WiFi Kanal empfänger

Gast #6278372
Hallo,
ein kanal im WiFi bedeutet ja ein bestimmter bereich von Frequenzen.
Heißt, wenn ich meine FritzBox sage, die soll auf Kanal 1 senden, diese 
in einem Bereich von 2399,5 - 2424,5 MHz sendet.
Wie kann mein Handy damit umgehen? Bzw. wie kann es den Kanal finden?
Angenommen es wäre vorher auf Kanal 13 (2459,5 - 2484,5 MHz). Das ist ja 
ein etwas anderer Bereich. Oder können alle Empfänger von  2399,5 - 
2484,5 MHz empfangen? Kann es dann aber nicht zu verfälschungen kommen?
Gast
Jens M. schrieb:

> dein Sender sendet einen
> Träger, wie beim Radio auch.

Er sendet mehr als nur einen Träger. Es sendet regelmäßig Beacons. 
Praktisch eine komplett ausgefüllte Visitenkarte mit allen relevanten 
Infos zur Kontaktaufnahme.
Das meiste was hier bisher geschrieben wurde stimmt nicht.

WLAN verwendet keinen Träger und sendet auch nicht dauerhaft. 
Stattdessen werden immer wieder kurze Datenpakete gesendet. Die 
Übertragung nutzt dabei das Spektrum eines Kanals möglichst gleichmäßig 
aus, anders als bei der Übertragung mit einem Träger.

Auch wird beim Suchen nach Netzen nicht der ganze Frequenzbereich 
digitalisiert und dann eine FFT gemacht, sondern es wird nacheinander 
kurz auf jedem Kanal nach Beacons eines Access Points (AP) Ausschau 
gehalten. Deshalb dauert der Scan auch ein paar Sekunden. So lassen sich 
auch verschiedene APs auf dem gleichen Kanal unterscheiden.

Zum Teil merkt sich das Gerät auch den Kanal auf dem es einen AP zum 
letzten Mal gesehen hat um nach einem Neustart schnell eine Verbindung 
herstellen zu können. Besonders relevant ist das bei IoT-Geräten die 
manchmal nur ein Datenpaket raussenden wollen bevor sie sich wieder 
schlafen legen.
Gast
Hermann K. schrieb:

> WLAN verwendet keinen Träger

Natürlich verwendet auch WLAN einen Träger. Tatsächlich sind es sogar 
mehrere.

> und sendet auch nicht dauerhaft.

Das allerdings ist korrekt. Dauerhaft nicht, aber dafür mehr oder 
weniger regelmäßig.

> Auch wird beim Suchen nach Netzen nicht der ganze Frequenzbereich
> digitalisiert und dann eine FFT gemacht, sondern es wird nacheinander
> kurz auf jedem Kanal nach Beacons eines Access Points (AP) Ausschau
> gehalten.

So isses.
Gast
Jens M. schrieb:

> Oh man. <augenverdreh>
> Meine Erklärung war für Laien, so wie der OP einer ist, bei der
> Fragestellung.

Manche Vereinfachungen gehen halt einfach zu weit, nämlich so weit, dass 
dass sie schlicht falsch werden. Das merkt man dann daran, dass sich mit 
ihnen Beobachtungen aus der Realität nicht mehr erklären lassen.

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