wie funktionieren diese kabelverbinder?

Gast #6892996
hallo, in vielen videos aus amerika sehe ich "kabelverbinder" die eine 
schraubkappe einer zahnpastatube, aber wie funktionieren die  kappenund 
wie zuverlässig sind die.

in dem folgenden video habe ich gesehen, dass die kappe dort einfach mal 
abgefallen war.

https://www.youtube.com/watch?v=FuSsFdzF8tE

wie ist die korrekte (englische) bezeichnung solcher kabelverbinder?
Gast #6893005
Wenn die richtig benutzt werden sind sie ganz zuverlässig.
Das ist nicht nur eine Plastikkappe als Isolierung, innen ist eine 
Metallspirale die fest auf die verdrillten Adern geschraubt wird und die 
Verbindug so sichert.
Das hält nur nicht, wenn die Adern nicht richtig verdrillt sind oder die 
Nuss zu groß gewählt wurde.
#6893008
beta-tester schrieb:
> in vielen videos aus amerika sehe ich "kabelverbinder" die eine
> schraubkappe einer zahnpastatube, aber wie funktionieren die  kappenund
> wie zuverlässig sind die.

Zumindest früher habe ich immer wieder Geräte in die Finger bekommen, wo 
diese Schraubkappen auf miteinander verdrillten Litzen sassen.
Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht. lagen die auch diverse 
Elektrobaukästen bei oder auch im Bereich der Modelleisenbahnen, etc.

Litzendrähte werden abisoliert, miteinander verdrillt und mittels dieser 
konischen Schraubkappen isoliert und gesichert.

> in dem folgenden video habe ich gesehen, dass die kappe dort einfach mal
> abgefallen war.

Wenn die einfach wieder abfallen, sind sie zu lose oder stümperhaft 
aufgeschraubt/ausgesucht, also typisch für YTuber.. :-)
Gast #6893051
Im Gegensatz zu Amerika ist es hier üblich, Großbuchstaben zu benutzen.

beta-tester schrieb:
> wie funktionieren die  kappen und

Deutsch heißen die Drehverbinder, sind mir innerhalb von Leuchten 
begegnet. Die abisolierten Litzenenden werden verdrillt und dann die 
Kappe drauf gedreht. In der Kappe ist eine Spiralfeder.

https://www.pollin.de/p/kabel-drehverbinder-schraublos-20-stueck-550617

https://www.reichelt.de/drehverbinder-fuer-kupferdraehte-25-stck-drehverbinder-p37366.html?&nbc=1

> wie zuverlässig sind die.

Dazu habe ich keine Erfahrungen, ganz geheuer sind mir diese Dinger 
nicht und werden von mir nicht eingesetzt.
Angehängte Dateien:
Gast #6893080
Diese Teile wurden auch gern in alten Radios (schätze mal ab 1980) 
benutzt um das Netzkabel mit dem Trafo zu verbinden. Habe mehrere dieser 
Geräte geschlachtet, und nie war da was verdächtig oder verschmort.
Allerdings waren die Drehverbinder auch nochmal in Schrumpfschlauch man 
hatte wohl Angst daß sie sich durch Vibrationen lockern.
Gast #6893088
Martin S. schrieb:
> dort waren auch die
> Kappen auf den verdrillten Litzen, die aber scheinbar gecrimpt werden.
Eher gequetscht.
Sieht man auch aktuell noch oft in Brüllwürfeln.
Drehverbinder habe ich bis jetzt nur in Lüstern und Deckenventilatoren 
gesehen.
#6893118
Martin S. schrieb:
> Sicher, dass das Drehverbinder waren? Habe vor kurzem eine Gardena Pumpe
> geöffnet. Ist eigentlich Husqvarna made in PRC. dort waren auch die
> Kappen auf den verdrillten Litzen, die aber scheinbar gecrimpt werden.

Ich stimme Dir da zu, das in Radios, Leuchten, etc. sind sog. 
Endverbinder, die werden gecrimpt / gequetscht.
#6893123
beta-tester schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Wire nut
>
> super, danke.
> uh, gruselig, ich habe jetzt videos mit dem begriff gefunden - das sieht
> mir aber gar nicht sicher aus.

Was heisst hier (un-) sicher?
Es ist doch alles u.a. eine Frage des Anwendungsfalles und der 
Verarbeitung durch den Anwender.
Eine unsachgemässe Verwendung von Schraubklemmem, Federklemmen, 
Quetschverbindern, Stromdieben, etc. hat auch ihre Schwächen.
Ein Verdrillen (oder sogar Verlöten) + Isolierband oder Schrumpfschlauch 
ebenso.
Gast #6893158
Ralf X. schrieb:
> beta-tester schrieb:
>> MaWin schrieb:
>>> Wire nut
>>
>> super, danke.
>> uh, gruselig, ich habe jetzt videos mit dem begriff gefunden - das sieht
>> mir aber gar nicht sicher aus.
>
> Was heisst hier (un-) sicher?
> Es ist doch alles u.a. eine Frage des Anwendungsfalles und der
> Verarbeitung durch den Anwender.
> Eine unsachgemässe Verwendung von Schraubklemmem, Federklemmen,
> Quetschverbindern, Stromdieben, etc. hat auch ihre Schwächen.
> Ein Verdrillen (oder sogar Verlöten) + Isolierband oder Schrumpfschlauch
> ebenso.

stimmt wohl. die Wire Nuts werden bestimmt auch bei fachgerechter 
handhabung sicher sein, sonst würden die ja nicht verwendet werden. 
gerade in amerika wo man wegen jeder kleinigkeit jemanden verklagen 
kann.
und ja, ich habe auch lüsterklemmen vollgestopft mit adern gesehen wo 
die schraube locker war.
ich bin wohl zu verblendet von den modernen kabelklemmen mit den klipps
Gast #6893166
loeti2 schrieb:
> Diese Teile wurden auch gern in alten Radios (schätze mal ab 1980)
> benutzt um das Netzkabel mit dem Trafo zu verbinden.

Ja, massenweis in Kofferradios, Digitalweckern, ...

In der DDR zur Elektroinstallation mit Al.
Mußten nur mit Vaseline o.ä. gefüllt werden.
War glaube ich schon drin.
Gast #6893290
Hat jemand Erfahrungswerte bezüglich Umverdrahtung? Die werden ja insb. 
in den US wohl für Festinstallation mit massiven Leitern genutzt, 
ruiniert man sich nicht jeweils das Leiterende? Aus Federklemmen (auch 
ohne Hebel) bekommt man die Leiter ja noch quasi unbeschadet raus.
#6893430
Mani W. schrieb:
> So schlecht können die nicht sein...
>
> https://www.3maustria.at/3M/de_AT/p/d/v000584058/

Amerikanische Firma bietet amerikanische "Hochtechnologie" an - 
Überraschung.
Ist halt zeitiges 15. Jahrhundert, ähnlich Blattfedern und Starrachsen.

Aktuell entdeckt man in Amerika Wagos - und die meisten sind schockiert, 
mit was für einer archaischen Verbindungstechnik sie seit Jahrzehnten 
arbeiten.
Dem endgültigen Durchbruch in Amerika stehen nur der Preis und billige 
Plagiate gegenüber, die dem Klemmentyp einen schlechten Ruf eingebracht 
haben.
#6893437
??? schrieb:
> Bei uns nach dem 2 WK wurden die Massivdrähte auch verzwirbelt. In
> manchem Altbau kann man es noch sehen. Isoliert wurde mit schwarzem
> Teerband.

Bei Schwachstromltg. hatte sich der Kleber des "Teerbandes" oft 
selbständig gemacht, hatte dann zwischen den Adern als Isolator 
fungiert....

Bei Isolierbändern aus den Sechzigern- Siebzigern- ... kommt es auch ab 
und an vor, der der Kleber sich selbständig und Probleme macht.

Besagte schwarze Isolier-Schraub-Hülsen waren in den Fuffzigern 
angesagt, neben den Porzellan-Ringen, die als Klemmstein meist 4-polig 
und seltenst 5-polig zur Anwendung kamen.

Drähte sauber verdrillt und dann die schwarzen Dinger aufgeschraubt, 
hatten mitunter eine bessere "Schraubverbindung" als so manche 
"Doliklemmen" aus hartem Kunststoff.
Das Problem bei besagten "Doli" waren die "MadenSchrauben", die, wenn zu 
arg festgezogen, schnell einmal die Hälfte der M-Schraube mit dem 
Schlitz-Schrauben-Zieher (Dreher neudeutsch) abbrach.

Kurzum:
Nicht alles war schlecht aus vergangenen Zeiten!!!!
Wer natürlich mit diesen und weiteren Materialien nicht aufgewachsen 
ist, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, wie all das funktioniert 
haben kann!

Wenn man heute teils Material aus dem Fachhandel bezieht, kommt man aus 
dem Kotzen nicht mehr heraus!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
#6893438
Jemand schrieb:
> Hat jemand Erfahrungswerte bezüglich Umverdrahtung? Die werden ja insb.
> in den US wohl für Festinstallation mit massiven Leitern genutzt,
> ruiniert man sich nicht jeweils das Leiterende? Aus Federklemmen (auch
> ohne Hebel) bekommt man die Leiter ja noch quasi unbeschadet raus.

Ja, die Gewinde der Wirenuts kerben die Leiter ein.
#6893484
Interessant ist auch, das es in der DDR mit Fett gefüllte auf einer 
Seite geschlossene Aluhülsen gab, die verpresst wurden und mit einem 
Kunststoffhütchen isoliert wurden.

Diese Drehhülsen gab es glaube ich nur in der BRD.

Solange gut verarbeitet, scheinbar ganz okay, oft wurde aber versucht 
mehr Drähte drunter zu bekommen, als für die Klemme geeignet und dann 
war halt irgendwas locker.

Funfact: Die Doliklemmen heissen glaube ich eher Dolüklemmen, da es sich 
ausgesprochen um Dosenlüsterklemmen handelt. Diese gab und gibt es 
übrigens beidseitig offen oder auf einer seite geschlossen.
Gast #6894060
Eppelein V. schrieb:
> Kurzum:
> Nicht alles war schlecht aus vergangenen Zeiten!!!!
> Wer natürlich mit diesen und weiteren Materialien nicht aufgewachsen
> ist, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, wie all das funktioniert
> haben kann!

Und wie das funktioniert hat.
Nicht nur auf diesem Gebiet.

Ich habe hier die letzte Leitung getauscht von 1932.
Die Leitungen Gewebe isoliert.
Noch perfekt mit Asphalt getränkt. Massives Cu.
Als Abschirmung Blei mit Massedraht.
Dazu außen ein ziegelrotes Pulver gegen Ratten.

Was will man mehr.

Dazu noch Klemmdosen aus  Porzellan.
#6894323
Hallo,

Manfred schrieb:
> Mani W. schrieb:
>> So schlecht können die nicht sein...
>> https://www.3maustria.at/3M/de_AT/p/d/v000584058/
>
> Bieten als Prüfzeichen nur UL (USA) und CSA (Kanada), nichts aus Europa.
> Das macht den Einsatz hierzulande kritisch.

1978/79 wurde in der DDR das "Warenhaus am Ostbahnhof" von den Schweden 
gebaut. Dort wurden solche Klemmen von den Schweden eingesetzt. Kannte 
bei uns keiner, also mußte der "DDR-TÜV" das abnicken. Wurden dort sehr 
gründlich getestet. Die Verbinder gewannen gegen alle damals üblichen 
Klemmverbinder... Ich war ca. 12 Jahre dort, ein ehemaliger Kollege noch 
bis zur Schließung..
Es gab nie irgendwelche Probleme mit diesen Verbindern, ein paar könnte 
ich sogar noch rumliegen haben, die wurden den Schwedenelektrikern gern 
handvollweise von uns abgeschwatzt. Die inoffiziellen Kontakte waren zur 
Bauzeit eben ganz brauchbar. ;-)

Gruß aus Berlin
Michael
#6894513
beta-tester schrieb:
> stimmt wohl. die Wire Nuts werden bestimmt auch bei fachgerechter
> handhabung sicher sein, sonst würden die ja nicht verwendet werden.
> gerade in amerika wo man wegen jeder kleinigkeit jemanden verklagen
> kann.

Du nimmst da eine falsche Kausalität an. In Amerika darf erstmal (fast) 
jeder Mist verkauft werden. Erst wenn es Schäden gibt und man sich 
einen Anwalt leisten kann, gibt es möglicherweise ein Verkaufsverbot und 
Schadensersatz. Diese Reihenfolge sichert erst mal maximalen Gewinn für 
alle (=Hersteller/Händler/Anwalt) Seiten, und nur darauf kommts ja an, 
wenn man keinen Kommunismus mag ;)

Die Wirenuts sind aber schon sicher, der Federdraht ist ja nicht "rund" 
sondern rautenförmig und die Windungen schneiden sich (wie erwähnt) 
damit ins Material. Das ist dann auch gasdicht und recht stabil. Aber 
die Dinger kosten viel Platz, sind bei mehr als zwei Drähten (erst recht 
bei unterschiedlicher Dicke bzw. Litze+Draht) arg fummelig. Da soll man 
dann wieder nach bestimmten Regeln vorverdrillen. Damit ist das ganze 
spiralige Gewürge nach der Demontage aber eigentlich nicht mehr nutzbar 
und man muss einkürzen. Und sowas wie 8 Drähte mit einer simplen Wago 
2273-208 zu verbinden ist gar nicht erst drin.

Ich hab die Dinger mal aus Neugier in einer unkritischen Verkabelung 
benutzt und war eher nicht so begeistert von der Handhabung...
Gast #6895982
beta-tester schrieb:
> stimmt wohl. die Wire Nuts werden bestimmt auch bei fachgerechter
> handhabung sicher sein, sonst würden die ja nicht verwendet werden.
> gerade in amerika wo man wegen jeder kleinigkeit jemanden verklagen
> kann.

Auch in Amerika ist es sicher ein Unterschied, ob du in Havanna in eine 
zusammenimprovisierte E-Verteilung guckst oder ob es ein Neubau in 
Manhatten ist.

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