Hallo. Ich brauche folgendes:
Hardware, die beliebige HF-Signale bis 6 GHz (wichtig! Nicht weniger!)
gemäß einem Software-Algorithmus, der in dem Ding läuft, generieren
kann. Die Software möchte ich selber schreiben/downloaden und über USB
o. ä. einspielen. Es sollten wirklich beliebige Wellen-/Signalformen
erzeugt werden können, nicht nur Sinus, Rechteck etc.
Kann mir da jemand (Produkt-)NAMEN nennen?
Ich weiß noch nicht genau, welche Art von Produkt da am besten für mein
Vorhaben ist. Ich denke am ehesten an eine (relativ günstige) Platine,
weniger an ein fertiges Gerät im Gehäuse.
Sendeleistung ist unerheblich, dafür gibt es meines Wissens nach billige
HF-Breitbandverstärker.
DANKE.
DerBastler schrieb:> beliebige Wellen-/Signalformen erzeugt werden können, nicht nur Sinus,> Rechteck
6 GHz Rechteck?
Monsieur beliebt zu scherzen …
Es hat einen Grund, warum arbitrary waveform Generatoren nur bis zu
einigen 10 oder 100 MHz industriell angeboten werden.
Beliebige Signale ist recht allgemein, 10kHz Bandbreite oder 10 oder
evtl 100 Mhz? ab 1 Mhz bis 6 Ghz oder welcher Bereich ?
Möglicherweise reicht ein sendefähiger SDR, der mit IQ-Signalen
gefüttert wird.
golf2010 schrieb:> Möglicherweise reicht ein sendefähiger SDR, der mit IQ-Signalen> gefüttert wird.
Was ja der genannte HackRF One wäre. Aber da müsste sich der TE wohl
etwas genauer äußern, was er da überhaupt erzeugen will. 6 GHz ist ja
nun auch nicht mehr gerade Gleichstrom.
DerBastler schrieb:> Ich denke am ehesten an eine (relativ günstige) Platine,> weniger an ein fertiges Gerät im Gehäuse.
Bestimmt auch noch mit billigen Transistoren aus dem Sonderangebot.
"Wellenform" heisst ja, dass noch eine Menge Harmonischer oberhalb von 6
GHz nötig sind, sonst wird das nur ein Sinus. Das R in SDR steht
übrigens für Receiver, nicht Generator/Sender. Ein IQ-Modulator kann
viele Modulationsarten, aber alles eher schmalbandig, nicht n mal 6 GHz.
Für 6GHz brauchst du um ein Rechtecksignal zu erzeugen, entweder
unheimlich viel Energie, oder gaaaanz kleine Flächen (So wie in µP's der
neueren Generation).
Rechne mal wie viel Energie du brauchst um ein Pegel von nur schon 3V
und 1nF Flächenkapazität in 0,01ns auf 0V und in 0,01ns wieder zurück
auf 3V zu bringen, was du für ein Rechtecksignal wo eine Periode nur
rund 0.167ns Dauert mindestens brauchst, um nur eine halbwegs
Rechteck-Form zu erzeugen!
Simuliere das mal mi Tina oder ähnlich, du wirst staunen.
Patrick L. schrieb:> Für 6GHz brauchst du um ein Rechtecksignal zu erzeugen, entweder> unheimlich viel Energie, oder gaaaanz kleine Flächen (So wie in µP's der> neueren Generation).> Rechne mal wie viel Energie du brauchst um ein Pegel von nur schon 3V> und 1nF Flächenkapazität in 0,01ns auf 0V und in 0,01ns wieder zurück> auf 3V zu bringen, was du für ein Rechtecksignal wo eine Periode nur> rund 0.167ns Dauert mindestens brauchst, um nur eine halbwegs> Rechteck-Form zu erzeugen!> Simuliere das mal mi Tina oder ähnlich, du wirst staunen.
Leistung und nicht Energie, oder?
Jörg W. schrieb:> Alles eine Frage der Zeit. :-))
Jepp,
deshalb wird die Lade-Leistung die man Braucht um eine Kapazität C
über die Zeit (τ) zu Laden,
mit Energie "Leistung über die Zeit(τ)" in Joule J angegeben.
>Radio
Danke Jörg, natürlich.
Und die Amerikaner sagen auch two-way-radio für Funkgeräte, nur bei uns
sollte ein Radio nicht senden können.
>sendefähiger SDR
das drückte es ja schon richtig aus. Mit dem Suchbegriff SDR finden sich
aber doch eher Empfänger wie der RTL-SDR.
DerBastler schrieb:> Hallo. Ich brauche folgendes:>> Hardware, die beliebige HF-Signale bis 6 GHz (wichtig! Nicht weniger!)> gemäß einem Software-Algorithmus, der in dem Ding läuft, generieren> kann. Die Software möchte ich selber schreiben/downloaden und über USB> o. ä. einspielen. Es sollten wirklich beliebige Wellen-/Signalformen> erzeugt werden können, nicht nur Sinus, Rechteck etc.>> Kann mir da jemand (Produkt-)NAMEN nennen?>> Ich weiß noch nicht genau, welche Art von Produkt da am besten für mein> Vorhaben ist. Ich denke am ehesten an eine (relativ günstige) Platine,> weniger an ein fertiges Gerät im Gehäuse.>> Sendeleistung ist unerheblich, dafür gibt es meines Wissens nach billige> HF-Breitbandverstärker.>> DANKE.
Das Problem besteht aus mehreren Teilen:
Erstens brauchst du ein Trägersignal bis 6GHz und halt so tief hinunter
wie du es brauchst. Hier müsste man wissen welche Anforderungen du an
die Signalqualität und den Pegel stellst.
Zweitens brauchst du einen Modulator um auf den Träger deine
"Wellenformen" modulieren zu können.
Das macht man am besten im IQ Verfahren, also brauchst du einen sehr
breitbandigen IQ Modulator.
Drittens brauchst du eine Möglichkeit IQ Signale zu generieren um den
Modulator zu speisen, also wahrscheinlich einen schnellen DAC
(Taktfrequen mindestens 2* deiner Nutzbandbreite) und ein passendes FPGA
nebst RAM und oder schnellem Interface zum PC.
Die IQ Daten kannst du am PC generieren, zB. mit Matlab, Gnuradio etc.
Dann wirst du sie über USB in einen schnellen Speicher laden, auf diesen
greift dann der FPGA zu und füttert damit den DAC.
https://www.thinksrs.com/downloads/pdfs/manuals/SG390m.pdf
Ab Seite 181 wird das Gerät erklärt, eine Stückliste gibt es auch,
leider aber keinen Schaltplan.
Du siehst, der Aufbau ist absolut riesig und das ist nicht einmal eine
hyper duper Gerät....
Selbst auf einer
DerBastler schrieb:> Platine
ist das nicht so einfach, denn um viele Teile kommst du einfach nicht
herum.
mfg
Ich glaube, 'DerBastler' hat schon genug.
das Thema wurde auch schon mal im Beitrag 'QO-100 und
Schmalband-Digimodes'
Beitrag "QO-100 und Schmalband-Digimodes"
angeschnitten, wenn auch dort eher schmalbandiger. Da fehlt höchstens
noch ein Mischer auf höhere Freuqenzlage. Prinzipiell geht also auch 1
Platine.
Ansonsten kommen leistungsfähige Geräte als IQ-Modulator betrieben heute
auf über 100-200 Mhz Bandbreite oder mehr. z.b von Ettus oder Aaronia
Spectran V6.