Digital Radio Mondiale - bei Neukauf eines Radios relevant?

#7009942
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Hallo zusammen,

welche Bedeutung hat DRM beim Neukauf von (Taschen-)radios?
Ist das mittlerweile ein totes Pferd?
Wenn ich Werbeanzeigen für Weltempfänger sehe, ist da von DRM nie die 
Rede.

Gestern Nacht habe ich mit meinem Sony ICF SWF-100E im AM-Bereich nach 
Sendern gesucht. Eine externe Antenne habe ich nicht.

Die wenigen Suchergebnisse waren stark mit Rauschen überlagert.

Beim Suchen im nach Frequenzen im Netz stieß ich auf

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_digitaler_Lang-,_Mittel-_und_Kurzwellenrundfunksender

Habe ich eventuell veraltete Technik im Einsatz?
#7010256
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Programmierer schrieb:
> Peter M. schrieb:
>> Die wenigen Suchergebnisse waren stark mit Rauschen überlagert.
>
> Wie kann das eigentlich sein, wenn es digital kodiert ist?

Weil er mit einem analogen Weltempfänger in AM (Gestern Nacht habe ich 
mit meinem Sony ICF SWF-100E im AM-Bereich nach
Sendern gesucht)  die OFDM-Signale der DRM- Aussendungen empfangen hat. 
Diese hören sich in analogen Radios als "starkes Rauschen" an.
#7010269
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Thomas W. schrieb:
> )  die OFDM-Signale der DRM- Aussendungen empfangen hat.

Klingt eher nicht so.

Peter M. schrieb:
> Die wenigen Suchergebnisse waren stark mit Rauschen überlagert.

Klingt danach als sei das ein ganz normaler AM Sender gewesen, an der 
Antenne drinnen sind die eben oft nur mit starkem Rauschen zu empfangen.

DRM ist unwichtig, DAB+ Sollte allerdings am besten mit dein sein. Ich 
bin zwar kein Fan davon, aber sonst hört man wohl in einigen Jahren kaum 
oder gar kein FM/AM Radio mehr.

Diskussion über die Abschaltung der analogen UKW Sender gibt es bereits.
#7010525
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Hi,
habe auch schon Versuche gemacht:
Beitrag "DRM Empfangsversuche"
Im ASIAPAC-Raum (zum Beispiel auf Neuseeland) wird DRM noch favorisiert.
Was mich wunderte, konnte im November letzten Jahres RNZ in 
stinknormaler AM-Modulation hier empfangen. Vermutung: Haben die DRM 
auch den Laufpass gegeben?
Was mich besonders ärgert:
Nicht nur Lizenzprobleme mit der Fraunhofer-(DREAM) Software, nein 
zusätzlich noch Codec kaufen oder selber kompilieren.

Wenn ich einen KW-Empfänger mit DRM empfehlen könnte,
dann würde ich den mit den Innereien nehmen:

https://www.skyworksinc.com/en/Products/Audio-and-Radio/Si4796x-Automotive-Dual-Receivers/Si47967

Gospell GR 216

Der kann angeblich auch Software- (sprich Codec)- Updates richtig 
verarbeiten.

Lieferbarkeit allerdings mit Fragezeichen versehen.

ciao
gustav
Beitrag #7010590 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7010630
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Laut Angaben in der Zeitschrift Funkamateur Heft 2 von 2022 (S.152) 
sendet in DRM in deutscher Sprache Radio Rumänien International und 
Funklust aus Erlangen.
DRM-Sender, die in englischer Sprache senden wurden im Heft 3 von 2022 
(S.236) der gleichen Zeitschrift genannt. Neben Rumänien auch die BBC, 
Radio Kuweit, Voice of Nigeria, Radio New Zealand u.a. angegeben.
#7010656
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Paul schrieb:
> Diskussionen gibt es immer viel, besonders in Deutschland. In anderen
> Ländern setzt man es einfach um und schneidet auch mal jahrhunderte alte
> Zöpfe ab.

Trotzdem Schwachsinn!
Der "Zwang" zu digitalem Rundfunk ist für mich unverständlich.

Selbst wenn da quasi nebenbei auch Bilder usw. mit übertragen werden 
können und der Empfang "Rauschfrei" ist. Die Empfänger sind mir doch zu 
stromhungrig. Das kleine DAB+ Würfelchen in der Küche frisst im 
Gegensatz zum alten UKW Radio 0,7A mehr. (Alt analog: 550mA, Neu DAB+ 
1250mA)

Das klingt nicht viel, ist aber gerade für unterwegs (Tage mit 
"Bleistiftradio" und einer 1,5V Alkali FM Radio hören können) total 
bescheuert, es sei denn man schleppt dauernd Ersatzakkus/Batterien mit 
um nach einem halben Tag zu Wechseln.
Beitrag #7010663 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7010680
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Miller⚡ schrieb im Beitrag #7010663:
> +1. Recht hast du. Zumal rauschfreiheit mit einem höheren SNR erkauft
> wird.

Na dann vergleiche mal DAB+ mit UKW-Analog mit gleichem Teleskopstummel 
als Zimmerantenne. Also ich will kein UKW-Analog mehr. DAB+ bringt mehr 
Sender bei besserer Qualität. Auch im Auto von Berlin nach Wiesbaden 
keine Probleme mit DAB+. Klar findet man noch Gebiete mit schlechter 
DAB+ Abdeckung wenn man lange genug sucht, aber würde man Nägel mit 
Köpfen machen und nicht 2 Systeme vorhalten wollen, wäre der Ausbau von 
DAB+ schon sehr viel weiter. Es gibt aber auch Gebiete mit schlechter 
Analog-Abdeckung.
Dazu kommt noch, dass die Autohersteller noch vor wenigen Jahren 
Aufpreise von über 500€ für ein DAB+Radio verlangt haben und somit die 
Verbreitung gebremst haben.
Gast #7010720
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Dieter schrieb:
> Bedenke aber, wenn Du heute ein Auto mit DAB+ kaufst, dann musst Du es
> bevor zehn Jahre rum sind verkaufen, weil Du sonst ohne Radio fahren
> musst. So wie nach DAB das DAB+ kam, wird DAB++ kommen.

Blablub. Eher wird alles auf Internet via Mobilfunk hinauslaufen und man 
koppelt sein Smartphone mit der Auto-Soundanlage wenn man keine 
Auto-Soundanlage mit integriertem Mobilfunk hat. Und sollte es in 100 
Jahren wieder eine neue Radioempfangstechnik geben, dann ist das für 
mich auch ok.
Gast #7010740
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Peter M. schrieb:
> welche Bedeutung hat DRM beim Neukauf von (Taschen-)radios?
> Ist das mittlerweile ein totes Pferd?
> Wenn ich Werbeanzeigen für Weltempfänger sehe, ist da von DRM nie die
> Rede.

Gibt es überhaupt Taschen-Weltempfänger mit DRM? Ich kenne jetzt keinen.
Wobei die Ära dieser Weltempfänger ohnehin vorbei ist. Wer unter 60 kann 
denn noch was mit Kurzwelle, Mittelwelle, Langwelle anfangen? Wer das 
Hören nicht seit seiner Kindheit trainiert hat, versteht da nichts und 
weiß meistens auch nicht, dass es sowas gibt. Klar gibts auch junge 
Interessenten für diese Wellenbereiche. Das hält sich aber eher in 
Grenzen.
Gast #7010742
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Dieter schrieb:
> Markus schrieb:
>> Eher wird alles auf Internet via Mobilfunk hinauslaufen und ...
>
> Das kostet Dich dann entweder Deinen High Speed Traffik, oder Du must
> eine Musikflexrate dazubuchen.

Heute ist es noch so. In wenigen Jahren wird eine Mobil-Flatrate so 
normal wie heute eine DSL-Flatrate sein.
Gast #7010801
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Hallo

Kilo S. schrieb:
> Das klingt nicht viel, ist aber gerade für unterwegs (Tage mit
> "Bleistiftradio" und einer 1,5V Alkali FM Radio hören können) total
> bescheuert, es sei denn man schleppt dauernd Ersatzakkus/Batterien mit
> um nach einem halben Tag zu Wechseln.

Ein schon älterer (3-4 Jahre) DAB Taschenempfänger (ca so groß wie eine 
halbes Smartphone aber 2 bis 3 mal so dick) hat einen eingebauten 
LiIonenakku und macht locker 6h Dauerbetrieb (KH natürlich - wer über 
Lautsprecher portabel seine Audioberieselung hört ist und war schon 
immer  einfach nur unverschämt) - eher noch deutlich mehr.
Ja weniger Betriebsstunden als irgendein Analoges Pedant aus den 90er 
Jahren - aber eben auch ohne Rauscheinbrüche, "komische" Stereo 
Störungen- echter Portabelnutzung ist kaum möglich wenn der Sender nicht 
fast im Sichtbereich ist und mit minimalen laufenden Kosten (keine 
Primärzellen).
Leider wahr:
Die Sendebardeckung bzw. deren abgestrahlte Leistung ist noch stark 
verbesserungswürdig (wird aber in NRW und noch schlimmer in den 
nördlichen Nachbarbundesländern schon seid Jahren ignoriert - keine 
Leistungserhöhung, kein Ausbau des Sendernetzes).
Da wo es funktioniert möchte ich auf DAB nicht mehr verzichten (sowohl 
Mobil im PKW als auch Portabel - zu hause gibt es mehr als genug andere 
Möglichkeiten) - aber wo es nicht (gut - zuverlässig ohne Aussetzer ) 
funktioniert bleibt halt weiterhin gerade beim Portabelempfang leider 
nur Analog FM - mit all seinen Nachteilen z.B. ist Stereo letztendlich 
Portabel nicht wirklich brauchbar und selbst Mono macht wenig Spaß wenn 
man Programme hört die auch leise Passagen beinhalten wie klassische 
Musik oder Hörspiele.

Daher:
Immer schön gerecht bleiben und mal so langsam ins Jahr 2022 (war aber 
auch schon 2016 und davor aktuell) ankommen , die rosarote 
Nostalgiebrille absetzen des weiteren den  "Früher war alles besser" und 
"Die wollen uns was böses"  Modus endlich abschalten...


Praktiker
Gast #7010816
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QWERTZ schrieb:
> Heute ist es noch so. In wenigen Jahren wird eine Mobil-Flatrate so
> normal wie heute eine DSL-Flatrate sein.

So wird das nicht sein, weil die Provider bezahlt sein wollen fuer den 
Service, wie auch die Betreiber der Funkanlagen (AM, UKW, DAB, DVBT). 
Das wird dann den Rundfunkgebuehren aufgeschlagen, wenn nicht der Kunde 
die Musikflat kauft. Aus diesem Grunde wurde auch das Urteil ueber die 
Rundfunkgebuehren so gefaellt wie es nun ist, dass die Politik hier 
nicht mehr deckeln kann.
Gast #7010848
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Paul schrieb:
> setzt man es einfach um und schneidet auch mal jahrhunderte alte
> Zöpfe ab.
und macht damit geschätzt 100 Millionen UKW-Radios zu Elektroschrott.
Im Übrigen ist UKW-Radio nicht Jahrhunderte alt.

Markus schrieb:
> nd sollte es in 100
> Jahren wieder eine neue Radioempfangstechnik geben, dann ist das für
> mich auch ok.

Die kommt aber inzwischen im 10-Jahrestakt.
Gast #7010890
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"Füher war alles besser und zurück auf die Scholle, bloß nichts 
Neues"-Geschwätz höre ich jetzt schon seit 54 Jahren meines Lebens. 
Deshalb kommt Deutschland technologisch nicht mehr voran. Vom ehemaligen 
Technologieführer zum Technikverweigerer.
Gast #7010901
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Kann man DRM mit normalen Radios empfangen, oder benötigt man dafür 
spezielle Radios? Kann man die an einer normalen Antenne anschließen 
oder benötigt man eine speziell geformte Antenne für Digital?
#7010944
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Praktiker schrieb:
> hat einen eingebauten LiIonenakku und macht locker 6h Dauerbetrieb

Also 1/8 der Zeit.(mein Stiftradio hat locker 2 Tage gehalten, ging auch 
nur mit Kopfhörer)

Praktiker schrieb:
> und mit minimalen laufenden Kosten (keine Primärzellen)

Bei den aktuellen Strompreisen und was noch kommen mag ist mir das 
billiger als alle 6h Aufladen zu müssen. Außerdem auch da könnte man 
Akkus benutzen, dann wären es halt anstelle 48h nur 38h Betrieb.

Praktiker schrieb:
> Leider wahr:
> Die Sendebardeckung bzw. deren abgestrahlte Leistung ist noch stark
> verbesserungswürdig (wird aber in NRW und noch schlimmer in den
> nördlichen Nachbarbundesländern schon seid Jahren ignoriert - keine
> Leistungserhöhung, kein Ausbau des Sendernetzes).

Danke, ich komme aus NRW, ich weiß um die Situation bescheid.

Praktiker schrieb:
> aber wo es nicht (gut - zuverlässig ohne Aussetzer ) funktioniert bleibt
> halt weiterhin gerade beim Portabelempfang leider nur Analog FM

Mangels Alternativen, da wäre doch KW/MW trotz seiner nachteil 
interessant.

Praktiker schrieb:
> Daher:
> Immer schön gerecht bleiben und mal so langsam ins Jahr 2022 (war aber
> auch schon 2016 und davor aktuell) ankommen , die rosarote
> Nostalgiebrille absetzen des weiteren den  "Früher war alles besser" und
> "Die wollen uns was böses"  Modus endlich abschalten...

Das hat mit Nostalgie nicht viel zu tun. Solo alt bin ich noch nicht. 
Ich seh nur den erhöhten Stromverbrauch und das die angeblich so tolle 
Digitalisierung nicht so gut und schnell voranschreitet wie sie musste 
um die Vorteile auch genießen zu Können.

Als Beispiel:
Mit ca. 7 (25 Jahre her) hatt ich einen kleinen "Multimediawürfel" 
LW/MW/KW/UKW mit SW-TV. Der lief mit glaube 10-12 Primärzellen. Den 
hatte ich damals immer mit bei meinen Großeltern. Dort konnte ich abends 
dann auf meinem Fernseher durch ausziehen der Antenne in wenigen Minuten 
meine Lieblingssendung (Simpsons) schauen. Ohne das mein Opa dabei 
durchgedreht ist.
Heute, habe ich einen DVB-T2 Fernseher in einem kleinen Koffer für 
unterwegs beim Campen ect. Wenn ich das heute hier in NRW mache (Ant. 
Anstecken, einschalten und los) hab ich keine Probleme. (Ballungsraum) 
Bei meinen Großeltern hingegen geht das seit DVB-T (ohne zwei) schon 
nicht mehr!

Der Ausbau in der Gegend von Hessen ist für's "Stoffwechsel Endprodukt 
Ausscheidungsorgan". (oder für die weniger kreativen -> Für'n Arsch!)

Die Digitalisierung brachte also seit damals keine Verbesserung, im 
Gegenteil, man ist gerade dort gezwungen entweder auf SAT oder Kabel 
auszuweichen.

Also wieso sollte ich den Digitalkram toll finden wo er:
Mehr Strom verbraucht, schlechtere Abdeckung hat und nicht Mal geeignet 
ist um bei "Rauschenden" stellen im Empfang noch zu funktionieren?

Digital ist entweder da und kann bis zu einem gewissen Grad auch fehler 
korrigieren, oder es ist einfach still weil es nicht mehr korrigierbare 
Fehler gibt.

Im verrauschten UKW kann man wenigstens noch versuchen zu verstehen was 
die sagen.

Hätten die erst das Netz ausgebaut und die Abdeckung für alle Gebiete 
gewährleistet, dann wäre digital auch erfolgreich.

P.S
Siehe Bild, JS8Call, ich bin also nicht generell gegen digital. Nur 
gegen schlecht ausgebautes digital!
Angehängte Dateien:
#7010979
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Kilo S. schrieb:
> Hätten die erst das Netz ausgebaut und die Abdeckung für alle Gebiete
> gewährleistet, dann wäre digital auch erfolgreich.

Hi,
und es wird ausgebaut. Aber man hat trotzdem keinen Empfang.
Laut SDRUno mit DAB+ Plugin sind an meinem Standort 32 DAB+ Programme 
aufgelistet.
Davon kommen gerade einmal 4 über die Signal/Rausch-Schwelle von 9 dB 
und werden auch tatsächlich zu Audio decodiert. Hör Dir mal hier "Toggo" 
an. Denn mit den "nur" auf DAB+ zu empfangenden Programmen wird ja 
mächtig die Werbetrommel gerührt.
Also total totkomprimiert.
Digital wird irrigerweise immer mit bestmöglicher Audioqualität 
gleichgesetzt. CD-Qualität und so.
Da wird oft vergessen, dass die wenigsten Programme im Bouquet auch 
tatsächlich mit der passablen Bitrate ausgestrahlt werden. Das ist das 
eine.
Das andere ist die Gleichwellen-Netz-Struktur bei DAB+.
Um auf die oben angedeutete Formulierung "Aber man hat trotzdem keinen 
Empfang" zurückzukommen.
Die neuen Sendeantennen hier für den vor kurzem aufgeschalteten 
Bundesmux haben eine ausgeprägte Richtcharakteristik.
Warum? Damit sich die Sender im Gleichwellennetz nicht gegenseitig 
stören.
Das ist bei DAB+ eine ganz tricky Geschichte.
Folge: Versorgungsbereichslücken sind absichtlich vorprogrammiert.
Da beißt keine Maus den Faden ab.

Marf schrieb:
> Kann man DRM mit normalen Radios empfangen, oder benötigt man dafür
> spezielle Radios? Kann man die an einer normalen Antenne anschließen
> oder benötigt man eine speziell geformte Antenne für Digital?

Zu 1: nein. Das Radio muss einen Chip drinhaben, der sowohl digital als 
auch analog kann. Rein analoge Geräte mit völlig separat aufgebauten 
Empfangsteilen findet man kaum noch. Die meisten haben DRM-Chip drin. 
Und UKW wird meistens dann mit SDR-analoger Technik mit demselben Chip 
per Software aufbereitet.
Den klassischen UKW- Empfänger mit HF-Eingangsteil, ZF-Stufen, 
Ratiodetektor und Multiplexstereodecoder findet man bei den DAB+ /UKW 
-Empfängern da meistens nicht mehr. Alles macht eine Software. Warum 
auch nicht. (Nur ohne separates Notebook.)
Zu 2: der Frequenzbereich der Ausstrahlung liegt im alten Fernsehbereich 
Band III von 178 bis 222 MHz.
Dazu wäre eine "kürzere" Antenne hilfreich. Gleichzeitig treten die 
damit verbundenen Reflexions-, Abschattungs-, Dämpfungseffekte auf. Wie 
beim portablen Fernseher mit Schneegestöber bei 
Zimmerantennenverwendung.

ciao
gustav
Gast #7010998
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Timo schrieb:
> Dazu kommt noch, dass die Autohersteller noch vor wenigen Jahren
> Aufpreise von über 500€ für ein DAB+Radio verlangt

In welchem Auto der 50-er bis 2000-er (also da, wo UKW hip war) gab es 
den serienmäßige Autoradios, gar ohne Aufpreis?

Als meine Eltern 1994 unseren Opel Vectra werksneu (man könnte auch 
sagen: untermotorisierter Ladenhüter) kauften war zwar ein Grundig 
SC303D orignal eingebaut, wurde aber trotzdem auf der Rechnung separat 
mit ca. 1000 DM ausgewiesen. Immerhin war es das modernste Radio in 
unserem gesamten Haushalt: Digitale Frequenzanzeige, RDS und 
Autoreverse.

2002 holten wir uns den Opel Corsa (da abzusehen war, dass ich den auch 
bald fahren würde) und auch da musste das VDO2005 noch extra bestellt 
und bezahlt werden. Immerhin schon mit CD, aber kein Shock-Proof 
(besonders lustig auf Kopfsteinpflaster) und erst Recht kein MP3! 
Alternative wäre das "hochwertigere" Modell mit Navi (macht natürlich 
Sinn auf einem zweizeiligen Alphanumerik-Dsiplay) und D-Netz-Telefon für 
nur 2000 € Aufpreis oder halt zwei leere DIN-Schächte und ein weitgehend 
funktionsloses Display im Armaturenbrett, da die Werksradios dieses 
sonst mitbenutzten.

Die beiden Firmen-Smarts von Frauchen in den letzten 4 Jahren hatten 
selbst in der einfachen Ausstattung MW + UKW-FM + DAB + BlueTooth.

Der Mercedes A200 letztes Jahr hatte sogar noch zuätzlich Internet-Radio 
mittels TuneIn. Da konnte ich dann endlich mal wieder Raute-Musik 
Hardstyle hören, wenn ich mir nen Döner geholt hab.

Aber auch lineares Radio ereilt das selbe Schicksall, wie das lineare 
Fernsehen: Es wird viel weniger konsumiert. Allenfalls als passive 
Hintergrundberieselung in Werkstatt, Büro oder Küche & Bad, wo es 
praktisch keine Aufmerksamkeit erfährt.

Wer wirklich bewusst Audio-Inhalte konsumieren willt, streamt sie sich 
von Spotify, Deezer, YT-Music oder Audible und hat genau das Zeug parat, 
was er gerne hören möchte und wann er es möchte.

Wenn mir vor 25 Jahren jemand gesagt hätte, dass ich in Zukunft im 
UKW-Radio zappen würde, den würde ich für verrückt erklären: Geht ja gar 
nicht, musst ja immer durchkurbeln!
Aber heute ist es jedes Wochenende Usus, weil auf wirklich jedem Sender 
nur Fußball kommt.
Selbst heute morgen bei Bremen 1 wurde darüber berichtet, dass jemand 
einen Bierbecher aufs Feld geworfen hat. Muss ja ein wirklich spannendes 
Spiel gewesen sein, wenn offensichtlich auf den Zuschauer-Tribünen mehr 
Berichtenswertes los war, als auf dem Spielfeld.

Also: Das Problem sind nicht die Übertragungswege oder 
Modulationsverfahren sondern die (nicht vorhandenen!) Inhalte. Bei dem 
derzeitigen Gelaber (vor allem eines gewissen JUK) und Gedudel wäre 
selbst ein Pyrit-Detektor noch Perlen vor die Säue.
#7011022
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Murmeltier schrieb:
> Das Problem sind nicht die Übertragungswege oder Modulationsverfahren
> sondern die (nicht vorhandenen!) Inhalte.

Das kommt noch erschwerend hinzu.

Murmeltier schrieb:
> Bei dem derzeitigen Gelaber (vor allem eines gewissen JUK) und Gedudel
> wäre selbst ein Pyrit-Detektor noch Perlen vor die Säue.

Auf der anderen Seite, wenn Mal wieder eine größere "Katastrophe" (Flut 
zb.) ansteht wäre der Pyrit-Detektor die Lösung. Wenige Bauteile, keine 
Batterien, leicht. Also das ultimative notradio sozusagen.

Also wenn es noch AM Sender gäbe übe die man großflächig Informationen 
verteilen könnte. :-(

Klar, jeder hat heute ein Smartphone, manche (nicht mehr alle) können 
auch noch UKW und brauchen dafür allerdings die Kopfhörer als Antenne 
und sind ohne Strom am Ende auch wertlos. Selbst für so verrückte wie 
mich die sogar mit dem SDR am Smartphone durch die Pampa laufen auf der 
jagt nach interessanten Signalen.
Gast #7011120
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Karl schrieb:
> Dieses Argument gab es seinerzeit auch als ...

Hier ist das anders. Da haben die Stakeholder darauf eingewirkt, das 
kaum noch 32 oder 24kbit Streams (AAC, OGG waere auch moeglich gewese) 
vom Rundfunk angeboten werden.

Kilo S. schrieb:
> Siehe Bild,

Ueber 4MB muss wirklich nicht sein.

Kilo S. schrieb:
> Das kommt noch erschwerend hinzu.

Richtig. Die unverzerrten Inhalte. Wenn jetzt die Medien, wie beim US 
Praes T. alles in eine Richtung verzerren, aus dem Osten auch machen, 
dann beeinflussen sie die Politik zu falschen Entscheidungen, weil die 
dann zu weit weg von der Wahrheit sein werden.
So ist der jetzige Schlamassel eigentlich entstanden ohne vorgebeugt zu 
haben.
#7011128
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Dieter schrieb:
> Ueber 4MB muss wirklich nicht sein.

Es gibt wahrlich schlimmeres.

Außerdem hab ich vor dem ersten Kaffe nur schnell Mal geknipst, da 
vergisst man das komprimieren schon Mal.

Dieter schrieb:
> weil die dann zu weit weg von der Wahrheit sein werden.
> So ist der jetzige Schlamassel eigentlich entstanden ohne vorgebeugt zu
> haben.

Welchen der vielen Schlamassel meinst du aktuell?

Ich hab heute morgen ja Mal hart gekotzt als ich die Nachrichten an 
gemacht hab. Wie die Russen behaupten können die Ukraine würde 
Chemische/Biologische Waffen herstellen (mit ihren westlichen partnern) 
um danach die Ukraine damit anzugreifen und es den Russen in die Schuhe 
zu schieben. Gehirnwäsche pur!
#7011520
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Dieter schrieb:
> Die unverzerrten Inhalte. Wenn jetzt die Medien, wie beim US
> Praes T. alles in eine Richtung verzerren, aus dem Osten auch machen,
> dann beeinflussen sie die Politik zu falschen Entscheidungen, weil die
> dann zu weit weg von der Wahrheit sein werden.
> So ist der jetzige Schlamassel eigentlich entstanden ohne vorgebeugt zu
> haben.

Seltene klarheit herrscht beim Dieter.
Gast #7011527
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Willi schrieb:
> Timo schrieb:
>
>> DAB+ bringt mehr
>> Sender bei besserer Qualität.
> Es soll ja Menschen geben, denen die durch den Empfänger per SBR
> dazuerfundenen Höhen gefallen.

Und es soll Menschen geben, die den allgemeinen Praxisfall im Wohnzimmer 
mit primitiver Zimmerantenne oder Empfang im Auto vergleichen. Und was 
stören da irgendwelche Höhen, die man ab 25 sowiso nicht mehr hört und 
die der billige Lautsprecher nicht wiedergeben kann? Immer noch besser 
als UKW-Gerausche mit nur 4 empfangbaren Sendern. HIFI-Qualität erwarte 
ich von Radio sicher nicht und analoges Radio kann das zu vertretbaren 
Kosten auch nicht liefern. Immer lustig wie die ewiggestrigen Trolle 
hier ihre analoge Radioanlage zum Preis eines Kleinwagens mit einem 
DAB+Radio für 40€ vergleichen wollen.
#7011560
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QWERTZ schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Markus schrieb:
>>> Eher wird alles auf Internet via Mobilfunk hinauslaufen und ...
>>
>> Das kostet Dich dann entweder Deinen High Speed Traffik, oder Du must
>> eine Musikflexrate dazubuchen.
>
> Heute ist es noch so. In wenigen Jahren wird eine Mobil-Flatrate so
> normal wie heute eine DSL-Flatrate sein.

In D wird es noch dauern. Woanders ist man weiter.
Gast #7011684
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Kilo S. schrieb:
> Also wenn es noch AM Sender gäbe übe die man großflächig Informationen
> verteilen könnte. :-(

Gibt es doch in Deutsch aus Österreich jeden morgen (7:30 - 08:20 MEZ) 
auf 6155 Mhz im 49m Band. Daneben wird noch eine Sendung am Mittag 
(13730 MHz;12:00 MEZ) und eine am Abend (5940 MHz; 18:00MEZ) 
ausgestrahlt.
Der Sender ist selbst im Keller (LSR) mit einem Taschenradio zu hören.
Beitrag #7011826 wurde von einem Moderator gelöscht.

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