Hallo,
ich habe für die Pflanzen ein selbstregulierendes Heizkabel gekauft.
Bei Zimmertemperatur ist es gut leitfähig und es fließt viel Strom, bis
ca. 65 °C erreicht werden. Ich möchte das Kabel einsetzen um eine
Pflanze im Winter zu schützen. Dazu würde es reichen wenn das Kabel
konstant drei Grad halten würde.
Gibt es irgendeine Art der Beschaltung mit der ich das erreichen könnte?
Viele Grüße
Wahrscheinlich hat das Kabel ein PTC-Verhalten, das heißt, der
Winderstand nimmt mit der Temperatur zu. Man kann es sicher mit einer
niedrigeren Spannung betreiben, wahrscheinlich erreicht es dann eine
geringere Maximaltemperatur. Ob es dann noch selbstregulierend ist,
bleibt zu prüfen.
Wenn das nichts hilft, könnte ein herkömmlicher Temperaturregler mit
externem Sensor die Spannung für das Heizkabel je nach Bedarf ein- oder
ausschalten. Das wäre einfach. Eine komplizierte Selbstbaulösung könnte
wahrscheinlich - wie bei manchen Lötstationen - den Widerstand des
Kabels selbst zur Temperaturmessung benutzen, aber das ist auf jeden
Fall ein Projekt für Fortgeschrittene und nichts, was man von der Stange
bekommt.
Peer schrieb:> Gibt es irgendeine Art der Beschaltung mit der ich das erreichen könnte
Nicht wirklich.
Selbst wenn man auf der ganzen Länge einen Widerstandswert messen kann
der 3 GradC entspricht, so kann die Hälfte des Kabels -5 GradC und die
andere Hälfte +11 GradC haben.
Man könnte versuchen, den kältesten Punkt zu finden, dort einen Sensor
installieren und den Rest eben wärmer werden lassen.
Man könnte abschnittsweise messen, also viele Drahtstückchen versorgen.
Ein metallischer Leiter, der ein NTC Verhalten mit einer
Sprungtemperatur um 3 GradC hat, den man mit Konstantstrom versorgen
wurde damit die Abschnitte unter 3 GradC mehr Heizleistung abbekommen,
ist mir nicht bekannt.
Peer schrieb:> Hallo,>> ein selbstregulierendes Heizkabel gekauft.> bis ca. 65 °C erreicht werden.>
Du hast vermutlich die falsche Type gekauft!
Wie der Name sagt, muß das Spezialkabel selbst regulieren, bei seiner
Normspannung (z.B. 230V~).
Es gibt Ausführungen als Rohrbegleitheizung (z.B. +65°C) oder für
Frostschutz (Verhinderung Vereisung Fallrohr Dachrinnen, ca. +2°C).
Gruss
Erich schrieb:> oder für> Frostschutz (Verhinderung Vereisung Fallrohr Dachrinnen, ca. +2°C).
Zeig mal (Link).
Ich habe noch keine für deutlich unter 45°C gefunden.
Mein Vorschlag wäre das selbstbegrenzende Heizband mit einem
(Zweipunkt-) Temperaturregler (ggf. PWM oder Wellenpaketsteuerung) zu
betreiben.
So ist das auch in meiner Rohrbegleitheizung gemacht.
Eine Temperatur von 2°C (bzw. 3°C) ist viel zu niedrig angesetzt, da man
sich nicht auf eine homogene Temperatur verlassen kann. je nachdem wo
man misst und wo die Heizung sitzt sollte man auf eine höhere Temperatur
gehen, ausser die Wurzeln der Pflanze verträgt auch Frost bis -6° oder
-8°C.
Die Voreinstellung meiner Rohrbegleitheizung (Isolierte
Trinkwasserhauptleitung zu einem Hinterhaus) waren auf 10°C, und so habe
ich sie auch gelassen.
Vielen Dank für Eure Beiträge!
Ich habe tatsächlich auch noch kein Heizkabel gesehen das auf geringere
Temperatur selbst reguliert. Die hatten wenn alle ein Thermostat.
Falls es eins gibt würde mich das sehr interessieren, Erich.
Ich hatte gehofft das Ganze analog zu lösen, aber denke das ein
Temperaturregler auch in meinem Fall die Lösung sein wird.
Gibt es eine Hysterese bei der Rohrbegleitheizung, Udo? Ich wollte
eigentlich bei 0 °C ein und bei 3 °C aus schalten.
Selbstregulierende Kabel
Heizkabel, deren Leistung in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur
geändert wird. Gegenüber den Widerstandskabeln können sie beliebig
gekürzt werden. Sie sind vor allem zum Schutz von Rohrleitungen oder
Dachrinnen und Ableitungen vor Frost und Schnee bestimmt.
https://www.fenixgroup.cz/de/selbstregulierende-kabel
Chris schrieb:> Google ist dir ein Begriff?> https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=frostschutzkabel
"Selbstbegrenzendes Heizband" ist DIR ein Begriff?
Pilsner Urtüftler schrieb:> Selbstregulierende Kabel>> Heizkabel, deren Leistung in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur> geändert wird. Gegenüber den Widerstandskabeln können sie beliebig> gekürzt werden. Sie sind vor allem zum Schutz von Rohrleitungen oder> Dachrinnen und Ableitungen vor Frost und Schnee bestimmt.
Genau, und auch bei Fenix finde ich keine mit einer Begrenzung unter
45°C
Peer schrieb:> Gibt es eine Hysterese bei der Rohrbegleitheizung, Udo? Ich wollte> eigentlich bei 0 °C ein und bei 3 °C aus schalten.
Wie gesagt, ich hab das mal gebraucht für eine Hauptwasserleitung für
ein Nebengebäude. Dazwischen Beton, und die alte Leitung war defekt
(Lochfraß).
Also Begleitheizung aus selbstbegrenzendem Heizband rein, incl. einem
elektronischen Regler samt Sensor. Der steht bei mir auf 10°C. Die
Leitung ist dick isoliert und nicht vergessen ein Warnschild mit
"Vorsicht Spannung" dran, nicht dass irgendein Gas,Wasser Scheiße
Klempner zu schnell die Säge zückt.
Ich hatte das für die 3m fertig von einem Anbieter im Internet für um
die 200 Euro gekauft.
Für was brauchst du das Peer, oben hast du geschrieben für eine Pflanze.
Da du nicht überall Heizung hinlegen kannst und auch nicht überall
messen, würde ich versuchen den Wurzelballen halbwegs zu isolieren und
dann auf 5-10°C zu regeln.
Ebentuell reicht auch eine reine Steuerung über die Aussentemperatur und
abgegebene Leistung (mittels PWM oder Wellenpaketsteuerung).
Du könntest ja mal messen wie viel wärmer der Wurzelballen innen wird,
wenn du mit 10, 20 oder 30W heizt. Dann weisst du wie stark du
entsprechend bei -5, -10°C etc heizen musst.