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Forum: Offtopic HiFi Tonband - Renaissance?


Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo,


Hifi-Tonband könnte wieder im Kommen sein:


The most expensive music format (in the world)

Techmoan 228.323 Aufrufe

 Youtube-Video "The most expensive music format (in the world)"


mfG

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Christian S. schrieb:
> Hifi-Tonband könnte wieder im Kommen sein:

Wie kommst Du darauf?
Schau einfach mal den anderen Schrott von Techmoan an.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Ich hab' noch 'ne A77 im Schrank stehen. Und ein paar Bänder dafür.

Mein Gott. Was für eine Verschwendung.

Ja, das Ding klingt soweit ganz anständig, bedenkt man, daß es keinerlei 
Signaloptimierung (Rauschunterdrückung) betreibt, und bedenkt man, daß 
im Signalweg Bauelemente verbaut sind, denen man heute gerade noch 
zutrauen würden, LEDs anzusteuern, aber der Materialaufwand -- 1 km Band 
für eine Stunde Musik -- steht in wirklich keiner Relation zum Nutzen.

Und anständig digital aufgezeichnetes Material, selbst mit 
verlustbehafteter Kompression, rennt Kreise darum.

Aber klar, das Geräusch der Motoren, die sich langsam drehenden Spulen, 
im Kerzenschein, bei einem Glas Rotwein, der leichte Rauschteppich ... 
Jaja, schön war's damals, vor 45 Jahren.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Christian S. schrieb:

> Hifi-Tonband könnte wieder im Kommen sein:

Ja, es gibt immer wieder ein paar hoffnungslose Nostalgiker.
Altaufnahmen werden übrigens auf Grund des Echoeffekts
ziemlich seltsam klingen.

Autor: Karl B. (gustav)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Ich hab' noch 'ne A77 im Schrank stehen. Und ein paar Bänder dafür.

Hi,
bei mir ist es eine B77.
Die hat schon eine TTL-/GAL-Motorsteuerung (Thyristoren/Triacs)
Nur nach etwa einmonatiger "Standzeit" "spinnt" die Steuerung.
Muss also ab und zu 'mal einschalten.
Habe jetzt die meisten Bänder (mit 1-fach Geschwindigkeit) in WAVs 
digitalisiert.
Die Tonkopfverschmutzung ist teilweise so arg, dass alle paar Minuten 
mit Q-Tips und Isopropylalkohol der Abrieb entfernt werden muss.
Und die Quietsch-Bänder (Scotch) wurden 'mal kurz aufgebacken bei 60 
Grad.
Nützt aber auch nicht viel.
Was mich nur fasziniert, einige FE-Bänder halten tatsächlich über 40 
Jahre die Magnetisierung. Weiß nicht, ob CDs zur 
Langfrist-Datensicherung taugen. Ich nehme als Speichermedium mehrere 
externe HDDs.
Ab und zu mal refreshen, das dürfte reichen.
A propos, der WDR hatte damals sein ganzes Tonarchiv digitalisiert.
Aber die nehmen DAT-Bänder. Also doch wieder magnetisches Medium.

ciao
gustav

Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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Karl B. schrieb:
> Also doch wieder magnetisches Medium.

Das ist eine Festplatte auch. Und die ist noch lange nicht tot.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Karl B. schrieb:
> Rufus Τ. F. schrieb:
>> Ich hab' noch 'ne A77 im Schrank stehen. Und ein paar Bänder dafür.
>
> Hi,
> bei mir ist es eine B77.

Da habe ich früher von geträumt....

Ok, heute nicht mehr. ;-)

Autor: Joachim B. (jar)
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A77, B77, A700 wer träumte nicht davon, ich bin aber auch ohne älter 
geworden und habe den Nichtkauf auch überlebt.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Ich hab' noch 'ne A77 im Schrank stehen. Und ein paar Bänder dafür.

Ich auch und zwar zwei Revox A77HS Halbspur. Also mit 19/38cm/sek.

Die Qualität iat auch nach 40 Jahren noch hervorragend. Bänder von vor 
40 Jahren klingen immer noch so wie am ersten Tag. ( BASF LGR30 AGFA 
PER525 )

Der Frequenzgang bei 38cm/Sek bis ca 25KHz fast strichlinear.

Störabstand gute 65db unbewertet.

Bei -65db Aussteuerung hat eine CD bereits mehr als 3% 
Quantisierungsverzerrungen ( klingt weit unangenehmer als Klirrfaktor ).

Auch wenn es umständlich zu handhaben ist und heute weit bessere 
digitale Systeme gibt, ist es deswegen noch lange kein Schrott.

Ralph Berres

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Harald W. schrieb:
> Altaufnahmen werden übrigens auf Grund des Echoeffekts
> ziemlich seltsam klingen.

Ja, ich hatte auch mal nach 5 Jahren das Tonbandgerät (M2405s) 
vorgekramt. Die 3-fach Spielbänder (540m) waren alle durchkopiert, die 
Aufnahmen also unbrauchbar. Auf Normalspielbänder paßte ja kaum was 
drauf.
Die Rundfunkanstalten mußten alle Bänder jährlich umspulen.

Nach der Wende hatte ich mir im Karstadt das Tonbandgerät für 5000,-DM 
angeschaut, aber glücklicher Weise nicht gekauft.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Peter D. schrieb:
> Die 3-fach Spielbänder (540m) waren alle durchkopiert,

Ja das glaube ich.

Bei mir waren es Studiobänder 27,5cm 1000m als freitragender Wickel auf 
AEG Kerne. Die waren qualitativ glaube ich etwas besser und nicht ganz 
so empfindlich was Kopiereffekte betrifft.

Sie passten gerade so auf die Revox drauf.


Peter D. schrieb:
> Nach der Wende hatte ich mir im Karstadt das Tonbandgerät für 5000,-DM
> angeschaut

Was war denn das für ein Gerät was so teuer war?

Peter D. schrieb:
> a, ich hatte auch mal nach 5 Jahren das Tonbandgerät (M2405s)
> vorgekramt.

Telefunken?

Ralph Berres

Autor: Wolle R. (oldschool)
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Karl B. schrieb:
> Aber die nehmen DAT-Bänder.

Nicht mehr. In den beiden Zentralarchiven der ARD Sendeanstalten (und 
den angeschlossenen öffentlichen Rundfunksendern der Bundesländer) 
werden seit mehreren Jahren alle Aufnahmen (die sog. Schnürsenkelbänder) 
digitalisiert.
Geht aber nur in Echtzeit und das dauert...

Und dieses dann wiederum auf Band gesichert, in Robotik Systemen. Ein 
Format wurde nicht genannt, ich nehme aber mal stark an, dass es LTO 
sein wird.

Btw. Meine DAT kann ich kaum mehr lesen, die ollen Musikkassetten und 
Tonbänder aber noch mehr oder weniger gut. Bei Video ist das Problem, 
dass das Signal sehr viel empfindlicher ist und die ersten Kassetten die 
ich habe (Mitte 70er, VCR System) sich im Wortsinn beginnen aufzulösen.

Ist aber alles längst digital.

So Retro ich auch bin, was ich nicht mehr habe, sind Schallplatten. Die 
habe ich einem Sammler verkauft, der auch gute Plattendreher nutzt und 
sich wirklich auch auskennt. Gebe nur in gute Hände ;)


Gruß, Wolle

: Bearbeitet durch User
Autor: Joachim B. (jar)
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Wolle R. schrieb:
> So Retro ich auch bin

Also alle Magnet- und runde Wechsel-medien sind längst aus dem Haus weil 
alles mehr oder weniger unbrauchbar wurde, Disketten, ZIP Disk, 
Wechselplatten, VideoBänder, CDs, DVDs

AUSSER

Vinyl, alle Platten sind OK bis sehr gut, auch der Abspieler und es ist 
einfach praktisch ins Regal zu greifen und die aufzulegen.
Alle Bilder und SW sind von Festplatte zu Festplatte immer noch 
vorhanden.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Wolle R. schrieb:
> Btw. Meine DAT kann ich kaum mehr lesen, die ollen Musikkassetten und
> Tonbänder aber noch mehr oder weniger gut. Bei Video ist das Problem,
> dass das Signal sehr viel empfindlicher ist und die ersten Kassetten die
> ich habe (Mitte 70er, VCR System) sich im Wortsinn beginnen aufzulösen.

Dat und Videobänder wurden im dem Schrägspurverfahren mit rotierende 
Kopftrommeln aufgezeichnet.

Das hatte prinziepiell den Nachteil das sich die sehr schmalen Spuren 
nicht mehr mit dem Verlauf der Köpfe deckten, sobald das Band mechanisch 
nur ein wenig gedehnt wurde. Die Spuren deckten sich am Anfang und am 
Ende nicht mehr. Grundig hatte das mal bei dem 2*4 System versucht mit 
auf Piezokristall sitzende Köpfe in den Griff zu bekommen, in dem die 
Köpfe dynamisch nachgeführt wurden. Auch das hat sich nicht so richtig 
durchgesetzt.

Wesentlich robuster war da das Querspurverfahren aus der Studiotechnik 
mit 2 Zoll breiten Bänder.

Im Audiobereich waren halt die Schnürsenkel am robustesten.

Später wurde das zunehmend mit den digitalen Aufzeichnungsarten immer 
mehr obsolet, obwohl es immer noch Musikgruppen gibt, welche auf analoge 
Mehrspuraufzeichnungen bei der Produktion schwören.

Ralph Berres

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Ich hab' noch 'ne A77 im Schrank stehen.

Ralph B. schrieb:
> Ich auch und zwar zwei Revox A77HS Halbspur.

Karl B. schrieb:
> bei mir ist es eine B77.

Peter D. schrieb:
> Ja, ich hatte auch mal nach 5 Jahren das Tonbandgerät (M2405s)
> vorgekramt.

Ich habe auch einen Schrank :)

Als ich ihn gerade geöffnet habe, lachte mich ein Magnetophon 76T von
Telefunken an. Ich weiß nicht genau, wie alt es ist, aber es dürften
etwa 55 Jahre sein.

Zum Musik hören taugt es – vor allem für heutige verwöhnte Ohren – nur
eingeschränkt, dafür sieht es mit seinem beigefarbenen Oberteil, der mit
braunem Kunstleder bespannten Zarge und den goldenen Zierleisten so
richtig schön altmodisch aus. Hier ist ein Bild mit ein paar Infos aus
dem Radiomuseum:

  https://www.radiomuseum.org/r/telefunken_magnetoph...

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ralph B. schrieb:
> Peter D. schrieb:
>> a, ich hatte auch mal nach 5 Jahren das Tonbandgerät (M2405s)
>> vorgekramt.
>
> Telefunken?

Nö, Unitra.

https://www.radiomuseum.org/r/zaklady_m2405sm_2405.html

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Yalu X. schrieb:
> Als ich ihn gerade geöffnet habe, lachte mich ein Magnetophon 76T von
> Telefunken an.

Im Keller habe ich noch ein Qualiton M8. Das hatte ne Kabelfernbedienung 
für die Pausentaste.

https://www.radiomuseum.org/r/gyar_qualiton_m8m.html

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Peter D. schrieb:
> Nach der Wende hatte ich mir im Karstadt das Tonbandgerät für 5000,-DM
> angeschaut

Was war denn das für ein Gerät was so teuer war?

Das weiß ich leider nicht mehr. Nur daß es für diesen Preis noch ne 
Weile in den Elektromärkten rumstand, wie sauer Bier.
Irgendwas bekanntes, könnte Revox oder Uher gewesen sein.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Peter D. schrieb:
> Irgendwas bekanntes, könnte Revox oder Uher gewesen sein.

hmm Das Royal Deluxe von Uher war das teuerste Gerät und hat irgendwas 
um 1200 DM gekostet. Eine Revox zu dem Preis ? hmm Die A77 kann es nicht 
gewesen sein, so 1300 bis 1800 DM die B77 vielleicht 2600DM eigentlich 
auch nicht. Selbst die A700 war billiger als 5000 Euro. Das muss aber 
schon was ausergewöhnliches gewesen sein.

So hochpreisige Geräte findet man für gewöhnlich nur im Hifi-Fachhandel 
und nicht so sehr bei Karstadt Kaufhof und Konsorten.

Ralph Berres

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Kann mich auch irren, 1989 ist ja schon etwas her. 4-stellig war es 
jedenfalls.

Ralph B. schrieb:
> So hochpreisige Geräte findet man für gewöhnlich nur im Hifi-Fachhandel
> und nicht so sehr bei Karstadt Kaufhof und Konsorten.

Heutzutage kannst Du bequem 100k€ im Elektromarkt lassen. Z.B. hatte 
Saturn mal die B&W800D3 im Angebot mit preislich dazu passenden 500W 
Monoblöcken.
Viele Produkte aus dem Ladengeschäft (am Alex) findet man allerdings 
nicht auf deren Webseite.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Ralph B. schrieb:
> BASF LGR30

Hehehe, da hast du aber das dickste Band benutzt, was es gab :-) Hat 
allerdings doch recht hohen Abrieb, hält dafür aber.
Die einzige Maschine, die bei mir überlebt hat, ist die gute alte Nagra 
IV-S. Was ich allerdings damit machen soll, weiss ich seit Jahren nicht 
mehr. Aber dieses Wunderwerk der Technik mit 18(!) Monozellen im Bauch 
kann man doch nicht einfach entsorgen.
http://www.adventuresinhifiaudio.com/22/07/2011/th...

: Bearbeitet durch User
Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Peter D. schrieb:
> Christian S. schrieb:
>> Hifi-Tonband könnte wieder im Kommen sein:
>
> Wie kommst Du darauf?
> Schau einfach mal den anderen Schrott von Techmoan an.

Schrott?
Der Mann hat ein Händchen jeden AV Flopp der letzten 50 Jahre zu finden. 
Da gab es doch Medienformate bei denen selbst der Hersteller nach 6 
Monaten einsehen musste das das nix wird...

oder das absurdeste overengineering
Youtube-Video "RetroTech: Play Vinyl like a CD - Sharp RP-117"
Das Ding hat doch NIE auch nur promille der Entwicklungskosten verdient.

Autor: Joachim B. (jar)
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Ralph B. schrieb:
> Selbst die A700 war billiger als 5000 Euro

kann 1990 schon hinkommen
1. DM statt €
2. A700   Tonbandgerät   1000 – 21102   73/07 – 80/11     3400,00 CHF

3400,00 CHF zu DM passt doch 5000,-DM

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Es gab ja nicht nur Revox und Uher. Akai, Sony, Teac/Tascam hatten auch 
Maschinen für Schnürsenkel.

Aber die Bandkosten! Dann lieber doch Kassette.

Autor: Sinus Tangentus (micha_micha)
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Akai hat ja das Alleinstellungsmerkmal der Glas-Ferrit-Köpfe. Mein 
GX630D (ich habe es immer noch) habe ich ständig benutzt, und an den 
Köpfen ist einfach nichts zu sehen.
Solche Köpfe und ein Revox-Laufwerk, das wäre ein Traum.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ich liebe mein kleines Marantz PMD430 Gerät. Funktioniert einfach 
wunderbar und ist ein Beispiel von guter Technik einer anderen Ära. Auch 
mein UHER Report 4000/4400 verdient noch Beachtung. Leichter zu bedienen 
sind solche Geräte, ohne sich durch komplizierte Menues moderner Couinen 
durcharbeiten zu müssen, schon. Beim PMD660 muß ich nach längerem 
Nichtgebrauch manchmal das Handbuch lesen um mit gewissen Aspekten der 
Menübedienung wieder klar zu kommen. Ist bei den Analog Geräten meistens 
nicht notwendig.

Es ist schade, daß es niemals mehr in der Geschichte der Menschheit 
solche Kombinationen von hochwertiger Präzisionsmechanik und Elektronik 
geben wird. Deshalb sollten wir als Menschheit, würdige Exemplare 
hervorragender Analog Tonaufzeichnungs Geräte dieser Art der Nachwelt zu 
erhalten versuchen und technische Dokumente dauerhaft zugänglich zu 
machen. Abgesehen davon, macht der Umgang mit solchen Geräten jener Ära 
auch wirklich Spass. Wem schlägt das Herz bei einer Nagra nicht etwas 
schneller?

Es bedurfte auch viel Fachwissen um die theoretischen Grundlagen und 
Fertigung jener Technik entwicklungsmäßig zu beherrschen. Deutschland 
war ja in der anfänglichen Entwicklung magnetischer Tonauzeichnung 
führend und Pionier. Die restlichen Länder haben später lediglich stark 
nach empfunden:-) Deshalb laßt uns jetzt ob unserer heutigen digitalen 
Alternativen nicht überheblich werden und abfällig über jene zu denken 
die damals schwer dafür arbeiten mußten um diesen maximalen Stand der 
Technik zustande zu bringen.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Gerhard O. schrieb:
> Deshalb laßt uns jetzt ob unserer heutigen digitalen
> Alternativen nicht überheblich werden und abfällig über jene zu denken
> die damals schwer dafür arbeiten mußten um diesen maximalen Stand der
> Technik zustande zu bringen.

Das sehe ich absolut genauso.

Zumal gute analoge Technik auch heute noch oft der ach so modernen 
digitalen Technik das Wasser reichen kann.

Ralph Berres

Autor: Ralf Leschner (ladesystemtech)
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Sinus T. schrieb:
> Akai hat ja das Alleinstellungsmerkmal der Glas-Ferrit-Köpfe

Genau so eine AKAI-Bandmaschine steht bei mir auf dem Dachboden rum. 
Baujahr ca. 1975 mit Glastonköpfen die sich niemals abnutzen werden. Es 
können damit sogar beide Tonspuren getrennt nacheinander bespielt 
werden. Das ist dann interessant, wenn man alleine Hörspiele mit 
verfremdeter Stimme produzieren möchte, so wie Helge Schneider es getan 
hat.   :-)

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Ralf L. schrieb:
> steht bei mir auf dem Dachboden rum

Du sagst es. Ist eben heute ein Fall von 'Habe Gerät, suche Anwendung'.

Autor: Georg A. (georga)
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Gerhard O. schrieb:
> Deshalb sollten wir als Menschheit, würdige Exemplare
> hervorragender Analog Tonaufzeichnungs Geräte dieser Art der Nachwelt zu
> erhalten versuchen und technische Dokumente dauerhaft zugänglich zu
> machen.

Der metallische Teil hält ja lange, aber die Gummipest rafft doch früher 
oder später jeden Gummiriemen und jede Andruckrolle dahin.

Hab auch noch ein schönes Phillips N4500 mit Duotrack/Multitrack von 
meinem Vater, mit dem ich als Kind tolle Spielereien gemacht habe 
(Endlosband mit niedriger Reibung aus 8Spur-Cartridges aufgewickelt, aus 
der Mitte rausgezogen und dann mit Multitrack Endlos-Soundcollagen 
gebastelt). Aber der Riemenkram hat sich schon vor fast 20 Jahren zuerst 
verflüssigt und dann verhärtet...

Autor: Ralph Berres (rberres)
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wie gut das es bei der Revox A77 an Gummiteile exakt nur zwei Dinge 
gibt.
Den Gummiriemen fürs Zählwerk und die Andruckrolle.

Ralph Berres

Autor: Joachim B. (jar)
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Georg A. schrieb:
> Der metallische Teil hält ja lange, aber die Gummipest rafft doch früher
> oder später jeden Gummiriemen und jede Andruckrolle dahin.

so auch bei meinem Uher and Compact Report Stereo 124
Es gab noch einen Umbausatz wo die Gummis länger hielten.
Ein Glück das mein Plattendreher Dual 701 kein Gummis hat, ich merkte 
gerade die Glimmleuchte hat das zeitliche gesegnet, der Rest spielt 
noch, nur der Silkonlift nicht mehr.

Autor: Old Papa (old-papa)
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Zur Überschrift: SUPER!

Dann könnte ich meine Bandmaschinen/Tapedecks (ein gutes Dutzend) 
vielleicht noch gut abgeben ;-)

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
Autor: Sinus Tangentus (micha_micha)
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Apropos Gummi: Ich sollte mal ein Tonbandgerät reparieren, ich glaube, 
es war ein Philips. Sowas hatte ich bis dahin noch nicht gesehen: der 
Riemen war regelrecht zerflossen und lag dann als klebriger Schleim auf 
dem Chassis

Autor: Old Papa (old-papa)
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Sinus T. schrieb:
> Apropos Gummi: Ich sollte mal ein Tonbandgerät reparieren, ich glaube,
> es war ein Philips. Sowas hatte ich bis dahin noch nicht gesehen: der
> Riemen war regelrecht zerflossen und lag dann als klebriger Schleim auf
> dem Chassis

Das ist bei alten Maschinen fast die Regel! Daher sind Riemen bzw. 
gummierte Reibräder als Ersatz inzwischen selten geworden.

Old-Papa

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Sinus T. schrieb:
> der
> Riemen war regelrecht zerflossen und lag dann als klebriger Schleim auf
> dem Chassis

Hatte ich gerade bei einem VHS Rekorder. Dummerweise war das sich 
auflösende Teil das Putzrädchen der Kopftrommel, das seinen klebrigen 
Schleim dann genau auf die Videoköpfe verteilt hat :-( Schöne Sauerei, 
den ganzen Mist von der Trommel runterzukriegen, ohne das die Köpfe 
leiden.

Joachim B. schrieb:
> Compact Report Stereo 124

Naja, ich hatte das Dings jahrelang und es hat vllt. so drei Monate mal 
ohne Störung gearbeitet. Aber man kann eigentlich sagen, das es mehr auf 
dem Arbeitstisch lag, als das es Musik gemacht hat. Ausserdem war der 
Kopf wirklich nicht besonders lange haltbar - im Gegensatz zum letzten 
Cassettendeck von Akai, das ich mir aufgehoben habe - natürlich mit GX 
Kopf.

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ja, von ausgeleierten Pesen, faßförmigen Andruckrollen und 
abgeschliffenen Köpfen kann ich auch Lieder singen. Jeder hat bestimmt 
schonmal Bandsalat gehabt.

Autor: Mark Space (voltwide)
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Ja, die Nagra IV ist auch bei mir das einzige Überbleibsel aus der 
Tonband-Ära. Steht in der Vitrine und sieht einfach nur gut aus.

Beitrag #5254108 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: An Fi (chefdesigner)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Und anständig digital aufgezeichnetes Material, selbst mit
> verlustbehafteter Kompression, rennt Kreise darum.

Immer bedenken, WANN das Zeug mal entwickelt wurde.
Kiometerlanges Aufzeichnen geht auch digital. Nennt sich DSD. 10mal mehr 
Daten für 1% echteren Klang. Oder sagen wir 2%.

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Ich habe gar nichts mehr. Irgendwann alles verscherbelt oder 
verschrottet.
Revox, Akai, DAT, etliche gute Plattenspieler. Rumstehen bekam all den 
Sachen nicht. Ich habe mir noch die Mühe gemacht alles zu 
digitalisieren, hätte ich mir aber auch sparen können, nie mehr 
angehört. Musik war mal extrem wichtig, und damit wurde auch 
entsprechend investiert. Das ist irgendwie vorbei, der CD--Spieler samt 
CDs ist das nächste, was bei mir verschwindet.

Autor: Old Papa (old-papa)
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H.Joachim S. schrieb:
> ....
> entsprechend investiert. Das ist irgendwie vorbei, der CD--Spieler samt
> CDs ist das nächste, was bei mir verschwindet.

... und dann Du ;-)
So ist das nun mal jm Kreislauf des Lebens.

Old-Papa

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Jo, das steht fest :-)

Autor: Peter Dannegger (peda)
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H.Joachim S. schrieb:
> Ich habe gar nichts mehr. Irgendwann alles verscherbelt oder
> verschrottet.

Kann ich voll verstehen. Ich bin da auch richtig erleichtert, wenn ich 
mal ein unnützes Gerät los werde.
Nicht jeder hat ein eigenes Grundstück mit vielen Schuppen, die er als 
Gerümpelkammern nutzen kann. Wenn man mal "American Pickers" anschaut, 
sieht man schön, wohin das führt.

Autor: Karl B. (gustav)
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Peter D. schrieb:
> Wenn man mal "American Pickers" anschaut,
> sieht man schön, wohin das führt.

Hi,
mit Vollgas ins Neue Jahr !

In diesem Sinne:

ciao
gustav

Autor: Johannes S. (jojos)
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Ich habe meine alte Revox Analogfräse letztes Jahr auch wieder fit 
gemacht. Nach Wiederinbetriebnahme hatte sich aber der X2 Kondensator in 
stinkenden Rauch aufgelöst und wollte ersetzt werden.
Dann hatte ich noch nach einer neuen Nadel bzw. neuem Tonabnehmer 
gesucht. Für den Revox mit dem Tangentialarm gibt es nicht soviele 
geeignete, ich hatte da mal ein gutes Ortofon aber das ist mittlerweile 
auch auf. Ein passendes habe ich auf der 'hood' Handelsplattform 
gefunden, gekauft und bezahlt. Es wurde nur nichts geliefert, auf Mails 
zwar geantwortet aber immer nur auf nächste Woche vertröstet, dann 
sollte von Ortofon geliefert werden. Eine Anfrage bei denen ergab aber 
das das gewünschte System seit Jahren nicht mehr produziert wird, das 
roch also schwer nach Abzocke. Nach weiteren Beschwerden habe ich 
zumindest mein Geld zurückbekommen, die Verkaufsanzeige stand aber noch 
weiterhin im Netz...
Ich werde nochmal nach einem neuen System suchen, Schallplatten sind ja 
wieder in und ich bin froh die nicht entsorgt zu haben. Hier ist auch 
gerade wieder ein Bericht zum Boom:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/schal...

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Schaue doch mal ob bei dir das EMT TSD15 passt, wenn man es aus der Dose 
ausbaut. Das ist ein System welches von den öffentlichen 
Rundfunkanstalten eingesetzt wurde. Es wird von Neumann auch mit der Van 
der Hool Nadel angeboten, welches meine Empfehlung wäre. Ist allerdings 
nicht ganz billig der Spass. Gehörmäßig lohnt es sich aber.

Ralph Berres

Autor: Johannes S. (jojos)
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Danke, das ist mir aber einen Tick zu teuer, die meisten Platten sind 
schon ziemlich abgerockt :-)
Ich hatte das Ortofon OM40 gesucht, das wird noch von 'Hifi Phone House' 
für 319€ angeboten. Da die nicht mehr produziert werden können das doch 
eigentlich nur China Nachbauten sein? Das es noch soviele Restbestände 
geben soll kann ich auch nicht glauben.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Bin mit einem DL103 zufrieden und hab noch eins in Reserve..aus der Zeit 
als die Dinger rd. 100DM kosteten.

Gruß,
Holm

: Bearbeitet durch User
Autor: Johannes S. (jojos)
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sieht auch gut aus, für den Revox mit dem Tangentialarm braucht man nur 
ein sehr leichtes System.
Das Ortofon OM40 finde ich auch immer noch in mehreren Angeboten, ich 
frage mich aber woher die kommen wenn die schon seit Jahren nicht mehr 
produziert werden.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Ich habe keinen Revox mit Tangentialarm..aber einen PA1203 mit 
Tangentialarm..und habe für das DL103 ein neues Gegengewicht drehen 
müssen.
Das macht man aber nur 1 Mal..

Gruß,

Holm

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Johannes S. schrieb:

> Ich werde nochmal nach einem neuen System suchen, Schallplatten sind ja
> wieder in und ich bin froh die nicht entsorgt zu haben. Hier ist auch
> gerade wieder ein Bericht zum Boom:

Von einer alten unbenutzten Nadel würde ich abraten, da der Gummi mit 
der Zeit spröde wird.
Meine Empfehlung:
http://www.jico-stylus.com/
um ein Nadel aus aktueller Produktion zu bekommen. Dort habe ich meine 
Ersatznadel für mein Shure V15iV bekommen. Bei den Schliffen hat sich 
einiges getan (SAS sieht sehr gut aus).

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