3 Serienschalter ein Verbraucher schalten

Gast #6707379
Hallo,
ich bekomme folgendes Problem nicht behoben und ich hoffe ihr könnt mir 
helfen.
Ich habe 3 Serienschalter mit denen ich unabhängig einen Verbraucher 
Ein-/Ausschalten möchte.
Beispiel:
Ich möchte mit Serienschalter 1 das Licht einschalten und mit 
Serienschalter 2 oder 3 das Licht wieder ausschalten. Das gleiche Spiel 
soll auch mit den anderen Schaltern funktionerien. Fällt euch da eine 
sinnvolle Bedrahtung ein oder muss ich das ganze mit Logikgattern lösen?

Grüße
Gast #6707408
Peter D. schrieb:
> Dazu nimmt man Wechselschalter und Kreuzschalter.

Für zwei Schalter reichen Wechselschalter; bei mehr als zwei Schaltern 
braucht man dann (n-2) Kreuzschalter. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzschaltung
Meist nimmt man jedoch dann Stromstoßschalter (Eltako z.B.) und statt 
Schalter sind nur einfache Taster notwendig.
Vorausgesetzt es geht um netzbetriebene Lampen, sonst wird das nichts 
mit Eltako 😀.
Gast #6707432
Okay, schon einmal vielen Dank dafür. Asche auf mein Haupt ich sollte 
ein wenig mehr mein Szenario beschreiben...

In meinem Auto möchte ich an drei stellen ein "Lichtschalter" verbauen, 
der das oben beschriebene Szenario abdeckt. In meinem Auto selbst habe 
ich eine 12V Quelle zur Verfügung und könnte die quasi beliebig hoch 
oder runter transformieren z.B. auf 5V. Deswegen wäre es auch möglich 
eine Logikschaltung zu verwenden.
Beitrag #6707437 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6707465
Auch für 12V gibt es umschaltende Stromstoßrelais.
Die Kreuzschaltung funktioniert auch mit 12V

Es änderst sich also am Prinzip nix, nur die Bauteile.
Gast #6707476
Hallo

Aber im Auto immer darauf achten das "echte" Stromstoßrelais verwendet 
werden - welche also Leistung nur im Moment der Aktivierung benötigen.
Mir wäre es auch wichtig das die Relais wirklich klein sind - 
Stromstoßrelais welche ich kenne sind das leider eher nicht und nebenbei 
werden die auch nicht gerade geschenkt (zu deutsch sind schweineteuer 
wenn man eine -hoffentlich...- gesicherte Qualität haben will).

Auch wenn es von der Physik und den Prinzip kein unterschied ist:
Was man so problemfrei in der Hausverkabelung oder Schaltschränken macht 
ist in der Realität im KFZ (und nicht nur dort) nicht sinnvoll 
realisierbar...

Jemand
#6707501
Hi
Jemand schrieb:
> Auch wenn es von der Physik und den Prinzip kein unterschied ist:
> Was man so problemfrei in der Hausverkabelung oder Schaltschränken macht
> ist in der Realität im KFZ (und nicht nur dort) nicht sinnvoll
> realisierbar...
Sorry, wenn ich dem leicht widerspreche. Das Prinzip ist das gleiche, 
aber die Physik ist etwas anders. Gleichspannung erzeugt je nach 
Stromstärke einen erhöhten Abbrand an den Kontakten. Darauf sollte bei 
der Auswahl von Schaltgeräten geachtet werden. Eine Funkenstrecke im 
Gleichstrombereich zieht halt schnell mal einen richtig heißen 
Lichtbogen.
Gruß oldmax
#6707550
Mr. Schalter schrieb:
> Okay, schon einmal vielen Dank dafür. Asche auf mein Haupt ich sollte
> ein wenig mehr mein Szenario beschreiben...

Das ist ü-ber-haupt kein Problem. Du siehst es an vielen 
Eingangsbeiträgen von Fred-Eröffnern, dass die Forumsteilnehmer allesamt 
mit Glaskugeln ausgestattet sind. Nur ich leider nicht und ich muss 
immer in die Röhre schauen. :(
Gast #6707556
Natürlich kann man sowas auch mit einem Tiny, oder vergleicbarem lösen.
Als Leistungsschalter würde sich z.B einer der vielen automotiven BTS 
von Infineon bestens eignen
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6707558
Mr. Schalter schrieb:
> In meinem Auto möchte ich an drei stellen ein "Lichtschalter" verbauen,
> der das oben beschriebene Szenario abdeckt.
Verbaue statt der "Schalter" einfach "Taster" und nimm das erwähnte und 
bekannte Stromstoßrelais, wie z.B. das
https://www.conrad.de/de/p/eltako-stromstossschalter-s12-200-12v-dc-802911030.html
Beitrag #6707694 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6707729 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6707774
Ich würde es einfach halten und Schalter nehmen. Zwei einfache Wechsler 
und den oben erwähnten Kreuzschalter kannst du durch einen Schalter mit 
zwei Wechselkontakten nachbilden.

Bernd
#6707809
Aus Deiner Prosa bin ich nicht sonderlich schlau geworden!

Zum Schalten von mehr als zwei Stellen aus, nimmt man üblicherweise die 
Kreuzschaltung oder Taster.
Mit Kreuzschaltern direkt (die Dinger sind aber etwas teurer) oder mit 
Tastern indirekt über ein Stromstoßrelais. Bei Letzterem werden die 
Leitungen aber oft länger.
All das gibt es sowohl für 230V als auch für Kleinspannung. Bei 
Kleinspannung ist zu beachten, dass die geschalteten Ströme schnell 
erstaunlich hoch werden.
Im Falle von 230V <-> 12V ist das fast der Faktor 20 (uups). Eine 20W 
Glühlampe braucht bei 230V 0,09A bei 12V 1,7A (nochmal uups).
Hinzu kommt noch, dass das Schalten von Gleichstrom (im Auto) 
komplizierter ist als das Schalten von Wechselstrom. Die Belastung der 
Kontakte ist viiiiel höher.
Ich habe allerdings noch nie etwas von Kreuzschaltern für Kleinspannung 
gehört, weshalb sich Deine Auswahl wohl auf ein System (Taster + 
Stromstoßrelais) reduziert.
#6707820
Jemand schrieb:

> Aber im Auto immer darauf achten das "echte" Stromstoßrelais verwendet
> werden

Gibts auch "unechte"?

> Mir wäre es auch wichtig das die Relais wirklich klein sind -
> Stromstoßrelais welche ich kenne sind das leider eher nicht und nebenbei
> werden die auch nicht gerade geschenkt (zu deutsch sind schweineteuer
> wenn man eine -hoffentlich...- gesicherte Qualität haben will).

Im Automobilbereich wurden früher häufig recht kleine Stromstossrelais
zur Abblend-/Fernlicht-Umschaltung verwendet. Vielleicht bekommt man
die noch auf Autofriedhöfen.

> Auch wenn es von der Physik und den Prinzip kein unterschied ist:
> Was man so problemfrei in der Hausverkabelung oder Schaltschränken macht
> ist in der Realität im KFZ (und nicht nur dort) nicht sinnvoll
> realisierbar...

as sehe ich nicht so. Lösungen im Automobilbereich sehen zwar manchmal
etwas anders aus; sie sind aber keineswegs komplizierter.
#6707824
Martin V. schrieb:

> Gleichspannung erzeugt je nach
> Stromstärke einen erhöhten Abbrand an den Kontakten. Darauf sollte bei
> der Auswahl von Schaltgeräten geachtet werden. Eine Funkenstrecke im
> Gleichstrombereich zieht halt schnell mal einen richtig heißen
> Lichtbogen.

Das muss man aber erst bei Spannungen über 30V beachten. Relais
in Automobilen funktionieren eigentlich schon ca. 100 Jahre recht
problemlos.
#6707830
Sebastian S. schrieb:

> Hinzu kommt noch, dass das Schalten von Gleichstrom (im Auto)
> komplizierter ist als das Schalten von Wechselstrom. Die Belastung der
> Kontakte ist viiiiel höher.

Ach, und warum?
Beitrag "Re: 3 Serienschalter ein Verbraucher schalten"

> Ich habe allerdings noch nie etwas von Kreuzschaltern für Kleinspannung
> gehört,

Tja, vielleicht wird es für Dich Zeit zum dazulernen.
#6707857
H. H. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Im Automobilbereich wurden früher häufig recht kleine Stromstossrelais
>> zur Abblend-/Fernlicht-Umschaltung verwendet. Vielleicht bekommt man
>> die noch auf Autofriedhöfen.
>
> https://www.kraftradteile.com/Fernlichtrelais-fuer-Tastersteuerung

Wusste nicht, dass es das Fernlichtrelais mit Tastersteuerung gibt. Ich 
kenne das von meinem Blinkerhebel incl. Fernlichtschalter so, dass er in 
der Fernlichtposition verharrt, also als Schalter und nicht als Taster 
arbeitet.
#6708263
Rainer V. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> also als Schalter und nicht als Taster arbeitet.
>
> Als Taster hat er als Lichthupe gearbeitet. Ich kenne beide
> Variationen...

Stimmt natürlich, bei der Lichthupe muss er Taster sein. Allerdings 
nicht als Stoßrelais, denn nach dem "Tasten" wurde der Schaltzustand ja 
nicht wie bei einem üblichen 230-Volt-Stoßrelais bis zum nächsten Tasten 
beibehalten. DAS verwirrt mich eben. Es sieht bei meinem Auto eher wie 
ein normales Relais aus, welches den Schaltzustand nach wegnehmen der 
Steuerspannung NICHT beibehält. Aber sowas braucht der TO.

Zugegebenermaßen habe ich selber keine brauchbare Idee.
#6708307
Arduino Fanboy D. schrieb:
> VW hat diese umschaltenden Stoßstromrelais bis zum K70 eingebaut.
> Und in Mexiko noch ein paar Jahre länger.

Danke für die Info. K70 ist ja schon ein Weilchen her, aber interessant. 
Mir ging es um das Verständnis. Ist denn bei dem VW das Fernlicht - ich 
meine NICHT die Lichthupe - tatsächlich "tastend" ein- und ausgeschaltet 
worden mittels eines Stromstoßrelais'? Ich kann mich schlicht nicht 
erinnern.
Moderator Persönliche Seite #6708316
Beim Trabbi und Wartburg war das übrigens auch gang und gäbe. Nur die 
ganz einfachen Trabbis ("Standard-Ausführung") hatten einen völlig 
hässlich zu bedienenden Fußschalter dafür. Da der Fußschalter ein 
"Toggle" war (ein Tritt darauf schaltet zwischen Fern- und Abblendlicht 
um), hat man diese Funktion dann wohl so auf den Lenkradschalter 
übernommen und dafür das Stromstoßrelais eingebaut.
Gast #6708317
Arduino Fanboy D. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Ist denn bei dem VW das Fernlicht - ich
>> meine NICHT die Lichthupe - tatsächlich "tastend" ein- und ausgeschaltet
>> worden mittels eines Stromstoßrelais'?
> Ja.

Nicht nur VW, diese schwachsinnige Bedienung haben fast alle Marken so 
gebaut.

Vereinzelt, zuerst wohl bei den Franzosen, hat man den linken 
Lenkstockhebel nach vorne rastend gebaut - das finde ich wesentlich 
logischer zu bedienen.
#6708323
Tja, ehrlich Danke euch beiden. Hatte es mit dem VW und dem Taster zum 
Umschalten Abblenklicht/Fernlicht nicht mehr drauf. Der Fußschalter zum 
Umschalten zwischen Abblendlicht und Fernlicht im Trabbi/Wartburg klingt 
auch interessant. Darüber lache ich aber nicht, auch wenn Du den 
Schalter hässlich nennst. Auch in westdeutschen Autos gab es total 
schräge Konstruktionen. So gab es im VW Käfer in den 70er Jahren 
tatsächlich eine Scheibenwischanlage, welche den Druck für das 
Spritzwasser mittels eines angeschlossenen Schlauches aus dem Reserverad 
holte (das Reserverad befand sich vorne, der Motor war im Heck).

Wie irre ist das denn? Im Bedarfsfalle hatte das Reserverad so natürlich 
keinen ausreichenden Luftdruck mehr.
Gast #6708374
Rainer Z. schrieb:
> So gab es im VW Käfer in den 70er Jahren
> tatsächlich eine Scheibenwischanlage, welche den Druck für das
> Spritzwasser mittels eines angeschlossenen Schlauches aus dem Reserverad
> holte (das Reserverad befand sich vorne, der Motor war im Heck).
>
> Wie irre ist das denn? Im Bedarfsfalle hatte das Reserverad so natürlich
> keinen ausreichenden Luftdruck mehr.

Das stammt aus den Zeiten, als es noch einen sogenannten "Tankwart" gab, 
der hat nicht nur Benzin nachgefüllt, sondern auch Luft, Wasser und Öl.
Moderator Persönliche Seite #6708445
Rainer Z. schrieb:
> Der Fußschalter zum Umschalten zwischen Abblendlicht und Fernlicht im
> Trabbi/Wartburg klingt auch interessant. Darüber lache ich aber nicht,
> auch wenn Du den Schalter hässlich nennst.

Ich vermute, dass die Konstruktion aus den 1950er/1960er Jahren stammte, 
und dass sowas damals (zu Zeiten vergleichsweise geringer Motorisierung) 
normal war. Da musste man nicht alle nasenlang zwischen Fern- und 
Abblendlicht umschalten.

Ich habe Anfang der 1990er mal so einen Trabbi überführen müssen (für 
eine Bekannte, die kurz vor dem Führerschein war) und war jedenfalls 
mächtig geschockt, dass sowas wirklich noch herum fährt. War aber auch 
der einzige, den ich so gesehen habe; das Stromstoßrelais war völlig die 
Norm in diesen Gefährten zu der Zeit. Für eine Lichthupe musste man dann 
halt zweimal kurz drücken.
#6708983
Fernlicht/Lichthupe wurde im Lenkradhebel geschaltet. Ziehen am Hebel 
(Taster)= Lichhupe, Hebel runter (Schalter)= Fernlicht, also einfaches 
Relais. Später gabs dann die Bistabilen daneben, die aber nur den 
Schalter am Lenker "ersetzt haben"
Gruß Rainer
#6709296
Manfred schrieb:

>>> zur Abblend-/Fernlicht-Umschaltung verwendet. Vielleicht bekommt man
>>> die noch auf Autofriedhöfen.
>> https://www.kraftradteile.com/Fernlichtrelais-fuer-Tastersteuerung
>
> 39,90 Euro für ein Teil, was Jahrzehnte in fast jedem PKW drin war?

Deshalb auf dem Autofriedhof fragen. Grundsätzlich gibts Stromstoss-
relais natürlich auch von anderen Herstellern. Man muss nur darauf
achten, das einem nicht ein bistabiles Relais als Stromstossrelais
verkauft wird. Manche Menschen verwechseln diese Begriffe.
#6709303
Rainer Z. schrieb:

> Stimmt natürlich, bei der Lichthupe muss er Taster sein. Allerdings
> nicht als Stoßrelais, denn nach dem "Tasten" wurde der Schaltzustand ja
> nicht wie bei einem üblichen 230-Volt-Stoßrelais bis zum nächsten Tasten
> beibehalten.

Diese Autorelais konnten beides. Tagsüber Lichthupe, nachts Umschaltung
Abblend-/Fernlicht. Ganz früher gabe es mechanische Fusstaster, die die
Umschaltung Abblend-/Fernlicht machten. Lichthupe gabs da noch nicht.

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