Erkennen von > 60 V dc in einem 800 V dc System mit galvanischer Trennung

OP #6867367
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Guten Tag allerseits,

vielleicht stehe ich hier gerade auf dem Schlauch, aber ich frage mich 
wie ich dieses Problem lösen kann. Ich möchte in einem 800 V 
Batteriesystem erkennen, ob eine Spannung größer 60 V DC, an meinen 
Hauptkontakten anliegt und dieses über eine LED anzeigen lassen. Wie 
stelle ich sicher das die LED nur leuchtet, wenn auch eine Spannung 
größer 60 V anliegt? Meine erste grobe Überlegung habe ich als Bild 
angehängt.

Vielen Dank für eure Tipps.

Grüße,
Johannes
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Gast #6867381
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Johannes G. schrieb:
> Wie stelle ich sicher das die LED nur leuchtet, wenn auch eine Spannung
> größer 60 V anliegt?

Die Frage ist eher, wo kommt der Strom für die LED her. Sind die 800V 
belastbar genug ? Da es wohl wieder mal um Solar geht, sicherlich.

Wie hell muss die LED sein ? Sagen wir 2mA reichen, sind an 800V 1.6W, 
ein Vorwiderstand wäre ok, aber bei 60V bräuchte man auch 2mA, also ein 
Linearregler.

Die üblichen IC taugen nicht für 800V, also ein 1000V Transistor in 
Stromregelschaltung.
1
    +60-800V
2
    |     |
3
   1M     |
4
    |    LED
5
 ZD56V    |
6
    |     |
7
+--+----|< 2SC4686A
8
 |  |     |E
9
 |  >|----+ BC547
10
 | E|     |
11
 1M |    330R
12
 |  |     |
13
GNDGND   GND
Da selbst ein FLH1200 nur 120V aushält, brauchen wir eine andere 
Schaltung zur Schaltschwellenerkennung, die dem 1000V Transistor den 
Basisstrom geben oder nehmen kann. Da der nur 2mA schalten muss, und es 
auf 1V sicher nicht ankommt, reicht da wohl eine 56V Zenerdiode mit 
1MOhm Vorwiderstand.
OP #6867398
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@Welle: Über einen Komparator hatte ich auch schon nachgedacht. Das 
fällt aber leider aus. Ich habe zwar noch 12 V, 24 V und 48 V dc im 
Fahrzeug, diese sind aber galvanisch getrennt und können somit nicht 
genutzt werden.

@MaWin: wie du jetzt weißt handelt es sich nicht um eine Solaranlage. 
Von daher liefern die 800 V mehr als genug Leistung. Ich muss eher 
darauf achten das hier kein Kurzschluss entstehen kann. Danke für deinen 
Beitrag. Die Idee mit der Zenerdiode finde ich gut. Ich werde versuchen 
anhand deines Beispiels eine Schaltung zu skizieren. Wäre top wenn du 
danach noch einmal drüber schauen würdest.
Gast #6867440
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Schau dir mal ein Datenblatt des TL431 an, hier würde ich eine Crowbar 
bauen.
Die LED liegt in der 800V-Leitung mit entsprechendem Vorwiderständen.
Achtung, kein "normaler" Widerstand kann 800V -> mehrere in Reihe.

Bei erreichen der 60V löst die Crowbar aus, schließt kurz, und die LED 
bekommt den nötigen Strom.

Der TL431 benötigt 2µA für die Z-Diode, da leuchtet noch nichts in der 
Serienschaltung.
Nimmst du eine Blaue LED, brauchst du nur sehr wenig Strom, so dass dein 
Vorwiderstand nicht so viel Leistung verheizen muss.

Gruß
Anselm
Gast #6867495
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Formula Student Electric? ;)

Welle schrieb:
> Eine Stromquelle mit ~60V Z-Diode in Reihe? Fällt wegen Verlusten bei
> 800V wohl flach.

Hatten wir mal so gemacht, war allerdings "nur" 600 V und schon 
grenzwertig von der Erwärmung, trotz nur ~2 mA Strom durch ne super 
effiziente rote Avago LED.

Besser: Nimm nen HV-Offline-Converter, z.B. einen VIPER26K von ST
Gast #6867522
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Johannes G. schrieb:
> Wie ihr euch bestimmt schon denken könnt, bin ich kein
> Schaltungsexperte. Könnte so etwas wie in meiner Zeichnung
> funktionieren?

Ja wird es und entspricht im Prinzip dem oben geschriebenen. Du hast 
aber hald das Problem mit den sehr hohen Verlusten und damit starker 
Erwärmung deiner Schaltung. Ganz grob (soweit dir 2 mA für den 
Optokoppler reichen): 800 V * 0.002 A = 1.6 W
OP #6867670
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Helge schrieb:
> 800V ist nix zum basteln, vor allem, wenn viel Leistung zur Verfügung
> steht. Der Lichtbogen geht so schnell nicht aus.

Deswegen wir auch erstmal im Labor getestet und nicht gleich am Fahrzeug 
selbst. Die Schaltung soll schrittweiße getestet werden, erstmal mit 
knapp über 60 V dc. Die Schaltung soll ja erkennen sobald größer 60 V dc 
anliegen, aber eben auch den 800 V standhalten.
OP #6867719
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Wer an Hochvolt arbeitet hat die entsprechende Ausbildung und weiß das 
man sich nicht nur auf eine LED verlässt, sondern immer die 
Spannungsfreiheit prüft. Die LED soll rein als Indikator dienen.

Mir ist auch sehr wohl bewusst das eine 800 V Batterie bei 60 V defekt 
ist. Hier geht es auch nicht darum die Batteriespannung zu messen und 
festzustellen ob die Batterie gut oder schlecht ist. Hier geht es wie 
gesagt nur darum eine Spannung > 60 V dc festzustellen und visuell 
anzuzeigen.
#6867740
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Was der TE auch machen kann um wenig Verluste zu haben: Statt der 
dauerleuchtenden LED einen "Blitzblinker" zu nehmen.
Hätte dann ggfs. den zusätzlichen Nutzen, das ein Aufblitzen besser 
bemerkt wird als Warnsignal

Ich habe die Schaltung mal grob skizziert,
der R1 wuß natürlich aus mehren Widerständen zusammengesetzt werden 
damit nicht 800V über einem einzigen 0805 abfallen :-)

SCR z.B. ein empfindlicher Typ wie BRY44 o.ä.
LEW war in der LTspice Bib, daher nur Beispiel, da kann man fast alle 
anderen Typen einsetzen.
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OP #6867818
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Ich danke euch allen das Ihr mir helft eine Lösung zu finden. Ich hatte 
gerade ein Meeting mit einem Experten, auch dieser hatte nicht sofort 
eine Lösung parat. Das Problem ist die große "Range" von 60V-800V und 
dabei die Verluste im Rahmen zu halten.

Eine kurze Anmerkung noch. Die LED soll NICHT im Hochvolt-Teil der 
Schaltung sein. Diese soll galvanisch vom Rest der Schaltung getrennt 
sein. Wie auf meiner Zeichnung zu sehen.

Ich habe mir auch das Datenblatt des VIPER26K angeschaut, mir ist 
allerdings nicht klar wie dieser mir hier weiterhelfen soll.

Ich bleibe weiter am Ball und versuche eine passende Lösung zu finden.
Gast #6867852
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Johannes G. schrieb:
> Eine kurze Anmerkung noch. Die LED soll NICHT im Hochvolt-Teil der
> Schaltung sein. Diese soll galvanisch vom Rest der Schaltung getrennt
> sein. Wie auf meiner Zeichnung zu sehen.
Das macht es schon mal etwas besser, aber das Grundproblem bleibt bei 
einer Linearregelung. Man wird für eine galvanische Trennung via 
Optokoppler ~2 mA benötigen. Evtl geht auch etwas weniger, aber irgendwo 
ist Schluss, wenn das auch über einen größeren Temperaturbereich sicher 
funktionieren soll. Demensprechend hast du IMMER eine hohe 
Verlustleistung, z.B. die oben erwähnten
Chris schrieb:
> 800 V * 0.002 A = 1.6 W

Johannes G. schrieb:
> Ich habe mir auch das Datenblatt des VIPER26K angeschaut, mir ist
> allerdings nicht klar wie dieser mir hier weiterhelfen soll.
Der VIPER26K ist ein Schaltregler, der mit sehr hohen Eingangsspannungen 
umgehen kann und schon einen eingebauten 1050 V-FET enthält. Der läuft 
bei spätestens 60 V an (Datenblattwert VHV_START = 38..60 V) und kann 
dir eine "handliche" und theoretisch sogar galvanisch getrennte Spannung 
erzeugen, z.B. 12 V. Je nach dem wie viel Aufwand du betreiben willst 
hast du damit viele Möglichkeiten, ohne die recht hohe Verlustleistung 
der analogen Lösungen.
- Der einfachste Fall: Die LED soll ab 60 V immer leuchten oder anders 
gesagt, dir ist egal wenn die LED auch schon früher leuchtet. In dem 
Fall brauchst du deine LED (mit Vorwiderstand) nur an die 
Ausgangsspannung vom VIPER26K zu hängen und bist fertig.
- Minimal aufwändiger ist es, wenn die LED wirklich erst ab ~60 V 
angehen soll. Dann muss man eben noch einen Komparator spendieren, 
welcher die HV-Spannung misst. Da dort aber quasi kein Strom fliest 
(Komparatoreingang ist extrem hochohmig), hat man an den Vorwiderständen 
des Komparators auch quasi keine Verlustleistung
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6867929
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Johannes G. schrieb:
> Eine kurze Anmerkung noch. Die LED soll NICHT im Hochvolt-Teil der
> Schaltung sein. Diese soll galvanisch vom Rest der Schaltung getrennt
> sein. Wie auf meiner Zeichnung zu sehen.

Wenn sich die LED auf der Kleinspannungsseite befindet, hängt die 
Funktion davon ab, dass die Versorgungsspannung anliegt. Das macht die 
ganze Angelegenheit äußerst gefährlich. Warnvorrichtungen, die nicht in 
allen Fällen zuverlässig funktionieren, senken die Sicherheit statt sie 
zu erhöhen. Früher oder später wird sich nämlich jemand darauf 
verlassen. Und wenn dann die Kleinspannungsversorgung nicht anliegen 
sollte, wäre die Kacke am Dampfen. Das könnte auf Grund einer entfernten 
Batterie, einer gezogenen/durchgebrannten Sicherung oder irgendeiner 
Bastelei der Fall sein.

Daher muss die LED unbedingt durch die Hochspannung versorgt werden. 
Ggf. kann dann ein Plexiglasstab oder eine POF zur sicheren galvanischen 
Trennung eingesetzt werden.
Gast #6868016
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Johannes G. schrieb:
> Der Sinn dahinter ist zu erkennen ab wann Hochvoltspannung am Fahrzeug
> anliegt. Dies soll durch eine LED schnell zu erkennen sein. Im Gegenzug
> weiß ich auch gleich wenn keine Hochvoltspannung mehr anliegt (Spannung
> kleiner 60 V dc).

Und das brauche ich wozu? Wofür sollte das nützlich sein?
Wenn es eigentlich nominal 800V sein sollen, dann ist die Schwelle bei 
60V eher Unsinn. Die Fahrzeugelektronik hat (sollte) da schon lang 
abgeschaltet haben. Bewegen tut sich da schon lang nix mehr.
Gast #6868030
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Anselm schrieb:
> Die 60V sicherlich um zu erkennen ob man gefahrlos dran greifen kann.
Das kann man auch mit mit einem Voltmeter prüfen. Wer an solchen Anlagen 
rum schraubt hat so etwas auch in aller Regel, prüft damit vorher ab ob 
er gefahrlos arbeiten arbeiten kann und verläßt sich ganz sicher nicht 
auf auf einel Bastellösung mit Blinkiblinki.
Nö der Johannes hat wahrscheinlich Langeweile und findet es bestimmt 
ganz toll wenn da ein Mäusekino am Werke ist.
#6868082
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Wenn Du eine Kleinspannung zur Verfügung hast, kannst Du einen 
Spannungsteiler und Komperator benutzen und diesen Komperator mit einem 
Galvanisch Trennenden DCDC aus der 12V Kleinspannung versorgen.

Eine Aktive Spannungsfrei Anzeige, oder eine Power LED schützt gegen 
Fehler durch fehlende Versorgungsspannung.

Wenn das ganze aus der HV versorgt sein muss, sind Chips aus der Viper 
Serie von ST empfehlenswert, da gibt's auch eine gute Designsuite wo Du 
dir mit ein bißchen ausprobieren quasi deine ganze Schaltung designen 
lassen kannst.

Ist von euch einer auch in der Formula Student?
Gast #6868155
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Johannes G. schrieb:
> Die LED soll NICHT im Hochvolt-Teil der Schaltung sein

eh klar (wobei Lichtleiter auch iwie cool ist).

Schau mal dieses hier. 1/4W auf der 800V-Seite. U2 und Q2 soll ein low 
current Optokoppler sein. Beispiel Vishay VOL618. Der linke Teil der 
Schaltung schickt, je nach Spannung unterschiedlich viele, kurze 
3mA-Impulse in den OK. Auf der Kleinspannungsseite muß daraus ein lang 
genug sichtbarer Impuls gemacht werden.
Angehängte Dateien:
#6868274
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Zeno schrieb:
> Das kann man auch mit mit einem Voltmeter prüfen. Wer an solchen Anlagen
> rum schraubt hat so etwas auch in aller Regel, prüft damit vorher ab ob
> er gefahrlos arbeiten arbeiten kann und verläßt sich ganz sicher nicht
> auf auf einel Bastellösung mit Blinkiblinki.

Wenn es wirklich für FSE ist dann wird das auch gemacht, da hat diese 
LED einen anderen Sinn. Aber dazu müsste der TO das mal bestätigen, dann 
könnte man ihm helfen. In dem Fall muss diese LED aus dem Akku gepowert 
werden und nicht aus einer seperaten Quelle. Genau genommen aus der 
Spannung die hinter den Akku Isolations-Schützen anliegt.
#6868307
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Dieter schrieb:
> Das ist alles Mist an Loesungen. 0.1mA Drehspulanzeige und fertig.

Das mag schon sein aber da in der FS chronisch Platzmangel herrscht und 
die recht viel Bauraum brauchen wird lieber die LED genommen ;)

Dieter schrieb:
> Einfach waere noch ein DCDC-Wandler, der ab 60V arbeitet

So hatten wir das gemacht, aber mach mal einen der über diesen 
Spannungsbereich arbeitet und dabei klein ist. Wir durften am Ende einen 
Trafo wickeln, das war ein Spaß :D
Gast #6868405
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Kevin M. schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Einfach waere noch ein DCDC-Wandler, der ab 60V arbeitet
>
> So hatten wir das gemacht, aber mach mal einen der über diesen
> Spannungsbereich arbeitet und dabei klein ist. Wir durften am Ende einen
> Trafo wickeln, das war ein Spaß :D

Lest ihr eigentlich die Beiträge? VIPER26K 
(https://www.st.com/en/power-management/viper26k.html)!!! Gibt sogar ein 
Eval Board, dass man mit etwas Aufwand auf die höhere Spannung hin 
trimmen kann
Gast #6868449
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Ich versteh das Problem nicht. Wenn ich einen 800V Akku habe, dann sitzt 
da aller Regel nach ein BMS dran. Wieso nimmst du nicht die Werte davon? 
Meist werden ja Link und HV Spannung mit gemessen und ausgegeben. 
Entweder du steckst jetzt an einen GPIO noch ne LED und programmierst 
das um/lässt das umprogrammieren oder du greifst den CAN/MODBUS/etc 
Datenstrom ab und entnimmst da deine Spannungsinfo. Bei 800V hast du 
sicher auch ne Isolationsüberwachnung drin, pass auf das die dir nicht 
in deine LED Suppe spuckt.

Für mich klingt das auch alles nicht nach Solar, sondern nach 
HV-Batterie für BEVs....60V ist gelten in der Automotive Industrie als 
AuS Grenze....unter 60V kannst du da auch ne EuP ranstellen, über 60V ne 
EFK mit AuS.

VG Paul
Gast #6868533
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Ein Voltmeter mit Schaltausgang?
So haben wir es gelöst. Ist sicherlich nicht die billigste Lösung, aber 
man hat auch eine einfache Kontrolle ob das Teil funktioniert. 
Alternativ wären auch Spannungsüberwachungsrelais, ob die 800V können 
weiß ich nicht.
Gast #6868534
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Paul schrieb:
> Ich versteh das Problem nicht. Wenn ich einen 800V Akku habe, dann
> sitzt
> da aller Regel nach ein BMS dran. Wieso nimmst du nicht die Werte davon?
> Meist werden ja Link und HV Spannung mit gemessen und ausgegeben.
> Entweder du steckst jetzt an einen GPIO noch ne LED und programmierst
> das um/lässt das umprogrammieren oder du greifst den CAN/MODBUS/etc
> Datenstrom ab und entnimmst da deine Spannungsinfo. Bei 800V hast du
> sicher auch ne Isolationsüberwachnung drin, pass auf das die dir nicht
> in deine LED Suppe spuckt.

Wenn das Formula Student ist (was ich nicht glaube, da Spannungen da 
afaik auf 600V gedeckelt sind), darf man das laut Regelwerk nicht.

Und ansonsten wird das auch eher ein Sicherheitsfeature sein; da möchte 
man vielleicht möglichst viele Fehlerquellen ausschließen und 
BMS-CAN-Aktorboard sind schon deutlich mehr als eine, hoffentlich nicht 
zu komplizierte, analoge Schaltung.
#6868724
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Andrew T. schrieb:
> Tja, aber da bei 60V da nur noch 0,21 mA fließen: Wird es wohl nicht
> einfach da die Aufgabe des TE zu lösen.

Bei kleinen Spannungen glimmt die LED nur, aber ich muß sie ja nicht in 
der prallen Sonne erkennen können. Die LED ist nur für Reparaturen da.
Wichtig war für mich, daß keine Hilfsspannung benötigt wird. D.h. ich 
kann sicher erkennen, ob da noch Restladung auf den Elkos ist. Ich hatte 
einfach keine Lust mehr, auf Strommarken an den Fingern.
Gast #6868758
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Google Mal nach ucc28780, da ist ne verlustlose Nullspannungsdetektion 
drin mit einem selbstleitenden nmos. Die gibt's billig bis 800v, 
eventuell zwei in Reihe.

Vielleicht kann man die auf 60v pumpen.
Gast #6868876
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Falk B. schrieb:
> jemand schrieb:
>> Und ansonsten wird das auch eher ein Sicherheitsfeature sein;
>
> Eher eher ein Luxusproblem. Denn auch und gerade bei 800V Akkus gelten
> die 5 Sicherheitsregeln! Denn wenn die LED ausfällt und man sich darauf
> verläßt, sieht man mal ganz schnell sehr alt aus!
>
> 
https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Sicherheitsregeln#Die_f%C3%BCnf_Sicherheitsregeln

Ich finde es immer wieder spannend, wie über die Vorhaben anderer 
geurteilt wird, ohne das gesamte System zu kennen.

In der Formula Student zum Beispiel gibt es mehrere LEDs, die anzeigen, 
dass mehr als 60V den Akku verlassen. Zusätzlich dazu, dass nur befugte 
Menschen das Auto überhaupt unter Beachtung der 5 Sicherheitsregeln 
anfassen dürfen, wenn HV (hier 60V..600V) freigeschaltet wird. Und die 
Fälle, dass besagte LEDs ausfallen sind auch im Regelwerk abgefangen.

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