Pin Zuordnung bicolor LED

OP #6680395
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Habe hier eine LED, Hersteller/Quelle unbekannt. Weiß jemand, was da die 
Rot, resp. Grün-Kathode ist? Könnte mir jetzt auch schnell einen 
Versuchsaufbau machen, aber vielleicht weiß jemand, wer die herstellt 
und ggfs. Datenblatt.
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#6680402
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Christoph K. schrieb:
> Könnte mir jetzt auch schnell einen
> Versuchsaufbau machen, aber vielleicht weiß jemand, wer die herstellt
> und ggfs. Datenblatt.

Ernsthaft, du brauchst dafür einen Versuchsaufbau? Ich hätte jetzt echt 
einfach mein Labornetzgerät auf 4V/ 10mA Begrenzung gedreht und zwei 
Kabel hingehalten. Aber nur ein Narr würde denken es wäre so einfach.
OP #6680417
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Cyblord -. schrieb:
> Christoph K. schrieb:
>> Könnte mir jetzt auch schnell einen
>> Versuchsaufbau machen, aber vielleicht weiß jemand, wer die herstellt
>> und ggfs. Datenblatt.
>
> Ernsthaft, du brauchst dafür einen Versuchsaufbau? Ich hätte jetzt echt
> einfach mein Labornetzgerät auf 4V/ 10mA Begrenzung gedreht und zwei
> Kabel hingehalten. Aber nur ein Narr würde denken es wäre so einfach.

Versuchsaubau besteht genau darin. Ich wollte es theoretisch lösen.
Gast #6680430
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Christoph K. schrieb:
> Er hätte ja die Strombegrenzung eingeschaltet. Aber nicht jeder hat
> gerade ein Labornetzgerät mit Strombegrenzung zur Hand.

Um die Strombegrenzung einstellen zu können, muss erst einmal Strom 
fließen! Und bei nur 10mA ist die Einstellung fummelig. Ruck Zuck sind 
es versehentlich 100mA! Das wäre mir zu unsicher.
OP #6680452
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Bauform B. schrieb:
> Christoph K. schrieb:
>
>> Ich wollte es theoretisch lösen.
>
> Sehr löblich! Theoretisch stehen Hersteller, Typ und Charge auf der
> Verpackung. Wenn du mit den Daten kein Datenblatt bekommst, darfst du
> die LED ja sowieso nicht verwenden.

Weder bin ich gewerblich produzierend noch liegt Verpackung vor.

Hätte ja sein können, daß jemand das Bauelement kennt, aber Thema 
erledigt. Ich messe jetzt nach.
Gast #6680476
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Und wenn man so ein "Billig-Plunder"-Netzteil hat, kann man immer noch 
mit einem Widerstand den Strom gebrenzen.
Die Spannung sollte man ja einstellen oder messen können.
Dann nimmt man einen Widerstand, der der Strom auf 5mA oder so begrenzt.
Bei dem Strom leuchten die meisten LEDs, brennen aber nich tgleich 
durch.
#6680637
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Cyblord -. schrieb:
> Ich hätte jetzt echt
> einfach mein Labornetzgerät auf 4V/ 10mA Begrenzung gedreht

Vorsicht, ein Netzteil enthält zu Schwingunterdrückung immer einen 
Ausgangskondensator. Der gibt dann einen mächtigen Hieb auf die LED und 
die kann dann Schaden nehmen!

Daher besser auf 5V drehen und einen 1k in Reihe.

Ich nehme aber auch einfach ein DMM im Bereich Diodentest.
#6680725
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Dietrich L. schrieb:
> Peter D. schrieb:
>> Daher besser auf 5V drehen und einen 1k in Reihe.
>
> Das ist in jedem Fall die einfachere und sichere  Lösung.
>
> Aber wenn man es unbedingt wie Cyblord machen will, sollte man
> 1. die Stombegrenzung einstellen (Ausgang kurzgeschlossen)

Kommt halt auf das Netzteil an. Bei einem analogen ist das der richtige 
Weg. Bei einem programmierbaren nicht. Auch bei höherwertigen analogen 
Netzteilen kann man den Strom einfach so, vor dem Einschalten des 
Ausgangs, einstellen, ohne Kurzschluss.

> 2. die Spannung auf 0 einstellen
> 3. die LED abschließen
> 4. die Spannung aufdrehen

Ja sicher kann man extrem vorsichtig sein, aber in der Realität halten 
modernere LEDs kurzzeitig so einiges aus. Und ja, ich gehe hier halt 
nicht vom absolut grottigsten Labornetzteil aus dass man sich vorstellen 
kann.

Aber wie man an diesem Thread sieht, kann man aus allem eine 
Wissenschaft machen, sogar aus dem testen einer popeligen LED.
OP #6680831
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Dietrich L. schrieb:
> Peter D. schrieb:
>> Daher besser auf 5V drehen und einen 1k in Reihe.
>
> Das ist in jedem Fall die einfachere und sichere  Lösung.
>
> Aber wenn man es unbedingt wie Cyblord machen will, sollte man
> 1. die Stombegrenzung einstellen (Ausgang kurzgeschlossen)
> 2. die Spannung auf 0 einstellen
> 3. die LED abschließen
             ^^^^^^^^^^^?
> 4. die Spannung aufdrehen

Und wann wird die aufgeschlossen? Der Schritt fehlt hier. :>
Gast #6680842
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Cyblord -. schrieb:
> Kommt halt auf das Netzteil an. Bei einem analogen ist das der richtige
> Weg. Bei einem programmierbaren nicht. Auch bei höherwertigen analogen
> Netzteilen kann man den Strom einfach so, vor dem Einschalten des
> Ausgangs, einstellen, ohne Kurzschluss.

Es geht nicht um das Einstellen des Kurzschlussstromes, sondern um den 
Ladungspeak, der unkontrolliert aus einem ggf. vorhandenen 
Ausgangskondensator kommen kann.
Man sollte sein Netzteil gut kennen, wenn man eine LED ohne 
Vorwiderstand daran direkt testen  will.

Und die Ausgangsspannung nie über 5V, der Spannung, die die meisten LEDs 
in Reversrichtung noch vertragen.
Gast #6680875
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Dietrich L. schrieb:
> Es nützt dem Tester aber nichts, wenn der Test die LED schädigt oder
> sogar zerstört.

Dann geschieht es ihm recht und er ist zu dusselig, eine LED zu 
betreiben.

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Ich habe eine CR2025 Batterie in meiner LED Kiste, damit teste ich sie.

Ach Stefan, siehe:
Cyblord -. schrieb:
> kann man aus allem eine
> Wissenschaft machen, sogar aus dem testen einer popeligen LED.
Gast #6681154
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H.Joachim S. schrieb:
> LED-Diskussionen sind doch immer wieder endgeil. Woran liegt das?
An der Tücke im Detail, es ist ja nicht nur elektrisch hochkompliziert, 
es kommen auch noch Aspekte des Fachbereiches Optik ins Spiel: laut 
Zeichnung befindet sich die grüne Anode auf der linken Seite, die reale 
Welt (siehe erstes Foto) zeigt die Led seitenverkehrt.

Noch viel schlimmer, je nach Kontinent und geografischer Lage: auf dem 
Kopf stehende Leds sorgen in vielen Sortimenten für Verwirrung.
#6681322
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Teo D. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Also jetzt bitte mal den Beweis liefern.
>
> ~99% aller, die eine E-Technische Ausbildung hatten, haben diese leidige
> Erfahrung machen "müssen". Da brauchts keine "Beweise"!:D

Eher haben 99% ebenfalls nur jemanden davon erzählen hören und tratschen 
diese Weisheit jetzt munter weiter. Aber wir werden es ja sehen. Wenn es 
so oft passiert, postet sicher jemand in den nächsten Minuten den Beweis 
per Video.
Gast #6681573
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Cyblord -. schrieb:
> Also jetzt bitte mal den Beweis liefern. Bitte ein Video hochladen wie
> eine normale LED an einem handelsüblichen Labornetzgerät bei korrekter
> Einstellung 4V/10mA zerstört wird. Durch den bösen Ausgangskondensator
> oder sonst was.

Mit der Einstellung 36V/10mA hat der LED bei mir überlebt, 4V/10mA 
ist...Spinat. :-)
#6681592
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Tany schrieb:
> Beitrag "Re: Wie schnell ist die Strombegrenzung bei einem guten Labornetzteil?"

Danke für den Link. Genau solche Messungen sind gefragt. Nicht nur 
schnattern sondern Messen und Wissen! Großes Lob an dieser Stelle.

Natürlich zieht die LED bei 36V erstmal ordentlich Strom, bis die 
Begrenzung runterregelt. Nur vertragen moderne LEDs im Pulsbetrieb auch 
ordentlich Strom. Letztlich nur eine thermische Frage wie lange die LED 
das aushält.
Deshalb war meine Empfehlung 4V. Das ist man eben zu 99,9% auf der 
sicheren Seite.

Vielleicht beziehen sich die Erfahrungen unserer älteren SBZ 
Mitschreiber auf ihre allererste LED aus der 1. Charge eines VEB?
Gast #6681607
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Till E. schrieb:
> Um die Strombegrenzung einstellen zu können, muss erst einmal Strom
> fließen! Und bei nur 10mA ist die Einstellung fummelig. Ruck Zuck sind
> es versehentlich 100mA! Das wäre mir zu unsicher.

Jup. Und der Filter Kondensator am Ausgang des Netzgerätes sagt erst 
mal: "Lol, schau mal eine LED".
#6681641
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Nils schrieb:
> Till E. schrieb:
>> Um die Strombegrenzung einstellen zu können, muss erst einmal Strom
>> fließen! Und bei nur 10mA ist die Einstellung fummelig. Ruck Zuck sind
>> es versehentlich 100mA! Das wäre mir zu unsicher.
>
> Jup. Und der Filter Kondensator am Ausgang des Netzgerätes sagt erst
> mal: "Lol, schau mal eine LED".

Und der nächste Märchenerzähler.
Gast #6681642
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Es kommt darauf an, wie gut das Labornetzteil ist.
Meisten Leute sagen, eh so ein brauche ich nicht!
Zugegeben bei LED ist die Flußspannung bekannt bzw. kleiner als 4V.
Ich teste (bei Bedarf) nicht nur LED, sondern auch Z-Diode, stelle auf 
1mA und max. Spannung, was das Netzteil liefern kann.
Und bis jetzt ist kein LED bei mir (nicht nur aus VEB) kaputt gegangen.
#6681650
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Tany schrieb:
> Es kommt darauf an, wie gut das Labornetzteil ist.
> Meisten Leute sagen, eh so ein brauche ich nicht!

Ja das ist leider wahr. Wenn man in Diskussionen um Netzteile oder MM 
hier etwas höhere Qualität ins Spiel bringt wird man sofort blöd von der 
Seite angemacht. Für die meisten ist billigst gerade billig genug.

Trotzdem muss man wahrscheinlich ne Weile lang den billigsten Schrott 
durchprobieren bis man eines findet welches ein zuverlässiger LED Killer 
ist.
Persönliche Seite #6681657
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Mike B. schrieb:
> Christoph K. schrieb:
>> Erl.
>
> Linsenform ist eher ungewöhnlich,
> clear-lense
> dazu 'ne 2Pin through-hole

die Bauform findet man als rein-weiß auf alibaba
https://www.alibaba.com/product-detail/hot-sale-straw-hat-full-spectrum_62052638998.html?spm=a2700.galleryofferlist_catalog.normal_offer.d_title.9c27574b8axESg

nicht jedoch bei mouser
dürfte also ein China-Produkt sein, dann vergiß das mit dem 
Datenblatt...
Gast #6682246
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Cyblord -. schrieb:
> Vielleicht beziehen sich die Erfahrungen unserer älteren SBZ
> Mitschreiber auf ihre allererste LED aus der 1. Charge eines VEB?

SBZ-LEDs hatte ich noch nicht in den Fingern, aber wohl ältere wie 
MV5054 oder HLMP-3315 (1989). Was Stromspitzen angeht, die sind die 
alten deutlich robuster als aktuelle Fernostlampen.

Das ganze Palawer hier passt eher in den Kindergarten oder betreutes 
Wohnen denn in ein 'Fachforum'! Mein Labornetzgerät hat einen Elko an 
den Ausgangsbuchsen, da spekuliere ich nicht über wenn oder aber, 
sondern habe einfach einen Widerstand zur Hand.

Wenn ich mehr als geht / geht nicht gucken will, muß eh ein DMM dran, 
weil mein 5A-Zeiger keine hinreichende Auflösung hergibt.
#6682295
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Manfred schrieb:
> Mein Labornetzgerät hat einen Elko an
> den Ausgangsbuchsen, da spekuliere ich nicht über wenn oder aber,

Ja richtig. Es wäre völlig unwissenschaftlich sich zu überlegen welche 
maximale Energie in diesem Ausgangselko gespeichert ist und ob diese 
Energie überhaupt ausreichen kann um eine LED zu zerstören. Vor allem 
bei meinen vorgeschlagenen 4V.
Lieber tratscht man das Märchen der sterbenden LED noch ein wenig weiter 
und brüstet sich sogar noch damit dass man es zwar nicht weiß aber auch 
gar nicht wissen will.

> sondern habe einfach einen Widerstand zur Hand.

Auch keine schlechte Idee, würde aber wohl den Aufwand beim TE in 
unerträgliche Höhen schrauben:

> Könnte mir jetzt auch schnell einen
> Versuchsaufbau machen, aber vielleicht weiß jemand, wer die herstellt
> und ggfs. Datenblatt.
#6682655
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Cyblord -. schrieb:
> Ja richtig. Es wäre völlig unwissenschaftlich sich zu überlegen welche
> maximale Energie in diesem Ausgangselko gespeichert ist und ob diese
> Energie überhaupt ausreichen kann um eine LED zu zerstören. Vor allem
> bei meinen vorgeschlagenen 4V.

Dann sag mal, wo du im Datenblatt einer LED die max. erlaubte Energie 
findest! Und den Wert sich aus den Fingern zu saugen ist für mich 
unwissenschaftlich - es sei denn, du macht eine große Versuchsreihe 
dazu.

PS: Es gibt auch noch den Unterschied zwischen "ist nicht kaputt" und 
"ist nicht geschädigt (hat seine Eigenschaften nicht nennenwert 
verändert)". Letzteres wird du mit deinem Vorgehen nicht so einfach 
feststellen können.

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