Liebe Experten.
Wie man auf dem Bild sehen kann, ist das Dachrinnenrohr an der Hauswand
nur wenige Meter entfernt. Ab dort bekomme ich freies Wlan mit dem
Handy. Mit dieser 26dbi Antenne in der Wohnung jedoch nicht. Was mache
ich falsch?
Versuchst du einen WLAN-Satelliten zu erreichen? Die Ausrichtung der
Antenne deutet darauf hin. Und Wellen im WLAN-Bereich breiten sich meist
geradlinig aus und gehen nicht um die Ecke.
Andreas A. schrieb:> Soll das heißen, sie muß genau auf den Router zeigen der das Signal> ausstrahlt?
Ja klar. Dafür ist es eine Richtantenne. Gewinn kann eine Antenne nur
aus ihrer Richtwirkung erzielen.
Btw., "26 dBi" sind lachhaft, das ist ein PMPO-Wert. Wenn sie 12 dBi
hat, wäre sie schon richtig gut, vermutlich ist es weniger. Dezibel sind
halt ein logarithmisches Maß.
Aber mit 12 dBi kann man schon einiges reißen.
Du solltest dir natürlich bewusst sein, dass du, falls du nicht gerade
die Sendeleistung deiner Seite stark zurück nimmst, die rechtlich
zulässigen Grenzwerte überschreitest, denn diese sind als maximale
Strahlungsleistungen angegeben, sodass der Gewinn der (Sende-)Antenne
mit eingeht. Ist jetzt sicher nicht tragisch, aber da du offenbar mit HF
wenig bewandert bist, sollte man es zumindest mal erwähnt haben.
Andreas A. schrieb:> Soll das heißen, sie muß genau auf den Router zeigen der das Signal> ausstrahlt?
So ist es, wenn die Antenne vom Router aber um die Ecke liegt, ist es
schon schlecht, Funkwellen gehen nicht wirklich freiwillig um die Ecke.
Reflektionen an irgendwelchen Gegenständen könnten helfen, ist aber
unwarscheinlich.
Funk in dem Bereich ist was, was fast nur auf Sicht geht.
Hallo,
Andreas A. schrieb:> Soll das heißen, sie muß genau auf den Router zeigen der das Signal> ausstrahlt?
Ja, deshalb ja Richtantenne. Schau Dir die Strahlungsdiagramme solch
einer Yagi-Antenne mal an. Der Öffnungswinkel dürfte wohl um 15 Grad
liegen.
Gruß aus Berlin
Michael
Diese hier hab ich auch schon angeschlossen, soll 12dbi haben geht aber
auch nicht. Immer nur die 5 Stärksten Signale im Haus. Weiß jemand
welche Antenne man noch probieren kann?
Andreas A. schrieb:> Diese hier hab ich auch schon angeschlossen, soll 12dbi haben geht aber> auch nicht.
Die hat auch eher 4 … 5 dBi, und sie ist halt rundstrahlend.
> Immer nur die 5 Stärksten Signale im Haus. Weiß jemand> welche Antenne man noch probieren kann?
Naja, die Yagi kann schon gehen, aber wie andere dir schon schrieben: du
brauchst eine Sichtverbindung zur Gegenseite, oder aber irgendeine große
reflektierende Wand, mit der du die Sichtverbindung herstellen kannst.
Vielleicht malst du ja mal eine grobe Skizze, wo sich was befindet und
wie die baulichen Gegebenheiten sind.
Sichtverbindung ist natürlich nicht möglich da der Ursprung, wie oben
auf dem Bild zu sehen, gegenüber der Sonnenschirme, also auf der anderen
Strassenseite ist und von hier keine freie Sicht möglich ist
Kann es sein, dass ein freies WLAN von gegenüber abschnorren willst?
Andreas A. schrieb:> Sichtverbindung ist natürlich nicht möglich
Je mehr Mauerwerk in gerader Linie dazwischen liegt, umso schlechter
stehen die Chancen. Annähernd in Längsrichtung durch die Mauer ist
Höchststrafe.
Andre schrieb:> Mit dieser 26dbi Antenne in der Wohnung jedoch nicht.
Mit Sicherheit schafft die Antenne keine 26dBi. Dafür müsste sie bei
2.4GHz über 5,5m lang sein.
Eine ziemlich realistische Obergrenze für den Gewinn lässt sich mit der
Formel
1
G = 10 * log(5,4075 * B + 4,25) + 2.15dB
von WA2PHW berechnen (G Gewinn in dBi, B Boomlänge in Wellenlänge). Die
Boomlänge ist der Abstand vom hintersten Reflektor zum vordersten
Direktor.
Dazu kommt, dass in deiner Wohnung wahrscheinlich Gegenstände in der
Nähe der Antenne sind, die die Richtcharakteristik kräftig verbiegen,
Signale unkontrolliert reflektieren und du mindestens keine
Freifeldbedingungen hast, auf die sich Gewinnangaben beziehen.
Eine weitere Frage ist, ob der Betreiber des WLAN-Hotspots damit
einverstanden ist, dass Du ihn mit einer Richtantenne benutzt.
Da Du damit im Endeffekt kaum andere Teilnehmer als den Access Point
hörst, verstärkst Du das Hidden-Node-Problem, was gerade bei vielen
Teilnehmern zu massiven Störungen führen kann.
Andreas A. schrieb:> User schrieb:>>> Du musst schon die Antenne richtig Ausrichten, nach oben in den Himmel>> wirst du nichts empfangen.>> https://de.wikipedia.org/wiki/Yagi-Uda-Antenne>> Das ist mir auch klar.
... Sagte er und richtete die Antenne gen Himmel anstatt gen gewünschtes
Ziel.
Andreas A. schrieb:> Sichtverbindung ist natürlich nicht möglich
Dann Pech gehabt. Die Bäume und Sonnenschirme taugen ganz gewiss nicht
als Reflektoren zum "um die Ecke gucken".
Die Yagi-Antenne ist Müll.
Habe ich auch. Wurde hier mal diskutiert und ich habe die
Wirkungslosigkeit eingesehen.
Andreas A. schrieb:> Diese hier hab ich auch schon angeschlossen, soll 12dbi haben geht> aber> auch nicht. Immer nur die 5 Stärksten Signale im Haus. Weiß jemand> welche Antenne man noch probieren kann?
So eine kann gehen.
Mindestens bei mir komme ich da auf ein gutes Ergebnis.
Besser als ein 10cm Stummel.
Was ist das für ein freies W-Lan und welchen Router/Reapeater hast du?
michael_ schrieb:> Die Yagi-Antenne ist Müll.> Habe ich auch. Wurde hier mal diskutiert und ich habe die> Wirkungslosigkeit eingesehen.
Was nicht heißt, dass sie bein sachgerechter Anwendung trotzdem
funktioniert.
Manfred schrieb:> Was nicht heißt, dass sie bein sachgerechter Anwendung trotzdem> funktioniert.
Allerdings würde eine brauchbar selbst gebaute Wendelantenne halber
Länge am Ende besser funktionieren.
Um die Ecke "schielen" kann die allerdings auch nicht.
Manfred schrieb:> Was nicht heißt, dass sie bein sachgerechter Anwendung trotzdem> funktioniert.
Such mal den Thread, war vor deiner Zeit.
Die Chinadinger können nicht richtig funktionieren.
Die mech. Abmaße stimmen nicht.
Jörg W. schrieb:> Um die Ecke "schielen" kann die allerdings auch nicht.
Man sollte schon die Antenne auf der Seite des Hauses aufbauen, wo das
Signal herkommt.
Jörg W. schrieb:> Manfred schrieb:>> Was nicht heißt, dass sie bein sachgerechter Anwendung trotzdem>> funktioniert.> Allerdings würde eine brauchbar selbst gebaute Wendelantenne halber> Länge am Ende besser funktionieren.
Problematischer sehe ich das Gesamtsystem, man macht den Gewinn der
Antenne zunichte, indem man sie über ein mäßiges Kabel mit schlecht
montierten Steckern anschließt.
Ich kenne das von professionellen DECT-Systemen, die unterliegen den
gleichen Grundlagen wie WLAN oder jedes andere HF-System. Meine
Planarantenne schafft 8dB, über die Anschaltung werden 6dB verbummelt -
dann kann ich es besser gleich sein lassen.
michael_ schrieb:> Die Chinadinger können nicht richtig funktionieren.> Die mech. Abmaße stimmen nicht.
Wenn die Abmessungen offensichtlich falsch sind, ist klar, dass sie
nicht funktionieren. Das kann ich dem Bild nicht ansehen und einen
entsprechenden Thread kenne ich nicht.
Manfred schrieb:> Problematischer sehe ich das Gesamtsystem, man macht den Gewinn der> Antenne zunichte, indem man sie über ein mäßiges Kabel mit schlecht> montierten Steckern anschließt.
Das ist natürlich richtig. Wer bei 2,4 oder gar 5,8 GHz dann 1,5 m
RG-174 dran hängt, kann das auch gleich sein lassen.
> Wenn die Abmessungen offensichtlich falsch sind, ist klar, dass sie> nicht funktionieren. Das kann ich dem Bild nicht ansehen und einen> entsprechenden Thread kenne ich nicht.
So ganz offensichtlich falsch sind sie nicht, aber die Elemente sind
halt viel zu dick. Ich habe hier vor Jahren mal so'ne Antenne grob
vermessen, parallel habe ich eine quick&dirty aus Kupferlackdraht
aufgebaute Yagi vermessen, die nach einer aus dem "Rothammel" skaliert
worden war.
Beitrag "Billig-WLAN-Yagi Beschiss?"
Eigentlich sollte nichts anderes erreicht werden, als wie mit dem
Smartphone eine Verbindung hergestellt werden kann, das ganze nur in der
Wohnung. Es sollen auch keine Störungen der Frequenzen erreicht werden.
Es sollen auch keine illegalen Downloads geladen werden, wie ich dem
Besitzer versprechen mußte. Sonst hätte ich sein Passwort nicht
bekommen. Mit 50 lädt man auch keine illegalen Sachen mehr.
Andreas A. schrieb:> Ich meine, die Metallplättchen haben garkeine Verbindung zum Träger.
Das müssen sie auch nicht unbedingt. Das soll wohl ein mittengespeister
gestreckter Lambda Halbe Dipol für die WLAN Frequenz als Strahler für
die Yagi sein. Allerding ohne jegliche Symmetrierung an ein
unsymmetrisches Koaxkabel drangewürgt und fragwürdig verarbeitet.
Tatsächlich China-Müll.
Jörg W. schrieb:> So ganz offensichtlich falsch sind sie nicht, aber die Elemente sind> halt viel zu dick.
Zu dick wofür?
Es kommt drauf an, welche Bandbreite die Antenne haben soll.
Andreas A. schrieb:> Kann es sein, dass ich auf billigsten Chinamüll für 15 Euro reingefallen> bin?
Wurde schon genannt!
Andreas A. schrieb:> Es sollen auch keine illegalen Downloads geladen werden, wie ich dem> Besitzer versprechen mußte.
Dann such eine Stelle am Haus, wo du so einen 40cm Stab außerhalb
positionieren kannst und Empfang hast.
Dann einen Repeater o.ä.
Den Stab evtl. mit einem dickeren Kabel versehen.
Natürlich gibt es bessere und professionellere Gerätschaften.
Die sind aber wesentlich teurer.
Marc-Oni schrieb:> Allerding ohne jegliche Symmetrierung an ein> unsymmetrisches Koaxkabel drangewürgt und fragwürdig verarbeitet.> Tatsächlich China-Müll.
Symmetrierung, etwa der schwarze Drahtschnipsel?
michael_ schrieb:> Symmetrierung, etwa der schwarze Drahtschnipsel?
irgend sowas vielleicht, aber mit fehlt das Verständnis wie das erreicht
werden soll. Wäre es ein Lambda viertel Koax Stub, müsste der Schirm am
Ende mit dem Schirm der Koaxzuleitung verlötet sein, so wie hier.
https://owenduffy.net/blog/?p=14863
Wolfgang schrieb:> Jörg W. schrieb:>> So ganz offensichtlich falsch sind sie nicht, aber die Elemente sind>> halt viel zu dick.>> Zu dick wofür?
Für die üblichen Dimensionierungsrichtlinien. Man verschenkt Gewinn.
Sieht halt cool aus.
> Es kommt drauf an, welche Bandbreite die Antenne haben soll.
Wofür willst du für ein 83 MHz breites Band eine Bandbreite von 500 MHz
mit der Antenne erreichen wollen?
Schau dir einfach den oben verlinkten Thread an für ein paar Messungen.
Ich habe mal meine hervorgeholt.
TO, dein Teil ist der noch billigere Abklatsch von meinem Billigteil.
Bei mir ist wenigstens noch ein richtiger Schleifendipol verbaut.
In der Ebene der Direktoren. Bei dir nicht.
Die haben aber alle die gleiche Länge :-(
ebay 284418114906
So wie hier.
In die Anschlußbox komme ich erst mal nicht rein.
Die Yagi Antenne ist wahrscheinlich Müll.
Hole dir eine gute von einem seriösen Händler (WIMO z.B.)
Diese (gute) Yagi müsstest du dann an einem Ausleger etwas entfernt von
der Hauswand montieren und in Richtung der "WLAN Quelle" ausrichten.
Ob die Antenne horizontal oder vertikal am besten geht, muss ausprobiert
werden.
Hängt davon ab, wie die Quelle abstrahlt.
Also die Antenne selbst wird immer "liegend" montiert und zeigt mit der
Spitze zur Signalquelle.
Ob die Elmente aufrecht (vertikal) stehen müssen oder liegend
(horizontal) musst du ausprobieren.
Yagi Antennen gehören immer ins Freie und entfernt von Wänden oder
anderen Hindernissen.
In Innenräumen können sie Ihre Eigenschaften nicht entfalten.
Ein Antennenkabel muss bei diesen Frequenzen immer extrem hochwertig und
verlustarm sein.
Und so kurz wie möglich.
Sonst wird der Gewinn der Antenne von den Kabelverlusten wieder
aufgefressen.
da muss man leider etwas Geld in die Hand nehmen.
Ich verweise hier mal auf die berühmte WLAN-Brille und die Cantenna.
Beides kann man sich aus Draht und einer Dose selber basteln.
Eine Brille hatte ich Jahre im Einsatz.
Oder gleich ein Parabol:
https://www.youtube.com/watch?v=E1iv3OpeQ1g
Auch mobil nutzbar.
Asdfg schrieb:> Warum funktioniert dann ein Handy indoor bei 2.5GHz?
Das hat ja nichts mit "indoor" oder "outdoor" zu tun, sondern mit der
konkreten Geometrie des TE.
Stefan M. schrieb:> [eine gute Beschreibtung einer Antenneninstallation]> da muss man leider etwas Geld in die Hand nehmen.
Wenn es nicht das eigene Haus ist, braucht es dann noch eine Genehmigung
vom Eigentümer und natürlich, da wir im öffentlichem Strassenraum sind
eine Genehmigung von der Gemeinde. Ob andere baurechtliche Bedingungen
bestehen sollte man sich auch überlegen.
Yagi an die Hauswand ist doch sehr 80er.
https://netzpolitik.org/2018/danke-helmut-kohl-kabelfernsehen-statt-glasfaserausbau/
Ansonsten kann man eine entsprechende WLAN-Antenne auch leicht selber
bauen.
DL6WU hatte sich mal intensiv mit Yagis beschäftigt und es gibt
basierend auf diesen Erkenntnissen mittlerweile eine Menge Online
Berechnungstools um selber eine entsprechende Antenne zu konstruieren,
z.B. https://www.changpuak.ch/electronics/yagi_uda_antenna_DL6WU.php
Hatte selber mal so eine Antenne aufgebaut und es funktionierte ansich
ganz gut, allerdings musste ich die Elemente aus irgendwelchen Gründen
nochmal um ~1mm runterkürzen um einen besseren Empfang zu bekommen. Aus
Platzgründen bin ich letztlich allerdings dann doch bei einer BiQuad
gelandet, die war für meinen Zweck immer noch ausreichend.
Jörg W. schrieb:> Asdfg schrieb:>> Warum funktioniert dann ein Handy indoor bei 2.5GHz?>> Das hat ja nichts mit "indoor" oder "outdoor" zu tun, sondern mit der> konkreten Geometrie des TE.
Immerhin müssen die Wellen bei Handys "indoor" meistens druch mehrere
Wände. Sichtverbindung zum Handymast ist eher die Ausnahme. Was TE ist,
weiß ich allerdings nicht.
Lukas schrieb:> Immerhin müssen die Wellen bei Handys "indoor" meistens druch mehrere> Wände.
Allerdings macht eine BTS und ein Handy eine andere Leistung an der
Antenne als WLAN.
Lukas schrieb:> Was TE ist, weiß ich allerdings nicht.
Der Threaderöffner, also derjenige, der hier ein Problem hat.
Klar geht WLAN auch im Außenbereich, aber WLAN längs durch ein Haus
durch N Wände hindurch – da hilft auch kein Antennengewinn mehr. Das
ist, wie wenn du längs durch ein Glashaus leuchten willst, dessen Wände
aus dunkelgrauem Glas gebaut sind, und du spendierst deiner Taschenlampe
einen Parabolspiegel, damit sie die Leistung besser durch die vielen
grauen Wände bündeln kann.
Ich hatte das Foto jetzt eher als Symbolbild interpretiert, so um zu
zeigen, um welche Antenne es sich handelt. Dass jemand ernsthaft auf die
Idee kommt, die Yagi senkrecht nach oben zu richten um einen AP auf der
Erde zu erreichen, konnte ich mir jetzt wirklich nicht vorstellen.
Dieses Forum sprengt meine Vorstellungskraft.
Rolf schrieb:> Ich hatte das Foto jetzt eher als Symbolbild interpretiert, so um zu> zeigen, um welche Antenne es sich handelt.
Er hat sich aber auch bezüglich der Geometrie darauf bezogen: das WLAN
liegt in Blickrichtung hinter dem Haus, wenn er bis zur Dachrinne nach
vor rückt, funktioniert es.
> Dass jemand ernsthaft auf die> Idee kommt, die Yagi senkrecht nach oben zu richten
Das hätte ich nun wiederum nicht so hinein interpretiert, in der
Hinsicht ist es vermutlich wirklich ein Symbolbild.
Andreas A. schrieb:> Würde dieser Umbau etwas bringen?
Wenn du den Router an der Stirnseite des Hauses anbringst …
Ansonsten ist es absolut unwichtig, viele Antennen zu benutzen,
wichtiger wäre eine, die eine gute Sichtverbindung dahin hat.
Rolf schrieb:> Ich hatte das Foto jetzt eher als Symbolbild interpretiert, so um zu> zeigen, um welche Antenne es sich handelt. Dass jemand ernsthaft auf die> Idee kommt, die Yagi senkrecht nach oben zu richten um einen AP auf der> Erde zu erreichen, konnte ich mir jetzt wirklich nicht vorstellen.> Dieses Forum sprengt meine Vorstellungskraft.
Du hast richtig interpretiert.
Jörg W. schrieb:> Andreas A. schrieb:>> Würde dieser Umbau etwas bringen?>> Wenn du den Router an der Stirnseite des Hauses anbringst …>> Ansonsten ist es absolut unwichtig, viele Antennen zu benutzen,> wichtiger wäre eine, die eine gute Sichtverbindung dahin hat.
Etwas merkwürdig, dass ich das Wlan vom obersten Stockwerk empfange,
aber das freie Wlan 50 Meter außerhalb nicht. Über mir sind auch zwei
Mauern dazwischen.
Lukas schrieb:> Immerhin müssen die Wellen bei Handys "indoor" meistens druch mehrere> Wände.
Die Wellen und ihre Reflexionen gehen wohl eher durch Fenster und andere
Öffnungen.
Andreas A. schrieb:> Etwas merkwürdig, dass ich das Wlan vom obersten Stockwerk empfange,> aber das freie Wlan 50 Meter außerhalb nicht.
Wo hat derjenige denn seinen Access Point aufgehängt? Wenn der knapp
über dem Fussboden oder gar im Keller hängt, kann man nicht viel
Reichweite erwarten.
Andreas A. schrieb:> Etwas merkwürdig, dass ich das Wlan vom obersten Stockwerk empfange,> aber das freie Wlan 50 Meter außerhalb nicht. Über mir sind auch zwei> Mauern dazwischen.
Die müssen aber HF-mäßig keineswegs gleiche Dämpfungswerte haben wie die
Mauern zwischen den Wohnungen und nach draußen. Hängt stark vom Aufbau
ab.
Was spricht dagegen, irgendeine Antenne da (vorsichtig) an der Dachrinne
zu befestigen? Ab da schreibst du ja, dass du Empfang hast. Oder gleich
einen Outdoor-AP, sofern man den als Umsetzer von WLAN auf Ethernet
schalten kann. Wenn er dann auch noch PoE hat, musst du "nur noch" das
Ethernet irgendwie durchs Fenster gefädelt bekommen.
Gibt es fertig als ultraflaches Flexkabel mit beidseitig RJ45.
Aber wetterfest auf Dauer ist so eine Sache. Besser immer die Elektronik
drinnen haben.
Wo wohnst du denn?
Abdul K. schrieb:> Aber wetterfest auf Dauer ist so eine Sache.
Ein Nachbar hat hier so einen Outdoor-AP im Hof an der Dachrinne
montiert, das scheint gut zu funktionieren. Hat allerdings interne
Antennen, sodass man an der Stelle eine Sorge weniger hat. Könnte ja
aber bei TE vielleicht auch reichen, wenn er neben der Dachrinne noch
mit dem Mobilofon das Netz empfangen kann.
Man müsste halt nur schauen, dass man so einen Access Point (AP) findet,
der auch "rückwärts" zu arbeiten gewillt ist (Client im Netz, auf
Ethernet umsetzen).
Und was muß der Vodafone Hotspot für starke Antennen haben, den ich hier
mit 100% Empfangsqualität und Reichweiten von über 60 Metern, ohne
Sichtverbindung in einer Seitenstrasse hinterm Haus empfange?
Andreas A. schrieb:> Und was muß der Vodafone Hotspot für starke Antennen haben, den ich hier> mit 100% Empfangsqualität und Reichweiten von über 60 Metern, ohne> Sichtverbindung in einer Seitenstrasse hinterm Haus empfange?
Auch der ist auf 100mW EIRP Sendeleistung beschränkt, dürfte aber
draussen oder zumindest an einem geeigneten Ort hängen.
Sebastian L. schrieb:> https://netzpolitik.org/2018/danke-helmut-kohl-kabelfernsehen-statt-glasfaserausbau/
"Und da die Steuergelder nie ausreichen können, denn es müssen davon
immer höhere, wachsende Zinsen der Staatsverschuldung bezahlt werden,
mußte die Regierung alles privatisieren. Und was einaml privat ist,
fördert nur den Eigennutz nicht die Allgemeinheit. Und noch schlimmer.
Hätte es nach dem 2.Wk eine Staatsbank gegeben, die vom Staat erschaffen
und die Mittel vom Staat herausgibt und nicht die finaziellen Mittel von
der Industrie leihen muß, würden wir heute im Paradies leben...."
Jörg W. schrieb:> Man müsste halt nur schauen, dass man so einen Access Point (AP) findet,> der auch "rückwärts" zu arbeiten gewillt ist (Client im Netz, auf> Ethernet umsetzen).
Das machen auch viele Steckdosenrepeater.
Vor kurzen hatte hier jemand danach gefragt, aber noch mit abnehmbaren
Antennen.
Die kann man dann nach außen führen.
Kam dann so 30EUR.
https://youtu.be/xpUkHZlg948
Sowas an die Strassenlaterne gegenüber des Dachrinnenrohres in 3 Meter
höhe anbringen, dazu noch in der Farbe dunkelgrau der Laterne - merkt
nie jemand - Jeder wird denken das gehört zur Laterne.
Mit dem riesigen WiFi-Log drauf? Hmm.
Ich zweifle auch, dass du ein 3D-Druck-Gehäuse dauerhaft wetterfest
bekommst. Outdoor-Elektronik ist eine Herausforderung, du wirst dich
wundern, wo entlang bei Anliegen selbst einer geringen Gleichspannung
überall Ionen im Material so wandern … Ich habe da mittlerweile einiges
an Erfahrung (Elektronik im Motorrad, Temperatur-/Feuchtesensoren auf
dem Balkon).
Andreas A. schrieb:> Sowas an die Strassenlaterne gegenüber des Dachrinnenrohres in 3 Meter> höhe anbringen, dazu noch in der Farbe dunkelgrau der Laterne - merkt> nie jemand - Jeder wird denken das gehört zur Laterne.
Im Land der Denunzianten und Neider funktioniert das nicht. Da kannst du
so ein Ding noch nicht mal an den Balkon deiner Eigentumswohnung hängen.
Bei uns haben die Miteigentümer der Wohnanlage sogar ein Sichtschutz aus
Plastik am Balkon verhindert. Nicht auszudenken, wenn da jemand z.B.
einen Freifunk-Router installieren würde. Der böse zusätzliche E-Smog
oder die unerwünschten Gestalten, die dann vor dem Haus rumlungern
würden um das WLAN zu nutzen...
Genau.
Obige Plastedose zerfällt durch die UV-Strahlung nach 3 Jahren.
Und der Solarzellenrepeater bekommt bei unserem Wetter wie lange genug
Saft?? Haha
Habe jetzt die Antenne hinten raus gestellt und es gibt tasächlich zwei
bis drei Balken Ausschlag im Empfang, aber nur weil das 10 m USB Kabel
ankam. Wenn ich jetzt noch ein paar dbi's mehr haben könnte, wäre es
perfekt.