Hi
Ich stehe gerade auf dem Schlauch: Bei NPN ist mir völlig klar, wie ich
eine open collector Schaltung mit zwei Spannungen betreibe (eine für die
Transistorschaltung zur Basisansteuerung und eine für die externe
Schaltung, die das Signal auswertet.
Aber geht das auch bei PNP? Und wie?
Danke.
Wolfgang schrieb:> Ja. Genau anders rum.> Was hast du denn vor?
Geht nur ums Verständnis.
"Anders herum" verstehe ich gerade nicht. Die Basis wird doch nach Masse
geschaltet und am Emitter brauche ich die 5V. Kannst Du mir bitte ggf.
ein Bild malen?
Ich sage ja: Schlauch...
Martin schrieb:> Kannst Du mir bitte ggf. ein Bild malen?
1. Tausche + und - der Versorgung.
2. Dreh den Diodenpfeil im Transistor um.
3. Einmal Blatt um 180 Grad drehen.
Fertig ist der umgekehrte Schaltplan.
(PS: Vorwiderstand schadet nicht)
Martin schrieb:> "Anders herum" verstehe ich gerade nicht.
Die Verhältnisse lassen sich - einfach gesagt -"spiegeln"
(zu negativer Versorgung und PNP).
Martin schrieb:> Kannst Du mir bitte ggf. ein Bild malen?
Kannst Du bitte erst mal beschreiben, was Du praktisch
planst?
Martin schrieb:> Aber geht das auch bei PNP? Und wie?
Wenn du die Ansteuerschaltung mit 5V oder 3,3V betreibst (beachte den
fehlenden Basiswiderstand), aber eine höhere Ausgangsspannung benötigst,
die aktiv auf z.B. +12V gezogen wird, dann geht das mit einem einfachen
PNP nicht. Das kann z.B. auf sowas rauslaufen:
Beitrag "Re: Verständnisfrage Last schalten PNP Transistor"
Martin schrieb:> Geht nur ums Verständnis.
Also ist weder ein Widerstand erforderlich noch irgendeine praktische
Umsetzung
???
Kamal A. schrieb:> Fertig ist der umgekehrte Schaltplan.
Anbei der erste Wurf. Aber wo jetzt 12V ran?
Martin schrieb:> Kannst Du mir bitte ggf. ein Bild malen?
Die +5V und die +12V müssen miteinander verbunden werden und die beiden
GND müssen leider getrennt werden. Der Emitter des PNP-Transistors wird
direkt an die beiden Plusspannungen angeschlossen.
Martin schrieb:> Die Basis wird doch nach Masse> geschaltet und am Emitter brauche ich die 5V.
Die Spannung am Emitter des PNP kann auch größer 5V sein, dann muß für
den Aus-Zustand die Basis sogar auf diesen höheren Pegel.
Wenn man plusseitig schalten will, nimmt man gerne zwei Transistoren -
einen P für den Leistungszweig und einen kleinen N für dessen
Ansteuerung.
Siehe Anhang, anstatt 5V können rechts oben auch 12V oder sonstwas sein,
anstatt des P-FET ein bipolarer PNP.
Martin schrieb:> Martin schrieb:>> Geht nur ums Verständnis.>> Also ist weder ein Widerstand erforderlich noch irgendeine praktische> Umsetzung
Das Verständnis sollte auch das Wohlergehen der BE-Strecke mit
einbeziehen.
Die gezeigte Schaltung ist TÖDLICH für den Transistor.
Martin schrieb:> "Anders herum" verstehe ich gerade nicht.
Emitter an Gnd, Basis (über Widerstand) an -5V, Kollektor ist dein
Open-Kollektor Ausgang, der einen von -12V o.ä. kommenden Strom auf
Masse schalten kann.
Was willst du erreichen?
Wolfgang schrieb:> Das Verständnis sollte auch das Wohlergehen der BE-Strecke mit> einbeziehen.> Die gezeigte Schaltung ist TÖDLICH für den Transistor.
Schreibe doch auch gleich, warum ... auch die
BE-Strecke unterliegt einer therm. Begrenzung der
(stromabhängigen) Verlustleistung.
Bei der Emitterschaltung (Emitter liegt auf GND)
muß R_Basis(vor) der Steuerspannung zumindest
grob angepaßt werden.
Es gibt dabei einen Mindest- (wg. des maximalen
Basisstroms (therm.)) und auch Maximal-Wert (noch
klein genug für "sauberes Durchschalten" etc. -
auch hierzu wäre noch viel mehr zu sagen).
Martin schrieb:> Geht nur ums Verständnis.
Die Aussage ist weniger eindeutig, als Du denkst.
Oft genug wurden solche Aussagen zusammen_mit
(evtl. später nachgelieferten) akuten_Problemen
gemacht.
Aber egal jetzt, ich nehme sie mal für bare Münze:
Ist in Deinem Szenario irgendetwas festlegbar...?
Z.B.: Soll das ganze "oberhalb" oder "unterhalb"
GND stattfinden? (Und ja: Beides wäre möglich.)
Ca. P. U, I -Bereich? etc., pp.
Leider ist eben Dein "rein theoretisches Szenario"
so dermaßen allgemein dargestellt, daß Antworten
(ich meine jetzt solche, die trotz Deines ebfs.
weitgehend unbekannten übrigen Kenntnisstandes zu
"gesichertem Verständnis" führen würden sollen -
also keine "hingeworfenen Sätze/friß oder stirb")
eher umfangreich würden (aka "Abhandlung"...)
was jedoch Deinem Verständnis gar nicht unbedingt
entgegenkommen muß.
Sei doch so gut und liefere mehr Infos.
Wolfgang schrieb:> Das Verständnis sollte auch das Wohlergehen der BE-Strecke mit> einbeziehen.> Die gezeigte Schaltung ist TÖDLICH für den Transistor.
Insofern sind die beiden vom TO gezeigten Schaltungen ja gleichwertig
und wir können annehmen, dass das Zerstören der Transistoren sein
erklärtes Ziel ist.
Wenn nicht, sollte der TO mal anfangen zu verstehen wie eine Bipolarer
Transistor überhaupt funktioniert. Vorallem das mit dem U(BE).
-
https://www.electronics-tutorials.ws/de/transistoren/transistors-als-schalter.html
Schade. Mal wieder - selbst bei einer einfachen Frage - können viele
hier im Forum einfach nicht begreifen, worum es bei einer Frage geht.
Von mir aus malt so viele Widerstände ein, wie ihr wollt. Und ja, sie
mögen alle wichtig sein, wenn man etwas real aufbaut. Und ihr seit
wirklich echte Profis, die alles ganz genau Wissen und damit prahlen und
sich über andere lustig machen dürfen - /Glückwunsch, du bist ein Held/.
Aber für das banale Verständnis meiner Frage sind sie *absolut
unnötig* (an der Basis).
ICH WILL NICHTS AUFBAUEN
Danke an die, die (leider mehr oder weniger erfolglos) sich mit meiner
Frage beschäftigt haben.
Martin schrieb:> Da https://ae01.alicdn.com/kf/H9fe671f9853840bc8b375fbeef883554R.jpg> sehe ich keinen Basisvorwiderstand (nur falsche Relais intern, die gar> nicht da sind) - oder irgendwelche anderen.
Was hat die verlinkte Beschaltungsskizze mit Transistorbeschaltung zu
tun?
Da ist kein einziger Transistor enthalten, folglich auch keine Basis,
vor die man eine Widerstand schalten könnte.
Martin schrieb:> Aber all das wollte ich gar nicht wissen. Ich hoffe euch fragt nie> ein Kind, wie etwas in der Welt funktioniert.
Du hattest ganz konkret nach einem Transistor gefragt, und in Text und
Bild klar zu verstehen gegeben, dass um einen einzelnen
Bipolartransistor geht, in Verbindung mit den konkreteren Bezeichnungen
NPN und PNP. Das legte nahe, dass du eine vage Vorstellung von einem
Bipolartransistor hast und es um dessen Beschaltung geht.
Ein Link auf eine Reflexionslichtschranke, in dessen chinesischer
Beschreibung zufällig NPN/PNP aufkreuzt, ist eine völlig andere
Baustelle. Möglicherweise solltest du die richtige Frage stellen.
Missverständnisse sollte man in Forendiskussionen einkalkulieren. Das
funktioniert anders als in direktem Kontakt mit unmittelbarer
Rückkopplung. Beleidigt mit dem Fuss auf dem Boden aufstampfen, weils
nicht auf Anhieb so lief wie erhofft, ist allerdings wirklich kindliches
Verhalten.
Martin schrieb:> einfache Frage
Einfache Antwort.
(Basiswiderstand möchtest Du ja nicht).
(prx) A. K. schrieb:> Schalter zu, Transistor futsch. So einfach kann Elektronik sein.
Elektronik kann echt einfach sein. Sollte diese einfache Antwort nicht
Deinen Ansprüchen genügen, dann würde ich an Deiner Stelle mal an der
Fragestellung arbeiten (Randbedingungen, Anwendung) statt Nebelbomben in
die Runde zu schmeißen:
> was die Welt für Wunder bereit hält ...
Martin schrieb:> WiderständeMartin schrieb:> sind sie absolut unnötig (an der Basis).
Doch! Warum schreibst Du dann 5V an die Basis, oder zeichnest einen
Schalter? Könntest ja 2mA dran schreiben!
Gruss Chregu
Wolfgang schrieb:> Was hat die verlinkte Beschaltungsskizze mit Transistorbeschaltung zu> tun?
Irgendwas, völlig aus dem Zusammenhang; eine Webseite, die dieses Bild
verwendet, findet sich nicht, nicht mal die gugl-Bildersuche kennt es.
Die chinesischen Schriftzeichen bedeuten:
主电路 = Hauptstromkreis, 粽 = rot, 黑 = schwarz, 蓝 = blau
Vielleicht hilft das weiter:
https://www.balluff.com/de-de/grundlagen-der-automation/basiswissen-der-automation/elektrische-verdrahtung-von-sensoren
PNP = Last wird gegen negativen Pol, NPN = gegen positiven Pol
geschaltet
NO = normally open = Schließer, NC = normally connected = Öffner
Martin schrieb:> Da https://ae01.alicdn.com/kf/H9fe671f9853840bc8b375fbeef883554R.jpg> sehe ich keinen Basisvorwiderstand (nur falsche Relais intern, die gar> nicht da sind)
Das ist typischer Bremser[1] Bullshit. Da sind nicht nur keine Relais
drin, sondern höchstwahrscheinlich auch keine npn- bzw.
pnp-Transistoren. In der Elektronik spricht man eher von einem L-aktiven
bzw. H-aktiven Ausgang. Die Last kommt dementsprechend zwischen Ausgang
und Betriebsspannung oder zwischen Ausgang und GND.
[1] BMSR-Techniker. Betriebs-Mess-Steuerungs-und-Regelungs-Techniker.
Ein Ausbildungsberuf in der DDR. Vergleichbar dem heutigen Mechatroniker
/ Automatisierungstechniker. In der Praxis meist ein Hindernis, deswegen
die verballhornte Bezeichnung.
Josef L. schrieb:> PNP = Last wird gegen negativen Pol, NPN = gegen positiven Pol> geschaltet
Bei diesem Sprech aus der Steuerungstechnik steht weder das "PNP" noch
das "NPN" für einen Transistor. Dort ist das die Bezeichnung für einen
Signal-/Aktuatorausgang mit bestimmtem Schaltverhalten, das sich genauso
gut mit einem Relaiskontakt erreichen lässt.
Wolfgang schrieb:> Bei diesem Sprech aus der Steuerungstechnik steht weder das "PNP" noch> das "NPN" für einen Transistor. Dort ist das die Bezeichnung für einen
Das ist aber davon abgeleitet worden. Ob Du den Ausgang jetzt wirklich
mit einem Transistor, oder mit einem Relais machst, ist diesbezüglich
eher wurscht.
Wolfgang schrieb:> steht weder das "PNP" noch das "NPN" für einen Transistor.
Das wollte ich damit auch nicht ausdrücken, ich wollte nur das
chinesisch verdeutschen. Ich sehe es ansonsten genauso. Hilfreich ist
die Übernahme bzw. Verallgemeinerung der Begriffe aber nicht, wenn das
dann aus Unkenntnis mit echten Transistoren gleichgesetzt wird.
Martin schrieb:> Aber für das banale Verständnis meiner Frage sind sie *absolut> unnötig* (an der Basis).>> ICH WILL NICHTS AUFBAUEN
Für das Verständnis deiner Frage wäre es absolut hilfreich, wenn du
endlich mitteilen würdest, was genau du mit dem PNP vor hast und welche
Randbedingungen vorliegen, z.B. wo du schalten willst
(High-/Low-Side/egal?).
Martin schrieb:> für das banale Verständnis meiner Frage sind sie *absolut> unnötig
So ein Unsinn.
Dir ist also nicht klar, daß die Theorie sich genauso
an der Praxis orientieren muß, wie umgekehrt.
Weil jedes Bauteil sich auswirkt (sogar "unsichtbare").
Dein unfaßbar primitiver Denkansatz ist weit entfernt
davon, Dich in die "Wunder der Welt" bringen zu können,
mein lieber.
Und von Deiner Grundeinstellung anderen gegenüber will
ich mal gar nicht anfangen - Du hast entweder noch viel
zu lernen (weil Du recht jung bist), oder aber Du bist
ein hoffnungsloser Fall (falls schon älter).
Such Dir deutlich simplere Interessengebiete. Welche Du
dann in der Lage bist, ohne wesentlichen Denkeinsatz zu
begreifen - hiermit wirst Du wohl nicht glücklich.
Und vorzugsweise solche, die Du ganz_allein schaffst.
Interaktion mit anderen liegt Dir ja offenbar nicht.
Viel Erfolg dabei.
aga khan schrieb:>> für das banale Verständnis meiner Frage sind sie *absolut>> unnötig
Warum erinnert mich diese Gesprächsrunde so verdammt an den
Parallelfaden, wo der TO erklärt haben möchte, wieso es negative
Spannungen geben kann!! Unbedingt suchen und lesen und staunen. Und hier
soll der TO gefälligst mal ein paar wenige Grundlagen zu Transistoren
heraussuchen und verstehen. Wenn es dann Fragen gibt, werden diese wohl
deutlich verstehbarer formuliert werden als gerade jetzt hier...
Gruß Rainer
Rainer V. schrieb:> Und hier> soll der TO gefälligst mal ein paar wenige Grundlagen zu Transistoren> heraussuchen und verstehen.
Der ist schon längst geflüchtet.