Fragen zu unterirdischer Druckluftleitung zwischen Garage und Keller

Gast #6522492
Hallo,
nächstes Jahr wird die Elektrik in meiner Garage samt Zuleitung neu 
gemacht.
D.h. zwischen Garage und Haus (Abstand etwa 2,5m) wird eh aufgegraben 
und es werden Leerrohre für die Leitungen verlegt. Da ich in die Garage 
gerne eine Kompressor hätte, kam mir noch die Idee, dass ein 
Druckluftanschluss in der Werkstatt im Keller ganz nützlich wäre.

Wie gehe ich da am besten vor? Einfach ein zusätzliches Leerrohr 
verlegen und nachträglich einen flexiblen Druckluftschlauch durchziehen?
Das ist wohl die Einfachste, aber vermutlich auch nicht die schönste 
Lösung, oder?

Die Leitung hätte zudem ein durchgehendes Gefälle von der Garage in 
Richtung Werkstatt und käme in der Werkstatt ein paar cm über dem Boden 
heraus. Macht es Sinn dort ein Ablassventil für Kondenswasser zu 
installieren? Oder gibt es gar etwas automatisches, quasi wie die 
Automatikentlüfter für die Heizung - nur umgedreht?
#6522498
Warum nicht gleich ein DN100 Kunststoffrohr? Da kann man dann 
durchziehen was man braucht: Wasserleitung, Drehstrom, LAN, Hausbus,...

Ich habe bei mir ein Kuststoffrohr DN75 verlegt. DN75 weil ich nur eine 
80mm Bohrkrone für die Kellerwand zur Verfügung hatte.

Ablass für Kondenswasser halte ich für unnötig. Lieber ein Kugelventil 
am Anfang um den Strang abzusperren.
Gast #6522499
Ein Schlauch ist immer die schlechteste Lösung.
Wenn bald eh alles aufgerissen ist, warum nicht eine Kupfer Leitung 
legen?

Eine Entwässerungs Einheit sollte man sinnvollerweise verbauen; bei der 
Nutzung von Druckluftgeräten ist ein Öler ebenfalls sinnvoll.
Moderator Persönliche Seite #6522500
Ich schrieb:
> Hallo,
> nächstes Jahr wird die Elektrik in meiner Garage samt Zuleitung neu
> gemacht.
> D.h. zwischen Garage und Haus (Abstand etwa 2,5m) wird eh aufgegraben
> und es werden Leerrohre für die Leitungen verlegt. Da ich in die Garage
> gerne eine Kompressor hätte, kam mir noch die Idee, dass ein
> Druckluftanschluss in der Werkstatt im Keller ganz nützlich wäre.

Eine gute Idee ;-)

> Wie gehe ich da am besten vor? Einfach ein zusätzliches Leerrohr
> verlegen und nachträglich einen flexiblen Druckluftschlauch durchziehen?
> Das ist wohl die Einfachste, aber vermutlich auch nicht die schönste
> Lösung, oder?

Doch, warum nicht? Das ist einfach und zuverlässig. Ich hab ein der 
Halle viele Meter Schlauch einfach in Kabelkanälen verlegt - einfacher 
geht es kaum. Und mit dem äußeren Leerrohr hast Du zusätzlichen Schutz. 
Der Schlauch hat auch  den Vorteil, dass er bei einem Leck sehr einfach 
ausgetauscht werden kann. Ein Rohr gräbt man nicht so einfach aus.

> Die Leitung hätte zudem ein durchgehendes Gefälle von der Garage in
> Richtung Werkstatt und käme in der Werkstatt ein paar cm über dem Boden
> heraus. Macht es Sinn dort ein Ablassventil für Kondenswasser zu
> installieren? Oder gibt es gar etwas automatisches, quasi wie die
> Automatikentlüfter für die Heizung - nur umgedreht?

Wenn Du am Kompressor einen Abscheider hast, sollte das unnötig sein. 
Aber wenn Du unbedingt einen Ablass haben möchtest, würde ich dort noch 
einen Abscheider, am besten direkt mit Druckregler, anbringen.

Für Kompressoren gibt es für Kessel automatische Ablassventile, die 
bspw. beim Abschalten des Kompressors kurz öffnen. Ob es das auch für 
Leitungen gibt? irgendwo her müsste ja der Impuls zum kurzzeitigen 
Öffnen kommen.
Gast #6522507
Ich schrieb:
> Richtung Werkstatt und käme in der Werkstatt ein paar cm über dem Boden
> heraus. Macht es Sinn dort ein Ablassventil für Kondenswasser zu
> installieren?

Das ist durchaus sinnvoll einen Abscheider am tiefsten Punkt zu haben. 
Nur, praktisch zu bedienen und überhaupt funktionabel geht mit "paar cm 
über dem Boden" eher nicht.
Ich würde mir die Sache mit der Gefällerichtung nochmal überlegen.
Gast #6522542
ein Schlauch is die einfachste Lösung und reicht völlig.
Und der Werkstatt in der ich gelernt hatte, ging der Schlauch von der 
Nachbarhalle bis in die Werkstatt..das waren etliche m!!
Und die Halle war schon sehr alt..gab nie einen beschädigten Schlauch
Gast #6522623
Thomas F. schrieb:
> Warum nicht gleich ein DN100 Kunststoffrohr? Da kann man dann
> durchziehen was man braucht: Wasserleitung, Drehstrom, LAN, Hausbus,...

Gerade wenn beim nachträglichen Durchziehen von Leitungen sind mir 
mehrere kleine Leerrohre lieber, als ein großes.

Chris D. schrieb:
> Doch, warum nicht? Das ist einfach und zuverlässig. Ich hab ein der
> Halle viele Meter Schlauch einfach in Kabelkanälen verlegt - einfacher
> geht es kaum. Und mit dem äußeren Leerrohr hast Du zusätzlichen Schutz.
> Der Schlauch hat auch  den Vorteil, dass er bei einem Leck sehr einfach
> ausgetauscht werden kann. Ein Rohr gräbt man nicht so einfach aus.

Gut, dann wird es wohl doch ein Schlauch werden. Selbst wenn ich nach 
Jahren einen neuen Schlauch durchziehen muss, ist das sicher einfacher 
als nochmal aufzugraben.

Nick M. schrieb:
> Ich würde mir die Sache mit der Gefällerichtung nochmal überlegen.

Die Gefällerichtung habe leider nicht ich mir überlegt, sondern die 
Natur. Garage und Haus sind im (leider) Hang gebaut.
Gast #6522643
Ich schrieb:
>> Ich würde mir die Sache mit der Gefällerichtung nochmal überlegen.
>
> Die Gefällerichtung habe leider nicht ich mir überlegt, sondern die
> Natur. Garage und Haus sind im (leider) Hang gebaut.

Dein Leerrohr muss also unbedingt waagrecht verlegt werden, weil man 
ansonsten den Wasserabscheider auch tatsächlich bedienen könnte?
Gast #6522650
Nick M. schrieb:
> Dein Leerrohr muss also unbedingt waagrecht verlegt werden, weil man
> ansonsten den Wasserabscheider auch tatsächlich bedienen könnte?

Nein, das Leerrohr wird ein leichtes Gefälle in Richtung Keller haben, 
dass eventuelles Kondenswasser ablaufen kann.
Gast #6523765
Ich schrieb:
> Einfach ein zusätzliches Leerrohr verlegen und nachträglich einen
> flexiblen Druckluftschlauch durchziehen

Schlauch ist bei Druckluft immer doof. Denn der dehnt sich unter Druck 
aus, was zu extrem unterschiedlichen Druckverhältnissen am anderen Ende 
führt.

Man nimmt besser Rohre. Die haben aber auch Nachteile, zieht man Luft, 
fällt der Druck massiv weil sie so einen hohen Strömungswiderstand 
haben. Das wurde für Rohre mit hohem Innendurchmesser sprechen, die 
bilden dann aber quasi einen zweiten Druckbehälter.

Daher mit kritischen Verbrauchern (Lackieren) den Kompressor nahe an die 
Verbrauchsstelle, ich hab da nur einen 2m Schlauch. Wenn es nur um 
Reifen aufpumpen geht, kann die Entfernung natürlich egal sein. Immer 
noch besser als den Kompressor in der Gegend rumschleppen zu müssen, bei 
mir leider die Kellertreppe hoch.

kenny schrieb:
> Ein Schlauch ist immer die schlechteste Lösung.
> Wenn bald eh alles aufgerissen ist, warum nicht eine Kupfer Leitung
> legen?

ich kenn auch verzinktes Eisenrohr mit Graugussfittingen. Ablauf an der 
tiefsten Stelle ist klug.
#6523768
oszi40 schrieb:
> Evtl. würde ich den Schlauch in einer Isolation verlegen um außen
> Kondenswasser zu vermeiden?

Man könnte auch das Grundstück unter einer Plexiglasskuppel trocken 
halten?
Auf jeden Fall sollten Luftdruckschlauch, Kunststoffrohr, etc. in einer 
wasserfesten Ausführung gewählt werden.
Mittig im Verbindungsrohr könnte man auch gut einen Feuchte- und 
Temperatursensor integrieren und mittels µC das ganze temperieren 
und/oder belüften.
#6523773
Dönerladenvermieter schrieb:
> Schlauch ist bei Druckluft immer doof. Denn der dehnt sich unter Druck
> aus, was zu extrem unterschiedlichen Druckverhältnissen am anderen Ende
> führt.
>
> Man nimmt besser Rohre. Die haben aber auch Nachteile, zieht man Luft,
> fällt der Druck massiv weil sie so einen hohen Strömungswiderstand
> haben. Das wurde für Rohre mit hohem Innendurchmesser sprechen, die
> bilden dann aber quasi einen zweiten Druckbehälter.

Ein hoher Prozentsatz (vor Corona) Privatinsolvenzen von 
Eigenheimbesitzern wurde durch falsch geplante 
Druckluftleitungsplanungen ausgelöst, oft sogar nachträglich!
Man kann/darf nicht einfach den Kopf in den Sand stecken und das Problem 
ingnorieren!
Gast #6523867
Nachdem ja jetzt die Luft ausreichend diskutiert wurde,
wie willst du denn den Kompressor in deiner Werkstatt
jedesmal einschalten? Willst du da jedesmal hinlaufen?

Olaf
Gast #6523873
Dönerladenvermieter schrieb:
> Schlauch ist bei Druckluft immer doof. Denn der dehnt sich unter Druck
> aus, was zu extrem unterschiedlichen Druckverhältnissen am anderen Ende
> führt.

So einen Unsinn hab ich schon lange nicht mehr gelesen.

Wobei, jetzt wo du es sagst: Beim Fahrrad ist der Reifendruck in Nähe 
des Ventils immer deutlich höher! Darum soll man Räder auch so 
abstellen, dass das Ventil oben ist. Wegen Druckausgleich.
Gast #6523874
Olaf schrieb:
> wie willst du denn den Kompressor in deiner Werkstatt
> jedesmal einschalten? Willst du da jedesmal hinlaufen?

Das ist nicht so schlimm. Den hört er ja nicht durch das KG Rohr wenn er 
aus ist. Somit weiß er, dass er aus ist.
Der TO hat das schon alles durchgeplant, sonst würde er wegen solch 
einer Banalität hier nicht fragen und solche Hinweise brauchen.
Gast #6523906
Olaf schrieb:
> wie willst du denn den Kompressor in deiner Werkstatt
> jedesmal einschalten? Willst du da jedesmal hinlaufen?

Warum sollte der ausgeschaltet werden?

Wenn alles dicht ist, kann er immer eingeschaltet bleiben.

Dönerladenvermieter schrieb:
> Schlauch ist bei Druckluft immer doof. Denn der dehnt sich unter Druck
> aus, was zu extrem unterschiedlichen Druckverhältnissen am anderen Ende
> führt.

Das ist so ziemlich das Dümmste was ich hier gelesen habe.
Gast #6523953
Olaf schrieb:
> Nachdem ja jetzt die Luft ausreichend diskutiert wurde,

Stimmt. Und ich werde wohl wirklich einen Schlauch nehmen - auch wenn 
mich einige von euch dafür hassen werden.

> wie willst du denn den Kompressor in deiner Werkstatt
> jedesmal einschalten? Willst du da jedesmal hinlaufen?

Entweder ist der Kompressor ständig an und ich verwende einen 
motorisierten Kugelhahn, oder er wird über einen Schütz sowohl von der 
Garage als auch der Werkstatt schaltbar. Bei zweiterem muss ich 
natürlich nach dem Abschalten sicherstellen das die Fülleitung drucklos 
ist.

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