Programmierinterface ausschalten beim DSPIC30F?

OP #6614485
Hallo,

ich habe hier einige Platinen bekommen mit einem DSPIC30F3012 drauf, für 
die ich neue Software schreiben soll/will. Bisher habe ich immer nur 
AVRs verwendet und daher nicht so viel Ahnung von den DSPICS.

Ich habe bei einigen Boards das Problem, dass ich sie mit einem PICKit4 
(und MPLAP X IDE) nicht programmieren kann - es funktioniert nichts, 
kein erase und auch kein Auslesen der Signatur. Bei einem anderen Board 
funktioniert es aber und die Software läuft auch. Dass die nicht 
programmierbaren Boards hardwaretechnisch defekt sind, kann ich 
inzwischen ausschließen.

Gibt es bei den DSPIC30 eine Möglichkeit, das Programmierinterface 
auszuschalten? Eine andere Ursache kann ich mir nicht mehr vorstellen 
langsam. So ähnlich halt wie das Ausschalten der ISP-Schnittstelle beim 
AVR, wo man dann nur noch per Hochvoltprogrammierung weiterkommt.

Im Datenblatt zum µC finde ich leider auch nichts hilfreiches.

Grüße

Theo
Gast
Tilo N. schrieb:
> Gibt es bei den DSPIC30 eine Möglichkeit, das Programmierinterface
> auszuschalten? Eine andere Ursache kann ich mir nicht mehr vorstellen
> langsam. So ähnlich halt wie das Ausschalten der ISP-Schnittstelle beim
> AVR, wo man dann nur noch per Hochvoltprogrammierung weiterkommt.

Nein, normalerweise kommt man über ICSP immer auf den Chip drauf, und 
HVP ist hier bei den ältere Chips Standard. dsPIC30 hat jedoch eine 
Eigenart: Die ICSP-Pins fürs Programmieren und fürs Debuggen können 
unterschiedlich sein. Fürs Programmieren muss man zwingend die PGC/PGD 
Pins nehmen. Fürs Debuggen sind die EMUC/EMUD-Pins da, wobei ein Satz 
auf den PGC/PGD-Pins liegt und drei andere Sätze auf anderen Pins. Über 
die EMU-Pins kannst Du nicht programmieren. Und beim Programmieren darf 
nichts auf den PGC/PGD-Pins hängen, was stören könnte.

Die dsPIC30 sind schon sehr alt, so 25 Jahre oder so, und sparsam sind 
sie auch nicht. Heutzutage sollte man für neue Projekte dsPIC33 nehmen, 
die haben solche Quirks nicht.

fchk
OP
fchk schrieb:
> Und beim Programmieren darf
> nichts auf den PGC/PGD-Pins hängen, was stören könnte.

Die PGC-/PGD-Pins werden auch genutzt und es ist nichts anderes 
angeschlossen. Ich bestelle jetzt jungfräuliche Chips neu und tausche 
die auf den Platinen mit Problemen aus.

> Die dsPIC30 sind schon sehr alt, so 25 Jahre oder so, und sparsam sind
> sie auch nicht. Heutzutage sollte man für neue Projekte dsPIC33 nehmen,
> die haben solche Quirks nicht.

Ja, ich würde auch lieber einen anderen Controller verwenden, aber die 
Controller sind von Kunden-Seite aus gesetzt, da die Hardware bereits 
fertig ist und nur die Software neu soll... :-/

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