Es folgen noch mehr... Wikipedia:
Die zwei Filialen in der Schweiz wurden bis Ende September 2021
geschlossen.[17] Bis zum 3. November 2021 werden außerdem die Filialen
Dresden, Leipzig und Nürnberg geschlossen.[18][19][20] Bis zum 4.
Dezember 2021 werden weiterhin die Filialen Dortmund und Stuttgart
geschlossen.[21] Im Frühjahr 2022 wird voraussichtlich die Filiale Essen
geschlossen.[22]
Thomas R. schrieb:> Nö, da waren keine Restposten, nur leere Regale ;-(
Ist eben kein Teppich- oder Möbelhändler, der die Ramschware im Rahmen
des "Räumungsverkaufs" bis zum letzten Tag nachliefern lässt.
Ich verstehe auch nicht, weswegen hier der dritte parallele
Conrad-Thread aufgemacht werden musste.
Soll das nun für jede einzelne Filiale so weiter gehen?
Ralf X. schrieb:> Ich verstehe auch nicht, weswegen hier der dritte parallele> Conrad-Thread aufgemacht werden musste.> Soll das nun für jede einzelne Filiale so weiter gehen?
Recht hast Du!
Ich war dort auch nur noch, falls ich Samstags mal eben ein Gerät
reparieren wollte und einen neuen Y-Kondensator gebraucht habe oder so.
Das entfällt dann jetzt auch.
Für solche Zwecke könnte man eigentlich eine Datenbank erstellen, wo
jeder der mitmachen möchte seinen Bestand eintragen könnte, PLZ dazu und
wenn jemand etwas dringend braucht, könnte er den Eigentümer
kontaktieren. Ich befürchte nur, dass da nichts zusammen gehen würde.
Falls das aber jemand in die Hand nehmen will: ich trage mich gerne mit
ein.
Und Saturn und Media-Markt öffnen weitere Filialen.
Ob das an den Conrad-Managern liegt?
Heute schreibt Conrad:
"Ein Fest für alle"
Betrifft das auch die Conrad-Mitarbeiter?
Thomas R. schrieb:> Und Saturn und Media-Markt öffnen weitere Filialen.> Ob das an den Conrad-Managern liegt?
Und was hat das bitte mit dem Thema oder den Conrad-Managern zu tun?
Du kennst die jeweilige Angebotspalette/Sortiment und den Kundenkreis?
Offensichtlich folgt Conrad nun dem ehrenwerten "RIM"
und macht Pleite.
Denn im Internet werden sie von billigeren Anbietern
nur ein Mausklick entfernt sein :-(((
mfg
Thomas R. schrieb:> Hier die Zahlen - s.o.
Und wie interpretierst Du diese Bilanz von 2019 ggü. der von 2018?
Hauptaussage ist doch, dass Conrad 2019 11,725 mio Gewinn (=1,2% vom
Umsatz) gemacht hat, im Gegensatz zu 2018 mit -10,216 mio Verlust (=
-1,0% vom Umsatz) und diese positive Entwicklung weitgehend auf die
Filialschliessungen zurück führt.
Auch im Anlagevermögen gab es eine starke Steigerung.
Kannst Du bitte mal erklären, was Du aussagen möchtest?
Thomas R. schrieb:> Ich möchte damit aussagen, dass die Manager versagt haben.
Nö, für die zählt die Bilanz. Nicht die "lästigen" Mitarbeiter oder gar
die Kunden...
Aber auch absehbar, bei dem was aus den Filialen geworden ist :/
Früher gab es bei Conrad Elektronik zu kaufen, für Haushaltsgeräte
gibt's Media/Saturn und für Ramsch die Ein-Euro Läden. Letztere machen
ja neben Handyläden und Bäckereifilialen 90% der Innenstädte aus. Dazu
gibt's dann noch keine (oder unverschämt teure) Parkplätze und der ganze
Corona-Wahnsinn hat auch noch die letzten Kunden vollends aus der Stadt
vertrieben.
Warum soll ich mir das antun, wenn Amazon und Co. mir das Zeug nach
Hause liefern?
Thomas R. schrieb:> Ich möchte damit aussagen, dass die Manager versagt haben.
Näher möchtest Du darauf nicht eingehen?
Wie hättest Du denn in jüngerer Vergangenheit auf die vielen
Veränderungen reagiert?
Ich glaube, dass Du von der ganzen Thematik null Ahnung hast, aber Dir
reichlich Zeugs ergoogeln und zu einem dicken Stuss verbinden kannst.
Anfang der 80er baute ich mein E-Unternehmen auf und brauchte pro pro
Filiale ein Einzugsgebiet von gut 50km Umkreis, preiswerte Miete,
Parkplätze und verkehrsgünstig halbwegs zentral gelegen.
Jede negative Entwicklung der Verkehrsanbindung durch z.B. Wegfall von
Parkmöglichkeiten oder auch nur anderer Verkehrsplanung sah sofort man
an den Umsätzen.
Extremer noch einen neuen Saturn/Mediamarkt in der Nähe und deren Ausbau
des Angebotes.
Gleichzeitig ging schon Ende der 80er die Nachfrage nach
"Spezialelektronik" wie Amateur-/CB-Funk, Amateur-Sattechnik, uvm
zurück.
Auch die Edelhififreaks nahmen ab und gleichzeitig erhöhte Saturn & Co
das (lieferbare) Angebot.
Ein deutscher Produzent nach dem anderen hob auch die Fachhandelsbindung
auf.
Also begann schon Mitte der 90er das Filialsterben, wie es viele andere
kleine Händler schon vorher traf.
Und dann kam das Internet, noch mehr just in time Anforderungen der
Kunden, Billig-Lieferdienste, usw.
Es ist doch das Selbstverständlichste der Welt, dass in der heutigen
Zeit kein Ladenlokal für Elektronikbauteile überleben kann.
Das Gefüge von Verfügbarkeit vor Ort, Beratung und notwendiger Preis
gepaart mit dem Kundenanspruchsverhalten passt einfach nicht mehr
zusammen.
Also macht auch Conrad (sehr spät) alle Fillialen dicht.
Wo ist das das Versagen?
Dass sie es nicht schon vor 10 Jahren gemacht haben?
> Es ist doch das Selbstverständlichste der Welt, dass in der heutigen> Zeit kein Ladenlokal für Elektronikbauteile überleben kann.> Das Gefüge von Verfügbarkeit vor Ort, Beratung und notwendiger Preis> gepaart mit dem Kundenanspruchsverhalten passt einfach nicht mehr> zusammen.> Also macht auch Conrad (sehr spät) alle Fillialen dicht.>> Wo ist das das Versagen?> Dass sie es nicht schon vor 10 Jahren gemacht haben?
Dieser Wahrheit ist leider nichts hinzu zu fügen....
Ralf X. schrieb:> Es ist doch das Selbstverständlichste der Welt, dass in der heutigen> Zeit kein Ladenlokal für Elektronikbauteile überleben kann.
Du musst Segor unbedingt mitteilen, dass sie schon seit Jahren tot sind.
Arben N. schrieb:> Früher gab es bei Conrad Elektronik zu kaufen,
Früher gabs bei Conrad alte Funkgeräte aus US-Militärbeständen
zu kaufen. Elektronische Bauelemente wurden erst deutlich später
verkauft.
Stephan S. schrieb:> Für solche Zwecke könnte man eigentlich eine Datenbank erstellen, wo> jeder der mitmachen möchte seinen Bestand eintragen könnte, PLZ dazu und> wenn jemand etwas dringend braucht, könnte er den Eigentümer> kontaktieren.
Diese Idee gab's schon vor einiger Zeit, den Thread dazu habe ich nicht
gesucht.
Stephan S. schrieb:> Für solche Zwecke könnte man eigentlich eine Datenbank erstellen, wo> jeder der mitmachen möchte seinen Bestand eintragen könnte, PLZ dazu und> wenn jemand etwas dringend braucht, könnte er den Eigentümer> kontaktieren. Ich befürchte nur, dass da nichts zusammen gehen würde.> Falls das aber jemand in die Hand nehmen will: ich trage mich gerne mit> ein.
Du willst den Einzelhandel neu erfinden. Bringt nix. Bestell im Internet
oder frag im Forum Markt nach. Das reicht und macht keinen Aufwand.
Stephan S. schrieb:> Ich war dort auch nur noch, falls ich Samstags mal eben ein Gerät> reparieren wollte und einen neuen Y-Kondensator gebraucht habe oder so.> Das entfällt dann jetzt auch.>> Für solche Zwecke könnte man eigentlich eine Datenbank erstellen, wo> jeder der mitmachen möchte seinen Bestand eintragen könnte, PLZ dazu und> wenn jemand etwas dringend braucht, könnte er den Eigentümer> kontaktieren. Ich befürchte nur, dass da nichts zusammen gehen würde.
Du willst mehrere Leute dazu bringen, einen aktuellen Bestand zu
pflegen? Das klappt bei keiner Firma.
"Ach den xy-Chip? Glaub, den hab ich inzwischen irgendwo verbaut oder
weggeworfen..."
Harald W. schrieb:> Arben N. schrieb:>>> Früher gab es bei Conrad Elektronik zu kaufen,>> Früher gabs bei Conrad alte Funkgeräte aus US-Militärbeständen> zu kaufen. Elektronische Bauelemente wurden erst deutlich später> verkauft.
Das war ganz früher ;)
Falk B. schrieb:> Stephan S. schrieb:>> Für solche Zwecke könnte man eigentlich eine Datenbank erstellen, wo>> jeder der mitmachen möchte seinen Bestand eintragen könnte, PLZ dazu und>> wenn jemand etwas dringend braucht, könnte er den Eigentümer>> kontaktieren. Ich befürchte nur, dass da nichts zusammen gehen würde.>> Falls das aber jemand in die Hand nehmen will: ich trage mich gerne mit>> ein.>> Du willst den Einzelhandel neu erfinden. Bringt nix. Bestell im Internet> oder frag im Forum Markt nach. Das reicht und macht keinen Aufwand.
Mir geht es dabei nicht um Handel, sondern darum sich gegenseitig zu
helfen. Nicht um den ganzen Landkreis abzufahren und fürs Projekt 5
Teile von 5 verschiedenen Leuten einzusammeln, sondern um das eine
fehlende Teil was gerade am Wochenende für eine Reparatur fehlt
auufzutreiben.
Reinhard S. schrieb:> Du willst mehrere Leute dazu bringen, einen aktuellen Bestand zu> pflegen? Das klappt bei keiner Firma.>> "Ach den xy-Chip? Glaub, den hab ich inzwischen irgendwo verbaut oder> weggeworfen..."
Damit könntest du leider Recht haben. Aber nen wenn dann halt doch
nichts da ist, war's zumindest nen Versuch wert.
Stephan S. schrieb:> Mir geht es dabei nicht um Handel, sondern darum sich gegenseitig zu> helfen. Nicht um den ganzen Landkreis abzufahren und fürs Projekt 5> Teile von 5 verschiedenen Leuten einzusammeln, sondern um das eine> fehlende Teil was gerade am Wochenende für eine Reparatur fehlt> auufzutreiben.
Nur wegen dem kindlichen Impuls unbedingt innerhalb von ein paar Stunden
eine Reparatur durchführen zu wollen? Und deshalb sollen dann die Leute
ihren Kram durchsuchen und du willst einen Termin zur Abholung
ausmachen? Das ist ziemlich irre.
Jeder normale Mensch kann sich die benötigten Teile einfach bestellen.
Es wird auf 1-2 Tage nicht ankommen.
Lotta . schrieb:> Conrad stellt zum 16.11.2021 seine IOT-Aktivitäten in der Cloud> ein, siehe auch hier
Na Mahlzeit! Verwandeln sich dann alle der Geräte in Elektro Edelschrott
oder sind die wenigstens für kundige Bürger noch in sinnvolles
umzufunktionieren?
Lotta . schrieb:> Es lebe die Heimautomation!
Das Problem ist hier nicht die Heimautomation sondern die Auslagerung
derer in die Cloud.
Oliver S. schrieb:> Verwandeln sich dann alle der Geräte in Elektro Edelschrott> oder sind die wenigstens für kundige Bürger noch in sinnvolles> umzufunktionieren?
Alles wird nicht zu Edelschrott.
Hab mal kurz gegoogelt welche Marken Conrad in ihre Cloud-Lösung
integriert.
Einige lassen sich von Haus aus in selbstgehostete Systeme einbinden,
wieder andere lassen sich mit freier Software mit
Standard-Schnittstellen neu flashen. Manches ist dann wohl für den Müll.
Lotta . schrieb:> Conrad stellt zum 16.11.2021 seine IOT-Aktivitäten in der Cloud> ein, siehe auch hier:
Vermutlich eine Folge, dass die Kosten durch den Datenschutz zu hoch
geworden wären.
Harald W. schrieb:> Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, wann sämtliche Ladengeschäfte> von Conrad schliessen werden.
Die Fehlentscheidung liegt bei der Führung, indem zu viele Preise im
Laden höher waren als über Online beim Conrad bestellt.
Zweitens gibt es ein Verkaufs- und Exportgesetz in und aus den USA. Zum
Beispiel gab es Elektronikbauteile beim Radio Shack. Dort an der Theke
mußte von einigen Kunden ein Blatt ausgefüllt werden, dass man mit dem
Teilen nichts illegales bauen wolle. Wenn das nun auf den Verkauf in den
Läden bei Barzahlung durchschlagen sollte, dann wird das kaum noch
händelbar und denke, viele kommen dann nicht mehr dorthin. Beim
Online-Verkauf ist das bereits in der EULA versteckt, bzw. mit den
Verweis auf die Import/Export-Regularien im Allgemeinen.
Aber Gewissheit, gibt es hierzu keine, sondern nur den Verdacht, dass
das eine Rolle spielen müsse.
Dieter D. schrieb:> Die Fehlentscheidung liegt bei der Führung, indem zu viele Preise im> Laden höher waren als über Online beim Conrad bestellt.
Das ist keine Fehlentscheidung. Es spiegelt die realen Verhältnisse
wieder. Ein Laden ist teuer.
Wer das will muss drauf zahlen. Und der Markt hat die Sache geregelt und
gezeigt dass die Mehrheit den Aufpreis nicht zahlen will. Nicht genug um
die Läden zu halten.
Wo soll nun das Problem sein?
Cyblord -. schrieb:> Ein Laden ist teuer.
Besonders beim Einzelteilverkauf, etwa wenige Widerstände. Bedeutete
auch für den Käufer Frust an der Theke. Anstehen, nicht alle Artikel
sind verfügbar... D.h. vergebliche Anfahrt, ggfls. Parkplatzsuche und
-kosten.
Dann lasse ich es mir lieber schicken. Allerdings staune ich auch über
die Preise im Versandhandel. Reichelt verpackt Kleinteile einzeln in
Zip-Tüten, das kann sich auch kaum lohnen.
Die Zip-Tüten mag ich, werden von mir nicht weggeworfen, finden
Verwendung beim Verwahren anderer Sachen wie Schrauben, kleine Werkzeuge
(Bits, Inbusschlüssel, Bohrer), Fahrradteile und Sonstigem, was
zusammengehört.
Als Conrad "damals" Anfang der 90er in Köln den durchaus von kompetentem
Personal von Völkner gelenkten Laden übernahm und in eine "Edel-Filiale"
in der Innenstadt überführte hatte ich das Erlebnis, warum ich den Laden
meidete.
Am Eröffnungstag war ich neugierig und begab mich in das Getümmel
herein.
Am Eingang standen zwei Verkäufer und flaxten "Eigentlich müsste man
hier jedem zweiten die Hände abhacken, die klauen doch eh alle..."
Gute Einleitung.
Später versuchte ich vor Ort mal ein paar Bauteile an der
"Inkompetenztheke" zu bestellen. Ein Transistortyp war nicht lieferbar
also bat ich um einen halbwegs kompatiblen Typen.
"Da müssen Sie schon selbst im Katalog suchen"
Bei Völkner kein Thema, die wühlten in den vorhandenen Datenblättern und
der Ersatztyp war schnell gefunden. Wie viele gute und jahrelange
Erinnerungen an den Laden an der Bonner Str.
Andreas B. schrieb:> Bei Völkner kein Thema, die wühlten in den vorhandenen Datenblättern und> der Ersatztyp war schnell gefunden. Wie viele gute und jahrelange> Erinnerungen an den Laden an der Bonner Str.
Bei Völkner hier in Hannover war das auch mal so.
Aber eher in den 80er Jahren. In den 90ern waren die Filiale hier
bereits weg.
Dafür war Conrad damals aber noch eine brauchbare Alternative (1987
eröffnet).
Es gab zudem noch viele andere kleine Elektronikläden.
Am Ende hat man immer alles bekommen, was man brauchte.
Conrad ist seit vielen Jahren uninteressant geworden (Haushaltsgeräte &
Co).
Alles online zu bestellen ist zwar bequem und man bekommt fast alles,
aber ich habe es immer als Vorteil empfunden, dass man auch mal auf die
Schnelle was im Geschäft (nicht nur Conrad) bekam.
Oft merkt man ja erst beim Basteln, dass etwas fehlt.
Dafür dann wieder auf die Bestellung warten nervt (mich) doch sehr arg.
Daher vermisse ich schon die alte Zeit.
Ja, das geht nur wenn man ein alter Sack ist und den Vergleich hat.
Da konnte man eine Shopping-Tour durch die Elektronikläden machen.
Dabei wurde ja auch viel aus Neugier gekauft.
Online kaufe ich eigentlich immer nur das, was ich wirklich benötige.
Andreas B. schrieb:> Später versuchte ich vor Ort mal ein paar Bauteile an der> "Inkompetenztheke" zu bestellen. Ein Transistortyp war nicht lieferbar> also bat ich um einen halbwegs kompatiblen Typen.> "Da müssen Sie schon selbst im Katalog suchen">> Bei Völkner kein Thema, die wühlten in den vorhandenen Datenblättern und> der Ersatztyp war schnell gefunden. Wie viele gute und jahrelange> Erinnerungen an den Laden an der Bonner Str
Das hatte ich auch mal bei einem Mitarbeiter im Conrad Mannheim versucht
(war übrigens kein besonderer Transistor..), die Hefte/ Bücher mit
Vergleichstypen warn allerdings schon so alt, das es selbst die
Alternativen schon laaang nicht mehr gab. So viel zu dem Thema. Wobei es
nicht immer an den Mitarbeitern liegt, (1)wenn die Suche intern nicht
funktioniert (mehrfach erlebt (dank SAP)), (2)wenn Unterlagen
Museumsreif sind.. usw. usw. das liegt dann wohl auch ehr am
"Management"..
Stefan M. schrieb:>> Bei Völkner kein Thema, die wühlten in den vorhandenen Datenblättern und>> der Ersatztyp war schnell gefunden. Wie viele gute und jahrelange>> Erinnerungen an den Laden an der Bonner Str.>> Bei Völkner hier in Hannover war das auch mal so.> Aber eher in den 80er Jahren. In den 90ern waren die Filiale hier> bereits weg.
Da war Völkner Electronic vom Herrn Völkner bereis verkauft.
Harald W. schrieb:> Da war Völkner Electronic vom Herrn Völkner bereis verkauft.
"Mit kleinen, vom erfahrenen Bastler leicht zu behebenden Fehlern." Das
waren noch Zeiten :-)
Stephan S. schrieb:> Für solche Zwecke könnte man eigentlich eine Datenbank erstellen, wo> jeder der mitmachen möchte seinen Bestand eintragen könnte, PLZ dazu und> wenn jemand etwas dringend braucht, könnte er den Eigentümer> kontaktieren.
Oje, viel (nutzlose) Arbeit.
Wenn jedoch hier im Markt-Forum jemand
[S] Suche bis Montag 21.11. einen 0.1uF X2 Kondensator in PLZ 12345
postet, dann könnten die Leute in seiner Nähe ja mal nachgucken.
Da aber die üblichen Einträge nur lauten
"Wo bekomme ich dieses Bauteil"
und dann im Text steht daß er ein Gerät repariert und es möglichst noch
an diesem Wochenende braucht, keine Ortsangabe dabei ist, guckt da ja
auch niemand. Na ja, intelligent Fragen will auch gelernt sein.
Michael B. schrieb:> postet, dann könnten die Leute in seiner Nähe ja mal nachgucken.
Genau und dann trifft man sich uns tauscht einen Kondensator aus? Habt
ihr echt alle so viel Zeit?
Cyblord -. schrieb:> Michael B. schrieb:>> postet, dann könnten die Leute in seiner Nähe ja mal nachgucken.>> Genau und dann trifft man sich uns tauscht einen Kondensator aus? Habt> ihr echt alle so viel Zeit?
Und lernt so einen hobbygenossen kennen. Wo soll da das Problem
sein?Soll noch Menschen mit sozialer Kompetenz geben. Du gehörst da
offensichtlich nicht dazu...
Ich A. schrieb:> Und lernt so einen hobbygenossen kennen.
Willst du wirklich Typen aus diesem Forum kennenlernen?
> Wo soll da das Problem> sein?
Na die Typen hier.
Ben B. schrieb:> Hm. So manche würde ich schon gerne mal persönlich kennenlernen. Ich> wette danach geht's hier ein wenig ruhiger und gesitteter zu.
Machst Du auch tägliches Krafträining, wie unser Al?
Hoffst Du nach einem Treffen auf ein besseres gegenseitiges Verständnis,
oder glaubst Du, dass einer von Euch beiden nicht wieder kommt? *gg
Hannes J. schrieb:> Ich A. schrieb:>> Und lernt so einen hobbygenossen kennen.>> Willst du wirklich Typen aus diesem Forum kennenlernen?
Die Leute die so eine Anfrage lesen und statt rumzustänkern so nett sind
mal nachzusehen ob sie das Bauteil haben und mir die Chance geben eine
Reparatur am Wochenende fertig zu bekommen, würde ich gerne kennen
lernen. Und solchen Leuten würde ich auch gerne den Gefallen erwidern
falls sie mal was brauchen. Also die Antwort lautet: ja.
Und selbst bei den Stänkerern glaube ich, dass es in Real ganz anders
wäre und sie auf einmal keine so große Klappe mehr hätten, wenn man sich
gegenüber stünde.
Günter R. schrieb:> Conrad in Berlin-Schöneberg schließt nun zum 19.Februar aus> wirtschaftlichen Gründen, schreibt mir die Geschäftsleitung heute.> Halali...
Da scheint jetzt wirklich schwarzer Rauch aufzusteigen: Weil sich die
Kunden am Sortiment vergriffen haben, schreibt man, dass sie vorzeitig
zum 9.Feb schließen müssen.
Beantragte Kundenkarte kommt wohl auch nicht mehr wieder; also ab mit
Schaden.
Günter R. schrieb:> Conrad in Berlin-Schöneberg schließt nun zum 19.Februar aus> wirtschaftlichen Gründen, schreibt mir die Geschäftsleitung heute.
Ein Apotheken - Saftladen weniger. Wirtschaftliche Gründen, kein Wunder.
Thomas K. schrieb:> Ein Apotheken - Saftladen weniger.
Interessante Sichtweise.
Conrad hat hier mit seinen "Apotheken-Preisen" drei alteingesessene
Modellbaufachgeschäfte, sowie drei alteingesessene
Elektronikfachgeschäft platt gemacht. Offensichtlich bieten
Apotheken-Preise einen durchschlagenden Wettbewerbsvorteil.
Scheinbar ist nun ein "neuer Player" am Markt aufgetaucht, der mit
seinen "Apotheken-Preisen" den Conrad platt macht.
Die große Frage wäre nun: Wer ist der "neue Player"?
Gustav K. schrieb:> Conrad hat hier mit seinen "Apotheken-Preisen" drei alteingesessene> Modellbaufachgeschäfte, sowie drei alteingesessene> Elektronikfachgeschäft platt gemacht.
Haben sie wahrscheinlich nicht. Der Conrad vor Ort hat nur länger
durchgehalten und durfte länger Verluste einfahren.
Dicht sind sie alle aus dem selben Grund[1]: Es gibt nicht einmal für
einen einzigen Laden genug Kunden.
Solche Fachgeschäfte sind nämlich flächendeckend verschwunden. Auch aus
Gegenden in denen es keinen Conrad gab.
> Die große Frage wäre nun: Wer ist der "neue Player"?
Globaler Online-Handel.
_
[1] Wenn man davon ausgeht, dass keine anderen Gründe eine Rolle
gespielt haben. Wie dass die Inhaber verstorben oder das Rentenalter
erreicht haben.
ich kann mich an die Filiale in Bonn erinnern, die hatte so viel für
Modellbau, im internet die Dinger anschauen passt manchmals aber für so
was war nicht schlecht... schon 12 Jahren her, ist die auch dicht ?
Hannes J. schrieb:> Gustav K. schrieb:>> Conrad hat hier mit seinen "Apotheken-Preisen" drei alteingesessene>> Modellbaufachgeschäfte, sowie drei alteingesessene>> Elektronikfachgeschäft platt gemacht.
(...)
> Solche Fachgeschäfte sind nämlich flächendeckend verschwunden. Auch aus> Gegenden in denen es keinen Conrad gab.
Ich kenne einen Ort, da gibt's noch eine Bastlerzentrale, deshalb hat
dort der Conrad geschlossen. Ich vermute, daß die Bastler zum einen im
eigenen Gebäude sitzen, das ist nämlich so ein 50er-Jahre-Ding, und zum
anderen ein so spezielles, hochmargiges und zugleich auf den vorhandenen
Kundenstamm zugeschnittenes Sortiment haben, daß das Ergebnis bei nicht
allzustrenger Anlage von wirtschaftlichen Maßstäben positiv ausieht.
Andersherum würde wahrscheinlich ein Schmalzkringelsieder oder
Handyhüllenladen die doppelte Miete wie die Bastlerzentrale Umsatz
bringen.
Ich bin dort mal hin, weil ich einen belötfahnten Akku für die
Zahnbürste wollte. Eigentlich der klassische Anwendungsfall für so ein
Geschäft mit Modellbauschwerpunkt. Die hatten aber nur fertig
konfektionierte Eneloops, komplett verlötet, eingeschrumpft und mit
Stecker dran, zu einem mehrfachen des Zellenpreises bei Conrad.
Selbst wenn ich jetzt bei geschlossenem Conrad so eine Zelle brauch,
dann kaufe ich die mit 5 Euro Versand aus dem Netz immer noch billiger,
als so ein fertiges Paket zu sezieren.
Dürfte beim Modell"bau" aber ähnlich wie in der Maker-Szene sein: Man
stöpselt fertige Produkte zusammen, weil man weder mit Lötkolben noch
Laubsäge umgehen kann oder will.
Andre M. schrieb:> mit der Kundenkarte brauchste bei Conrad kein Versand bezahlen (wenn das> nachgefragte Produkt im Markt nicht vorrätig ist).
Und wenn der ganze Markt nicht mehr da ist?
Ben B. schrieb:> Ich habe noch eine 50 Euro Geschenkkarte von dem Saftladen, mit der ich> nichts anfangen kann. Das ist viel schlimmer. :-/
Du kannst sie weiterverschenken oder, wenn du Kapitalist bist,
weiterverkaufen.
Ben B. schrieb:> Ich habe noch eine 50 Euro Geschenkkarte von dem Saftladen, mit der ich> nichts anfangen kann. Das ist viel schlimmer. :-/
Das ist Unsinn. Ich bin selbst kein Fan, aber Conrad hat einen solchen
Bauchladen an Dingen, da findet jeder was.
Es gab aber beim Conrad eine Sache, die mir unangenehm aufgestoßen ist.
Seit ungefähr drei Jahren fielen mir öfters Produkte auf, die waren beim
Conrad im Internet bestellt günstiger als im Laden zu kaufen. Aus dem
Grunde hatte ich auch einmal bestellt, statt beim Laden vorbei zu gehen,
weil das trotz Verpackungskostenpauschale nicht mehr gekostet hatte.
Daher wurde bereits durch das Management an den Stuhlbeinen der eigenen
Ladenstandorte gesägt.
Das haben auch andere Läden, z.B. Cyberport: 32GB Kingston-Speicherstock
4,90 im Netz, 7,90 im Laden. Ziemlich irrsinnig, solche Läden meide ich
dann in Gänze und bestelle gleich in China für nochmal die Hälfte.
Lebensmittelsupermärkte sind aber mittlerweile ähnlich, da gibt's dann
die Iglu Fischstäbchen im Angebot um 50% reduziert. Wenn die Margen das
hergeben, sind die Produkte sonst also um 100% überteuert.
Wollvieh W. schrieb:> Das haben auch andere Läden, z.B. Cyberport: 32GB Kingston-Speicherstock> 4,90 im Netz, 7,90 im Laden. Ziemlich irrsinnig, solche Läden meide ich> dann in Gänze und bestelle gleich in China für nochmal die Hälfte.> Lebensmittelsupermärkte sind aber mittlerweile ähnlich, da gibt's dann> die Iglu Fischstäbchen im Angebot um 50% reduziert. Wenn die Margen das> hergeben, sind die Produkte sonst also um 100% überteuert.
Wann wärst du denn dann zufrieden? Billiges Essen ist schlecht, teures
ist schlecht, Sonderangebote sind schlecht.
Du würdest doch immer meckern, egal was wer wie anbietet.
Wollvieh W. schrieb:> Das haben auch andere Läden, z.B. Cyberport: 32GB Kingston-Speicherstock> 4,90 im Netz, 7,90 im Laden. Ziemlich irrsinnig, solche Läden meide ich> dann in Gänze und bestelle gleich in China für nochmal die Hälfte.
Was bitte ist daran "Ziemlich irrsinnig"?
Ein Ladenlokal verursacht bedeutend höhere Kosten, als ein
Zentrallager.
Bedeutend höhere m²-Preise, bedeutend höhere Lagerkosten, bedeutend
höhere Logistikkosten, bedeutend höhere Personalkasten, usw.
> Lebensmittelsupermärkte sind aber mittlerweile ähnlich, da gibt's dann> die Iglu Fischstäbchen im Angebot um 50% reduziert. Wenn die Margen das> hergeben, sind die Produkte sonst also um 100% überteuert.
Komische Rechnung.
Natürlich kommt es gerade im LM-Bereich immer wieder *zu
Werbeabsprachen* zwischen Hersteller und Endhandelsunternehmen zum
völligen Verzicht auf die Marge an einem Einzelprodukt, aber eben in
Verbindung zur offensiven Bewerbung und Plazierung, die sowohl der
Marke, als auch dem Händler nutzen soll.
Es sind nun einmal Marketingsinstrumente, wie jede andere teure Werbung
auch.
Ralf X. schrieb:> Natürlich kommt es gerade im LM-Bereich immer wieder *zu> Werbeabsprachen* zwischen Hersteller und Endhandelsunternehmen zum> völligen Verzicht auf die Marge an einem Einzelprodukt, aber eben in> Verbindung zur offensiven Bewerbung und Plazierung, die sowohl der> Marke, als auch dem Händler nutzen soll.
Interessante Information. Im örtlichen Supermarkt haben sie diese Woche
Edel-Pralinen mit sagenhaften 45% Rabatt. Da stehen dann gleich mehrere
Paletten mitten im Gang, so dass man regelrecht drüber stolpert. Der
Hersteller muss die Pralinen verbilligt abgeben, denn laut Kartellgesetz
darf ein Händler nicht unter EK anbieten.
Manch einer könnte aber auf den Gedanken kommen, dass die Pralinen mit
exorbitanten Gewinnmargen vertickt werden, denn es muss ja trotz
Sonderangebot noch was verdient sein. Und deshalb aus Protest genau
diese Pralinen künftig nicht mehr kaufen. Ziemlich gewagte Sache, wie
ich finde.
Gustav K. schrieb:> Manch einer könnte aber auf den Gedanken kommen, dass die Pralinen mit> exorbitanten Gewinnmargen vertickt werden, denn es muss ja trotz> Sonderangebot noch was verdient sein. Und deshalb aus Protest genau> diese Pralinen nicht kaufen. Ziemlich gewagte Sache, wie ich finde.
Man könnte auch einfach, ganz unideologisch, bei jedem Produkt
überlegen, ob man es kaufen möchte oder nicht. Ob die angebotene
Preis/Leistung für einen passt oder eben nicht.
Zu Praktisch gedacht?
Sich über die Margen der Hersteller zu echauffieren bringt wenig. Vor
allem bei speziellen Produkten wie Pralinen.
Hannes J. schrieb:> Gustav K. schrieb:>> Conrad hat hier mit seinen "Apotheken-Preisen" drei alteingesessene>> Modellbaufachgeschäfte, sowie drei alteingesessene>> Elektronikfachgeschäft platt gemacht.>> Haben sie wahrscheinlich nicht. Der Conrad vor Ort hat nur länger> durchgehalten und durfte länger Verluste einfahren.
Wie jetzt: Dass ein neuer Player mit "Apotheken-Preisen" Verluste
einfährt, wäre noch nachvollziehbar, der neue Player wird aber kaum mit
"Apotheken-Preisen" die alteingesessene Konkurrenz platt machen können.
Gustav K. schrieb:> Wie jetzt: Dass ein neuer Player mit "Apotheken-Preisen" Verluste> einfährt, wäre noch nachvollziehbar, der neue Player wird aber kaum mit> "Apotheken-Preisen" die alteingesessene Konkurrenz platt machen können.
Ja das wäre Unsinn. Allerdings werden die anderen Läden auch
Apothekenpreise gehabt haben. Habe noch keinen kleinen Modellbau- oder
E-Laden gesehen der günstig war.
Trotzdem sind die eher parallel eingegangen, nur mit unterschiedlicher
Geschwindigkeit.
Cyblord -. schrieb:> Sich über die Margen der Hersteller zu echauffieren bringt wenig. Vor> allem bei speziellen Produkten wie Pralinen.Gustav K. schrieb:> Der Hersteller muss die Pralinen verbilligt abgeben, denn> laut Kartellgesetz darf ein Händler nicht unter EK anbieten.
Ja, das ist § 20 Abs. 3 GWB. Mir zeigen derartige Sonderangebote, wie
hoch die Margen vom Hersteller und Supermarkt insgesamt tatsächlich
sind.
Echauffieren bringt auch meiner Meinung nach nix. Stattdessen
Gelegenheit nutzen und sich mit Bier, Chips, Waschpulver etc. eindecken
oder den lange geplanten Ersatz des altersschwachen Flach-TV's jetzt
durchziehen.
Gustav K. schrieb:> Interessante Information. Im örtlichen Supermarkt haben sie diese Woche> Edel-Pralinen mit sagenhaften 45% Rabatt. Da stehen dann gleich mehrere> Paletten mitten im Gang, so dass man regelrecht drüber stolpert. Der> Hersteller muss die Pralinen verbilligt abgeben, denn laut Kartellgesetz> darf ein Händler nicht unter EK anbieten.> Manch einer könnte aber auf den Gedanken kommen, dass die Pralinen mit> exorbitanten Gewinnmargen vertickt werden, denn es muss ja trotz> Sonderangebot noch was verdient sein. Und deshalb aus Protest genau> diese Pralinen künftig nicht mehr kaufen. Ziemlich gewagte Sache, wie> ich finde.
Gerade bei den sogenannten "Edelmarken" fliessen doch absolut utopischen
Prozentanteile des HEK-Preises schon vorher in die Werbung des
Herstellers, ggf. dazu ein passender Werbekostenzuschuss an den
Endhandel.
Dazu kommt, dass immer mehr Hersteller alle naslang "Sondereditionen"
oder Aktionen rausbringen, die entsprechend gelabelt sind und nach
Aktionsende möglichst schnell wieder aus den Regalen verschwinden
sollen, ohne gleich vernichtet zu werden.
Milka bringt immer wieder "Limitierte Editionen" selbst bei
Tafelschokolade raus, teilweise sogar über deren Standard-UVP-Preis von
1,15€/Tafel (bei unterschiedlichen Gewichten).
Letztens den Restbestand bei einem Lidl für 18ct/Tafel a'100g
eingepackt, Ritter Sport für 29ct, Fairtrade fin Carre für ~20ct/100g...
Markenbutter kauf ich meist zwischen 74 und 84ct/250g, egal ob von
Kerry, Frau Antje & Co, diese meist dann nur noch in Kleinmengen zu
bekommen.
Anders vor zwei Monaten bei Kaufland, als die einen ganzen Gang mit
"Markenbutter" für 82ct/250g zugestellt hatten.
Aber das ist anders als bei dem Schokogedöns schon ein Preis, der ganz
erheblich unter dem temporären Molkereiabgabepreis liegt.
Hier mal die amtl. Netto-Preisentwicklung von Butter verpackt lt. der
üddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V.:
https://www.butterkaeseboerse.de/UserFiles/Media/grafiken/070222-grafik-deutsche-markenbutter-250-g-geformt-mdn.pdf
Nur mit dem § 20 Abs. 3 GWB hat das alles in meinen Augen nichts zu tun,
da es eben um das Räumen von Restkontingenten geht.
Rainer Z. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Sich über die Margen der Hersteller zu echauffieren bringt wenig. Vor>> allem bei speziellen Produkten wie Pralinen.>> Gustav K. schrieb:>> Der Hersteller muss die Pralinen verbilligt abgeben, denn>> laut Kartellgesetz darf ein Händler nicht unter EK anbieten.>> Ja, das ist § 20 Abs. 3 GWB. Mir zeigen derartige Sonderangebote, wie> hoch die Margen vom Hersteller und Supermarkt insgesamt tatsächlich> sind.
Naja, jetzt ist nur die Frage, wie Deine persönliche Definition des
Begriffs "Marge" aussieht.
Viele sehen da die Spanne zwischen EK und VK und setzen das dann gerne
als Gewinn fest.
Vor 2000 haben wir bei manchen Asien-/China-Kleinbauteilen im
Einzelverkauf ohne weiteres auch mal 100.000% und mehr auf den
rechnerischen EK aufgeschlagen, aber damit dennoch keinen Gewinn
erzielt.
(Diese VK waren dann einfach Pi mal Daumen den Katalogpreisen von
Reichelt, Conrad & Co angepasst, teilweise für die Filialen einfach nach
Fächerfarben vereinheitlicht.)
Lohnend war es dennoch solange, wie man damit Kunden aus einem riesigen
Umkreis in den Laden bekam, die man mit dem weiteren Angebot zu einem
ganz anderen Kauf animieren konnte, also den typischen Dingen, die es im
normalen stationären Handel nicht gab, insb. nicht auf dem "flachen
Land".
Gustav K. schrieb:> Interessante Information. Im örtlichen Supermarkt haben sie diese Woche> Edel-Pralinen mit sagenhaften 45% Rabatt.
Ja, der heutige Rabattpreis entspricht da dann oft dem Normalpreis
von vor einem Jahr. :-(
Harald W. schrieb:> Gustav K. schrieb:>>> Interessante Information. Im örtlichen Supermarkt haben sie diese Woche>> Edel-Pralinen mit sagenhaften 45% Rabatt.>> Ja, der heutige Rabattpreis entspricht da dann oft dem Normalpreis> von vor einem Jahr. :-(
Das ist so nur in absoluten Ausnahmefällen anzutreffen, jedenfalls wenn
es um Rabattsätze in der 50%-Gegend geht oder es nicht um
Elektronikbauteile geht.
Viel mehr stören mich die Praktiken diverser SBs und Hersteller gerade
im Lebensmittelbereich, Preiserhöhungen um hohe Prozentzahlen (z.B. 25%)
zu "verstecken", aber jede Senkung um 3% mit einer Mega-Plakataktion zu
begleiten.
Am besten noch beides direkt aufeinander folgend.
Weltmeister ist da der an sich geliebte Lidl, deren rote Schilder bei
mir "Augenkrebs" verursachen.
>Ralf X. (ralf0815) 11.02.2022 15:36>Butter..
Die Butter-Preisgestaltung ist ja sehr interessant, günstige
Sonderangebote bei Butter waren hier mal um 1.35 €/250g.
Derzeit Markenbutter 1.55 €/250g, angepriesen mit Rabatt von -46 %.
Mir war nicht geläufig, das es Sonder-Butter unter 1.20 €/250g gibt,
das wäre mir seit Jahren neu.Eine naive Vermutung wäre dann,
obs da wirklich Wettbewerb bei den Anbietern gibt, oder mal der
eine und mal der andere günstige Angebote hat, was man dann
für Wettbewerb hält.
Ich glaube nicht, das die Erzeuger bei höheren Preisen auch
mehr bekommen.
Dieter P. schrieb:> Ich glaube nicht, das die Erzeuger bei höheren Preisen auch> mehr bekommen.
Und wen interessiert das? Jucken dich die Herstellermargen bei Autos und
bei TVs? Aber bei Butter?
PAL = Problem anderer Leute.
Dieter P. schrieb:>>Ralf X. (ralf0815) 11.02.2022 15:36>>Butter..>> Die Butter-Preisgestaltung ist ja sehr interessant, günstige> Sonderangebote bei Butter waren hier mal um 1.35 €/250g.
Hast Du Dir mal die weiter oben verlinkte Grafik mit den amtlichen
Netto-Mittelabgabepreisen ab Molkerei angesehen?
Seit Okt. 21 ergibtsich damit ein (mittlerer!) Mindestpreis zwischen
1,55 und 1,61€ brutto für das normale 250g Päckchen ohne jede Marge.
Kleinere und besonders grosse Preissprünge ergeben sich durch das
Auslaufen von Verträgen und neue Vertragsabschlüsse der grossen Ketten.
Die noname "Deutsche Markenbutter" wird von den Ketten überwiegend im
Bereich der Selbstkosten an den Kunden verkauft.
> Derzeit Markenbutter 1.55 €/250g, angepriesen mit Rabatt von -46 %.
Bei solchen Aussagen sollte die genaue Marke angegeben werden.
Normalpreis wäre nach diesen Zahlen für genau dieses Produkt demnach
2,87€, in diesem unverschämten Preisbereich turnt an sich nur Kerry
rum...
> Mir war nicht geläufig, das es Sonder-Butter unter 1.20 €/250g gibt,> das wäre mir seit Jahren neu.
Im Mai 2020 waren für "Deutsche Markenbutter" noname/Eigenmarken 0,72€
bis 0,79€ ganz normal angesagt.
> Eine naive Vermutung wäre dann,> obs da wirklich Wettbewerb bei den Anbietern gibt, oder mal der> eine und mal der andere günstige Angebote hat, was man dann> für Wettbewerb hält.> Ich glaube nicht, das die Erzeuger bei höheren Preisen auch> mehr bekommen.
Der kleine Krämer holt seine Ware ggf. bei der Metro, Handelshof & Co
und kann seine Preise i.d.R. völlig frei gestalten, Tabakwaren mal
ausgenommen.
Die Ketten haben allerdings fast ausnahmslos knallharte Verträge mit den
Zuliefern/Herstellern mit den unterschiedlichsten
Dokumentierungspflichten.
Ein Hersteller wie Kerry mag es auch nicht, wenn er Butter zum
Selbskostenpreis an den Handel abgibt und ggf. auch noch einen dicken
Werbekostenzuschuss gibt, sich der Handel daran aber eine goldene Nase
verdient.
Also geht die übriggebliebene Aktionsware nach Ablauf des
Aktionszeitraumes entweder zurück an den Hersteller oder seines
Beauftragten und wird bei Lebensmitteln dann oft entsorgt, oder man
macht es wie die Schwarzgruppe und haut den Rest
Kerry-Butter-Aktionsware für Aktionspreis von 1,55€ (UVP 2,87€) dann
eben für 50% der 1,55€, also 77ct = ~27% des UVP raus...
Das erwähnte Angebot stammt vom Discounter,
Weihenstephan Butter, Preis auch in der Kerry-Liga.
Kerry kurz vorm ablaufen, oder auch andere Butter
gibts hier nicht mit solchen Preisabschlägen.
Die amtlichen Netto-Mittelabgabepreise ab Molkerei kannte
ich bisher nicht.
An die erwähnten Preise 2020 kann ich mich nicht mehr erinnern,
zu L... komme ich nur selten.
Den gestiegenen Ölpreis merkt man jetzt auch, 0,5 l günstiges
Öl waren bisher 1,39 €, jetzt auf einmal 1.79 €,
sind dann wohl die 5 % Inflation...
Dieter P. schrieb:> Das erwähnte Angebot stammt vom Discounter,> Weihenstephan Butter, Preis auch in der Kerry-Liga.> Kerry kurz vorm ablaufen, oder auch andere Butter> gibts hier nicht mit solchen Preisabschlägen.
Bei der von mir jemals gekauften Butter mit den "Hammerabschlägen" war
niemals ein in die Nähe gerücktes MHD Grund für den Abverkauf.
> Die amtlichen Netto-Mittelabgabepreise ab Molkerei kannte> ich bisher nicht.
Kennen die meisten nicht, zeigt aber gut auf, dass der Einzelhandel bei
der Noname- oder Eigenmarkenbutter i.d.R. nicht nach Gutdünken
rumjongliert.
> An die erwähnten Preise 2020 kann ich mich nicht mehr erinnern,> zu L... komme ich nur selten.
Das hat jetzt gar nichts mit Lidl zu tun, bei den Grundnahrungsmitteln
(noname oder Eigenmarken) unterscheiden sich die Discounter oft gar
nicht oder nur marginal.
> Den gestiegenen Ölpreis merkt man jetzt auch, 0,5 l günstiges> Öl waren bisher 1,39 €, jetzt auf einmal 1.79 €,> sind dann wohl die 5 % Inflation...
Wie sollte es auch anders sein?
Rohöl (Brent) ist in den letzten 12 Monaten um 50% gestiegen, Diesel um
30%, Benzin um 25%.
Das statistische Bundesamt errechnet die Inflationsrate an einem
verallgemeinerten "Warenkorb", persönlich kann das völlig anders
aussehen.
Etwas individueller lässt sich dieser schon hier einstellen/darstellen:
https://service.destatis.de/inflationsrechner/
Andere Seiten oder Apps lassen noch sehr viel mehr Individualität zu.
Ralf X. schrieb:>> Den gestiegenen Ölpreis merkt man jetzt auch, 0,5 l günstiges>> Öl waren bisher 1,39 €, jetzt auf einmal 1.79 €,>> sind dann wohl die 5 % Inflation...>> Wie sollte es auch anders sein?> Rohöl (Brent) ist in den letzten 12 Monaten um 50% gestiegen,
Von 0,5l für 1,79€ sind wir an der Tankstelle (!!) aber noch immer weit
entfernt.
Merkst was? ;)
"Conrad schließt die Nürnberger Filiale - heute letzte Woche"
Ralf X. schrieb:> Bei der von mir jemals gekauften Butter mit den "Hammerabschlägen" war> niemals ein in die Nähe gerücktes MHD Grund für den Abverkauf.
Wo können wir künftig noch Butter kaufen, wenn der Conrad dicht macht?
Richard H. schrieb:> Wo können wir künftig noch Butter kaufen, wenn der Conrad dicht macht?
Da es bei Conrad immer mehr fachfremde Artikel
wie z.B. Limonade gibt, wird man dort vielleicht
demnächst auch Margarine kaufen können.
>> Lebensmittelsupermärkte sind aber mittlerweile ähnlich, da gibt's dann> die Iglu Fischstäbchen im Angebot um 50% reduziert. Wenn die Margen das> hergeben, sind die Produkte sonst also um 100% überteuert.
Da laufen andere Mechanismen. zB
-Das Lager ist zB noch voll, obwohl die neue Saison anbricht. Dann
muessen Altbestaende noch raus.
-Oder ein Kuehl-Lastwagen ist liegengeblieben, die Ware zu stark
erwaermt. Daher rasch verkaufen, bevor's irgendwo ausfaellt.
-Auch bei Tiefkuehlprodukten ist ein Verfalldatum drauf, obwohl's das
technisch nicht brauchte. Gegen dieses Verfalldatum muss die Ware raus,
bevor's auffaellt und weggeworfen werden muss.
Ralf X. schrieb:> Viel mehr stören mich die Praktiken diverser SBs und Hersteller gerade> im Lebensmittelbereich, Preiserhöhungen um hohe Prozentzahlen (z.B. 25%)> zu "verstecken", aber jede Senkung um 3% mit einer Mega-Plakataktion zu> begleiten.
Fiel mir in den letzten Monaten bei zwei Produkten auf, die ich immer
wieder so mit einkaufe, also "Vorrat für Sa. Abend Einkaufen vergessen":
Beides REWE: Ja-Hundefutter 89ct auf 1,29€ und Spaghetti mit
Tomatensosse 250G von 69ct auf über einen Euro.
Und andererseits oft Süsskram reduziert im Gang stehen, sodass man kaum
durchkommt. Wenn da mal was bei ist, was mich interessiert und man genau
hinsieht ist es nicht billiger als die "normale" Packung im Regal
daneben. Ich versuche auf solche Angebote bei REWE im Gang nicht zu
achten. Die Wühltische und die Lebensmittel drum herum bei Aldi und LIDL
jedoch sind oft brauchbar.
Ida O. schrieb:> Beides REWE: Ja-Hundefutter 89ct auf 1,29€ und Spaghetti mit> Tomatensosse 250G von 69ct auf über einen Euro.
Da könnte man prima Spaghetti Bolognese von machen.
SCNR
Hans H. schrieb:>> Beides REWE: Ja-Hundefutter 89ct auf 1,29€ und Spaghetti mit>> Tomatensosse 250G von 69ct auf über einen Euro.>> Da könnte man prima Spaghetti Bolognese von machen.> SCNRhttps://de.wikipedia.org/wiki/Bologneser