volle Trafoleistung aus nur einer Sek-Wicklung ziehen - bzw. Zusatzkühlung?

Gast #6460339
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Abend,

beim Trafo leuchtet das Testlämpchen zw. rot und grün, die anderen 
Farben blau und schwarz liefern nicht.

Muss ich mit Überhitzung rechnen, wenn ich 10 Watt aus nur einer 
Wicklung ziehe bzw. soll ich dem Trafo dann ein Kühlblech gönnen oder 
wie löst man das am besten?
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Gast #6460381
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Halbtrafo schrieb:
> wie löst man das am besten?

Da gibt_es_nichts zu lösen ... der RKT ist wohl (wie die
meisten seiner Kollegen) vergossen - und somit "unlösbar".

Halbtrafo schrieb:
> Muss ich mit Überhitzung rechnen

Öhm... nein - sondern Du könntest selbige "fest erwarten".
Ein klein wenig physikalisches Allgemeinwissen ist vonnöten,
um darauf schließen zu können - sollte "man" schon haben.

Unter Kenntnis leicht zu ergöögelnder Zusatzinfos bzgl. d.
Eigenschaften von Cu ergibt sich der Rest.

(Temperaturen unter Absolut-Null gibt es nicht, außerdem
entsteht bei (Temperatur-)gesteigertem Widerstand so einer
"(gerade noch) lebenden" Wicklung ein ebenso gesteigerter
Spannungsabfall, was die Entnahme von 12VAC (und folglich
10VA oder Watt) ziemlich erschweren dürfte.

Man könnte das noch aus ganz anderen Richtungen widerlegen.)

> soll ich dem Trafo dann ein Kühlblech gönnen

Wie willst Du die Teilchenbewegung auf dieses übertragen
(in ausreichendem Maße "ankoppeln")? Beschreib' das mal.
Gast #6460503
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Michael B. schrieb:
> War doch erst letzte Woche dran
>
> Beitrag "Trafo mit zwei Sekundärwicklungen ungleichmäßig belasten"

Leider nicht vergleichbar mit dem Ringkern. Aber ich fand eine 
beruhigende Webseite:

Best cooling efficiency is achieved with toroidal shape, because 100% of 
the magnetic core is completely surrounded by winding of material of 
high thermal conductivity like copper or aluminium wire.

Das klingt schon einmal sehr gut. Werd ihn über Nacht in der Blechwanne 
laufen lassen und morgen die Temperatur prüfen.
Gast #6460536
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michi schrieb:
> Wickel den doch einfach ab

Zentral leider ein vergossener durchgehender M4 Gewindezylinder aus 
Messing.

Hp M. schrieb:
> Das könnten die Anschlüsse eines Thermoschalters oder PTC sein.
> Musst dir mal das Typenschild genau anschauen.

OK. Also nochmal genau:

POLYTRONIK     BEST./ TYPE:810004     SZ
Prim.220V/50Hz              GE-GE     63
Sek.2x12V /0,416A           T40/E
Sedlbauer München-Grafenau    051289

Kein t- oder ϑ- Zeichen. Dualwicklung passt. z.B. f. +/- 15 V OP-Amps.

Stefan schrieb:
> Am besten einen anderen Transformator nehmen.

Japp. Noch liefert er aber + wird er zu heiß, belaste ich ihn weniger, 
vlt. für einen kleinen Lader.
#6460545
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Halbtrafo schrieb:
> Kein t- oder ϑ- Zeichen. Dualwicklung passt.

Also ich sehe, dass da z.B. noch draufsteht, das 220V gelb-gelb ist.
Welches sind die Farben für die 2 x 12V ?


Im Übrigen solltest du die Drahtenden abisolieren und mit dem Lötkolben 
verzinnen, sofern sie nicht, wie etwa der blaue Draht, metallisch blank 
sind.
Wenn du den lackierten Wicklungsdraht mit der Lampe berührst, wirst du 
keinen  nennenswerten  Stromfluss zustande bringen.

Halbtrafo schrieb:
> blau und schwarz liefern nicht

Da ist doch noch ein dritter Draht zu sehen, oder ist das eine optische 
Täuschung?

Falls wirklich nur 4 Drähte auf der Sekundärseite herauskommen, ist es 
möglich, dass einer davon zu  rot & grün gehört, und der andere nur eine 
Schutzlage zwischen Primär- und Sekundärwicklung anschliesst.

Schau dir mal die Enden der Drähte genau an: Wenn in einer Isolation 
zwei Drähte der Art wie bei rot | grün stecken, wird das die 
Mittelanzapfung der 24V Wicklung sein. Das kann auch rot oder grün 
selbst sein.

Diese beiden Drähte in der gemeinsamen Isolation wären dann Anfang und 
Ende der beiden Teilwicklungen (0 V), und du musst sie miteinander 
verbinden, damit du an den anderen beiden Drähten jeweils 12V abnehmen 
kannst.
Pass gut auf beim Testen, denn wenn du die Enden dieser 
hintereinandergeschalteten Teilwicklungen erwischt, wird dein Lämpchen 
die 24V nicht lange aushalten!

<--12V--> <--12V-->
\/\/\/\/\/--++--\/\/\/\/\/

<---------24V------>
Gast #6460565
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Kald A. Kaphä hatte im Beitrag #6460382 eigentlich gemeint:
> Bzgl. eines_eventuellen Planes mit Kühlung via ("totem")
> Nachbardraht.

Ist nicht ein solcher Verschreiber wahrscheinlicher, als
daß ich etwas_nicht_vorhandenes_gelesen_zu_haben_dachte
und dann dem TE (vor lauter blöd) unterstellte?

Schlechte Laune u./o. anderen nur zu gerne böses/dummes zu
unterstellen zeugt von maximaler Qualifikation. (/Ironie)


Michael B. schrieb:
> War doch erst letzte Woche dran
>
> Beitrag "Trafo mit zwei Sekundärwicklungen ungleichmäßig belasten"

Kannte ich nicht, aber gerade dort war der TE offenbar
auf den von mir genannten (untauglichen) Lösungsansatz
mit Kühlung über Nachbarwicklung gekommen.

Ganz so unwahrscheinlich ist diese "Idee" also nicht.


Halbtrafo schrieb:
> Ringkerntransformator im Vollverguss
>
> Kunststoffgehäuse bietet optimalen mechanischen Schutz gegen
> Feuchtigkeit und Staub und bietet zusätzlich eine bessere
> Wärmeleitfähigkeit

Sicher leitet die Vergußmasse gut/besser als viele Gase
oder Flüssigkeiten... allerdings gibt es auch Konvektion
(aber nicht in ("kalter") Vergußmasse) - thermische ...

Und wo siehst Du bei Deinem Bild einen Vollverguß ?
(Daran ein Kühlblech oder gar einen RippenKüKö zu bauen,
ist folglich eher so etwas wie _Vollstu?_ ... :-)
Gast #6460567
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Halbtrafo schrieb:
> Leider nicht vergleichbar mit dem Ringkern.

Unsinn. RKTs haben gewisse Vorteile - aber diese bewegen
sich im anteiligen Bereigen Bereich (prozentual, nicht
"mehrfach"). Du überschätzt diese Vorteile offenbar
extrem.

So dermaßen weit liegen Ring- und Mantelkerntrafos bzgl.
ihrer Grundeigenschaften auch wieder nicht auseinander,
daß das dort geschriebene hier_ungültig wäre.

Vertraue ruhig den Ratgebern hier, die wissen großteils
ziemlich bis sehr gut bescheid (Du mißverstehst bisher
noch einiges).
Gast #6462419
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Neues vom und über den RKT

Auf 6 Uhr ist eine eckige Druckstelle, vlt. von einem Fall auf eine 
Kante.

Der Trafo hat gefühlte 45° bei 15° Umgebung, der Blechdosenboden ist 
lauwarm.  Die Isolierung zum Boden sind ca. 5 mm Schaum- + 3 mm 
Kunststoff.

Bei 230 V ~ EIN liefert er 11,0 V ~ AUS unter Last, im Leerlauf 15,0 V 
~.

Ich zitiere aus dem MaWin Link einen möglichen Schluss

 https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.8.0

Bei kleinen Trafos (unter 10VA) ist der Draht der primären Wicklung so 
dünn, daß er selbst als Sicherung im Falles eines wegen Überhitzung 
schmelzenden Trafos fungiert, eine extra Sicherung ist nicht notwendig.
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