Hallo Freunde,
ich überlege gerade was die beste Lösung für die folgende beispielhafte
Aufgabenstellung ist:
Die Regelung einer Anlage soll über eine digitale Steuerung gemacht
werden. Der Algorithmus wird vorzugsweise programmiert in C. Die
Steuerung soll 3 analoge Eingänge (Sensoren) und einen analogen Ausgang
(Reglerausgang) haben. Die Abtastzeit wird mit 5ms angenommen und der
Kostennrahmen vielleicht bei 1000 Euro für Material. Arbeitsstunden sind
außen vor. Wenn sich das System einfach erweitern läßt wäre das ein
großer Pluspunkt (z.B. mehr Eingänge, Sensoren über Feldbus,
Speicherkarten usw). Die Steuerung sollte eiene CE Zulassung haben.
Womit würde man diese Aufgabe an sinnvollsten lösen:
1. Eine SPS, da sie idR einfach über Steckmodule für zukünftige Aufgaben
erweitert werden kann. Programmiert vermutlich in Strukturierten Text
aber der ist ja etwas C ähnlich. Sie hat auch gleich eine CE Zulassung
die für industrielle Anwendungen ja notwendig ist. Nachteilig ist der
hohe Preis von sicher ein paar 1000 Euro.
2. Ein Mikrocontroller (Atmel, PIC, STM) der aber nicht als fertiges CE
Produkt einher kommt, sondern erst über Schaltungsentwurf/Layout zu
einem gemacht werden muß. Kostet viel Zeit aber ist dann preiswert.
Leider nicht einfach erweiterbar
3. Ein Embedded PC System, da kenne ich mich aber leider gar nicht mit
aus. Vielleicht mit ein paar I/O Steckkarten (AD/DA-Wandler)?
4. ........
Was würdet Ihr empfehlen?
SPS. Sooo teuer ist die für so ne simple Aufgabe auch nicht.
Mit dem Mikrocontroller kannst du dir natürlich auch ein flexibles und
erweiterbares System entwickeln. Aber ob das so viel günstiger ist als
eine SPS zu nutzen bezweifle ich. Vor allem wegen CE! Ich gehe mal von
einem Einzelstück aus?
Wäre eins der unzähligen Singlechip Boards eine Möglichkeit, z.B. ein
Raspberry oder sogar Arduino? ADC- und DAC-Erweiterungen lassen sich da
normal recht leicht per Pinheader anstecken ergo leicht zu erweitern.
Kann in C programmiert werden, hat aber auch das Problem mit dem CE
Ich logge mich mal ein, sonst kann man ja nicht kurzfristig antworten.
Gästle -> rechenschieber1
Es handelt sich um 0-10V und 4-20mA Signale. Totaler Standard also.
Chris schrieb:> Wäre eins der unzähligen Singlechip Boards eine Möglichkeit, z.B. ein> Raspberry oder sogar Arduino? ADC- und DAC-Erweiterungen lassen sich da> normal recht leicht per Pinheader anstecken ergo leicht zu erweitern.> Kann in C programmiert werden, hat aber auch das Problem mit dem CE
Ja, CE ist leider notwendig. Gibt es denn auch preiswerte SPS für solche
Aufgaben?
> Die Steuerung soll 3 analoge Eingänge (Sensoren) und einen analogen> Ausgang (Reglerausgang) haben. Die Abtastzeit wird mit 5ms angenommen
MCU dafür kostet < 1 eu.
MCUA schrieb:>> Die Steuerung soll 3 analoge Eingänge (Sensoren) und einen analogen>> Ausgang (Reglerausgang) haben. Die Abtastzeit wird mit 5ms angenommen> MCU dafür kostet < 1 eu.
Oh, das ist ja billig. Und die beschriebene CE Zulassung hat die dann
auch? ....
MCUA schrieb:>> Die Steuerung soll 3 analoge Eingänge (Sensoren) und>> einen analogen Ausgang (Reglerausgang) haben. Die>> Abtastzeit wird mit 5ms angenommen>> MCU dafür kostet < 1 eu.
Genau.
Gottseidank braucht der weder eine Stromversorgung, noch
eine eigene Leiterplatte, kein Gehäuse, keine Bedien-
elemente und auch keine Interface-Schaltungen für die
Sensoren.
rechen s. schrieb:> Ja, CE ist leider notwendig. Gibt es denn auch preiswerte> SPS für solche Aufgaben?
Definiere "preiswert" :)
Ich habe keine Marktübersicht, aber MEHRERE tausend Euro
muss man ganz sicher nicht ausgeben.
Wenn es unbedingt Siemens sein soll, würde ich im Dunstkreis
der "Logo" zu suchen anfangen; da weiss ich aber nicht, ob
es dafür so viele analoge Eingänge gibt, wie Du brauchst.
Ansonsten kämen mir spontan noch Wago und Beckhoff in den
Sinn.
Ich VERMUTE, dass man ein geeignetes System für unter
1000 Euro finden kann.
> Gottseidank braucht der weder eine Stromversorgung, noch> eine eigene Leiterplatte, kein Gehäuse, keine Bedien-> elemente und auch keine Interface-Schaltungen für die> Sensoren.
Diese Kosten sind Bruchteile! von nem SPS-Gerät (das zudem recht/sehr
eingeschränkt ist)(der Hersteller will daran ja verdienen).
MCUA schrieb:>> Gottseidank braucht der weder eine Stromversorgung, noch>> eine eigene Leiterplatte, kein Gehäuse, keine Bedien->> elemente und auch keine Interface-Schaltungen für die>> Sensoren.>> Diese Kosten sind Bruchteile! von nem SPS-Gerät [...]
Ja und?
Es ist trotzdem komplett deppert, einen nackten µC auf
der einen Seite mit einem einbaufertigen Gerät auf der
anderen zu Vergleichen.
Der Entwurf einer eigenen Schaltung kostet Zeit. Wenn man Arbeitszeit in
Arbeitskosten bzw. Lohn umrechnet, sind fertige Produkte von der Stange
fast immer billiger, als Eigenbauten. Hier kommen außerdem noch die
Kosten für eine CE Prüfung dazu, alleine das soll schon ein paar tausend
Euro kosten, sagt man. Auch die Software entwickelt sich nicht von
alleine.
Gästle schrieb:> Hallo Freunde,>> ich überlege gerade was die beste Lösung für die folgende beispielhafte> Aufgabenstellung ist:>> Die Regelung einer Anlage soll über eine digitale Steuerung gemacht> werden. Der Algorithmus wird vorzugsweise programmiert in C. Die> Steuerung soll 3 analoge Eingänge (Sensoren) und einen analogen Ausgang> (Reglerausgang) haben. Die Abtastzeit wird mit 5ms angenommen
Relativ entspannt.
> und der> Kostennrahmen vielleicht bei 1000 Euro für Material.
Sollte reichen.
> Arbeitsstunden sind> außen vor. Wenn sich das System einfach erweitern läßt wäre das ein> großer Pluspunkt (z.B. mehr Eingänge, Sensoren über Feldbus,> Speicherkarten usw). Die Steuerung sollte eiene CE Zulassung haben.
Also nix Gebasteltes.
> Womit würde man diese Aufgabe an sinnvollsten lösen:>> 1. Eine SPS, da sie idR einfach über Steckmodule für zukünftige Aufgaben> erweitert werden kann. Programmiert vermutlich in Strukturierten Text> aber der ist ja etwas C ähnlich. Sie hat auch gleich eine CE Zulassung> die für industrielle Anwendungen ja notwendig ist.
Die SPS ist hier IMO die sinnvollste Lösung, weil die gibt es als
Standardbauteil zum brauchbaren Preis, erweiterbar mit CE etc.
> Nachteilig ist der> hohe Preis von sicher ein paar 1000 Euro.
Nö. Für die paar IOs gibt es MINI-SPSen.
> 2. Ein Mikrocontroller (Atmel, PIC, STM) der aber nicht als fertiges CE> Produkt einher kommt, sondern erst über Schaltungsentwurf/Layout zu> einem gemacht werden muß. Kostet viel Zeit aber ist dann preiswert.
Diese Lösung ist nur für eine Massenproduktion im 10k++ Bereich
sinnvoll, denn der Entwicklungsaufwand ist groß bis sehr groß!
> Leider nicht einfach erweiterbar
Kommt drauf an, auch dort kann man über Busse wie CAN leicht
Erweiterungen anklemmen. Muss aber alles entworfen und getestet und
zertifiziert werden.
> 3. Ein Embedded PC System, da kenne ich mich aber leider gar nicht mit> aus. Vielleicht mit ein paar I/O Steckkarten (AD/DA-Wandler)?
Dasist ein Mittelweg aus SPS und Mikrocontroller, aber auch hier eher im
Nachteil. Nicht wirklich Standard etc.
> Was würdet Ihr empfehlen?
SPS.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Der Entwurf einer eigenen Schaltung kostet Zeit. Wenn> man Arbeitszeit in Arbeitskosten bzw. Lohn umrechnet,> sind fertige Produkte von der Stange fast immer billiger,> als Eigenbauten.
Dazu kommt: Wenn man nicht sehr viel Erfahrung auf dem
jeweiligen Gebiet hat, vermurxt man fast immer irgend
etwas und muss es dann ein zweites Mal machen -- möglichst
besser als im ersten Anlauf.
Es ist auch deshalb komplett realitätsfern, die reinen
Materialkosten für ein Exemplar der Eigenentwicklung
mit dem Kaufpreis der Fertiglösung zu vergleichen.
>Es ist trotzdem komplett deppert, einen nackten µC auf>der einen Seite mit einem einbaufertigen Gerät auf der>anderen zu Vergleichen.
Hab ich garnicht gemacht.
SPS sind vermutlich unterm Strich am billigsten, weil man einfach nicht
viel entwickeln und testen muss.
ABER: Sobald UART, Ethernet oder irgendwelches Datenbanken-Gedöns
dazukommt, ist der Punkt erreicht, wo man besser ein lang verfügbares
uC-Brett einsetzt.
Bei Regelsystemen, wo ein Ausfall allerdings viel Geld kostet, würde ich
dedizierte PLC (Programmierbare Logik-Controller) nehmen, wenn's nur ein
einfacher PID-Controller ist (Siemens) oder bei notwendiger
Eigenentwicklung (wenn z.B. knackige Echtzeitanforderungen bestehen)
eine FPGA-Plattform einsetzen, wo du die ganze Funktionalität unter div.
Szenarien durchsimulieren kannst.
Für recht aufwendige Halbleiter-Massentests haben wir sowas entwickelt,
was sich inzwischen auch als PLC-Ersatz in einer Pelletfabrik mit
Technik aus den 90ern bewährt.
Nicht ganz verstehe ich, wofür der CE sein soll. Für eine interne
Geschichte folgst du eher Safety-Standards.. CE vergibst du selbst an
ein Consumer-Produkt.
Wenn nicht all zu kompliziert ( C Algorithmus), würde schon eine Siemens
Logo gehen.
Wenn mehr Power her muss, sollte eine Siemens S7-1200 das Richtige sein.
Einfach mal bei mir melden.
Kann ich deutlich unter 1000€ lösen.
Gästle schrieb:> Sie hat auch gleich eine CE Zulassung> die für industrielle Anwendungen ja notwendig ist.
Es gibt keine CE-Zulassung - nur eine CE-Konformitätserklärung, die der
Hersteller machen muss
Willst Du das Gerät verkaufen?
- wie vom Vorredner angesprochen braucht man für firmeninterne Dinge
(oder auch für Privatgebastel) keine CE
- selbst wenn die SPS eine CE-Kennzeichnung hat - die kannst quasi
wegwerfen - Du musst eine neue CE-Erklärung für das komplette System
incl Sensoren, Netzteil usw erstellen
Heinz R. schrieb:> Gästle schrieb:>> Sie hat auch gleich eine CE Zulassung>> die für industrielle Anwendungen ja notwendig ist.>> Es gibt keine CE-Zulassung - nur eine CE-Konformitäts-> erklärung, die der Hersteller machen muss>> Willst Du das Gerät verkaufen?> - wie vom Vorredner angesprochen braucht man für> firmeninterne Dinge (oder auch für Privatgebastel)> keine CE
Naja, ich könnte mir vorstellen, dass dem Auftraggeber
wohler bei der ganzen Sache ist, wenn alle verwendeten
Komponenten CE haben. Das sagt zwar rein juristisch
vielleicht noch nichts über die damit errichtete Anlage,
liefert aber einen Hinweis darauf, dass zumindest die
verwendeten Komponenten dem "Stand der Technik" ent-
sprechen...
Mit einem ESP8266 (der ein CE Logo trägt) kann man sowohl Radiosender
als auch Fernseh-Sender (für analoge Empfangsgeräte) basteln. Wusstest
du das?
Das CE Logo garantiert gar nichts. Alleine schon durch Software kannst
du dessen Bedeutung versauen.
> Es gibt keine CE-Zulassung - nur eine CE-Konformitätserklärung, die der> Hersteller machen muss
Genau.
Und wenn der Hersteller keine Ahnung von der Sache hat, muss er alles
mögliche an Geräten zusammen kaufen.
Es gibt Leute, die haben fast 1000eu (!) für ein simples EPROM(Modul)
bezahlt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Mit einem ESP8266 (der ein CE Logo trägt) kann man> sowohl Radiosender als auch Fernseh-Sender (für> analoge Empfangsgeräte) basteln. Wusstest du das?
Wer ist "du"? Meinst Du mich?
> Das CE Logo garantiert gar nichts.
Das hat auch niemand behauptet. Ich habe nur versucht,
eine Erklärung für den formulierten Wunsch nach
dokumentierter CE-Konformität zu finden.
Falls nämlich hinterher die Bude abbrennt, klingt es
möglichweise besser, wenn man sagen kann "die Anlage
bestand ausschließlich aus gekauften, CE-konformen
Komponenten", als wenn die Aussage lautet: "die
Steuerung übernahm ein Mikrocontroller, den unser
Praktikand mit Reisszwecken auf einem Stullenbrett
befestigt und mit Klingeldraht verdrahtet hat".
Stefan ⛄ F. schrieb:> Mit einem ESP8266 (der ein CE Logo trägt) kann man sowohl> Radiosender> als auch Fernseh-Sender (für analoge Empfangsgeräte) basteln. Wusstest> du das?>> Das CE Logo garantiert gar nichts. Alleine schon durch Software kannst> du dessen Bedeutung versauen.
Du meinst "Chinese Export"? Kein Scherz.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Mit einem ESP8266 (der ein CE Logo trägt) kann man sowohl Radiosender> als auch Fernseh-Sender (für analoge Empfangsgeräte) basteln. Wusstest> du das?
Deswegen haben die meisten ESP8266-Module eine gefälschte FCC-Zulassung.
In Europa würde das Ding mit seinen Seitenbändern nie eine kriegen.
Aber bevor hier die Klugscheisserei ausartet, könnte man mal beim Thema
bleiben.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Hier kommen außerdem noch die Kosten für eine CE Prüfung dazu, alleine> das soll schon ein paar tausend Euro kosten, sagt man.
CE ist keine zwingende Prüfung.
Bei dem CE-Kennzeichnung handelt es sich um eine Erklärung des
Hersteller bzw. Inverkehrbringers.
Selbst die weit verbreitete Siemens Simatic S7 SPS kostet nur so um die
500 €. Die Logo sind günstiger, früher konnte man die aber nicht mit
strukturiertem Text programmieren. Weiß nicht ob das mittlerweile geht.
https://www.reichelt.de/simatic-s7-1200-starter-kit-s7-1200-starter-p115024.htmlWolfgang schrieb:>> Hier kommen außerdem noch die Kosten für eine CE Prüfung dazu, alleine>> das soll schon ein paar tausend Euro kosten, sagt man.>> CE ist keine zwingende Prüfung.> Bei dem CE-Kennzeichnung handelt es sich um eine Erklärung des> Hersteller bzw. Inverkehrbringers.
Um es etwas deutlicher auszudrücken: CE kann jeder Hersteller auf sein
Produkt drucken wie er lustig ist, so lange es nicht fahrlässig gemacht
wird. D.h. es ist mehr als offensichtlich dass das Produkt nicht den
Richtlinien entspricht. Problematisch wird es nur, wenn das Produkt dann
nicht den Anforderungen von CE gerecht wird. Das kann im Fall von
Auffälligkeiten später von dritten nachgetestet werden. Dann wird es
teuer für den Hersteller/Produzenten. Die Einhaltung der CE Konformität
kann man nun durch verschiedene Varianten "nachweisen". Das eine wäre
explizites Testen vom Gesamtsystem. Das andere wäre die Argumentation
"alle Sub-Komponenten haben CE, also hat das gesamte System auch CE"
Bis jetzt hat der TO noch nicht gesagt,was er überhaupt genau machen
möchte.
Habe in einer Logo z.Bsp. schon genauso eine Polynomapproximation
gemacht.
Geht alles.
Bin mir sicher, das auch der Kram des TO geht.
Da braucht man kein SCL.
Fred R. schrieb:> Bis jetzt hat der TO noch nicht gesagt,was er überhaupt genau machen> möchte.> Habe in einer Logo z.Bsp. schon genauso eine Polynomapproximation> gemacht.> Geht alles.> Bin mir sicher, das auch der Kram des TO geht.>> Da braucht man kein SCL.
Es geht um gehobene Verfahren der Regelungstechnik (Zustandsregler,
Beobachter). Dazu sind dann auch mathematische Funktion wie sin,cos,tan,
e^x, sqr() usw. notwendig.
Ich sehe auch das es auf eine "kleine" SPS hinausläuft. Bietet eine
Siemens Logo soetwas? Ich habe nur gesehen das man da wohl per grafisch
per drag&drop programmiert.
Beim ESP32 könnte auch noch das Open-Source Modell der Firmware mit der
Freigabe für den europäischen Markt kollidieren. Ich meine mich zu
erinnern, dass bereits einige WLAN Router damit ein Problem haten.
>ADC- und DAC-Erweiterungen lassen sich da ...
Für Erweiterung, ja.
Die sind auch im (passenden) uC drin.
..das gesamte Gerät (Platine Bauteile usw, ohne Gehäuse)
geschätzt ca 13,- eu .
MCUA schrieb:>>ADC- und DAC-Erweiterungen lassen sich da ...> Die sind auch im (passenden) uC drin.
Incl. Schutzschaltung und galvanischer Trennung und Ausgangsstrom bis
100 mA und kurzschlussfest?
Irre was so ein µC für keine 13 € so kann!
Wenn es dir nur um 3 Eingänge auf ein Ausgang geht kannst du auch einen
Regler kaufen, wenn die weiteren Optionen dazu kommen wird wohl die Sps
besser werden.
Du weißt ja selbst noch was du möchtest.
Wofür willst du eine Speicherkarte?
Die Speicherkarte einer SPS kannst du nicht ausbauen um die Daten am PC
auszulesen oder sonstwo damit zu machen.
Der Anschluss der Sensoren nimmt auch Einfluss darauf welcher Feldbus
der beste ist.
Mach dir sinnvolle Gedanken was dein geplanter Maximalausbau ist.
Stelle alles zusammen was du brauchst und welche Reaktionszeit du
brauchst.
Und im Grunde ist die Sps bei 5 ms auch schon wieder raus.
Ansgar K. schrieb:> Die Speicherkarte einer SPS kannst du nicht ausbauen um die Daten am PC> auszulesen oder sonstwo damit zu machen.
Bei einer S7-1200 schon.
Ansgar K. schrieb:> Und im Grunde ist die Sps bei 5 ms auch schon wieder raus.
Nein. Die neuen sind da recht schnell.
5 mS sind aber auch noch schnell genug.
Guten Abend Community,
zu der Siemens LOGO(8 FS4). Ich will nicht bestreiten, das es damit
irgendwie
möglich ist eine Sinus etc. zu berechnen. Grundsätzlich ist es mit der
Logo nur möglich die Grundrechenarten im Wertebereich von(-32768 <->
+32767) durchzuführen. Und Fleißpunktzahlen kann sie nur wandeln nicht
direkt berechnen.
Da würde ich bei Siemens zu einer S7 1200 tendieren. Die kann schon mal
von Haus aus DInt(32Bit) und Real(Fleißpunktzahl) usw und die
IDE(Siemens TIA) liefert schon Funktionen für Sinus, Cosinus... mit.
Mir ist keine SPS in dem Preissegment bekannt die in C programmiert
werden kann.
Erwähnenswert finde ich in dem Zusammenhang noch das keine C
gleichwertige Zeiger Arithmetik auf diesen SPS'en vorhanden ist.
Zum Beispiel gibt es keine Function Pointer ....
Schönes Wochenende.
Gästle schrieb:> 2. Ein Mikrocontroller (Atmel, PIC, STM) der aber nicht als fertiges CE> Produkt einher kommt, sondern erst über Schaltungsentwurf/Layout zu> einem gemacht werden muß. Kostet viel Zeit aber ist dann preiswert.> Leider nicht einfach erweiterbar
Das gibt es schon.....
https://www.controllino.shop/
...Kauf Dir eine billige China-Sps
ZB www.spstiger.de oder bei amazon nach fx3u suchen
Netzteil dran.das wäre. Software zum Programmieren gibts umsonst dazu.
vn nn schrieb:> Beckhoff.
Okay, interessant. Mir ist neu das Beckhoff klassische "Hardware SPS"
und nicht "Software SPS" für Embedded "PC" anbietet. Dann noch im
Preissegment um 250€ und in C programmierbar.
Da ich mich bei Beckhoff nicht so gut auskenne, magst du mir die
Artikelnummer
mal mitteilen.
Danke MfG Meik
>Erwähnenswert finde ich in dem Zusammenhang noch das keine C>gleichwertige Zeiger Arithmetik auf diesen SPS'en vorhanden ist.>Zum Beispiel gibt es keine Function Pointer ....
Weil der typ. SPS-Anwender damit nichts anfangen kann.
Moin Moin,
Tiadem schrieb:> Na da habt ihr euch das TIA Portal noch nicht genau angesehen.>> Btw : Die 1518er CPU kannst du in C und C++ programmieren.
Und du hast dir vermeintlich "Siemens S7 1200 ... im dem Preissegment"
nicht genau angesehen !
Oder kläre mich bitte auf wo man eine S7 CPU1518 für ~ 250€ erwerben
kann.
Danke für die Information.
MfG Meik
Wenn diese SPS wirklich in C Programmierer ist, dann passt seine
Vorschlag/Werbung doch wie der Deckel auf den Topf. Ich würde sie nicht
löschen wollen.
Wenn der TO sich angemeldet hätte, dann hätten Händler/Hersteller ihn
auch persönlich kontaktieren können. Aber das geht nun nicht und der TO
hat ausdrücklich um Produktempfehlungen geben.
Wir empfehlen uns hier schließlich auch gegenseitig Produkte. Wer weiß
wie oft dahinter ein "Freundschaftsdienst" steckt. Ich finde es im
aktuellen Umfang völlig OK.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wenn der TO sich angemeldet hätte, dann hätten Händler/Hersteller ihn> auch persönlich kontaktieren können. Aber das geht nun nicht und der TO> hat ausdrücklich um Produktempfehlungen geben.
Hab ich ein paar Posts später nachgeholt. Ich dachte es geht ohne aber
dann kann man halt nicht zeitnah antworten.
Die bisherigen Antworten fand ich schon wirtlich sehr interesaant. Es
läuft mMn auf eine grundsätzliche Entscheidung hinaus.
Geht man in Richtung SPS dann könnte es Codesys oder Siemens (TIA)
werden. Vermutlich wird man sich ja nicht zweigleisig bewegen wollen und
sich in beide Systeme/Hardware einarbeiten wollen.
Ardunio bzw. Rasberry PI sind nicht schnell genug (Abtastzeit 5ms
gewünscht).
Die Frage die sich mir nun stellt ist ob man Siemens (TIA) oder Codesys
(Bachmann & Co.) wählt?
rechen s. schrieb:> Ardunio bzw. Rasberry PI sind nicht schnell genug (Abtastzeit 5ms> gewünscht).
Ich weiß nicht, woher Du diese Einschätzung hast: ein ATmega328
(Arduino) schafft 5 ms Zykluszeit spielend. Mit einem schnellen
aktuellen ARM geht es zwei bis drei Größenordnungen schneller.
Nur, um das einmal zurechtzurücken.
Da das so wichtig ist: gibt es bei Conrad noch die CE-Aufkleber?
m.n. schrieb:> Ich weiß nicht, woher Du diese Einschätzung hast: ein ATmega328> (Arduino) schafft 5 ms Zykluszeit spielend. Mit einem schnellen> aktuellen ARM geht es zwei bis drei Größenordnungen schneller.> Nur, um das einmal zurechtzurücken.>> Da das so wichtig ist: gibt es bei Conrad noch die CE-Aufkleber?
Ja, das ist eben Vorraussetzung um das Produkt dann offiziell problemlos
verkaufen zu können. Wenn man für zu Hause einen Klatschschalter bastelt
würde es natürlich auch ohne gehen.
Controllino & Revolution Pi bringen diese kurzen Zeiten einfach nicht.
Arduino Fanboy D. schrieb:> rechen s. schrieb:>> Controllino & Revolution Pi bringen diese kurzen Zeiten einfach nicht.> Ok, meinetwegen...> Nur?> Wie kommst du darauf?
Also für den Revolution PI steht es z.B. hier beim analog Modul:
https://revolution.kunbus.de/tutorials/revpi-aio/analoge-eingaenge-konfigurieren/
ADC_Datenrate Aktualisierungsrate im PA ( Prozessabbild)
5 Hz 1 Hz
10 Hz 2 Hz
20 Hz 4 Hz
40 Hz 8 Hz
80 Hz 10 Hz
160 Hz 25 Hz
320 Hz max. 50 Hz
640 Hz max. 125 Hz
Bitte beachte, dass die Tabellenwerte für die Einstellungen 320 Hz und
640 Hz nur Maximalwerte darstellen. Die tatsächlich erreichte
Aktualisierungsrate kann in diesem Bereich durch die Auslastung der
PiBridge deutlich niedriger liegen.
Die ADC Samplerate eines Controllino entspricht der eines Arduino Mega,
oder so..
16MHz Vorteiler durch 128 macht den ADC Takt.
Es braucht 11,5 bis 13,5 ADC Takte für eine Messung
Mit etwas Luft für Verwaltung, liegt man so bei 8 bis 9 Tausend 10 Bit
Messungen pro Sekunde, und das neben dem Hauptprogramm(free running
mode). Also ohne nennenswerte Systemlast zu erzeugen, bzw die Zyklenzeit
zu strecken.
Natürlich habe ich keine Ahnung, wie kompliziert dein Programm werden
soll.
Aber von meinen weiß ich, dass ich meistens zwischen 1000 bis 30000
Zyklen pro Sekunde liege.
In 1ms schafft ein solcher Controllino es ca 10000 Einzelbefehle
abzuarbeiten.
(grob geschätzt 16MHz/1000/(ca 1,5Takte pro Befehl))
Das ganze natürlich in C oder C++ Programmiert, ohne irgendwelche SPS
spezifischen Laufzeit Umgebungen.
Die Eingangs genannte Anforderung sagt klar:
Gästle schrieb:> Der Algorithmus wird vorzugsweise programmiert in C.
Da ist nicht die Rede von AWL oder irgendwelchen Koppelplänen.
Fred R. schrieb:> Wenn nicht all zu kompliziert ( C Algorithmus), würde schon eine Siemens> Logo gehen.>> Wenn mehr Power her muss, sollte eine Siemens S7-1200 das Richtige sein.>> Einfach mal bei mir melden.> Kann ich deutlich unter 1000€ lösen.
Da fragt man sich wie.
Tagessatz für eine prof. SPS Programmierer ist ca 1000 EUR + Spesen.
Sagen wir du bist der billige Jakob für 500.
Das wären mit dem S7 Equipment schon mal mind. 1000 EUR.
Dann, reicht ein Tag aus? Kannst du in einem Tag alle Anforderungen zur
100% Zufriedenheit umsetzen? Keine Schleifen mehr? Es liegt ein
wasserdichtes Lastenheft vor? Der Kunde ist sofort glücklich mit der 1.
Version des Programms?
DEUTLICH unter 1000 EUR?
Da frage ich mich wo du deinen Stundenlohn siehst. Selbst damals als
Student hätte ich ein solches Angebot nicht abgegeben.
>Die ADC Samplerate eines Controllino entspricht der eines Arduino Mega,>oder so..
Bsp.weise der rel. langsame ATmega324-ADC hat Free Running Conversion
13..250us, sind 4..77 kS/s.
Von wegen 640 Hz.
Cyblord -. schrieb:> Tagessatz für eine prof. SPS Programmierer ist ca 1000 EUR + Spesen.
Darum wirds du kein Geschäft machen :-D
Cyblord -. schrieb:> Dann, reicht ein Tag aus? Kannst du in einem Tag alle Anforderungen zur> 100% Zufriedenheit umsetzen? Keine Schleifen mehr? Es liegt ein> wasserdichtes Lastenheft vor? Der Kunde ist sofort glücklich mit der 1.> Version des Programms?
Uuuuu. Immer dieses schöne deutsche gründliche Mimimi Denken.
BER lässt grüßen 😜
Da waren auch so genaue Menschen am Werk.
Solche Probleme gibt es hier bei uns in Polen nicht.
Und preislich seid ihr im Vorhinein im A..
Um 1000€ pro Tag ist man selbst schuld am Kundenmangel.
Tiadem schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Tagessatz für eine prof. SPS Programmierer ist ca 1000 EUR + Spesen.>> Darum wirds du kein Geschäft machen :-D
Ich will damit auch kein Geschäft machen, ich mache nicht in SPS.
Der Punkt ist: Damit kann NIEMAND ein Geschäft machen. Bei einem Angebot
<1000 EUR ist das noch unter dem Selbstkostenpreis. Und die HW musst du
dafür auch noch bringen.
> Uuuuu. Immer dieses schöne deutsche gründliche Mimimi Denken.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder man schreibt in einem Tag Müll
der dem Kunden nichts bringt oder man arbeitet länger für Umsonst.
> Solche Probleme gibt es hier bei uns in Polen nicht.> Und preislich seid ihr im Vorhinein im A..> Um 1000€ pro Tag ist man selbst schuld am Kundenmangel.
Weißt du ich arbeite viel mit Programmierern aus Osteuropa zusammen. Die
leisten recht gute Arbeit für sehr wenig Lohn. Die tun mir eher Leid.
Als Vorbild wäre das für mich nichts.
Jeder sollte versuchen sich Lohnmäßig nach oben, anstatt nach unten zu
orientieren. Ihr könnt gerne versuchen alle Löhne zu unterbieten. IMO
ist das aber die falsche Ambition die am Ende niemandem was bringt.
Armut für alle ist nicht so mein Ding.
>Ich will damit auch kein Geschäft machen, ich mache nicht in SPS.
Der typ. SPS-Programmierer (bzw der Elektriker) kann mit Sprachen wie C,
anderen Hochsprachen (oder gar ASM) nichts anfangen.
Er wird auch nicht solch Stundenlohn verlangen können.
Bei S7-1200: nimm das günstigste S7-1200 Starterset da ist gleich die
Software mit dabei. Dazu ein SM1234 Modul. Die S7 kann über den Profinet
Port auch mit Profinet Peripherie erweitert werden bzw diese ansprechen.
Erweitern ist bei Netzwerkkabel wohl die falsche Bezeichnung.
Kree schrieb:> Laut Cyblord ist eine Siemens unbezahlbar?
Kommt ganz auf den Inhalt des Sparkontos oder der Geldbörse an.
Ich habe mal nach "S7-1200" gesucht. Das sind ja noch Hobbypreise.
Kree schrieb:> Laut Cyblord ist eine Siemens unbezahlbar?
Und das schrieb ich wo? Ich hätte nur gerne mal vorgerechnet wie jemand
eine S7-1200 + Programmierdienstleistung für deutlich unter 1000 EUR
anbieten kann.
Was eine S7-1200 kostet weiß ich. Ich habe einige davon im Einsatz. Dass
die günstig ist, für eine prof. SPS, steht außer Frage. Wenn es mit der
Anschaffung getan ist, ist ja alles in Butter.
Anbei ein Bild meiner Arbeitsumgebung.
Und SUS vorhanden.
Unter 1000€ ist Realität.
Pflichtenheft muss vom Kunden kommen.
Wenn sowieso schon ein C Quellcode vorhanden ist, kann dieser leicht in
SCL übersetzt werden.
Oder wie schon jemdand geschrieben hat auf eine 1518-4 PN/DP MFP
gebracht werden.
ABER um einen anderen Preis. Die kostet EK schon 3k.
Fred R. schrieb:> Unter 1000€ ist Realität.
Fragt sich nur welche Realität das sein soll.
Sogar der TE erwartet die Arbeitsstunden noch extra und nicht inklusive.
> Pflichtenheft muss vom Kunden kommen.
Vom Kunde kannst du höchstens ein Lastenheft erwarten. Meistens kommt
jedoch irgendeine unvollständige E-Mail mit sich widersprechenden
Anforderungen die auch noch falsch sind. Am Ende wollte der Kunde das
doch ganz anders.
> Wenn sowieso schon ein C Quellcode vorhanden ist, kann dieser leicht in> SCL übersetzt werden.
Lese ich aus dem Eingangspost so nicht raus. Und selbst wenn, dieser
C-Code ist zwingend korrekt und tut was der Kunde will?
> ABER um einen anderen Preis. Die kostet EK schon 3k.
Ich bin sicher auch das machst du noch für DEUTLICH unter 1000 EUR.
Cyblord -. schrieb:> Ich bin sicher auch das machst du noch für DEUTLICH unter 1000 EUR.
Habe ich nicht geschrieben. Warum verdrehst du die geschriebenen Worte?
Profilierungsneurotiker, oder fantasierst du?
Wennst DU (und nur um den geht es hier scheinbar, denn sonst hat keiner
Recht) nicht mit dem Preis hinkommst, dann wird das schon so in Ordnung
sein.
Dann nimmt man sich halt selbst vom Markt.