Eclipse Vor/Nachteile?

#6309393
Cyblord -. schrieb:
> henlo schrieb:
>> Was sind Vor-und Nachteile der IDE Eclipse für C-Projekte?
>
> Was sind die Vor- und Nachteile eines Audis zur Fortbewegung?

Oh mann, kannst du nicht EIN mal eine brauchbare Antwort geben?

Vorteile:
1. Es ist eine IDE
2. Sie kann für C benutzt werden

Nachteile:
1. Es ist Eclipse
2. Man möchte Eclipse nicht wirklich benutzen

Bitte, gerne.
Gast #6309411
>>Oh mann, kannst du nicht EIN mal eine brauchbare Antwort geben?

>Nachteile:
>1. Es ist Eclipse
>2. Man möchte Eclipse nicht wirklich benutzen

aha. Ist das besser?
Gast #6309424
Ich finde eclipse gut.

Derzeit in Form von STM32CubeIDE.
Andere Sprachen, oder was sonst fehlt, kann man nach installieren.

Mit ausreichend schnellem Rechner und genügend RAM macht es auch Spass.

zitter_ned_aso schrieb:
> mir gefällt da die autocomplete-Funktion nicht. Besonders bei C.

Wieso nicht?
Beitrag #6309427 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6309431
Finde Eclipse auch gut. Die Umgebung hat so ihre Tücken, aber in den 
letzten Jahren doch sehr Fortschritt gemacht.

Wir brauchen Eclipse viel an der Arbeit. Privat nutze ich es auch 
zwischen durch, wird aber immer mehr von VS Code verdrängt vor allem 
seit WSL.
Gast #6309465
pegel schrieb:
> Wieso nicht?

Na weil dort das Autovervollständigungsfenster bei vielen Sachen nicht 
automatisch erscheint.

 Wenn man z.B. <string.h> im Code eingebunden hat und "s" eintippt, dann 
hätte ich gern eine Übersicht über alle Funktionen/Variablen/Makros die 
mit "s" anfangen. Und zwar ohne ständig "strg+space" drucken zu müssen.

Vim und ycm-plugin machen das.
#6309507
Wenn im cdt-projekt der index sauber ist, dann ist Eclipse wunderbar zu 
bedienen. Sowohl für C als auch für C++:
- Navigation im Code
- Autovervollständigung
- Makro-Expansion als Tooltip
- Refactoring
- Navigation von Copileausgaben auf die entsprechende Quelltextzeile
- ....

GDB lässt sich, wenn auch zum teil aufwendig integrieren (nativ und auch 
embedded)

Arbeite privat und auch beruflich gerne damit.

Grüße Oliver
Gast #6309527
Eclipse geht, aber, ABER

- Es ist groß, undurchsichtig und nach Jahren immer noch unzureichend 
dokumentiert

- Eclipse war ursprünglich nur für Java gemacht, hat aber noch Wurzeln 
in einer IDE für Smaltalk. Unterstützung für andere Programmiersprachen 
ist nachträglich mehr oder weniger gelungen drangebastelt

- Vieles ist eigenwillig und unflexibel gelöst. Du machst es entweder so 
wie ein Eclipse-Entwickler sich das vorstellt oder du hast ein Problem.

- Anpassen ist eine Qual. Skripten kann man praktisch nichts. Die 
einzige Art vernünftige Erweiterungen zu machen ist tief in den Sumpf 
der internen Java APIs einzusteigen. Über diese APIs haben selbst die 
Eclipse-Entwickler schon vor Jahren die Kontrolle verloren.

- Die Eclipse Foundation entwickelt mittlerweile selber Alternativen wie 
Theia oder Orion. Bevor ich die nehme kann ich auch Visual Studio Code 
nehmen.

- Ärgerlich sind die vielen Spezialversionen. Weil dank der internen 
APIs Erweiterungen nicht ohne weiteres kompatibel sind gehen Firmen hin 
und veröffentlichen ihre ganz speziellen Versionen mit ihren 
Erweiterungen. Statt einem Eclipse hast du schnell mal fünf auf der 
Platte.
Gast #6309542
Freitagstroll schrieb:
> Mein Lieblingsvorteil ist Refactor > Rename! Kennt jemand eine
> kostenlose IDE, die das genau so gut oder sogar besser beherrscht?

QT Creator. Das hat eine bessere statische Code-Analyse, die schon vor 
dem Compilieren viel mehr Hilfen für stabilen/sauberen Code anbietet, 
als Eclipse es tut. Man merkt der IDE auch an, dass sie im Gegensatz zu 
Eclipse von Anfang an für C/C++ gemacht wurde.
Gast #6309581
Michael Gugelhupf schrieb:
> - Ärgerlich sind die vielen Spezialversionen.

full ack, auch zu den anderen Argumenten.
Ich benutze auch gerne NXP LPCxxx, dazu gab/gibt es LPCXpresso, wurde 
dann zu MCUXpresso. Für STM32 dann SW4STM. Unabhängig gab es dann 
Atollic Studio, bis dahin schon von vielen gehasst wegen der wechselnden 
Lizenzen und der eingebauten Eigenwerbung. Bis ST das aufkaufte. Schön 
für die STM User, blöd für diejenigen die es für andere MCU einsetzten.
Freier weil komplett OpenSource ist die Version mit GNU MCU Eclipse. 
Anfangs, als es noch gnu arm eclipse war, musste man sich durch eine 
lange Installationsanleitung hangeln. Das hat der Entwickler durch seine 
xPack Installation gut vereinfacht, ist aber trotzdem noch einiges an 
Konfiguration. Und da greift wieder was Michael schon schrieb: sehr 
undurchschaubar das Ganze, auch wenn man in die Quellen schaut, das ist 
nur für die ganz Harten. In der GUI der IDE kann man die Farben jeden 
Pixels individuell konfigurieren, aber wichtige Sachen wie das build 
system des CDT sind fix und eine große black box.
Eclipse ist schon sehr mächtig und hat enorm viele Features, für den 
Anfang und die ängstlische Natur sind es sicherlich zu viele.

Vorteil sind evtl. die vielen PlugIns wie Thread und Resourcen Anzeige 
für FreeRTOS, SWO Viewer und weitere. Aber ich bin auch auf VSCode 
umgestiegen und bin sicher das solche Goodies da auch noch kommen.
Gast #6309589
TR.0LL schrieb:

> VsCode und Visual Studio (kann man Privat kostenlos nutzen.).

Von VsCode habe ich keine Ahnung, aber bei VisualStudio war es zumindest 
lange Zeit so, dass man die kostenlosen ("Express"-) Versionen sogar 
gewerblich nutzen durfte.
#6309594
Der Indexer hat leider bei großen Projekten mit z. B. Boost Bibliothek 
massive Probleme mit der Performance.
Außerdem ist ein dicker Rechner mit extrem viel Speicher hilfreich.
Wir haben 128GB RAM (!) in der Arbeit und es hakt immer noch.
Gast #6309597
Hab eben mal VS Code für Linux probiert.
Bei der tar.gz Version ist die compilierte Version drin.

Erstes Bild, siehe Anhang.

Was will der Welt Impfer von mir?
Angehängte Dateien:
Gast #6309599
pegel schrieb:
> Hab eben mal VS Code für Linux probiert.
> Bei der tar.gz Version ist die compilierte Version drin.
>
> Erstes Bild, siehe Anhang.
>
> Was will der Welt Impfer von mir?

Dann schau dir mal VsCodium an. Ein Version von VsCode ohne Tracker.
Gast #6309602
Für Elektronik Projekte wohl eher weniger relevant ist, das Eclipse sich 
beim Editieren großer XML und HTML Dateien häufig aufhängt. Für meine 
beruflichen Projekte ist das so schlimm geworden, dass die ganze Firma 
auf eine andere IDE wechselte. Krass finde ich, dass dieses Problem 
keineswegs neu ist. Das Problem wird seit 10 Jahren immer wieder erneut 
gemeldet und ohne Lösung geschlossen. Offenbar haben die Entwickler die 
Kontrolle über ihr Programm verloren.

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