Freilaufdioden bei Kleinstschrittmotor

Gast #6219775
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Guten Tag

Ich habe hier einen Schrittmotor, den ich über Vorwiderstände direkt an 
den Port-Pins meines AVR betreiben will.

Da der Nenn-Spulenstrom 10mA bis 15mA beträgt, müsste das auch ohne 
Motortreiber gut funktionieren.

Mir stellt sich jetzt nur die Frage wie es bei diesen Wintz-Motoren mit 
den Freilaufdioden aussieht.

Braucht man da Freilaufdioden oder reichen da die Clamping Dioden?
Wenn ja, reichen da simple Shotky Dioden?
Gast #6222722
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Danke für die Tipp

Ich habe dem Schrittmotor jetzt ein paar BAT86 die ich herumliegen hatte 
verpasst.

Jetzt stellt sich mir die Frage was besser ist:
Soll ich die nicht bestromte Spule auf Masse legen damit der induzierte 
Strom sicher abgeleitet wird und keine Spannungsspitzen entstehen oder 
soll ich Pins zur nicht bestromten Spule auf Tristate stellen damit der 
Motor nicht unnötig gebremst wird?

Die Anwendung ist nicht besonders kritisch.
Es soll nur eine Nadel bewegt werden.
Gast #6223038
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Der Induktionsstrom (resp. die ihm entsprechende Energie) wird dadurch 
in Wärme umgewandelt, dass er in der Reihenschaltung von Freilaufdiode 
und Spule kreist.
Gleichzeitig begrenzt die Diode die auftretende Spannung auf maximal die 
Versorgungsspannung plus der Durchlasspannung.

Es ist richtig, dass der Motor gebremst wird, wenn Du die Spule 
kurzschliesst. Das wird auch absichtlich ausgeenutzt, wenn man den Motor 
bremsen will.

Es bringt aber nichts für die Funktion der Freilaufdiode, wenn einer der 
beiden Spulenanschlüsse auf Masse gelegt wird. Dadurch würde der Strom 
(je nachdem welches geschaltete Potential die Spule bestromt) entweder 
von der Plus-Seite kommen, oder durch die Masseleitung kurzgeschlossen 
und die Freilaufdiode unwirksam gemacht.
Analog dazu bringt es nichts, eine der beiden Seiten auf Plus zu legen. 
Denn dadurch würde der Strom durch die Plus-Seite kurzgeschlossen und 
die Freilaufdiode unwirksam oder von der Masseseite kommen.
Gast #6229868
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So. Eine kleine Rückmeldung.

Ich habe mir zum Testen ein Modul mit fest verbauten Freilaufdioden & 
wechselbaren Serienwiderständen gebaut um alles mit verschiedenen 
Motoren testen können.

Messungen mit dem Oszilloskop haben ergeben dass bei 5V Betrieb die 
Spannungsspitzen bei Maximaldrehzahl bis zu 3,5V hoch und relativ kurz.
(fast 0 bis 100us lang)
Gast #6230051
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Ich habe jetzt neben dem Vollschritt auch den Halbschritt implementiert.

Die Spannungsspitzen schnellen jetzt bis auf 5,04V.
(Die Versorgungsspannung beträgt 4,94V)
Dass schaut jetzt nicht so schlimm aus.

Aber jetzt bricht die Spannung der Pins auf 4,48V ein.
(Im Vollschritt waren es 4,68V)
Ist das noch im grünen Bereich oder ist das schon zu viel?

(Der Spulenstrom beträgt bei Spule A 11mA und bei Spule B 12mA )
Gast #6230124
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Ja aber ist jetzt Summe der Ströme 23mA oder 46mA?
Das kann man ja unterschiedlich sehen.

Wenn die Belastung in die Ports und aus den Ports zusammen gezählt 
werden muss habe ich ein Problem und muss das Ganze auf 2 Ports 
aufteilen.
Wenn die Ströme einzeln betrachtet werden weil sich die Ströme auf VCC 
und GND aufteilen ist noch alles OK.
Aber wie soll ich diesen Fall interpretieren?
Gast #6230153
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Die Grenze gilt fuer alle Stroeme in eine Richtung scharf, da hier der 
Vcc oder GRND voll belastet werden. Da ist der Eigenverbrauch mit zu 
zaehlen.
Fuer gemischte Richtungen gilt der Wert zwar auch, aber hier kann man es 
sich erlauben etwas legerer zu sein.

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