Hallo Zusammen
Ich habe mal wieder ein Problemchen und hoffe auf eure Hilfe.
Ich habe hier ein Generator (siehe Bilder), welcher einen mechanischen
Antrieb bremst und den Strom auf einem Heizlüfter verbrät.
Jetzt möchte ich den Generator ersetzen. Der alte lief mit 1500Umdr/min.
wobei der neue mit 3000Umdr/min. laufen soll.
Als ich das alte Ding demontiert habe, ist mir zum einen der
Brücken-Gleichrichter aufgefallen, wobei ich keine Ahnung habe wofür der
ist. Kann das jemand anhand der Bilder herausfinden? Auch habe ich
angenommen, dass da irgendwo noch ein paar Kondensatoren sein werden,
wegen der Erregung. Habe aber nichts gesehen/gefunden.
Jetzt habe ich kein Plan mit was für einer Bauart von Generator ich den
Alten ersetzen soll. Asynchron oder synchron? Brauche ich auch so einen
Gleichrichter?
Beim Alten lief die Sache so:
Der mechanische Antrieb beschleunigt auf ca. 1000Umdr/min. dann wurde
der Heizlüfter verbunden und der Antrieb hat auf 1500Umdr/min
hochgeregelt. Dabei steigt die Spannung von 0V auf knapp 400V.
Dabei hat man die Möglichkeit 500W, 1000W oder 1500W Heizwiderstände zu
kombinieren d.h. max. 3000W zu verbraten.
Der Lüfter wird mittels Netzspannung angetrieben, läuft also auch, wenn
der Generator mal still steht.
Kann da jemand eine Prognose wagen, wie das im Detail funktioniert oder
sagen, welche Angaben man noch bräuchte um meine Fragen beantworten zu
können?
Vielen Dank schon im Voraus!!
Lg Chris
Chris schrieb:> Als ich das alte Ding demontiert habe, ist mir zum einen der> Brücken-Gleichrichter aufgefallen,
Spricht fuer eine Fremderregte Syncronmaschine.
Chris schrieb:> Auch habe ich> angenommen, dass da irgendwo noch ein paar Kondensatoren sein werden,> wegen der Erregung.
Nur bei einer Asynchronmaschine braucht man die um den benoetigten
Blindstrom bereit zustellen.
Einen Schaltplan von dem Teil gibt es nicht?
Ich sehe da nirgends den erwaehnten Gleichrichter.
Auch sehe ich da wo der Generator an die Last geschaltet wird nirgends
eine Erregung, weder als Asyncron(Kondensatoren) noch Syncron.
Kann es sein das der Generator eine permanet erregte Syncronmaschine
ist.
Also der der Rotor eine Dauermagnet?
Mal ein Multimer an die Klemmen anschliessen und den Generator von Hand
drehen. Wenn der Permanent erregt ist sollte das sich auf dem Multimeter
was tun.
Helmut L. schrieb:> Ich sehe da nirgends den erwaehnten Gleichrichter.> Auch sehe ich da wo der Generator an die Last geschaltet wird nirgends> eine Erregung, weder als Asyncron(Kondensatoren) noch Syncron.
Ja, der Schaltplan ist nicht wirklich zu gebrauchen, deshalb habe ich
auch die Fotos angehängt und versucht zu erklären, was passiert :)
Helmut L. schrieb:> Mal ein Multimer an die Klemmen anschliessen und den Generator von Hand> drehen. Wenn der Permanent erregt ist sollte das sich auf dem Multimeter> was tun.
Werd ich nachher ausprobieren gehen, danke.
Helmut L. schrieb:> Mal ein Multimer an die Klemmen anschliessen und den Generator von Hand> drehen. Wenn der Permanent erregt ist sollte das sich auf dem Multimeter> was tun.
So, habe von Hand etwas gedreht und zwischen 2 Phasen ca. 1V
Leerlaufspannung gemessen.
Habe auch noch einen asynchron Motor mit 3000Umdr/min rumstehen und sehe
auch dort eine Spannung, wenn ich von Hand drehe, allerdings nur ca.
0.2V bei etwa gleicher Drehzahl.
Hilft diese Info weiter?
LG Chris
Helmut L. schrieb:> Mal ein Multimer an die Klemmen anschliessen und den Generator von Hand> drehen. Wenn der Permanent erregt ist sollte das sich auf dem Multimeter> was tun.
Diese "Prüfung" bringt nichts: auch bei Fremderregung gibt es
Restmagnetfeld, deshalb wird etwas Spannung in jedem Fall zu sehen.
Chris schrieb:> Jetzt möchte ich den Generator ersetzen. Der alte lief mit 1500Umdr/min.> wobei der neue mit 3000Umdr/min. laufen soll.
Das ist irgendwie widersprüchlich.
Der Generator dient doch als Bremse für igendein rotierendes System.
Das heisst die Drehzahl ist von aussen vorgegeben. Nimmst du jetzt einen
Generator der die doppelte Drehtzahl benötigt, dann wird der bei seiner
halben Nenndrehzahl sehr wahrscheinlich nicht die Nennleistung erbringen
können.
Udo S. schrieb:> Das ist irgendwie widersprüchlich.> Der Generator dient doch als Bremse für igendein rotierendes System.> Das heisst die Drehzahl ist von aussen vorgegeben. Nimmst du jetzt einen> Generator der die doppelte Drehtzahl benötigt, dann wird der bei seiner> halben Nenndrehzahl sehr wahrscheinlich nicht die Nennleistung erbringen> können.
Richtig, aber die Drehzahl des Antriebes kann ich gut steuern :)
Da auf dem Typenschild die Drehzahl 1500 angegeben ist (und nicht
irgendwie 1560 bzw. 1440, oder so), müsste es sich um einen synchron
Generator handeln. Oder ist dies zu voreilig?
Jetzt müsste ich nur noch verstehen, wofür der Gleichrichter benötigt
wird und ob das Ding fremd-erregt oder permanent-erregt ist, gibt es da
irgendeinen Test, den man machen kann? Oder ist der Gleichrichter ein
Hinweis auf das Eine oder Andere?
Naturliebhaber schrieb:> Wer keine vernünftigen Bilder zeigen kann, der hat auch keine Hilfe zu> erwarten!
Versuche nachher noch bessere zu machen, aber ich denke man sieht das
Meiste. Was müsstest Du noch sehen, damit Du helfen könntest?
Lg Chris
Chris schrieb:> So, habe von Hand etwas gedreht und zwischen 2 Phasen ca. 1V> Leerlaufspannung gemessen.> Habe auch noch einen asynchron Motor mit 3000Umdr/min rumstehen und sehe> auch dort eine Spannung, wenn ich von Hand drehe, allerdings nur ca.> 0.2V bei etwa gleicher Drehzahl.
1V ist schon wesentlich mehr als die 0.2V. Ich schaezte mal das es ein
Syncrongenerator ist. Auch wie du schon sagtes das da 1500 Upm drauf
steht.
Genau kan man es nur sagen wenn man das Teil mal aufschrauben wuerde und
sich den Rotor genau ansehen wuerde.