbare Aufgabe, ich pack die Dinger nicht mehr an.
Mein TESLA B 116 habe ich mal aus nostalgischen Gründen komplett 
restauriert. Steht nun auch schon wieder seit etlichen Jahren ungenutzt 
rum und wird dadurch auch nicht besser :-(. Die Zeit ist abgelaufen, nur 
fürs Museum gut.
#6183458
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Der Flachriemen treibt den Capstan an.
Er besteht allerdings aus einem anderen Material, das sich anscheinend
nicht zu Teer verwandelt.
Aber der Riemen ist ziemlich hart geworden und nicht mehr elastisch.
Ich werde ihn also auch eretzen müssen.

Zum Säubern habe ich übrigends Isopropanol verwendet, ging recht gut.
#6183578
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Normal Z. schrieb:
> Ansonsten: Schon mal selber „gegurgelt“ oder in der E-Bucht danach
> gesucht?

Werner E. schrieb:
> Toshiba PC-G22.
> Bin leider bisher noch nicht fündig geworden.

Na, komisch. Wenn ich Toshiba PC-G22 bei Ebay eingebe, bekomme ich 
allerdings passende Einträge. Probier's doch einfach mal.

Wenn Dir der Preis zu hoch ist: Riemen mit Vierkantprofil habe ich zu 
Zeiten, als es das Web in benutzbarer Form noch nicht gab, durch O-Ringe 
mit Vierkantprofil aus dem Maschinenbauzubehör ersetzt. Die 
funktionieren im Tonbandgerät seit gut 20 Jahren problemlos und kosten 
dazu auch nur ein paar Cent.

Wenn man kein Muster mehr hat, an dem man den Durchmesser abnehmen kann, 
muß man dann allerdings den Umfang und daraus den Durchmesser berechnen 
können.

MfG
#6183646
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Peter M. schrieb:
> Wer macht so etwas und welche Größenordnung erreichen die
> Reparaturkosten?

Das als Auftrag zu vergeben erfordert Überblick über das Vereinbarte.
Ein "Mach mal" bei einem 55 Jahre altem Gerät kann tüchtig ins Geld 
gehen und man sollte sich vorher überlegen was es einem wert ist.
Machen können sollte das ein Radio-/Fernsehtechniker.
So mancher

Normal wäre:
- Mechanik nachgehen. Putzen, evtl. tropfölen und neue Riemen.
- Dann nochmal den Rest ausmessen nach Servicemanual
- Probelauf.
Feddisch.

Je nach Versifftheit des Geräts und Versiertheit des Reperatörs: 2...14 
h.

Wenn dann aber irgendwelche Bauteile
Poröse Kabel
Röhren
Kondensatoren
...
wird es halt aufwendiger.
#6183664
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Sebastian L. schrieb:
> Machen können sollte das ein Radio-/Fernsehtechniker.
> So mancher

Feinmechanik war in den '70er aber nicht mehr Bestandteil der 
Ausbildung, Motore und drehende Scheiben und Riemen sehr sehr selten in 
Fernseher und Radios.

Ich hatte immer Probleme diese Teile so zu zerlegen das sie hinterher 
wieder perfekt laufen, machte das nur im größten Notfall bei meinen Uher 
124 report mit dem Umbausatz, das Teil frass vorher Gummis wie kein 
anderer, bei VCR habe ich mich ausgeklinkt.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #6183707
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Joachim B. schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>> Machen können sollte das ein Radio-/Fernsehtechniker.

> Feinmechanik war in den '70er aber nicht mehr Bestandteil der
> Ausbildung, Motore und drehende Scheiben und Riemen sehr sehr selten in
> Fernseher und Radios.

Plattenspieler und Tonbandgeräte kamen also nicht vor?

für Radios hatte man auch schon mal die Blechpakete
für einen Drehkondensator gefertigt.
#6184743
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Joachim B. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> Plattenspieler und Tonbandgeräte kamen also nicht vor?
> selten bis nie,
> in der Ausbildung jedenfalls und in der Prüfung nicht!

Schade.
Die Tangentialplattenspieler der 70er und 80er waren Meisterwerke.
(z.B. die Beogram). Antiskating, Antrieb...alles musste man manuell 
machen. Servicemanuale besonders bei B&O waren aber sehr gut.

> Speziellere Dinge wie eine Revox A700 haben sogar die besten Techniker
> verzweifeln lassen,
Warum?
Die Revox sind riesengrosse Klopper. Alles wunderbar modular aufgebaut. 
Jede Baugruppe lässt sich einzeln ausbauen und durchmessen. Da steht 
sogar auf der PCB was das ist.
Die Mechanik ist 08-15 für Tonbandgeräte.
Telefunken Magnetophone waren auch noch beherrschbar, wenn auch 
mechanisch aufwendiger.

> unser Ausbilder sortierte die Pläne auf dem
> Werkstattboden und erklärte erst mal die Einzelkomponenten.
Na nun, erstmal auseinanderschrauben und dann nachdenken sollte man 
nicht.

Einfuchsen muss man sich doch erst bei Vielspurgeräten. Studer, Foster 
und und und.
#6184753
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Sebastian L. schrieb:
> Na nun, erstmal auseinanderschrauben und dann nachdenken sollte man
> nicht.

Schaltpläne! nicht Baugruppen, ich denke du hast da was mißverstanden ;)

Joachim B. schrieb:
> unser Ausbilder sortierte die Pläne auf dem
> Werkstattboden und erklärte erst mal die Einzelkomponenten.

Da wurde natürlich zuerst in die Pläne geschaut, keiner den nicht 
wahnsinnig ist oder das Teil nicht kennt zerlegt zuerst!

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