Mist.Power mit PFET schalten..hat Jemand ne bessere Idee?

Gast #6554994
Lesenswert?

Ich bin gerade dabei mir eine Funkfernbedienung für meine Hofbeleuchtung 
zu basteln, habe aus dem Ramsch so ein paar einfacher 868 Mhz 
Transmitter und Receiver (HM-T868 und HM-R868) ausgekramt und möchte den 
Sender inklusive 3 AAA Zellen in einem üblichen Feuchtraum-Aufputz 
Taster unterbringen.

Dazu hatte ich mir gedacht das in Reihe zu den 3 Batterien ein PFET 
liegen sollte, dessen Gate mit 100K zur Source angeschlossen ist, Source 
an Plus.
Am Drain liegt dann ein Attiny 45 un der HM-T868 Transmitter. Der Tiny 
sollte das Gate auf L ziehen und so für die Dauer des Sendevorgangs sich 
selbst und den Sender mit Saft versorgen.

Logischerweise funzt das nicht richtig, die Bodydioden im Attiny ziehen 
das Gate natürlich herunter wenn der Tiny keinen Saft hat, die Schaltung 
funktioniert zwar einwandfrei, aber der Reststrom ist mir mit 260µA zu 
hoch und macht die Batterien alle.

Einfach wäre es nun wieder in den Ramsch abzutauchen und ein DIL Relais 
auszugraben und das statt des FETs einzusetzen, gibts ne bessere 
Variante?

Pille
Gast #6555031
Lesenswert?

Hmm, das sind die Ideen die ich auch hatte, ich werde mich auf irgend 
einen BCR Digitaltransistor beschränken, den bekomme ich noch problemlos 
auf die Universalplatine. Man braucht einen HL zum schalten der nicht 
auf dem Chip ist und damit keine Schutzdioden zu VCC hat.

Die Stromaufnahme der Schaltung im aktiven Zustand ist mehr oder weniger 
uninteressant, "standby" ist wichtiger.

THX,
Pille
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6555048
Lesenswert?

Pille schrieb:
> Die Stromaufnahme der Schaltung im aktiven Zustand ist mehr oder weniger
> uninteressant, "standby" ist wichtiger.
Wenn man es schlau macht, dann kann man mit passenden Schlafmodi den µC 
quasi "durchlaufen" lassen (bei mir läuft ein Tiny85 in einer Art 
Eieruhr seit gut 10 Jahren mit einer CR1620) und das Sendemodul aus 1 
oder 2 oder 3 µC-Pin(s) versorgen. Die zum Senden nötigen 30mA und 2,5V 
dürften da locker aufzubringen sein...

Weniger mutigere Gemüter schalten mit dem (auch im Sleep aktiven) 
Portpin dann den Mosfet.
(Firma: Hobbytheoretiker) #6555075
Lesenswert?

Einen ganz normalen Taster verwenden und den so lange gedrückt halten, 
bis das Gerät bootet und reagiert. Als Info für den Drückenden würde ich 
eine grüne LED aufleuchten lassen um zu signalisieren die Taste kann nun 
wieder losgelassen werden. Oder eine Abschaltzeitverzögerung mit einem 
Monoflop realisieren.
Gast #6555089
Lesenswert?

So, Gehäuse ist zu, hab einen BCR135 da eingebaut.

Ja Lothar, aber angesichts des doch nicht zu umfangreichend Datenblattes
https://www.tme.eu/Document/90a8510d5e8dccbe294963a428c091e3/HM-T433.pdf
hab ich dann doch den FET bevorzugt, die können ja geradezu unheimliche 
Ströme schalten.
Mit den 3 AAA Zellen wollte ich mehr oder weniger meine Ruhe haben...für 
die nächsten Jahre.

Ich habe schon Funksender für elektronische Meßuhren gebaut, 
Lithiumprimärzelle größe AA (von Saft), MSP430 und Einschalter 
weggelassen.


@Dieter..Jaein. So richtig Platz für eine LED ist da nirgend am Gehäuse, 
der Schalter ist das, was der lokale Baumarkt her gab, bis auf einen 3mm 
Rand ist da Alles Taste und Irgendwelche Bohrungen im Taster wollte ich 
mir sparen.

Das Ding sendet jetzt aufeinanderfolgend jeweils 3 Telegramme mit 
Synchronteil (der Empfänger erzeugt im Ruhezustand digitales Rauschen am 
Ausgang), Sensormummer, eine 256 Bit Zahl hex codiert, ne 16 Bit CRC und 
danach ein paar mal ETX.

Sollte reichen, macht nur für 3 Minuten das Hoflicht an...

Pille
Gast #6555101
Lesenswert?

Ich mach das Ganze immer so ( nur schnell hingekritzelt, sorry ;) )

Sobald der Taster gedrückt wird, wird der PNP leitend.
Dadurch schaltet sich die Batteriespannung durch.

Per µC Pin kannst du dann den NPN durchschalten ( Software ) und den PNP 
noch ein bisschen länger durchgeschaltet lassen, auch wenn keine Taste 
gedrückt ist.

Mit dem Taster ziehst du ebenfalls einen µC Pin auf LOW, wodurch du per 
Software irgendetwas spezielles Senden kannst.
Angehängte Dateien:
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6555133
Lesenswert?

Pille schrieb:
> hab ich dann doch den FET bevorzugt, die können ja geradezu unheimliche
> Ströme schalten.
Kein Problem, nimm den P-Mosfet, aber schalte dem µC den Saft nicht ab, 
sondern schick den zum Schlafen. Dann behält der seinen Ausgangspin auf 
"high" und der P-Mosfet sperrt und schaltet dem Funkmodul die Versorgung 
ab.
Gast #6555148
Lesenswert?

Lothar M. schrieb:
> Pille schrieb:
>> hab ich dann doch den FET bevorzugt, die können ja geradezu unheimliche
>> Ströme schalten.
> Kein Problem, nimm den P-Mosfet, aber schalte dem µC den Saft nicht ab,
> sondern schick den zum Schlafen. Dann behält der seinen Ausgangspin auf
> "high" und der P-Mosfet sperrt und schaltet dem Funkmodul die Versorgung
> ab.

Ich habs doch schon zugeschraubt..

Das hätte ich sicher so gemacht, wenn ich den Dreckeffekt mit den 
Bodydioden vorher bedacht hätte. Ich hatte mir halt eingebildet den 
Unfug mit den Sleepmodi einsparen zu können. Seit der Zeit mit dem 
MSP430 weiß ich das man dann auch sämtliche Portpins auf Eingang und die 
Pullups ggf. ausschalten sollte um wirklich wenig Strom zu verbrauchen. 
Beim nächsten Exemplar denke ich länger drüber nach, versprochen.
Für die kleine Universalplatine mit CUL Draht ist mir das zu viel 
Sackgang...

Pille
Gast #6555164
Lesenswert?

Pille schrieb:
> Lies Dirs nochmal durch, die Beschreibung sollte wirklich reichen.

Klar, aber nicht jeder hat Lust, sich aus dem Text eine Schaltung 
zusammen zu stückeln, die man in einem Schaltplan auf einen Blick 
erkennt.

Aber du hast Recht - Pillepalle, ob man sein Problem möglichst leicht 
erfassbar darstellt oder nicht. Ich lese mir solche Romane einfach nicht 
durch - ist doch nicht mein Problem.
Gast #6555468
Lesenswert?

Forist schrieb:
> Pille schrieb:
>> Lies Dirs nochmal durch, die Beschreibung sollte wirklich reichen.
>
> Klar, aber nicht jeder hat Lust, sich aus dem Text eine Schaltung
> zusammen zu stückeln, die man in einem Schaltplan auf einen Blick
> erkennt.
>
> Aber du hast Recht - Pillepalle, ob man sein Problem möglichst leicht
> erfassbar darstellt oder nicht. Ich lese mir solche Romane einfach nicht
> durch - ist doch nicht mein Problem.

Gute Idee das Du das nicht durchliest. Du solltest die Idee 
weiterentwickeln und Dir auch Deinen Senf zu Themen sparen, denen Du 
entweder nicht gewachsen bist, die Dir zu viel Aufwand machen oder zu 
denen Du nichts beizutragen hast.

Das ist zwar nun auch nicht mein Problem, aber ich muß ja nicht gleich 
so soziophatisch herangehen wie Du, ich helfe doch gerne.

Pille
Gast #6555726
Lesenswert?

Peter D. schrieb:
> Pille schrieb:
>> Seit der Zeit mit dem
>> MSP430 weiß ich das man dann auch sämtliche Portpins auf Eingang und die
>> Pullups ggf. ausschalten sollte um wirklich wenig Strom zu verbrauchen.
>
> Beim AVR werden im Power-Down die Eingangsstufen abgeschaltet, außer die
> zum Aufwachen benötigte.
> Es lassen sich <1µA erreichen.

Ich war beim MSP430F1611 bei 550nA.

Pille
Gast #6556062
Lesenswert?

Peter D. schrieb:
> Pille schrieb:
>> Ich war beim MSP430F1611 bei 550nA.
>
> Wie weit man <1µA ist, dürfte der Batterie herzlich egal sein. Die
> Selbstentladung ist deutlich höher.
> AAA = 0,5..1,2Ah, d.h. bei 1µA sind das >57a.

Sicher, ich habs halt nur gemessen weil ich ja den Einschalter raus 
designed hatte und wußte noch was ich erreicht hatte. Die verwendete 
SAFT Lithium-Thionylchlorid Zelle LS14250 hat wohl 2,6Ah, wie sich deren 
Selbstentladung verhält weiß ich nicht.

Pille

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren