Rainer schrieb:
> Wie erklärt es sich nun aber, dass viele Bauteile in z.B. MSOP-8-Gehäuse
> bis zu 40 Volt spezifiziert sind?
Reicht ja wohl locker für 40V.
Man muss zwar Verschmutzungsklassen beachten, und Lötpads auf der
Platine sind teilweise noch dichter, aber bis 1000V reicht der
Pinabstand an TO220 (0.7mm) und DIL Gehäusen.
Bedenke, dass im inneren ein Halbleiter sitzt, und wenn der nur 40 oder
600V aushält, muss das Gehäuse nicht besser isolieren, im Gegenteil, die
Funkenstrecke aussen drumherum wirkt eher noch als Schutz.
Bedenke aber auch, dass das nur für Teile gilt, die keine Überspannung
abbekommen. Bei Netzspannung gibt es aber Überspannungskategorien
(1500V, 2500V, 4000V und 6000V), je nach dem wo sie montiert sind (vor
dem Zähler, in der Festinstallation im Haus, in einem Gerät mit Stecker)
und wenn die andere Seite jemand anfassen können soll (SELV) dann möchte
man doppelte Isolation. Zudem leben nicht alle Menschen unter 2000
Höhenmeter und die benötigten Abstände nehmen zu.
So werden aus 0.4mm für 230V~ schnell 1.5mm für 2500V auf Platine unter
Lötstoplack und 8mm für doppelt isoliert bis 5000m wie es in China
gefordert wird.
Aber wenn die Spitzenspannung in einem Stromkreis begrenzt ist (VDR),
muss er keine Abstände dafür einhalten, und wenn die Oberfläche vor
Betauung geschützt ist (Epoxy-Lötstoplack) muss man nicht
Verschmutzungsklasse II Abstände einhalten, sondern nur I.
Dennoch halte ich die Abstände zwischen den beiden MOSFETs zwischen L
und N im Shelly Dimmer2 für zu gering, keine Ahnung wie die eine CE
Konformität bescheinigt bekamen, das sind vielleicht 2 x 0.25mm unter
Lötstop.