Problem mit Labornetzteil Grundig PN-300

OP #377799
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Ich habe ein Labornetzgerät Grundig Digimess PN-300 (Anleitung siehe
Anhang), bei dem ich ein kleines Problem festgestellt habe.

Wenn die Ausgänge A und B nicht "scharfgeschaltet" sind, liegt
dennoch eine kleine negative Spannung an den Ausgangsbuchsen an. Bei
Ausgang A sind es -0,49 V und bei B -0,35 V. Im Betrieb funktioniert
alles bestens, Ausgangspannungen stimmen.
Bisher habe ich auch noch keine Problem mit den angeschlossenen
Schaltungen gehabt, aber irgendwie finde ich es bedenklich. Könnte ja
sein, das nicht alle so gutmütig auf negative Spannung reagieren.

Meine Frage daher, hat jemand auch ein PN-300 und kennt den Effekt bzw.
weiß, wie dieser zu beheben ist. Oder kann ich das als unbedenklich
ansehen.
Es gibt im Netzteil ein Service-Menü, welches jedoch passwortgeschützt
ist. Vielleicht könnte man dort irgendwie den Nullpunk oder sowas
einstellen. Nur so eine Idee.
Das Passwort kenn ich leider nicht, vielleicht kann mir da jemand
weiterhelfen oder hat ein Service-Manual.

Und ja, das Gerät ist ein eBay-Schnäppchen :-) Insgesamt funktioniert
es auch tadellos, bis auf den oben beschriebenen Effekt. Naja, und die
Füße zum Aufstellen fehle, aber auch das ist zu verschmerzen.

Gruß
Ingo
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OP #377801
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Ja, gute Idee. Gesagt getan. Ich hab gleich mal eine kleine Meßreihe am
Ausgang A aufgenommen (Messanordnung siehe Dateianhang):

RL   -U mV  -I mA
-----------------
  0  0,001  0,35
100  0,037  0,35
150  0,057  0,35
220  0,080  0,35
330  0,120  0,35
470  0,172  0,35
680  0,248  0,35
 1k  0,360  0,35
1k5  0,437  0,28
2k2  0,463  0,20
3k3  0,477  0,14
4k7  0,483  0,09
6k8  0,488  0,06
10k  0,491  0,04
 ~   0,496   0

Bis 1 kOhm Last verhält sich der Ausgang wie eine Konstantstromquelle.
Schon seltsam, oder spielen mir da die Innenwiderstände der Meßgeräte
einen Streich?

Wie auch immer, mit den 350 uA liefert der Ausgang keinen nennenswerten
Strom, oder ab wann beginnt Strom nennenswert zu sein?
Könnte das nun für angeschlossene Schaltungen gefährlich werden? Hängt
bestimmt wie immer von der konkreten Schaltung ab:-) Die bisher
angeschlossenen Mikrocontroller haben mir das zumindest noch nicht übel
genommen.
Ich kann mir ja damit behelfen, die Schaltung immer erst dann
ranzuklemmen, wenn die Ausgänge eingeschaltet sind. Unschön ist das
aber irgendwie trotzdem.

Vielleicht findet sich ja noch jemand, der so ein PN-300 hat...

Gruß
Ingo
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Gast #377802
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Ich vermute, die Beschriftung der zweiten Spalte in Deiner Tabelle soll
"Volt", und nicht "Millivolt" heissen?

Das ist eben eine kleine Stromsenke mit 350 uA die nicht tiefer als
-0,5 Volt gehen kann.

Für ca. 99,999% der Schaltungen dürfte diese schwächliche Stromquelle
keine Gefahr darstellen.

Schön ist es nicht, das ist klar.

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