Multibootsystem für zwei Festplatten

Gast #6972597
Lesenswert?

Hi,
 habe zwei Hauptfestplatten.
1 Mit Ubuntu und eine mit W10.

Jetzt ist so dass ich entscheiden möchte von welcher ssd gebootet werden 
soll:
 * Bootreihenfolge automatisch
 * Oder auch mal selber spontan entscheiden

Wenn ich gar nichts mache beim Starten, wird W10 gestartet.
Ich möchte aber die Bootreihenfolge ändern, sodass die ssd mit ubuntu 
startet.

Wenn man am Anfang "entfernen" drückt kommt man in das 
Konfigurationsmenü vom  Mainboard 450B MSI.
Leider sieht man dort nur die SSD mit W10.
So kann  ich ubuntu nicht nach vorne schieben!

So muss ich immer F11 am Anfang drücken um dann ubuntu zu wählen.
Dabei will ich doch ubuntu primär nutzen xD
W10 nutze ich gerne für bestimmte Anwendungen die unter Linux einfach 
nicht laufen.

Vielen Dank
Angehängte Dateien:
Gast #6972698
Lesenswert?

starbooter schrieb:
> Wenn ich gar nichts mache beim Starten, wird W10 gestartet.

Hat Ubuntu denn nicht den Bootmanager Grub installiert? Da kann man so 
ziemlich alles einstellen. Wenn nicht würde ich das nachholen.

Im Prinzip hat auch Windows 10 einen Bootmanager, aber der ist viel 
schlechter bedienbar. Es gab auch unabhängige und universelle 
Bootmanager, aber die braucht man heute nicht mehr.

Georg
(Firma: matzetronics) #6972722
Lesenswert?

Wenn du Ubuntu nach Windows installiert hast, kommt normalerweise 
erstmal die Startauswahl von Grub. Das kannst du aus Ubuntu heraus 
konfigurieren und dir auch das bevorzugte Startsystem wählen - mit 
einstellbarer Wartezeit.
An der Bootreihenfolge im BIOS/UEFI muss man dann nichts mehr ändern.

Im Augenblick aber doch, denn du musst nun einmal Ubuntu starten und 
Grub installieren. Heute ist nur noch Grub2 aktuell.
https://www.gnu.org/software/grub/manual/grub/grub.html
#6972735
Lesenswert?

Hallo, ich habe mir Umschalter für die 5V und 12V Versorgungsspannung 
der FP eingebaut. Vor dem Einschalten des Rechners entscheide ich, 
weiche FP ich gerade nutzen möchte. Eine Platte ist eine Testplatte, die 
ich auch neu formatieren oder spiegeln kann, ohne das die „gute“ FP 
verändert wird. Das Datenkabel und GND bleiben dabei immer bei allen FP 
verbunden. Windows kann dabei nicht auf die andere Platte zugreifen.
Gruß Carsten
Gast #6972841
Lesenswert?

Ich bin mittlerweile von Umschalten per Bootloader weg. Es wird immer 
mein Stamm-OS gebootet. Darin werden bei Bedarf VMs mit gerade 
gebrauchten Betriebssystemen gestartet.

Auf der TODO-Liste sind mal WSL ausprobieren und ein Server der direkt 
Docker-Container ausführen kann. Wenn ich mal Zeit habe.
#6972845
Lesenswert?

Wenn Du nur gelegentlich von einer anderen Festplatte booten willst, 
würde ich die Boot-Reihenfolge im BIOS vertauschen. Vorteil: Der PC legt 
sofort los statt sich lange mit dem Bootmanager aufzuhalten. Wenn's 
ausnahmsweise die andere Festplatte sein soll, drücke ich F11 (bei 
meinem PC/BIOS) und kann es dann für diesen Start ändern.
Gast #6973114
Lesenswert?

Georg schrieb:

> Im Prinzip hat auch Windows 10 einen Bootmanager, aber der ist viel
> schlechter bedienbar.

Erst seit dieser Scheiße Vista. Vorher war die Bootloader-Konfig simpler 
Text, den man mit jedem Texteditor bearbeiten konnte.

Naja, für diesen Kram seit Vista gibt's bcdedit, das macht die Sache 
einigermaßen erträglich.

Übrigens finde ich auch grub und syslinux alles andere als komfortabel 
bedienbar. Naja, der Standard-Scheiß wird mehr oder weniger automatisch 
konfiguriert (wenn auch mit einem horrenden Aufwand an ziemlich 
undurchschaubarem Scripting), aber wenn man was vom Standard 
Abweichendes will, wird's schnell äußerst knifflig. Man versuche z.B. 
mal umzusetzen, dass der zuletzt gewählte Eintrag immer automatisch der 
Default-Eintrag für nachfolgenden Bootvorgänge wird...

Das wiederum kann Windows. Schick und komfortabel direkt im GUI des 
Bootloaders!

@starbooter:

Dein Problem liegt möglicherweise darin, dass bei dir Windows 
(standardmäßig) garnicht richtig runterfährt. Das kann man ändern, das 
Zauberwort heißt "Schnellstart", diese Option muss disabled sein, damit 
Windows richtig vollständig herunterfährt und die UEFI-Mechanismen zur 
Bootkontrolle voll zum Zuge kommen können.
Gast #6973505
Lesenswert?

Chris K. schrieb:
> Ist das die fortsetzung von
> Beitrag "Booten: auswahl ssd1 ubuntu ssd2 W10" ?

leider ja.
nachdem ich das mit F11 konnte war ich für ein paar Wochen zufrieden.
Dann hat es mich angefangen zu quälen, dass ich nicht das automatisch 
starten lassen kann was ich möchte.

Werde jetzt mal eure Tipps testen :D
Gast #6973511
Lesenswert?

c-hater schrieb:
> Dein Problem liegt möglicherweise darin, dass bei dir Windows
> (standardmäßig) garnicht richtig runterfährt. Das kann man ändern, das
> Zauberwort heißt "Schnellstart", diese Option muss disabled sein, damit
> Windows richtig vollständig herunterfährt und die UEFI-Mechanismen zur
> Bootkontrolle voll zum Zuge kommen können.

Habe einen Bildausschnitt der Konfiguration im Anhang.

Rainer Z. schrieb:
> Wenn Du nur gelegentlich von einer anderen Festplatte booten willst,
> würde ich die Boot-Reihenfolge im BIOS vertauschen. Vorteil: Der PC legt
> sofort los statt sich lange mit dem Bootmanager aufzuhalten. Wenn's
> ausnahmsweise die andere Festplatte sein soll, drücke ich F11 (bei
> meinem PC/BIOS) und kann es dann für diesen Start ändern.

Nur 4 von 10 mal möchte ich Windows  nutzen.
Sonst Ubuntu.
Ich habe keine Lust am Anfang immer F11 zu drücken um dann  Ubuntu zu 
wählen.
Ich möchte Ubuntu vorrangig Booten.
Wird aber wie  gesagt nicht mal angezeigt in  meinem Mainboardmanager in 
der Reihenfolge.
Angehängte Dateien:
Gast #6973514
Lesenswert?

ok bin

Chris K. schrieb:
> RTFM PAGE 55 Boot priority
> https://download.msi.com/archive/mnu_exe/mb/E7B86v1.2-GSE-LITE.pdf


ok habe mir das angeschaut. Habe jetzt schon mal ubuntu wieder primär am 
Booten :D
Habe dort csm gewählt - muss ich noch mal nachlesen..
Aber gerade hat mein  PC direkt Ubuntu gestartet.
Vlt. reicht das sogar jetzt.

Wenn ich jetzt gleich noch per F11 W10 aufrufen kann sollte es das sein 
was ich wollte :D
Gast #6974369
Lesenswert?

Es ist meistens keine besonders gute Idee, 2 Systeme über Bootmanager 
auszuwählen. Das merkt man leider erst, wenn Fehler auftreten und ein 
Backup nicht wie gewünscht funktioniert. Es bleibt zu hoffen, daß ein 
geeignetes Sicherungs-Image rechtzeitig vor weiteren Experimenten in den 
Schrank gelegt wurde.
#6974425
Lesenswert?

Warumnicht schrieb:
> oszi40 schrieb:
>> Es ist meistens keine besonders gute Idee, 2 Systeme über Bootmanager
>> auszuwählen.
>
> Aha. Warum nicht?

Ich habe das in der Anfangsphase von Windows 10 gemacht, als ich 
parallel Windows 7 weiter nutzen wollte. Wenn man da nicht 100% 
aufpasst, z.B. darauf, dass jede Festplatte wirklich runterfährt (kein 
Schnellstart), startet der PC mit chkdsk, hat also ein Problem. 
Letztlich hat's bei mir außerdem auf einer Platte den MBR zerschossen, 
den ich wiederherstellen musste. Ist also nicht ganz trivial mit zwei 
bootenden Festplatten in einem System.
#6974428
Lesenswert?

Rainer Z. schrieb:
> Ich habe das in der Anfangsphase von Windows 10 gemacht, als ich
> parallel Windows 7 weiter nutzen wollte. Wenn man da nicht 100%
> aufpasst, z.B. darauf, dass jede Festplatte wirklich runterfährt (kein
> Schnellstart), startet der PC mit chkdsk, hat also ein Problem.
> Letztlich hat's bei mir außerdem auf einer Platte den MBR zerschossen,
> den ich wiederherstellen musste. Ist also nicht ganz trivial mit zwei
> bootenden Festplatten in einem System.

Deßhalb wird hier im Thread nicht der Windows Bootmanager sondern die im 
Bios
integrierte Boot-Festplatten Auswahl verwendet.
Gast #6974529
Lesenswert?

Wieso macht ihr das so kompliziert. ??

Mein Uraltes Mainboard konnte schon F-Boot = Man drückt eine 
Funktionstaste und wählt das OS = Festplatte seiner Wahl aus.

Bei 2 Festplatten braucht man keine Software-Lösung.

Die braucht man nur wenn es nur EINE Festplatte (i.d.R. mit 2 o.m. 
Partitionen) gibt.
Gast #6974535
Lesenswert?

Schlaumaier schrieb:
> Wieso macht ihr das so kompliziert. ??
>
> Mein Uraltes Mainboard konnte schon F-Boot = Man drückt eine
> Funktionstaste und wählt das OS = Festplatte seiner Wahl aus.
>
> Bei 2 Festplatten braucht man keine Software-Lösung.
>
> Die braucht man nur wenn es nur EINE Festplatte (i.d.R. mit 2 o.m.
> Partitionen) gibt.

Wenn dir der allererste Beitrag vom TO nicht aufgefallen ist, was soll 
man da noch sagen?

starbooter schrieb:
> So muss ich immer F11 am Anfang drücken um dann ubuntu zu wählen.
> Dabei will ich doch ubuntu primär nutzen xD
Gast #6974703
Lesenswert?

starbooter schrieb:
> So muss ich immer F11 am Anfang drücken um dann ubuntu zu wählen.
> Dabei will ich doch ubuntu primär nutzen xD

Paul schrieb:
> Wenn dir der allererste Beitrag vom TO nicht aufgefallen ist, was soll
> man da noch sagen?

Dazu gibt es 2 Lösungen.

1. Man wechselt im BIOS die Standard-Platte

2. Man vertauscht die Platten intern. Falls 1. nicht funktioniert.
#6974741
Lesenswert?

Sorry, was ihr da alles Vorschlägt ist doch Humbug..

Platten tauschen, BIOS umschalten.. Ernsthaft?!

Der Normale weg ist Grub (bzw Grub2) einzuspielen und damit die 
Betriebssysteme auswählen. Hatte damit noch nie Probleme. Und was 
Wartezeit beim starten angeht, man kann Grub zB. auf 3 Sekunden stellen 
;-)
Gast #6975428
Lesenswert?

Marcello E. schrieb:
> Der Normale weg ist Grub (bzw Grub2) einzuspielen

Eine Software-Lösung ist IMMER mit ein gewissen Risiko verbunden.

1. Ein Bug in der Software könnte beide Systeme ruinieren.

2. Fällt die eine Platte aus, kann es Probleme geben auf die andere 
Platte zuzugreifen.

3. Das OS selbst kann die Software-Lösung zerstören. Es gab da Updates 
von Windows die einen Bootloader zerschossen haben.

und da gibt es noch ne Menge andere Gründe.

Wieso also so eine Software-Lösung.

Die einfachste Lösung ist die F-Taste beim Booten zu drücken. Dann muss 
man nur noch wissen auf welcher Platte welches OS ist.

Hier wird x-mal geraten sein System bei Problemen mit einen 
Linux-USB-Stick zu starten. Ist doch genau das selbe.

Ich persönlich ziehe JEDE Hardware-Lösung einer Softwarelösung vor. Und 
das schon seit ich Computer (sogar vor der PC Zeit) habe. Selbst mein 
Amiga damals hatte ein Boot-Schalter zur Auswahl des Laufwerks.

Ich persönlich bevorzuge sogar Wechselplatten. Und bevor jetzt einer 
Sagt so was ist nicht Zeitgemäß. Mein Gehäuse hat einen kompletten 
Sata-AUßEN-Schacht dafür. Ich ziehe die SSD raus, stecke die andere 
rein, und schalte die Kiste an.

FERTIG.
Gast #6975486
Lesenswert?

Marcello E. schrieb:
> Der Normale weg ist Grub (bzw Grub2) einzuspielen und damit die
> Betriebssysteme auswählen. Hatte damit noch nie Probleme. Und was
> Wartezeit beim starten angeht, man kann Grub zB. auf 3 Sekunden stellen
> ;-)

Das war vielleicht 1990 so, aber wir haben jetzt 2022. Jeder halbwegs 
aktuelle PC kann GPT booten. Und genau da braucht man bei mehreren 
Platten eben keinen Grub mehr, der alle anderen OS auch startet. Wenn 
jede Platte mit verschiedenen Systemen GPT formatiert ist und in der ESP 
einen Bootloader (bei Windows der von Windows und bei Linux Grub oder 
irgendwas anderes).

Damit funktioniert auch Platte A noch, falls Platte B abraucht und dort 
der Grub installiert ist oder andersherum.
Gast #6975490
Lesenswert?

X2 schrieb:
> Damit funktioniert auch Platte A noch, falls Platte B abraucht und dort
> der Grub installiert ist oder andersherum.

GENAU deshalb bevorzuge ich Systeme wo das Booten im Bios "irgendwie" 
verankert ist.

Schlicht und einfach Risiko-Minimierung.
Gast #6975541
Lesenswert?

Schlaumaier schrieb:
> Schlicht und einfach Risiko-Minimierung.

Es ist noch kein System endgültig gestorben weil der Grub ausgefallen 
ist, den kann man jederzeit und auch beliebig woanders wieder 
installieren. Aber wenn dir sowas zu hoch ist...

Wie die Kölner sagen, jeder Jeck ist anders, jedes BIOS auch, bei Grub 
weiss ich wenigstens wo ich hinfassen muss, das ist auf jedem Rechner 
gleich. Aber ein ganz klein bisschen Grundkenntnisse in Software braucht 
man halt.

Georg
#6975543
Lesenswert?

Schlaumaier schrieb:
> X2 schrieb:
>> Damit funktioniert auch Platte A noch, falls Platte B abraucht und dort
>> der Grub installiert ist oder andersherum.
>
> GENAU deshalb bevorzuge ich Systeme wo das Booten im Bios "irgendwie"
> verankert ist.

Auch wenn das für dich so aussehen mag: dein BIOS wird dir kein OS - 
weder Windows noch Linux - starten.
Du kannst dem BIOS maximal einen Vorschlag unterbreiten auf welchem 
Speichermedium es nach einem Bootloader suchen mag.
Wenn da aber kein Bootloader liegt - Pech gehabt.

Nur weil du den BL nicht siehst (weil er irgendwie auf silent 
konfiguriert ist oder er bei SingleBoot-Systemen kein Promp anzeigt), er 
ist da.
Gast #6975853
Lesenswert?

Le X. schrieb:
> Also mein BIOS kennt keine Dateisysteme, kann also keine Kernels oder
> sonstwas von einem Massenspeicher laden.

Nein. Aber ein Bios erkennt den MBR. Und der macht dann weiter.

Und ich sage ihm wo er ZUERST suchen muss.

Das war schon zu 8086er Zeiten so. Erst wurde auf der Diskette gesucht 
und dann auf der Platte. Bei Standard-Einstellungen.

Weshalb die Bios-Einstellungen auch eine Reihenfolge festlegen.

Als ich noch Windows auf nackten Festplatten installiert habe, habe ich 
die Boot-Reihenfolge auf CD First umgeändert. Da WINDOWS einige Male 
booten wollte. Dann habe ich die CD entfernt und Windows ist normal von 
der Platte gestartet. Ich hätte auch jedes mal mit der F-Taste umstellen 
können. Aber dann hätte ich den Installationsvorgang überwachen müssen.

Die selbe Technik funktioniert heute noch.
Gast #6975970
Lesenswert?

Schlaumaier schrieb:
> Le X. schrieb:
>> Also mein BIOS kennt keine Dateisysteme, kann also keine Kernels oder
>> sonstwas von einem Massenspeicher laden.
>
> Nein. Aber ein Bios erkennt den MBR. Und der macht dann weiter.

Fast richtig, aber doch daneben.
Das BIOS erkennt die aktivierte Partition.
Bei den Voreinstellungen legt das BIOS fest, welche Partition als aktiv 
geschaltet wird.

Hat aber den Nachteil, es können nur einzelne HD ausgewählt werden.
Bei mehreren BS auf einer HD geht das nicht.
Dann braucht es wirklich einen Bootmanager.
#6976010
Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Bei mehreren BS auf einer HD geht das nicht.
> Dann braucht es wirklich einen Bootmanager.

Die Fragestellung vom TO ging aber von ZWEI verschiedenen HD's aus!! 
Lesen muss man können.

starbooter schrieb:
> Hi,
>  habe zwei Hauptfestplatten.
> 1 Mit Ubuntu und eine mit W10.

Demnach liegt Schlaumaier mit seinen Hinweisen auf Booteinstellung per 
BIOS absolut richtig.
#6976019
Lesenswert?

Rainer Z. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Bei mehreren BS auf einer HD geht das nicht.
>> Dann braucht es wirklich einen Bootmanager.
>
> Die Fragestellung vom TO ging aber von ZWEI verschiedenen HD's aus!!
> Lesen muss man können.
>
> starbooter schrieb:
>> Hi,
>>  habe zwei Hauptfestplatten.
>> 1 Mit Ubuntu und eine mit W10.
>
> Demnach liegt Schlaumaier mit seinen Hinweisen auf Booteinstellung per
> BIOS absolut richtig.

Darüber lässt sich streiten. Grub bietet viele Möglichkeiten die eure 
BIOS Lösung nicht bietet.
- Grub Konsole (z.B. Übergabe von Boot Parametern)
- Software RAID
- uvm.
siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Unified_Bootloader
Aber für euren Hausgebrauch langt eure BIOS Lösung (Ist hier ja kein IT 
Forum ;-)
Gast #6976039
Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Dann braucht es wirklich einen Bootmanager.

Hat nur den winzigen Schönheitsfehler, dass im Fehlerfall kaum einer 
genau weiß wie dieser Bootmanager konfiguriert war? Multiboot ist so 
lange gut, wie es schön funktionieren tut. Deswegen bevorzugen einige 
eine HW-Lösung.
#6976146
Lesenswert?

Schlaumaier schrieb:
> Le X. schrieb:
>> Also mein BIOS kennt keine Dateisysteme, kann also keine Kernels oder
>> sonstwas von einem Massenspeicher laden.
>
> Nein. Aber ein Bios erkennt den MBR. Und der macht dann weiter.

"Der MBR" macht garnichts, "der MBR" ist ein bestimmter Speicherbereich 
auf einem Datenträger wo Code liegen kann. Und dieser Code kann dein OS, 
oder bei komplexeren Setups, die nächste Stufe eines Chainloaders laden.
Und wie könnte man diesen Code im MBR nennen...? Hast du eine Idee?

Lass es bitte einfach bleiben, ok?
Gast #6976236
Lesenswert?

oszi40 schrieb:
> Es ist meistens keine besonders gute Idee, 2 Systeme über Bootmanager
> auszuwählen. Das merkt man leider erst, wenn Fehler auftreten und ein
> Backup nicht wie gewünscht funktioniert.

Habe ich so seit Jahren auf mehreren PC's und Laptops. Geht perfekt.
Teils ist es BootStar, oder auch BootUs. Aber die BS befinden sich alle 
auf der ersten HDD.

Und auch ein BackUp zurückspielen klappt immer. Mehrfach getestet.
Gast #6976251
Lesenswert?

oszi40 schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Dann braucht es wirklich einen Bootmanager.
>
> Hat nur den winzigen Schönheitsfehler, dass im Fehlerfall kaum einer
> genau weiß wie dieser Bootmanager konfiguriert war?

Aber nur bei Leuten, die heute nicht mer wissen, was sie gestern gemacht 
haben.

Marcello E. schrieb:
> Grub lässt sich mit wenig Aufwand neu einspielen, und die Konfiguration
> läuft hingegen zu zB Lilo usw. weitgehend automatisch. Man merkt ihr
> benutzt so was gar nicht, müsst aber unbedingt euren Senf dazugeben!

Stimmt, das häßliche Ding habe ich mir nach viel Quälerei abgewöhnt.
Aber andere seit Jahrzehnten.

Es gibt freundlichere Bootmanager.
Boot-US ist mein Favorit.

https://www.boot-us.de/
Gast #6976514
Lesenswert?

Le X. schrieb:
> "Der MBR" macht garnichts, "der MBR" ist ein bestimmter Speicherbereich
> auf einem Datenträger wo Code liegen kann. Und dieser Code kann dein OS,
> oder bei komplexeren Setups, die nächste Stufe eines Chainloaders laden.
> Und wie könnte man diesen Code im MBR nennen...? Hast du eine Idee?
>
> Lass es bitte einfach bleiben, ok?

https://de.wikipedia.org/wiki/Master_Boot_Record

Zitat der Quelle:

Der Master Boot Record (kurz MBR) enthält ein Startprogramm für 
BIOS-basierte Computer (IBM-PC-kompatible Computer) und eine 
Partitionstabelle.[1] Er befindet sich im ersten Sektor eines in 
Partitionen aufteilbaren Speichermediums wie beispielsweise einer 
Festplatte.

Und ICH rede von einen BIOS-Start.!!!! Und nicht von irgend einer 
Software.

Also lass DU es einfach bleiben.

Nebenbei.  Mein OS juckt der MBR nicht, außer es muss ihn anlegen, damit 
das Bios weiß das es hier ein Boot-Fähiges System findet.
Gast #6976583
Lesenswert?

Marcello E. schrieb:
> Hattest mich zwar nicht angesprochen, aber ich muss Dir sagen das der
> MBR Obsolet ist..
>
> Seit der UEFI Bios Einführung:

Ok. Gebe ich dir völlig recht.

Ist mir nur auf die Schnelle nicht eingefallen. Sorry. Aber egal. Ist ja 
im Prinzip das selbe. ;)

Genauer Gesagt, eine Erweiterung. Weil lt. dein Wiki-Link ist der MBR 
auch in der GPT drin. ;) Ergo ist GPT nur eine logische Erweiterung. Was 
bei großen Platten ja notwendig war/wurde.
Gast #6978761
Lesenswert?

Schlaumaier schrieb:

> Ist mir nur auf die Schnelle nicht eingefallen. Sorry. Aber egal. Ist ja
> im Prinzip das selbe. ;)

Nein, das funktioniert prinziell anders. Bei der ollen MBR-Geschichte 
steckte zumindest die erste Stufe des Bootloaders im MBR. Das ist bei 
GPT-Boot nicht so. Da ist die erste Stufe des Bootloaders Teil des UEFI. 
Das kann allerdings per CSM auf MBR-Boot zurückfallen. Manche UEFIs 
machen das einigermaßen sinnvoll, viele nicht. Ich kenne z.B. eins 
(ACER, fuck yourself!), was nur ein Entweder-Oder erlaubt. Mit 
aktiviertem CSM ist da nur noch MBR-Boot möglich.
Andere sind zumindest so gestrickt, dass sie einem die Wahl lassen, ob 
per CSM oder UEFI(GPT) gebootet werden soll.
Die cleversten UEFIs erkennen für jedes einzelne Device, ob es a) 
überhaupt bootfähig ist und b) auf welche Weise und stellen dann nur die 
sinnvoll erscheinende verbleibende Auswahl im UEFI-Bootmanager bereit 
und booten dann die Anwenderwahl in der jeweils passenden Art.

So gesehen z.B. bei DELL.

> Genauer Gesagt, eine Erweiterung. Weil lt. dein Wiki-Link ist der MBR
> auch in der GPT drin. ;) Ergo ist GPT nur eine logische Erweiterung. Was
> bei großen Platten ja notwendig war/wurde.

Nein. GPT ist völlig anders. Die Partitionierung steht an anderer Stelle 
auf dem Medium und auch sonst ist alles ganz anders. In einer reinen 
GPT-Umgebung hat der MBR nur noch einen einzigen Zweck: für MBR-lastige 
Tools den gesamten per MBR erreichbaren Plattenplatz als belegt zu 
markieren. Sonst nix.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren